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BASF Batterie-Offensive: Batteriematerial aus Deutschland - Dr. Heiko Urtel

Shownotes

Ist die deutsche Industrie bei Batterien gegenüber Asien doch nicht so chancenlos? Was viele nicht wissen: BASF ist einer der weltweit führenden Hersteller von Kathodenmaterial und will diese Stellung auch noch weiter ausbauen. Jüngst hat BASF einen Deal mit dem weltweit größten Zellhersteller CATL eingetütet.

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Mit dem Vice President R&D, BASF Battery Materials, Heiko Urtel, besprechen wir folgende Themen:

  • Aufzählungs-TextBASFs Milliardenpläne bis 2030 – und warum sie auf den Prüfstand gestellt wurden

  • Aufzählungs-TextExklusive Einblicke in Deals mit CATL und anderen Großkunden

  • Wie funktioniert die Lieferkette von Rohstoffen bis zur fertigen Batterie

  • Aufzählungs-TextDie Rolle von Recycling und nachhaltigen Materialien

  • Aufzählungs-TextEuropas Chancen gegen den Preisdruck aus China

Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:02: Geladen, der Batterie-Podcast mit Daniel Messling und Patrick Rosen.

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu geladen.

00:00:11: Deine Batterie Podcast zur Energiewende!

00:00:14: Ja liebes Publikum es wird immer wieder berichtet dass Deutschland und Europa in jedem Schritt der Batteriewertschöpfungskette sehr abhängig sind von Asien speziell von China.

00:00:24: und wir fragen heute mal ist das wirklich in jedem Bereich so?

00:00:27: Und da fragen wir Doktor Heiko Urtl.

00:00:30: Herzlich Willkommen.

00:00:31: ja hallo

00:00:32: Ja, Sie sind Vizepräsident, Batteriematerial und Recycling bei BRSF.

00:00:37: Und ja, da gibt es ganz spannende Entwicklungen die ehrlich gesagt glaube ich vielen Leuten gar nicht so ganz bekannt sind.

00:00:42: Deswegen wollen wir das heute mal mit ihnen besprechen!

00:00:45: Wir fangen mal an mit dem Batteriematerialmarkt und da interessiert mich die Frage speziell ist denn die Herstellung von Batteriematerial ein Feld in dem das Know-how nicht nur in Asien konzentriert dass wie das jetzt zum Beispiel bei der Batteriezellproduktion ist sondern auch Europa auf Augenhöhe sozusagen mitspielen kann?

00:01:03: Bei BSF Battery Materials sind wir im Bereich der kartodenaktiv Materialien tätig.

00:01:08: Das ist das Haupttätigkeitsfeld für uns im Batteriesegment und ich möchte mich heute auch mit meinen Ausführungen ein bisschen auf das Kartongeschäft beschränken.

00:01:17: Kartonenmaterialen sind die Materialien, die auf der positiven Elektrode aufgetragen werden und maßgeblich für die Performance einer Batteriezelle beitragen sowohl was die Leistungsfähigkeit, Kapazität beim Auto dann auch die Reichweite, die Kosten oder die Sicherheit angeht Bereich der akademischen Welt braucht sich hier die westliche Welt überhaupt nicht verstecken.

00:01:38: Da ist ein immenses noch hau vorhanden, wie man solche Materialien entwickelt untersucht, vorantreiben kann.

00:01:44: und auch im industriellen Bereich gerade im Bereich Kartonen ist der Westen auf Augenhöhe auch mit den asiatischen Herstellungen.

00:01:52: wenn man das mal bei der bsf sich anschaut wo kommt eigentlich das kartonematerialgeschäft her?

00:01:57: tiefe Wurzeln im bereich der katalysatorherstellung.

00:01:59: wir haben eine langjährige produktion die man anorganische materialien herstellt.

00:02:03: Katonmaterialen bestehen aus Lieds zum Nickelkobalt in der Regel.

00:02:08: Und das sind genau solche Komponenten, die auch schon seit Jahrzehnten in Europa und in den westlichen Ländern unter anderem zur Kalusatoherstellung verwendet wurden.

00:02:16: Also da ist schon eine immense Know-how Basis da, was es prozessieren dieser Materialien angeht.

