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Prof. Maximilian Fichtner - Batterien für die Elektromobilität

Shownotes

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E-Autos sind in aller Munde, werden jedoch auch kontrovers diskutiert - vor allem im Autoland Deutschland. Von den einen werden sie als Heilsversprechen für die Mobilitäts- und Energiewende gesehen, für die anderen sind sie eine unausgereifte Technologie. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht immer wieder die Batterie des E-Autos.

In dieser Folge räumen wir gemeinsam mit Prof. Maximilian Fichtner mit einigen Mythen auf. Er erklärt, was Tesla gut macht und gibt den deutschen Autobauern einen Rat, wie der Vorsprung aufzuholen ist.

Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Batterie Podcast geladen.

00:00:29: Grüß dich Daniel mit der Folge zwei!

00:00:31: Ja hallo Patrick, ich freue mich sehr.

00:00:33: Erzähl doch mal was wir heute machen, worum es eigentlich geht?

00:00:38: Batterien für Elektromobilität auf dem Tisch, dazu haben wir einen ganz besonderen Gast eingeladen.

00:00:43: Wir möchten sprechen über Reichweiten von E-Autos, wir möchten über die Leistung von Batterien sprechen, über die Kosten dieser Batterien der Betriebskosten und der Anschaffungskosten aber auch über diese Klassiker Themen wie die Sicherheit der Batterien über Lebensdauer und natürlich auch über die Nachhaltigkeit dieser Batterie in Bezug auf Elektromobilität

00:01:06: Genau.

00:01:07: Das Thema geistert ja auch sehr viel in den Medien herum und da gibt es doch auch einige Mythen dazu, damit wollen wir auf jeden Fall heute auch aufräumen.

00:01:16: Und vielleicht kannst du ganz kurz unseren Gast mal vorstellen?

00:01:19: Er sitzt neben mir!

00:01:20: Professor Dr.

00:01:22: Maximilian Fichtner ist Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm, stellvertretender Direktor am Helmholtz-Institut in Ulm vom Exzellenzklaster Polis.

00:01:36: Grüß Sie, Herr Fichtner hier im Studio!

00:01:38: Hallo!

00:01:39: Ja herzlich willkommen auch von meiner Seite.

00:01:41: gleich mal die erste Frage an Sie.

00:01:42: ich weiß sie fahren ein E-Auto.

00:01:44: ist es nicht manchmal auch so dass Sie doch so ein bisschen dieses Aufheulen von einem Verbrennermotor vermissen?

00:01:50: Das kommt auf dem Verbrennemotor an.

00:01:53: Ich habe tatsächlich privat fahre ich noch einen Alpha Spider der jetzt schon volljährig Und so ab drei, dreieinhalb Tausend Umdrehungen entwickelt der einen recht guten Sound.

00:02:07: Ich finde es schön das auch ab und zu mal zu hören.

00:02:10: aber was ich am Elektroauto eigentlich genieße ist diese vollkommene Stille immer so über die über das Land segelt und einfach dieses Fahrgefühl dass es völlig anders als beim Verbrenner.

00:02:23: man kann das nicht vergleichen Aber ich find's auch schön ich habs lieben gelernt.

00:02:28: Man muss ja fairerweise sagen, dass E-Autos sich stand heute noch nicht wirklich am Markt durchgesetzt haben.

00:02:36: Mein kleiner Vergleich wir haben ungefähr zweihunderttausend E- Autos auf deutschen Straßen.

00:02:41: im Gegensatz dazu haben wir über vierzig Millionen Verbrennungsmotoren auf deutschen Strassen.

00:02:49: sind sie sich da so sicher das die E-Mobilität des E-Autos sich flächendeckend tatsächlich durchsetzen wird?

00:02:57: Na ja, ist die Frage welche Alternativen wir haben.

00:03:00: Letzten Endes wenn wir uns anschauen wie die Zukunft beim Verbrennungsmotor aussieht mit der ganzen Ressourcenfrage Wo bekommen wir das Öl her?

00:03:10: Das wird ab twentyfünfundzwanzig etwa zur Hälfte aus Fracking und Tersand stammen Mit riesigen Wasserverbräuchen mit zerstörter Umwelt mit Gasemission Treibhausgasen in der Atmosphäre.

00:03:27: Und dann haben wir noch die Emission vor Ort, das ist keine wirklich gute Perspektive.

00:03:37: Es gibt ja auch Regularien schon dass das Länder aussteigen oder die Zulassung begrenzen wollen.

00:03:45: Das sind ringsrum bereits viele Länder Frankreich Niederlande Dänemark und so weiter, auch China und Indien haben bereits beschlossen aus dem Verbrenner auszusteigen.

00:03:57: Aus meiner Sicht ist es eine Frage der Zeit aber natürlich ist es so dass wir im Augenblick noch relativ geringe Zahlen absolut haben, aber dieses Jahr haben wir bereits zwölf Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge als Elektrofahrzeug.

00:04:13: Vielleicht

00:04:13: mal eine direkte Frage.

00:04:15: Woran liegt das denn?

00:04:16: Was sind denn die Hauptprobleme an diesem Markt in Deutschland und warum sich E-Mobilität bisher nur eher schleppend durchsetzt?

00:04:23: Er jetzt in den letzten Monaten ja den Markt sozusagen erobert.

00:04:27: Worin liegt es dass die Leute noch zu wenig ihr Autos kaufen?

00:04:31: Naja, es liegt einerseits an ein paar objektiven Schwierigkeiten die man durchaus anerkennen muss.

00:04:40: Viele Leute haben eine Reichweitenangst und ich würde mal sagen in der Vergangenheit war sie auch durchaus berechtigt.

00:04:47: also ich erinnere gerade unser an unser Dienstfahrzeug hier.

00:04:51: das war am Anfang BMI-III.

00:04:54: Das hatte eine Nennreichweite von zweihundertdreißig Kilometer.

00:04:58: Da kam man nicht besonders weit, vor allem im Winter.

00:05:01: Mittlerweile ist es ein Fahrzeug Opel Ampera E mit vierhundert Kilometer.

00:05:05: da kommt man eigentlich überall hin und kann das auch schnell laden.

00:05:10: Und wenn ich mir jetzt anschaue wie die neuen Teslas aufgestellt sind dann gehe ich einen Croissant essen und einen Kaffee trinken und dann ist das Gerät praktisch wieder voll an einer Schnellade.

00:05:23: Können Sie das für unsere Hörer mal ganz genau sagen?

00:05:25: Welche Reichweiten sind es bei Tesla so?

00:05:28: Naja, das kommt... Also letzten Endes entscheidet man die Reichweite heutzutage im Geldbeutel.

00:05:35: Man kann sich entweder sagen ich brauche das Fahrzeug vor allem in der Stadt dann kann ich einen kleineren Flitzer nehmen oder Ich nehme halt ein Fahrzeug mit einer kleineren Batterie Dann habe ich vielleicht so dreihundert vierhundert Kilometer.

00:05:50: Ich kriege aber auch schon Fahrzeuge mit sechshundert Kilometer und das wird sich noch ein bisschen verbessern die nächsten Jahre.

00:05:56: Dann sehen wir bei sieben acht hundert Kilometern, dann sind wir eigentlich dort wo was sein wollen.

00:06:01: Jetzt haben wir viele Hörer, die mit dem Gedanken spielen, sich in der nächsten Zeit vielleicht noch in diesem Jahr einen E-Auto zuzulegen je nach Prämie, die da noch existiert.

00:06:09: Was würden Sie als Vorteile und Nachteile von E Autos jemals auf den Tisch bringen?

00:06:14: Also welche Ganz haptischen Vorteile hat ein Kauf eines E-Autos und welche Nachteile gibt es?

00:06:20: Also, aus meiner Sicht erst mal das völlig andere Fahrgefühl.

00:06:25: Es ist nicht nur diese Segeln sondern sie haben ja auch durch die Elektromotoren volles Drehmoment von der ersten Umdrehung an.

00:06:34: Und wenn ich jetzt an unserem biederen Opel Ampera bei Fünfzig Kmh mal das Gaspedal durchtrete oder das Elektropedal Dann drehen die Räder durch, das heißt es ist unglaublich dynamisch.

00:06:49: Es ist viel direkter als ein Verbrenner und gleichzeitig ist es auch so ruhig.

00:06:53: Das nächste ist so ein Elektroauto hat viel weniger bewegte Teile als einen Verbrennungsmotor.

00:07:01: Das äußert sich dann zum Beispiel daran dass man vorne unter der früheren Motorhaube dann jetzt auch noch Stauraum hat.

00:07:11: Das ist einfach mehr Platz da, weil man kein Motor und Getriebe mehr braucht.

00:07:16: Gleichzeitig sind typischerweise die Radstände größer.

00:07:22: Das heißt, man hat mehr Platz im Innenraum so dass sich ein Elektroauto eigentlich immer so ein bisschen anfühlt wie fast die nächste Fahrzeugklasse.

00:07:34: Das ist das objektiven Vorteil, auch wenn die von außen noch relativ kompakt aussehen.

00:07:40: Ist das Raumgefühl innen besser als man es vom Verbrenner hier gewohnt ist?

00:07:45: Ja und dann ist es halt auch noch so dass man ja man hat praktisch keine Serviceintervalle mehr.

00:07:51: Man muss mal Reifen wechseln aber ich muss ja keinen Ölwechsel mehr machen.

00:07:54: Ich muss kein Getriebeöl mehr tauschen!

00:07:57: Ich muss keinen Kühlwasser mehr wechselen Ich muss nicht mal mehr die Bremsen wechseln, weil gebremst wird typischerweise einfach dadurch dass ich vom Gas gehe und wenn ich von Gas gehe dann wandelt sich der Elektromotor in Dynamo.

00:08:11: Das

00:08:11: ist ja auch im Übrigen etwas was glaube ich viele Hörer interessiert.

00:08:15: Stichwort Rekopération.

00:08:17: Wie muss man sich das eigentlich vorstellen, wie funktioniert ein Elektromotor in der Rückspeisung?

00:08:23: Das sind ja viele vom ihrem Verbrenner noch gar nicht gewöhnt.

00:08:25: Wie funktioniert das eigentlich?

00:08:27: sozusagen dass ich die Batterie widerspeist wenn man bremst?

00:08:31: Naja also letzten Endes ist es einfach so, dass man einen Rotor hat, er hat diese Drahtwicklungen in dem das magnetische Feld erzeugt wird.

00:08:44: Und dann hat man zum Beispiel feste Magneten, je nach Ausführung von der Motor.

00:08:50: Das ist eine Konfiguration, die findet man sowohl im Elektromotor oder auch im Fahrraddynamo.

00:08:57: Da ist eigentlich Ihnen so ähnlich aufgebaut und man kann dadurch, dass man einfach so ein Elektrom motor bewegt, kann man jetzt vereinfacht gesagt auch wieder Strom erzeugen.

00:09:09: Das heißt, wenn ich Bergabrolle zum Beispiel oder auch in der Stadt einfach vom Gas gehe.

00:09:17: Dann lädt sich die Batterie wieder auf und das führt dann z.B.

00:09:21: auch dazu dass der Verbrauch von so einem Elektrofahrzeug in der Statt geringer ist als außerhalb.

00:09:26: Das ist ja beim Verbrenner genau andersherum.

00:09:28: Der Verbrennter läuft auch ständig und verbrennt natürlich Benzin oder Diesel.

00:09:38: an der Ampel steht.

00:09:40: Schalten sich zwar schon viele ab, aber viele dann laufen trotzdem noch ein Stück und der Elektromotor braucht tatsächlich nur Energie wenn er läuft.

00:09:49: Jetzt haben wir sehr viel über die Vorteile eigentlich von E-Autos gesprochen.

00:09:53: Kommen wir mal zu den Nachteilen oder besser gesagt vielleicht ein bisschen differenziert im Blick noch.

00:09:59: Viele Kritiker von E Mobilität wenden ja ein dass die Batterieproduktion für E Autos Ja, ein Problem ist und die CO-Zwei Bilanz im Prinzip ruiniert.

00:10:10: Jetzt gibt's aber, habe ich gerade gelesen, eine aktuelle Studie von der Uni Eindhoven, die sagt eigentlich sparen Heautos zwischen dreiundfünfzigundachtzig Prozent CO-zwei ein, sodass das in Prinzip auf den ersten elftausend bis dreißigtausende Kilometern schon wieder wettgemacht ist.

00:10:26: dieser Nachteil von einer Batterieproduktion.

00:10:29: Wie ordnen Sie das ein?

00:10:30: Das ist ein Moving Target wie der Engländer sagt.

00:10:35: Das hängt vor allem daran, wie der Strommix aussieht oder der Energiemix mit dem die Batterien produziert werden.

00:10:46: Der verbessert sich erständlich.

00:10:47: deshalb ist es ein Moving Target.