00:02:22: Wenn man sich dann das Batteriematerialgeschäft der BSF anschaut – wir haben ja über die Jahre einen Produktionsverbund global aufgebaut, dass wir letztlich in allen Regionen Kartonmaterial produzieren können.

00:02:35: Die Herausforderungen, die wir sicherlich haben in der westlichen Welt gegen A-Sinz sind dann wie so oft die Kosten.

00:02:42: Deswegen ist es für uns immens wichtig gerade im westlichen Raum wenn wir dort produzieren hocheffiziente Produktionsverfahren für kartonmateriales zu entwickeln das heißt mit geringen Ausbeuteverlusten, mit hohen Energieeffizienzen und mit hohem Durchsetzen durch die Anlagen einfach um die generell höheren Investitions- und auch Betreiberkosten im Vergleich zum Beispiel China zu kompensieren.

00:03:06: Ja, Sie haben es gerade schon gesagt sie sind hauptsächlich so bei der Kartonmaterialherstellung bei BSF beschäftigt aber natürlich auch in Batterie.

00:03:12: Recycling kommen wir später noch mal dazu.

00:03:14: Aber können Sie vielleicht mal für die neuen Hörerinnen und Hörern ein bisschen nochmal beschreiben was eigentlich so die gesamte Batterielieferkette so alles beinhaltet?

00:03:23: jetzt neben diesen beiden Schritten?

00:03:25: Zunächst muss man eine Zelle gebaut werden.

00:03:26: das sind dann die etablierten Zellhersteller weltweit Auch zur Zeit hauptsächlich aus Asien dominiert, aus China, Korea und Japan.

00:03:36: Die benötigen zur Herstellung der Batterie Zelle erst mal die Elektroden.

00:03:40: Die positive Elektrode, negative Elektrodae und dafür müssen Komponenten hergestellt werden.

00:03:45: Und eine dieser Hauptkomponent für die positive Elektrodes sind die kartodenaktive Materialien, werden unter anderem von einem BSF beigestellt.

00:03:52: Klassische Kartonmaterialien sind zum Beispiel Lithiumverbindungen mit Nickel, Kobalt, Magnesium, Aluminium oder auch lieb zum Eisenphosphat, d.h.

00:04:02: zunächst müssen einmal die Metalle beschaffen werden.

00:04:06: D.h.,

00:04:06: hier geht es in die Bergbauindustrie, die eben diese Metalle aus der Erde holen.

00:04:11: Das kann Untertage- oder Übertage geschehen und sie werden dann von den Bergbauunternehmen oder Grafinarieunternehm aufbereitet.

00:04:21: Beispielsweise wird Nickel dann aus den Nickelärzen heraus extrahiert gängige Form umgewandelt, Nickel-Sulfat oder das Kobalt in Kobaltsulfat, Mangansulfat.

00:04:31: Die Lithiumverbindung wären in Lithiumhydroxyde oder Carbonate umgewandelte und da sind dann die Rohstoffe, die wir zum Beispiel als Verarbeiter in die Produktion fahren können.

00:04:42: Zunächst werden aus den Nickelkobalt Aluminumverbindungen sogenannte Precursor hergestellt.

00:04:47: Das ist ein Mischhydroxyd für die Experten.

00:04:50: Das wird ausgefällt, getrocknet und weiter in die Kartonen aktiv Materialproduktion gefahren.

00:04:56: Hier werden dann die Lithiumsalze zugemischt und in einer Kalzination wird das Kartonaktivmaterial hergestellt.

00:05:02: Das wird an den Gezelldifferanten weitergeliefert, die beschichten die Kartonenmaterialien auf die positive Elektrode.

00:05:11: Da wird eine Mischung angerührt aus dem Kartonmaterial mit Lösungsmitteln, mit Bindermaterialien und Elektroden.

00:05:18: Dann sind dünnen Schichten auf die elektroden Folien aufgebracht.

00:05:21: Das Gleiche passiert dann auf dem Minuspol, da werden dann Anoden hergestellt.

00:05:26: typische weise wird dann grafit aufgeschichtet oder kraftizid zum verbinden, das ist auch wie gesagt nicht die wertschiffungskette wo bsf aktiv ist und die elektroden werden zusammen zur batteriezelle verbaut.