00:10:49: Es gibt interessanterweisende Studie von Fraunhofer Institut In Karlsruhe ist Easy.

00:10:58: Die kamen im Jahr zwei Tausend Neunzehn raus, eigentlich mit dem gleichen Ergebnis.

00:11:06: Würde das denn bedeuten, wenn man heute ein Elektrofahrzeug kauft mit diesem etwas größeren CO-Rucksack?

00:11:13: Sag ich mal.

00:11:14: Wann ist der dann abgearbeitet?

00:11:17: und die kommen dann auch so auf etwa zwanzigtausend Kilometer oder sowas.

00:11:22: also die sagen in ein bis zwei Jahren ist es eigentlich abgearbeitet nach dem heutigen Strommix.

00:11:30: Wenn man jetzt hergeht und guckt perspektivisch an die Zukunft, da gibt es ja schon Firmen wie Northvolt zum Beispiel in Schweden, die ein riesiges Werk aufbauen.

00:11:39: Das wird komplett mit grünem Strom arbeiten.

00:11:43: Die werden sogar ihre Rohstoffe perspektive mit alternativen Energien aufarbeiten Und dann fängt so ein E-Auto natürlich von vornherein auch sehr, sehr niedrig an mit seinem CO² Rucksäckel.

00:12:00: Was es da noch hat ja.

00:12:02: Jetzt sind Sie den Argumenten gegen ein Eauto geschickt aus dem Weg gegangen?

00:12:07: Jetzt würden wir gerne über die Sicherheit von E-autos reden und speziell über einen Nachteil – und zwar Infrastruktur von Ladesäulen!

00:12:15: In Deutschland ist es ja noch so, dass wir mit zwanzigtausend Ladesäulen bundesweit doch noch ein sehr grobmaschiges Netz haben.

00:12:23: Da gibt es zum Beispiel IONITY Schnellladesäule wo die Kilowattstunde bis zu achtzig Cent kostet.

00:12:31: Sehen Sie das nicht als großes Problem für einen E-Auto-Kauf im Moment an, speziell wenn man irgendwo auf dem Land wohnt oder eben in der Stadt wo man keinen eigenen Parkplatz hat.

00:12:42: Oder nicht selber im Stande ist über Photovoltaik seine eigene Tankstelle bereitzustellen?

00:12:48: Es ist tatsächlich teilweise ein Problem.

00:12:50: Das stimme ich absolut zu.

00:12:52: Wenn wir einfach mal so eine Zahl vor Augen halten.

00:12:55: Kilowattstunde Diesel kostet etwa fünfzig Cent Dann haben wir diesen Preis, den Sie jetzt genannt haben von Yonity für Nicht-Kunden.

00:13:09: Die müssen dann... ...achtundsebzig Cent zahlen.

00:13:14: Wenn ich einen Tesla habe, zahle ich dreinreißig Cent.

00:13:18: Also es ist viel billiger und dazu kommt natürlich noch mal der Effekt dass sich mit einem E-Auto auf hundert Kilometer umgerechnet, nur verbrauche.

00:13:34: Das heißt es ist sowieso schon mal deutlich günstiger und deshalb frage ich mich auch wie lange Yonity so was durchhalten wird weil die Konkurrenzsituation ist ganz klar.

00:13:52: Für die eigenen Kunden ist es deutlich billiger, aber wenn man als Fremdkunde da dann dockt, dann zahlt man diese seventy-seitig Cent, das macht keinen Spaß.

00:14:03: Ansonsten glaube ich tatsächlich dass es noch dringend ein Handlungsbedarf gibt beim Ausbau des Ladennetzes.

00:14:12: Es gibt bereits Tolle Lösungen gibt es, also so Ladeparks wo dann so dreißigvierzig Stationen stehen.

00:14:20: Die haben eigentlich einen gleichen Durchsatz wie eine Tankstelle obwohl das Laden länger dauert und man spart auch gewisse Zeit weil man sich nicht mehr in einer Schlange anstellen muss oder muss dann nicht mehr zum Zahlen gehen um vor der Kasse noch fünf oder zehn Minuten verbringen.

00:14:38: Das geht dann direkt beim Laden, beim Tesla muss man glaube ich sich nicht mal mehr identifizieren.

00:14:43: Die Ladeseule merkt wer da kommt und das ist eine Lösung die aus meiner Sicht Zukunft hat und ich halte es jetzt für ne Frage der Zeit.

00:14:56: Ich glaube im Augenblick werden vor allem die Leute Elektroautos kaufen, die auch die Infrastruktur vor Ort haben.

00:15:05: Man kann auch teilweise für umsonst laden.

00:15:08: bei gewissen Möbelhäusern oder Discountern, die haben Ladesäulen vor Ort.

00:15:15: Oder sogar im Betrieb wie hier zum Beispiel kann man das umsonsten aufladen.

00:15:23: Das wird sich glaube ich am Anfang so keimzellenartig von dort aus entwickeln und dann halt immer weitere Reise ziehen.

00:15:32: Was ich mich schon immer gefragt habe bei so lang Strecken wäre es denn nicht auch irgendwie ein Modell, dass man die Akkus von den Autos an den Tankstellen tauschen lässt.

00:15:41: Also irgendwie das von unten Roboter-Armen rauskommt und dann irgendwie den ganzen Akku einfach austauscht?

00:15:48: Das ist ein Model was immer wieder in Angriff genommen wird.

00:15:54: Es gibt schon Firmen in Israel zum Beispiel, die sind da schon transpleite gegangen.

00:16:00: Im Augenblick gibt es, glaube ich die Firma NIO in China diesen Konzept verfolgt.

00:16:07: Die Schwierigkeit dabei ist eigentlich nur dass man... Eigentlich ist eine gute Idee wobei man natürlich auch diese Akkus dann entsprechend aufladen muss an so einer Tankstelle.

00:16:18: das heißt da braucht man Lagerplatz und ein dickes Stromkabel.

00:16:22: aber ich glaube die Crux ist eigentlich dass die Akkus alle die gleichen sein müssen.

00:16:30: Also wenn dann ein Roboter kommt, kann er sich nicht auf zwanzig verschiedenen Akkotypen einstellen und auch die Aufladung muss entsprechend passieren.

00:16:40: Bei NIO ist es glaube ich sogar so dass sie ein eigenes Fahrzeug anbieten wie diesen Tauschakkus.

00:16:46: Erwichner Sie sind ja ein aktiver Twitterer.

00:16:49: Sie haben zum Beispiel am neunten Oktober vor ein paar Tagen geschrieben in Bezug auf E-Autos.