00:05:37: Danach werden die sogenannten battery packs hergestellt oder verschiedene anzahlen an batteri zellen entweder seriell und parallel verschaltet werden um die entsprechenden energie und zellspannungen zu gewährleisten.

00:05:52: diese batterie packs Die gehen dann hinterher in die Anwendung, zum Beispiel ins Automobil oder auch wenn es im Konsumerbereich ist.

00:05:59: In die Telefone oder in den Akkuschrauber oder in elektrische Fahrräder.

00:06:04: Es gab ja letztes Jahr Pressemeldungen, dass sie den Ausbau der Batterie-Sparte bei sich auf dem Prüfstand stellen wollen.

00:06:12: Sie hatten da eigentlich ziemlich große Pläne.

00:06:13: Sie wollten bis zum Jahr zwanzig dreißig so circa vier Komma fünf Milliarden Euro investieren.

00:06:19: Was ist denn jetzt dabei rausgekommen?

00:06:20: Bei dieser Prüfung?

00:06:21: und was planen Sie denn nun bis zu zwanzich Dreißig?

00:06:24: Am Ende war das eine Anpassung an die Marktrealitäten.

00:06:28: Bei BSF glauben wir nach wie vor an das Wachstum dieses Marktes und es sieht mehr auch weltweit.

00:06:32: Die Elektromobilität setzt sich mehr in allen Ländern durch, was wir allerdings dann Ende zwanzig-dreinzwanzigundzwanziger sehen haben dass der Markt sich ein bisschen abkühlt.

00:06:42: Und insbesondere in der westlichen Welt hat man eine deutliche Verlangserung des Wachstooms gesehen.

00:06:46: Darauf müssen wir natürlich auch reagieren.

00:06:48: Wir können ja nicht beliebig Kapazität auf die Welt setzen, die am Ende nicht benötigt wird und wenn natürlich der Marktbedarf nachlässt besteht im Moment weniger Bedarf neue Kapazitäten dazu zu bauen.

00:06:59: Insgesamt haben wir jetzt seit einem Jahr über eine Milliarde investiert in den Produktions-Footprint weltweit, zum Teil im Eigenregie als BSF.

00:07:10: Dann haben wir Join Ventures gebildet, z.B.

00:07:12: unser Join Venture in China mit der Shanshan, das ist die BSF Shanshand Better Materials so dass wir eigentlich wirklich gut aufgestellt sind um die regionalen Märkte im Moment zu bedienen.

00:07:22: Aber dadurch, dass jetzt zum Beispiel in Europa der Bedarf nicht so schnell gekommen ist an Elektroautos die dann am Ende die Batterien benötigen führt das natürlich erstmal temporär zu einer gewissen Überkapazität bis der Bedarf wieder nachzieht.

00:07:36: Und das ist letztlich die Anpassung der Strategie, die wir haben, dass wir unseren Produktionskapazitätsaufbau dem Marktbedarf anpassen.

00:07:44: Das heißt, sie werden aber wahrscheinlich relativ flexibel dann wiederum auf einen Markthochlauf reagieren können.

00:07:51: Wenn es mit der Elektromobilität noch ein bisschen steiler ansteigt in Europa?

00:07:56: Genau das ist die Idee dass wir wirklich wenn die Bedarfe kommen, dass wir darauf reagieren könnten.

00:08:00: durch diese globale Aufstellung der Produktion sind wir auch relativ flexibelt dass man Teil zum Beispiel Kapazitäten aus Asien überbrücken kann bis dann der Bau in Europa fertiggestellt ist oder wo auch immer dann der Bedarf am Ende der Welt besteht.

00:08:13: Die Hauptstandorte sind in China, Japan und hier in Deutschland.

00:08:18: Man fragt sich dann natürlich gleich ... Man kennt die ganz großen Zellhersteller, die sitzen nahezu alle in Asien.

00:08:27: Sind da trotzdem auch andere Mitbewerber von ihnen?

00:08:29: Was das Kartonmaterial angeht oder gibt es da auch in Europa noch ein paar andere größere Konkurrenten?

00:08:35: Den Wettbewerb haben wir natürlich.

00:08:37: Und zwar auch in allen Regionen.

00:08:39: China ist da besonders stark.

00:08:41: Auch in Korea gibt es starke Betbewerber und Europa ist ja auch bekannt, beispielsweise die UmiCore.

00:08:47: Und auch andere Lieferanten bauen Kapazitäten in Europa auf.

00:08:51: also wir sind nicht alleine im Markt aber ich denke wir haben schon einen Alleinstellungsmerkmal im Markt weil wir... Die Stärke dieser wirklichen globalen Struktur haben dass wir alle Märkte bedienen können.

00:09:00: das ist im Moment zumindest noch ein Alleinsteller von uns.

00:09:04: Wer zählt jetzt genau zu ihren Abnehmern?

00:09:06: Ist das auch ganz stark der chinesische Markt?

00:09:08: oder gibt es da auch so kleinere Zellhersteller vielleicht in Europa, die sie auch irgendwie beliefern.

00:09:14: Die Primärabnehmer sind natürlich die Firmen, die auch wirklich Zellen bauen.

00:09:19: aber wir sind auch in Kontakt mit den OEMs.

00:09:22: Das sind dann manchmal Dreierpartnerschaften dass man zusammen versucht gewisse Systeme umzusetzen und um dann auch wirklich zu verstehen was braucht denn eigentlich der Endverbraucher?

00:09:32: Die E-Mobilität ist immer noch unser Hauptfokus bei DSF, das heißt wir müssen auch mit den Automobilfirmen in sehr engen Austausch bleiben und zu verstehen was sind eigentlich die Bedarfe für die Batterien.

00:09:41: Das heißt ja wir sind in China aktiv, in Korea, Japan, USA und auch Europa.

00:09:47: aber sie wissen ja selbst die stärksten Zellhersteller sind derzeit in der asiatischen Welt.

00:09:52: Aber es ist ganz spannend, was Sie gerade beschrieben haben.

00:09:54: Dass sie dann teilweise auch mit den OEMs am Tisch sitzen wenn diese beispielsweise jetzt mal ganz oberflächlich formuliert, wenn die zu einem Zellhersteller in Asien gehen und sagen ich brauche da Batteriezellen, die mir eine möglichst hohe Reichweite irgendwie ermöglichen Und dann sitzen sie aber teilweise auch mithamtisch weil natürlich die Kathode maßgeblich dafür ist für die Energiedichte und diskutieren das dann mit.

00:10:17: Das ist ja ganz spannend eigentlich.

00:10:19: Es gibt diese drei Wege Partnerschaften, wo man dann wirklich zusammensetzt.

00:10:23: Manchmal sind es auch nur bilaterale Austausche, dass man erst mal mit dem Endabnehmer zusammengesetzt und dann mit dem Zelthersteller.

00:10:29: Da würde ich sagen ist die gesamte Industrie noch so ein bisschen in der Findungsphase was eigentlich der richtige Weg ist.

00:10:37: aus meiner Sicht als Forschungsleite und stehe hier in der Pflicht wirklich gute Produkte für den Markt zu liefern und für die Kunden zu liefern ist natürlich ein Traum wenn dann wirklich alle zusammenkommen weil nur dann kann man wirklich das Material auch optimieren.

00:10:51: Für den Autofahrer, wie kann ich die Reichweite?

00:10:53: Die Ladefähigkeit?

00:10:54: Die Sicherheit und die Kosten optimieren also elektrochemische Performance auf der einen Seite da muss die Sicherheit optimiert werden dass wir gesagt die Batterien nicht in Flammen aufgehen das will ja keiner von uns.

00:11:05: dann müssen auch noch die kosten optimiert.

00:11:07: wenn das heißt es ist immer so eine Optimierungsaufgabe diesem Dreieck Und auf der Materialseite der Caution Materiellen hat man verschiedene Stellschrauben in die ein oder andere Richtung zu geben Und es gibt da nie die wirklich perfekte Lösungs.

00:11:20: Auch der Zellhersteller hat zum Beispiel bei der Herstellung der Elektroden verschiedene Schrauben, wo er genau die gleichen Parameter optimieren kann.