00:16:55: vielleicht ist das ja etwas verfrüht Aber ich sehe, dass die wesentlichen Baustellen des E-Akkus, des Autoakkus im Wesentlichen bald erledigt sein werden.

00:17:04: Reichweite Leistung Kosten Sicherheit Lebensdauer und Nachhaltigkeit in Klammern Kathode.

00:17:12: Jetzt haben wir uns natürlich gefragt will der sich selber abschaffen?

00:17:16: oder wie ist das gemeint?

00:17:17: Sie sehen ja eine rosige Zukunft für E- Autos

00:17:20: schon.

00:17:22: Das liegt einfach daran, dass in der Materialentwicklung große Fortschritte gemacht worden sind.

00:17:28: Also die nächste Generation wird entweder weitgehend oder sogar völlig ohne Kobalt auskommen.

00:17:35: Die Sicherheit wird noch mal deutlich erhöht sein, die Kosten werden weil man eben auch keine teuren Metalle mehr drin hat nochmal deutlich sinken.

00:17:45: Das sind riesige Fortschritte.

00:17:47: trotzdem ist es so.

00:17:49: wir dürfen nicht vergessen dass beim Augenblick wie viele zweihunderttausend Fahrzeuge irgendwie haben Im Endeffekt müssen wir zwei Milliarden Fahrzeuge auf der Welt, wenn wir unser Mobilitätskonzept so weiter führen wollen.

00:18:09: Das bringt noch mal ganz andere Fragestellungen mit sich auch die Frage wie kann man diese riesigen Materialmengen so verarbeiten dass man dann zum Beispiel Lösungsmittel spart?

00:18:21: dass man auf Batteriechemien geht, die noch mal besser recycelbar sind und so was.

00:18:27: Also die Fragen da gehen uns nicht aus, da bin ich mir ziemlich sicher.

00:18:31: Patrick du hast es ja vorhin schon angesprochen, erfüchten Sie auch gerade Es fahren nur rund zweihunderttausend E-Autos auf deutschen Straßen.

00:18:38: Das liegt sicher auch an der deutschen Automobilindustrie.

00:18:41: Wir haben jetzt hier mal kurz einen Einspieler von Herbert Diees dem Vorstandsvorsitzenden von VW Und Peter Nota dem Vertriebsmanager von BMW.

00:18:51: Ja, die ist bereits kurz vor der Serien-Einführung.

00:18:54: Sie heißt ID – das ist der Golf für das elektrische Zeitalter und stellt einen ähnlich großen Umbruch dar wie die vom Käfer zum Golf.

00:19:04: Ich glaube wir sind sehr gut vorbereitet und sind diesmal nicht Nachläufer sondern Pioniere!

00:19:10: Der BMW ist ein Pionier, wenn es geht um Elektrifizierung unserer Flotte.

00:19:14: Also angefangen in den Jahr zwanzig dreizehn mit unserem i-Drei.

00:19:18: Nächstes Jahr wollen wir schon die fünfte Generation von E-Antrieben auf den Markt bringen und heute hier an der BMW Welt haben wir noch mal was aufs Tempo draufgelegt bei unsere Elektrifzierungsstrategie also während bis zwanzich dreiundzwanzig sagen wir heute fünfundzwannzig elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße haben.

00:19:38: Wir haben jetzt hier zweimal das Wort Pionier gehört.

00:19:41: Das widerspricht im Prinzip der gesamten Berichterstattung in den deutschen Medien, so was Elektromobilität und die deutsche Automobileindustrie angeht.

00:19:49: Wie beurteilen Sie das?

00:19:50: Ist der Vorsprung von asiatischen und amerikanischen Herstellen tatsächlich so groß und uneinholbar oder können sie es noch schaffen?

00:19:59: Also was man ja sieht freulicherweise ist dass die Zulassungszahlen der Deutschen Elektrofahrzeuge jetzt letzter Zeit doch stark zugenommen haben.

00:20:10: Ich glaube, dass das Tesla dann einen deutlichen Vorsprung hat.

00:20:15: Also das sind wohl die eigentlichen Pioniere sowohl in der Fertigungstechnik als auch in einigen Bereichen der Batterietechnologie.

00:20:25: Die Chinesen holen hier sehr stark auf.

00:20:28: Die sind natürlich Marktführer was die Batterien angeht ganz klar Und bauen jetzt noch Autos um diese Batterien drum herum.

00:20:36: Diese Autos haben Eigenschaften, die erstaunlich sind und sehen auch noch gut aus.

00:20:44: Das sind oft von europäischen Designern entworfen worden.

00:20:50: dadurch dass sie nicht mehr so viele komplizierte Teile enthalten glaube ich kann man da auch nicht mehr über diese chinesischen Klapperkisten sich aufregen, die man vielleicht früher hatte und viele Fehler aufwiesen.

00:21:05: Das ist heute bei den Lektorautos eine andere Nummer und die Deutschen tun gut daran, sich weiterhin so stark in die Richtung zu bewegen, wie sie es im Augenblick

00:21:19: tun.".

00:21:19: Jetzt hat Tesla über sein Battery-Day angekündigt.

00:21:22: nochmal Wir haben alle gelernt, dass das eher den Engineering-Teil betrifft als die Zellchemie sich verändert hat.

00:21:35: Wie würden Sie denn die Ankündigung von Elon Musk kommentieren?

00:21:39: Naja letzten Endes ging es nicht im Achtzehn, zwanzig Prozent sondern um fünfzig Prozent.

00:21:45: Wobei das ein ganzes Bündel von Maßnahmen ist, die sich von der geänderten Batteriechemie... über das geänderte Zell Design, also der eigentliche Batterie-Design bis zur Integration in das Fahrzeug und dann auch die Fertigung des Gesamtfahrzeugs erstreckt.

00:22:06: Das heißt es ist ein holistischer Ansatz wenn man so möchte.

00:22:11: Bei der Batterie Chemie war ich ein bisschen überrascht weil da einige Dinge angekündigt wurden die aus meiner Sicht, also Sicht des Forschers noch ungelöst sind.

00:22:24: Zum Beispiel bei der Anode, dass man da Silizium verwenden möchte was natürliche und deutliche Kapazitätssteigerungen bringen könnte.

00:22:33: aber reines Silizum hat ein paar Probleme.

00:22:36: müssen wir uns jetzt nicht auf festbeißen?

00:22:38: aber die Sinn im Augenblick noch nicht gelöst aus meiner.

00:22:44: Trotzdem ist es so, dass er durch das Engineering erwartet auf der Zellebene nochmal zu gewinnen.