00:11:27: oder wenn ich dann mein Pack zusammenbauer, wenn Ich dann verschiedene Maßnahmen ergreife wie kann ich die Betriebssicherheit erhöhen?

00:11:34: Wie kann ich in die Autostruktur ein?

00:11:38: Das sind ja komplexe Optimierungsaufgaben.

00:11:41: Wenn das immer nur ein Teil der Wertschöpfungskette für sich alleine macht kommt halt selten der Idealzustandraum Und deswegen bin ich persönlich ein sehr großer Fan von wirklichen Partnerschaften in dieser Industrie.

00:11:51: Ja, gutes Stichwort!

00:11:52: Sie haben jetzt jüngst eine Rahmenvereinbarung mit den großen Zellhersteller der Welt CATL bekannt gegeben.

00:11:59: Erzählen sie uns mal worum geht es da?

00:12:00: Was ist denn da geplant?

00:12:02: Auch da gilt leider einen Vertrag mit Geheimhaltungsvereinbau.

00:12:04: Ich kann nicht besonders viel dazu erzählen aber letztlich geht's darum dass wir am CATL aus unserem globalen Produktionsnetzwerk mit innovativen Kartonmaterial in den NCM Materialen an beliefern wollen.

00:12:17: Und da geht es jetzt einfach darum, die Produkte möglichst schnell zur Serienreife zu bringen und zur Produktion.

00:12:23: Jetzt ist es so, wir haben in diesem Podcast auch häufiger darüber berichtet, dass es in China seit einiger Zeit unter den Zellherstellern so einen regelrechten Preiskampf gibt.

00:12:32: So dass natürlich die Zellpreise gefallen sind.

00:12:35: Ist das im Kartonmarkt?

00:12:37: Gibt's da gerade auch so'n Preiskampf?

00:12:39: Ist es schwierig für Sie da mitzuhalten dann vielleicht mit chinesischen Herstellern?

00:12:44: Ich glaube, es ist vielmehr ein Ergebnis, wohin der Markt sich entwickelt hat.

00:12:49: Am Anfang war ... Diese starke Wachstum.

00:12:51: alle haben Kapazitäten aufgebaut, sowohl für die Zellherstellung als auch für die ganzen Zulieferer und Kartonmaterialien.

00:12:59: Und jetzt hat sich der Markt ja wie gesagt ein Stück weit abgekühlt.

00:13:02: Das heißt wir haben jetzt geringeren Bedarf und sehr hohe Kapazitäten erstmal auf dem Markt verfügbar.

00:13:08: Und das gilt für die zelle Hersteller genauso wie für die Komponentenlieferanten und auch die kartonen Materiallieferenden.

00:13:14: Dadurch entsteht ganz natürlich durch die Marktdynamik ein gewisser Preisdruck.

00:13:19: Also das jetzt nicht irgendetwas, was durch ein gewisses Land oder einen Spieler wirklich provoziert wird.

00:13:24: Sondern einfach eine Ergebnis der Situation wo Bedarf und Nachfrage im Moment stehen.

00:13:29: auf der anderen Seite ist natürlich sehr wichtig zu beachten Wo kann ich denn wirklich günstig produzieren?

00:13:36: Und dass günstige produzieren kommt am Ende als bedarf von uns Als Endverbrauch.

00:13:40: wenn ich in Elektroauto kaufe möchte ja Dass es nicht zweimal so teuer ist wie ein Verbrennungs Auto Das heißt er schon intrinsischer Druck kompletten Wertschöpfungskette sämtliche Komponenten nach Kosten zu optimieren, dass am Ende dort ein attraktives Elektroauto zum attraktiven Preis auch verkauft werden kann.

00:14:00: Und das geht natürlich in die ganze Wertschöffungskatte runter.

00:14:03: Manche Spieler sind dort stärker in diesem Preiskampf, andere weniger stark und wenn ich natürlich großer Zellhersteller bin, kann ich auch typischerweise bessere Preise erwirken.

00:14:12: Das sind aber ganz normale Marktmechanismen, möchte ich es mal nennen.

00:14:16: Dann vielleicht noch einmal bisschen der regionale Blick.

00:14:19: Es ist ja kein Geheimnis, dass man in der asiatischen Welt und insbesondere China deutlich günstiger produzieren kann aufgrund der Rahmenbedingungen.