00:22:59: Und durch weitere konstruktive Maßnahmen erreicht er dann selbst wenn er bei der Batterie Chemie jetzt null punkten könnte legert er immer noch bei zwanzig-fünfundzwanzig Prozent Verbesserung.

00:23:14: Und das, würde ich sagen ... einen dramatischen Schritt nach vorne, selbst wenn er nur in Anführungszeichen das erreicht.

00:23:23: Weil dann hätten wir auf einmal Batterien mit acht, neun, hundert Kilometer Reichweite.

00:23:27: Können Sie das kurz mal unseren Hörern darstellen?

00:23:31: Was damit gemeint ist?

00:23:32: Sie unterscheiden hier zwischen Zellchemie also die Materialien, die man in einer Batterie verwendet und dem Engineering-Teil, wie man eine Zelle zusammenbaut.

00:23:41: Was ist denn dabei die größte Innovation von Tesla, die jetzt da angekündigt wurde?

00:23:46: So ein großes Potenzial jetzt durch den Bau der Zelle noch rausholen?

00:23:53: Ja, dazu muss man sich erstmal anschauen wie so eine Zelle überhaupt aussieht.

00:23:58: Die Tesla-Zellen sehen bisschen aus von außen wie große Taschenlampenbatterien.

00:24:06: Wenn man so eine Taschenlampenbatterie aufmacht, dann sieht man innen drin so eine Rolle drin.

00:24:13: Sieht ein bisschen aus wie so eine Klopapierrolle vom Prinzip her.

00:24:16: Das sind Metallfolien, in denen das Strom fließt und auf den Metallfoliens ist so eine schwarze Paste aufgetragen.

00:24:23: Das ist das eigentliche Speichermaterial mit einem klebrigen Kunststoff der das Ganze zusammenhält und Kohlenstoff der Strom noch drin leitet.

00:24:34: Jetzt ist es so, dass in einer Batterie dieses eigentliche Speichermaterial nur von ca.

00:24:40: zu einem Prozent ausmacht kommt ein bisschen auf die Batterie an aber so größenordnungsmäßig.

00:24:45: das heißt der überwiegende Teil in so ner Batterie ist eigentlich ja es sind Metallfolien da ist der Elektrolyt eine Flüssigkeit mit drin.

00:24:57: Das sind alles Dinge die notwendig für den Betrieb sind Aber die selber keine Energie speichern.

00:25:03: Das heißt, wenn wir es jetzt schaffen in diesem Teil, der keine Energie speichert was wegzunehmen und durch mehr Speichermaterial zu ersetzen haben wir allein schon konstruktiv eine ganze Menge gewonnen.

00:25:20: Und was hat Tesla jetzt konkret an dem Aufbau verändert?

00:25:25: So dass sie sagen Wir können hier noch so viel Potenzial freisetzen.

00:25:30: Was er gemacht hat ist Die haben eigentlich was total Simples gemacht, die haben den inneren Teil eben dieses aufgerollte Folienstück einfach vergrößert bis zu einer Größe von der kleinen Bierdose etwa.

00:25:47: Und sie haben die Art und Weise geändert wie das Ganze elektrisch kontaktiert wird.

00:25:53: Bisher ist es so dass dieser Rolle am Ende eine kleine Metalllasche ist.

00:25:59: Die wird dann kontaktiert in einem Pol und da muss der ganze Strom durch.

00:26:05: Wenn ich jetzt die Rolle einfach dicker mache, dann kriege ich da zwar an Teilmäßig mehr Speichermaterial rein aber das würde man normalerweise nicht tun weil der Strom, der längst durch diese ganz lange Rolle fließt, erhitzt diese Rolle auch.

00:26:19: Das ist ein bisschen wie ein Heizelement und deshalb würde man es nicht machen, wenn man es von ihnen nicht kühlen kann.

00:26:26: Tesla hat es ganz anders gemacht, die kontaktieren diese Rolle praktisch von der Seite.

00:26:32: Die haben das geschafft irgendwie den Fertigungsprozess so hinzukriegen dass sie diese Rolle einfach nur über diese paar Zentimeter also die Länge von seiner Bierdose von der seite herkontaktieren und dadurch sind die Wege des Stroms viel kürzer Und sie haben keine Wärmeentwicklung oder nur noch wenig Wärmerentwicklungen und können dadurch das geänderte Format.

00:26:55: Also

00:26:55: wenn wir jetzt beim Bild einer Klopapierrolle bleiben, dann geht der Strom nicht mehr durch jedes Papier durch sondern nur noch an der Seite sozusagen von links nach rechts.

00:27:05: Da wo das Loch ist ja?

00:27:07: Von der Seite die Stirnseite von der Kloprapierrolle Die wird elektrisch kontaktiert hört sich unglaublich simpel an aber da muss man trotzdem auch erst mal drauf kommen.

00:27:17: Es wird wohl im Bereich der Superkondensatoren so ähnliches gemacht.

00:27:21: Also insofern haben sie sich vielleicht auch inspirieren lassen, das kann gut sein.

00:27:25: aber also Sie behaupten Sie können damit nicht nur eine höhere Speicherkapazität erreichen sondern auch eine schnellere Beladung.

00:27:33: Wenn wir das jetzt noch mal in Relation zu den deutschen Autobauern setzen, die jahrelangen die Batterie im E-Auto im Prinzip sträflich vernachlässigt haben.

00:27:43: Was wäre so Ihr Rat eigentlich Ihr strategischer für die Autobauer?

00:27:47: Wie kann man da irgendwie noch Boden gut machen?

00:27:50: Naja wenn ich den besten Rat aller Zeiten hätte, wäre ich wahrscheinlich Vorstandsvorsitzender in einem Automobilkonzern.

00:27:59: Ich kann nur sagen was halt bisher gemacht wurde und kann das vergleichen.

00:28:06: Bisher hat man in Deutschland gesagt, naja Batterien ist kein Geschäft von einem Automobilhersteller sein.

00:28:15: Wir kaufen uns die Zellen und verbinden sie dann zu sogenannten Packs und machen dadurch unsere Batterie und dann machen wir die ganze Batteriesteuerung des sogenannte Batteriemanagementsystems und da ist unser Gewinn Da ist unsere Marge.

00:28:33: Jetzt ist es aber so, dass die Firmen, die die Batterien oder die Zellen herstellen diese Margen natürlich auch sehen.

00:28:41: das heißt sie streben ihrerseits da rein und bieten jetzt schon ganze Module an mit Softwareteilen zur Steuerung und sowas sodass diese eigentliche Marge Schrumpf für denjenigen, der sich nicht entsprechend mit dem Kerngeschäft der Batterie verbindet.

00:29:03: Und das ist was... Das hat Tesla anders gemacht und die chinesischen Hersteller, die ja eigentlich aus der Batterierherstellung kommen machen es auch anders.

00:29:14: Insofern muss ich jetzt noch zeigen dass das Konzept der deutschen Herstelle die Sachen irgendwie zuzukaufen besser ist oder genauso gut funktioniert.

00:29:27: Bei Volkswagen scheint es ja jetzt in die Gänge zu kommen, die Zellhersteller wandern dann auch immer mehr nach Europa.

00:29:36: Wir haben in Europa in ein paar Jahren mehrere Hundert Gigawattstunden pro Jahr Produktion.

00:29:43: Das schießen überall jetzt diese Gigafactories aus dem Boden, das heißt die Zählhersteller wandern zu den Autofabrikanten und das ist für das deutsche Konzept wieder gut.

00:29:57: aber wir müssen da sehen wo man am Ende rauskommt.

00:30:01: bei der Sache

00:30:02: Wir hören jetzt gleich mal in zwei Nachrichten die Sicherheitsrisiken von E-Autos problematisieren.

00:30:11: Singen Baden-Württemberg, November.

00:30:14: Ein Streetscooter der deutschen Post brennt.

00:30:18: Augenzeugen filmen Explosionen.

00:30:35: Wie ist

00:30:45: das?

00:30:46: Welches Risiko besteht denn bei einem e-Auto, dass das in Flammen aufgeht.

00:30:51: Da gibt es jetzt die ersten Studien dazu und da ist rauszulesen, dass die Fahrzeuge der Ersten Generation, ich sage mal so auf zwei tausend zehn rum Dass sie ein höheres risiko haben als die aktuellen.

00:31:09: Man kann insgesamt sagen dass e Autos wenn man jetzt die Zulassungszahlen nimmt, etwa im Faktor zwanzig seltener brennen als Autos mit Verbrennungsmotor.

00:31:26: Wenn man es auf gefahrenen Kilometer bezieht dann ist das sogar noch größer, dann brennt ein E-Autos fortyfünfmal.

00:31:33: seltene also anscheinend brennent E-autos dann auch erst wenn sie gewisses Alter erreicht haben.

00:31:43: Aber selbst das ist halt deutlich seltener als beim Verbrennungsmotor.

00:31:47: Und was man glaube ich auch gefunden hat, dass E-Autos von sich aus praktisch so gut wie nie brennen allenfalls wenn sie in Unfall verwickelt sind.

00:31:56: aber das kennen wir natürlich bei Verbrennungsmotoren auch.

00:31:59: Ja bei Verbrennungsmotoren gibt es ja auch immer diesen Mythos, dass Benzinfahrzeuge explodieren.

00:32:05: Das wird immer öfter in den Filmen gezeigt.

00:32:06: Das ist natürlich ganz selten der Fall!

00:32:09: Nichtsdestotrotz haben wir mit Herrn Prof.

00:32:11: Ehrenberg im letzten Podcast geredet.

00:32:14: Wenn mal ein E-Auto brennt?

00:32:15: Dann ist die Frage wie kann man das löschen bzw.. Wie gefährlich ist dann ein E-Auto Brand generell?

00:32:24: Da würde ich Sie gerne mal fragen, wie brennt einen Eauto eigentlich.

00:32:28: Also was sind da die Bestandteile einer Batterie, die tatsächlich brennen können oder im extremen Fall natürlich auch explodieren können?

00:32:36: Also da ist es vielleicht auch interessant jetzt mal auf eine Studie zu verweisen, die gerade gemacht wurde von der eidgenössischen Material- und Prüfanstalt in der Schweiz.

00:32:49: Die haben untersucht, inwieweit jetzt ein E-Auto brandt in einem Tunnel.

00:32:56: Diesen Tunnel beschädigen könnte und was rauskam ist... Also die haben über den Brandverlauf berichtet dass da eine Menge Rose entsteht erstmal und dann Flammen und das es tatsächlich schwer zu löschen ist.

00:33:10: Allerdings haben sie gesagt, ist der Brand nicht schwerer als der von einem Benzinauto zum Beispiel.

00:33:18: Weil Sie sagen... Also die Feuerwehrleute sagen ja letzten Endes geht es um die sogenannte Brandlast also das was eigentlich brennen kann und dass es beim E-Auto vergleichbar mit dem von einem Verbrenner.

00:33:31: Wir dürfen nicht vergessen wir haben da auch nochmals ein Sechzig-Siebzig Liter Treibstoff im Tank und wir haben vor allem, darauf haben die auch abgehoben viel mehr Kunststoffe im Fahrzeug.

00:33:42: Man hat Schwierigkeiten das Feuer zu löschen.

00:33:46: deshalb wird man in Brandfall das Fahrzeug eher nehmen mit geführten Containern dem Wasser sich befindet einfach eintauchen und so lassen damit es abreagiert.

00:33:59: worauf man achten muss so die Schweizer ist dass das Löschwasser aufgefangen wird Weil da eben der Elektrolyt mit drin ist, der ist teilweise giftig.

00:34:10: Wobei sagen sie auch das gilt für einen Benzinbrand genauso.

00:34:15: In der Regel ist es so laut Empire dass man halt bei oder nach so einem Brand halt ein Stückchen von der Erde außen rum abtragen muss.

00:34:26: Das gilt aber für Benzinauto wie für Elektroauto.

00:34:30: Das ist identisch.

00:34:34: In beiden Fällen hat man tatsächlich auch Schwierigkeit, das Feuer zu löschen.

00:34:42: Man kommt beim Elektroauto nicht so gut ran an die Batterie als beim Benzintank.

00:34:50: Das Benzin läuft offen aus und der Tank schmilzt dann vielleicht wenn es ein Kunststofftank ist.

00:34:56: Und man kann da großflächig mit Schaum oder sowas versuchen das zu ersticken.

00:35:03: Bei der Batterie ist es ebenso, dass das Lithium selber an Luft brennen kann und dass die anderen Bestandteile wie jetzt zum Beispiel diese Leitkohlenstoffe, die noch drin sind können natürlich auch brenn.

00:35:19: Das ist alles dann noch zusammen mit dem Lösungsmittel des Elektrolyts was von einer Brennbarkeit vielleicht vergleichbar ist wie Benzin oder Diesel.