00:14:27: Was bedeutet es für uns als Kartonmaterial Hersteller, der auch in Europa produzieren möchte?

00:14:33: Dass unsere Prozesse wenn wir sie aus China oder aus Asien nach Europa bringen wirklich auf Effizienz getrimmt werden müssen.

00:14:42: Und ich glaube unser Produktionsanlage in Schwarz-Heidt ist dafür ein sehr gutes Beispiel wo er exzellente Durchsätze hinbekommen bei geringen Energieverbräuchen und sehr, sehr gering ausbeute Verlust.

00:14:55: Und das muss das Ziel sein.

00:14:57: oder ist die Chance wie die westliche Welt wettbewerbsfähig auch im Vergleich zu Asien produzieren kann?

00:15:04: Wir gehen da gleich mal rein in diese Produktionsprozesse, wie das genau abläuft.

00:15:07: Aber vorher hätte ich noch eine letzte Frage zu der Rohstofflieferkette.

00:15:11: Weil das ist natürlich ... Ja, die Welthandel ist gerade sehr herausfordernd, würde ich sagen durch Zölle oder irgendwelche Handelshemmness aber auch sicherheitspolitische Hürden, die es gerade gibt.

00:15:21: Wie machen Sie das?

00:15:22: Dass sie wirklich ihre Rohstoff-Lieferkete sichern?

00:15:26: Was wir als BSF dort machen, wir haben im Bereich Batteriematerialien ein eigenes Sourcing-Team also.

00:15:32: das kümmert sich um den Einkauf der Rohstoffe.

00:15:36: Und dieses Team hat letztlich ein großes Netzwerk mit weltweiten Optionen, wo kann ich meine Rohstoffeleinkaufen aufgebaut?

00:15:44: Dieses Team kümmerte sich dann nicht nur um die Absicherung der Volumen und Preise da werden auch Themen beleuchtet.

00:15:50: wie nachhaltig sind denn diese Lieferanten?

00:15:52: Wie kann ich mich zum Beispiel auch gegen Metallpreisrisiken absichern.

00:15:55: also da wird dann auch die Einkäufe der Metalle entsprechend finanziell noch abgesichert.

00:15:59: Das ist der eine Teil und der zweite Teil des das viele unserer.

00:16:04: Kunden auch selbst zum Beispiel schon Rohstoffquellen gesichert haben, dass heißt da müssen wir dann immer schauen muss bsf diesen Material in einkaufen oder werden die vom Kunden beigestellt?

00:16:14: also da sind alle Spielarten denkbar.

00:16:16: Ich glaube der Schlüssel ist wirklich sich so breit wie möglich aufzustellen dass man viele Optionen hat für die einzelnen Komponenten.

00:16:22: es gilt natürlich für die ganzen Metalle aber auch für die anderen Komponenten Dass man da Wahlmöglichkeiten hat, dass man möglichst agil auf den sich permanent.

00:16:33: Ändernden Markt und die Regularien reagieren kann.

00:16:36: Finden Sie es sinnvoll was gerade ja so in den letzten Jahren irgendwie passiert das man sagt wir müssen eigentlich versuchen hier in Europa auch viel mehr Rohstoffe wieder herzustellen beziehungsweise abzubauen und dann aber auch wie im Falle von Batteriezellen dann wiederum auch zu veredeln, zu verarbeiten.

00:16:53: Zudem eigentlich ein Batteriematerial.

00:16:56: oder sagen Sie, nee, eigentlich passt das so, wie es im Moment läuft?

00:17:00: Aus einer Lieferkettensicherheitsperspektive ist es auf jeden Fall sinnvoll.

00:17:05: aber auch da wird man sehr schnell von der Frage der Wirtschaftlichkeit eingeholt.

00:17:09: also es müssen ja Rohstoffquellen sein die man auch wirtschaftlich attraktiv erschließen kann und Viele andere Länder bevorzugt, wo die Metalle entweder in höheren Konzentration vorkommen oder einfacher zugänglich sind.

00:17:25: Aber wo dann auch letztlich die ganzen anderen Faktoren, die auch für die Kartonenproduktion zutreffen, Investitionskosten und so weiter einfach günstiger sind.