00:35:29: schon kommt es noch dazu, also man hat so etwa diese drei Substanzen die dann brennen können.

00:35:35: Trotzdem ist die Bilanz ja gerade sehr sehr positiv von ihnen.

00:35:37: wir versuchen sie nochmal ein bisschen aus der Reserve zu locken und haben nochmal einen Kritiker den wir gleich einspielen und zwar handelt es sich um Professor Fritz Indra ein bekannter Motorenentwickler der bei Audi BMW und GM gearbeitet hat teilweise auch in Formel Eins und der sehr sehr viel kritisiert an E-Autos

00:35:58: dass ein Elektroautor nach acht Jahren kaputt ist.

00:36:02: Das heißt, das hohe Kapital, das sie eingesetzt haben, das immer höher ist als beim Verbrenner bis zu sechzig Prozent, ist nach acht jahren weg weil mit dem Tod der Batterie stirbt das ganze Elektroauto.

00:36:16: Weil kein normaler Mensch sei er noch so reich wird nach acht Jahren sagen wenn die Batterie kaputt isst jetzt kaufe ich mir eine Neue Weil die neue Batterie kostet immer noch so viel wie der halbe Neupreis des gesamten Autos.

00:36:31: Und das wird keiner machen!

00:36:33: Was antworten Sie auf solche Aussagen?

00:36:36: Ich bin es ein bisschen überrascht, weil Herr Indra hier einen technischen Stand wiedergebt, der entweder generell noch nie gestimmt hat, sondern er ist schon acht bis zehn Jahre alt ist... Im Augenblick ist die Batterie am Neupreis etwa mit einem Drittel beteiligt, nicht der Hälfte.

00:36:57: Und dann muss ich einfach mal zurückfragen wie er das bewertet wenn jetzt mittlerweile die Batterien die heutzutage in Fahrzeug gehen etwa zweitausend Vollzügeln machen.

00:37:12: Zweitausende Vollzügeln wieder bei diesem angesprochenen Opel Ampera Der vierhundert Kilometer Reichweite hat ... ist ein achthunderttausend Kilometer.

00:37:23: Gestern hat Tesla noch verkündet, sie haben jetzt eine two million mile battery oder haben's in der Vorbereitung?

00:37:30: Das sind drei Millionen Kilometer!

00:37:31: Ist

00:37:31: sowas realistisch oder ist das eh an PR-Gig von Elon Musk?

00:37:35: Naja es gibt ja schon die ersten Leute mit einer Batterie fahren, die eine Million oder achthundertausend Kilometern draufhat.

00:37:44: Sogar hier in Baden-Württemberg fährt einer rum.

00:37:48: Also ich würde mal sagen, für zwei oder drei Millionen Kilometer muss sich in diesen acht Jahren ziemlich viel fahren.

00:37:56: Ich glaube das diese Zahl einfach nicht stimmt.

00:37:58: es wird eher so sein dass die zukünftigen Batterien wenn sie ausgemustert werden weil der Fahrzeuginhaber nach zweieinhalbfünfzigtausend Kilometer sagt ich möchte jetzt mal ein anderes Auto fahren dass die noch relativ neu sind.

00:38:18: Und entweder in einem anderen Fahrzeug eingesetzt werden können oder für andere Zwecke verwendet, wie zum Beispiel als stationär Speicher für Heimanlagen oder für Windanlagen und was auch immer.

00:38:33: Das wird dann auch die Kosten von so einer Batterie natürlich drastisch senken weil wenn ich praktisch anteilig nur ein Achtel dass der Lebensdauer überhaupt verbraucht habe und das Ding fast neu ist, dann ist auch der Gestehungspreis insgesamt ein viel geringerer.

00:38:59: Ja jetzt haben wir gerade neue Zelltypen angesprochen.

00:39:02: ich nehme das so wahr, dass sie in der Vergangenheit immer mal wieder Lithium-Eisenphosphat erwähnt haben ja eine neue Zälchemie die bei BYD bei Ihrer Blade-Batterie zum Einsatz kommt.

00:39:15: Vielleicht können Sie das unseren Hörern noch mal kurz vorstellen, was ist denn da in der Entwicklung und wie sieht quasi eine Lithium-Eisen-Phosphatbatterie aus?

00:39:25: Ja also erstmal muss man sagen dass Lithium Eisen-Phospat nicht besonders neu ist.

00:39:31: Das ist bereits im Jahr zweitausender Jahren von einer Ausgründung MIT vermarktet worden und kam dann als besonders sicheres Material und schnelles Material auch in bestimmten Spezialanwendungen zum Einsatz.

00:39:48: Also als Beispiel kann ich sagen, dass Louis Hamilton bei seiner ersten Weltmeisterschaft, die er gewonnen hat, hatte im Rücken eine Lithium-Eisenfussfahrt-Batterie gehabt in dem sogenannten CARES System.

00:40:00: Das ist im Prinzip so ein Hybrid was er die Modern Formel I Rennwagen haben wo man eine Batterie beim Bremsen auflädt Also so ähnlich wie es jetzt auch bei den E-Autos ist, dass die Batterie sich auflädt und noch zusätzlich Power an zwei Elektromotoren überträgt.

00:40:21: Sodass man dann beim Überholen nochmal eine Extrapower hat.

00:40:24: Und das ging damals schon in der Basis von Lietz im Eisenfussfahrt.

00:40:30: Im Fahrzeug hat man das bisher eher nicht berücksichtigt Also für große Traktionsbatterien, weil Lithium-Eisenphosphat relativ leicht ist.

00:40:41: Das ist zwar einerseits gut aber es nimmt auch eine Menge Platz weg und es ist voluminös.

00:40:46: Dadurch wären die Batterien einfach deutlich größer geworden.

00:40:49: Deshalb haben die Chinesen, die ursprünglich das Material favorisiert haben, dann auch gesagt, dass stellen wir jetzt zurück und sind auf die internationale Linie eingeschwenkt mit dem Nickelmangaren Kobaltsystem.

00:41:03: Jetzt haben sie auch angesichts dieser Ressourcendiskussion das Material noch mal rausgekramt, weiterentwickelt und ein neues Batterie-Design gemacht.

00:41:17: Dieser erwähnte Blade Battery, die relativ flach ist, den ganzen Unterboten einnimmt aber die auf der Basis von Lithium Eisenphosphat läuft im Pluspol also in der Kathode Und das hat ein Vorteil, also dass man erstmal von Materialien her Eisen als Metall drin hat und kein Nickel und kein Cobalt mehr.

00:41:44: Das nächste ist Lithium-Eisenphosphat ist bekannt dafür, dass es sehr langlebig ist.

00:41:50: Das heißt die werden auch eine sehr große Lebensdauer haben.

00:41:54: Und Lithium Eisenphosphate ist weil es halt keine teuren Metalle enthält auch recht billig und vor allem sehr sicher.

00:42:03: Also diese Blade Battery, das sagen die Chinesen da kann man Nagel reinschlagen werden bei bisherigen Batterien an der Stelle halt einen Kurzschluss entstand und es gab fünfhundert Grad Temperatur und der Elektrolyt ist daraus gesprudelt hat gebrannt wird es ein bisschen mehr als lau warm jetzt.

00:42:24: Das heißt die Batterie entzündet sich offenbar selbst bei crash oder sowas oder bei überladungen nicht mehr selber.

00:42:33: das ist noch mal ein quantensprung beider sicherheit.

00:42:37: Das hört sich ja interessant an und sie das hör ich jetzt zwischen den zeilen raus erwarten, dass das auch irgendwann den globalen markt sozusagen erobert für autos.

00:42:46: naja man konnte sich ja schon wundern das tesla zum beispiel anfangen des jahres bekannt gegeben hat das jetzt zusätzlich zu ihrem japanischen Partner Panasonic, der ihnen diese Rundzellen macht noch mit Katel kooperieren wollen.

00:43:03: Wie den chinesischer Hersteller, der auch in Thüringen diese große Batteriefabrik baut.

00:43:10: Katel ist dafür bekannt dass sie traditionell mit Lithium-Eisenfosphat arbeiten.

00:43:15: haben wir uns schon am Kopf gekrass.

00:43:17: Wir haben gesagt, naja wollen die jetzt auf einmal Lithium-Eisenfussfahrt machen?

00:43:21: und sie hier da jetzt im Sommer bringen sie in China ein Modell raus, einen Tesla was mit Lithium Eisenfuss Fahrt läuft.

00:43:28: Und wenn das funktioniert und Sie haben Material was sicherer ist, was eine bessere Lebensdauer hat noch Und was auch noch kostengünstiger ist.

00:43:40: Warum soll man da noch etwas anderes nehmen?

00:43:42: Jetzt, wo wir gerade bei Batterieschemien sind passt das ganz gut.

00:43:47: Herr Ehrenberg hatte uns ja eine Frage an Sie mitgegeben und zwar bieten sich denn Magnesium-Schwefelbatterien für die E-Mobilität an.

00:43:55: Für die E mobilität zumindest im Augenblick eher nicht.

00:43:59: Das liegt daran dass sie noch also nicht weitgehend ausentwickelt sind.

00:44:05: Sie haben zwar perspektivisch eine sehr hohe Speicherkapazität, aber sie sind noch vergleichsweise langsam.

00:44:13: Das heißt, die können nicht so schnell beladen werden.

00:44:17: Dann reicht auch die Lebensdauer bei Weitem nicht ran an das was wir im Augenblick in der Technik laufen haben.

00:44:24: Das ist also noch in der Forschung des Themas Und auch der Wirkungsgrad von den Magnesium-Schwebelbatterien muss noch verbessert werden.

00:44:33: Das ist im Augenblick wie bei einer Bleibatterie und deshalb ist es noch in der Forschung, sag ich mal.

00:44:39: Da werden immer wieder Fortschritte gemacht.

00:44:42: Wir sind jetzt dabei zusammen mit dem Herrn Ehrenberg einen anderen Batterietyp aufzubauen.

00:44:48: Da wären wir Magnesiom mit einem Kunststoff also mit einem Polymer als Cutthode kombinieren.

00:44:57: Da haben wir diese Probleme eher nicht.

00:45:00: Der ist langlebiger, ist auch schneller beladbar und alles.

00:45:03: Und wir werden vor allem nicht nur ein Einzelstück von so einer Zelle mal bauen sondern wir werden eine kleine Serie bauen sodass man dann auch ... Ja, zum ersten Mal ein sogenanntes Batterienmanagementsystem entwickeln können für eine Magnesiumzelle.

00:45:22: Herr Fichtner.

00:45:23: jetzt haben wir als letzte Frage eine immer wiederkehrende Kategorie die sie ja gerade auch beantwortet haben und zwar können Sie jetzt unserem nächsten Gast, und zwar Herrn Dominik Bressa, eine Frage stellen?

00:45:35: Wir möchten mit Herrn Bresser gerne über Natriumion-Batterien sprechen über Sea Water Batteries.

00:45:42: Vielleicht haben Sie ja spontan eine Frage für Herrn Bresser, die Ihnen gerade einfällt.

00:45:48: Ich vermute mal lieber Dominik dass das für stationäre Anwendungen gebraucht werden wird.

00:45:55: Die Frage ist ich kenne mich zu wenig aus.

00:45:58: bei Seaborder Batteries Kann man da immer das gleiche Seewasser verwenden oder geht es nur wirklich ins Seenähe?

00:46:06: dass mehr Wasser ständig austauschen muss.

00:46:10: Und wenn man es austauschnen muss, was ist denn dann im Abwasser drin?

00:46:13: Das würde ich jetzt mal so als kritischer Fragesteller wissen wollen!

00:46:17: Wir

00:46:17: reichen die Frage gerne weiter... Die dritte Episode unseres Podcasts wird sich tatsächlich um stationäre Batterien, stationäre Energiespeicher drehen.

00:46:27: Von meiner Seite war's das.

00:46:29: Vielen vielen Dank für Ihr Kommen.

00:46:30: Ja, ich bedanke mich.

00:46:32: Herzlichen Dank auch von mir.

00:46:34: Wenn Sie jetzt da draußen noch irgendwelche Fragen haben, dann melden sie uns die gerne zu.

00:46:38: Und zwar an patrik.rosenetkit.edu oder an daniel.meslingetkIT.edu Oder twittern sie uns und zwar polisexzellenzklaster oder helmholzinstitut ulm.

00:46:50: Ja vielen vielen dank.

00:46:51: bis zum nächsten mal.

00:46:52: alles Gute Tschüss

00:46:54: Bis zum nächst Mal.

00:47:13: Dieser Podcast wurde produziert vom

00:47:15: Center for Electrochemical

00:47:17: Energy Storage, Ulm & Carswure Kurz Celeste – einer Forschungsplattform des Carswurer

00:47:23: Instituts für Technologie

00:47:25: der Universität Ulm und des Zentrums für Sonnenenergie-

00:47:28: und Wasserstoffforschung

00:47:29: Raden Württemberg.

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