00:17:33: Ich glaube da muss man ein bisschen realistischer bleiben und auch pragmatisch einen gewissen Anteil sicherlich versuchen lokal zu fördern.

00:17:42: aber generell sollten wir noch dahin gehen, wo es auch am effizientesten zu machen ist.

00:17:47: Und da sind wie gesagt andere Rohstoffquellen, andere Länder in einer besseren Position.

00:17:52: Zumindest mit den Vorkommen die so hindänglich bekannt sind?

00:17:55: Die ganze Wertschiffungskette für Batteriematerialen ist ultimativ ideal wenn man wirklich anfängt die Metall auch wieder zu recyceln.

00:18:04: Das heißt wenn dann gebrauchte Batterien am Ende des Lebens zurückgenommen werden und die Metalle daraus wieder zurückgekommen werden.

00:18:10: das muss eigentlich das Ziel der Wertschöpfungskette langfristig sein und da bekommt man ja Eine gewisse Rohstoff-Absicherung der Volumen, aber auch von den Preisen.

00:18:21: Ich glaube das ist der wichtigere Weg dass man wirklich eine starke Recycling Wertschöpfungskette in verschiedenen Ländern aufbaut.

00:18:29: Dann hat man die Lieversicherheit und sich gegen die Preise abgesichert... ...und als schönen Nebeneffekt auch die Nachhaltigkeit der Batterien noch mal deutlich verbessert.

00:18:38: Im Bereich Recyling ist ja tatsächlich in Europa doch sehr, sehr viel Innovation und Unternehmen zu finden.

00:18:45: Auch Start-ups haben wir ja schon öfter in diesem Podcast besprochen, liebes Publikum.

00:18:48: Können Sie sich noch mal anhören die Folgen?

00:18:50: Falls sie das noch nicht gemacht haben.

00:18:51: Jetzt steigen wir einmal ein in die Kathodenmaterialherstellung.

00:18:55: Ein bisschen tiefergehend für welche Zechemie stellen Sie denn überhaupt des Kathoden Material genau her?

00:19:00: also Wir sind eigentlich in allen Bereichen aktiv Nickel Cobalt Mangarn, Nickel Cobalt Onominium unter Formen davon MCMR, NCM-NCA.

00:19:09: Das sind dann hauptsächlich die Materialien, die in die Elektromobilität reinfließen kann.

00:19:14: aber auch im Bereich von Power Tools also Werkzeuge oder E-Bikes reingehen wir.

00:19:19: es sind über unser Chinesis Joint Venture mit der BSBM auch im bereich der Consumer Electronics unterwegs also Batterien für Mobiltelefone Computer da geht das LCO das liegt zum Kobalt Oxydrein und wir sind auch stark darin unterwegs Die klassische NCM Chemie zu optimieren, dass man zum Beispiel die Kobaltgehalte reduziert oder die Nikkelgehalter reduziert.

00:19:42: Und deswegen haben wir auch sehr viele Aktivitäten im Bereich der manganreichen Kathodenmaterialien sowas wie LMR das sind die Lithium Manganese Rich, Lithium manganreiche Kathoden Materialien oder LMO.

00:19:56: ein sehr altes Material Lithium Manganoxyd ist bei uns in der Neuauflage, wo wir es wirklich auf die Anwendung im Automobilbereich trimmen.

00:20:05: Jetzt

00:20:05: sehen wir aus dem chinesischen Automobilmarkt her dass da eine große LFP-Welle im Prinzip erschwappt und das auch immer mehr europäischer Hersteller darüber nachdenken LFP einzusetzen.

00:20:17: wie sieht das aus?

00:20:18: Den Trend kann man nicht wegdiskutieren!

00:20:20: LFP hat eine Wiedergeburt erlebt möchte ich mal sagen Lange Zeit, als ich in der Batterieindustrie anfing war alles geht Richtung Nickel Chemie und möglichst viel Nickel.

00:20:29: Dann hat man aber wirklich auch insbesondere im Bereich des Cell- und Packdesigns starke Fortschritte gemacht um die Materialnachteile vom LFP zu kompensieren.

00:20:38: Ich sage immer LFP hat sich materialseitig eigentlich nur wenig weiterentwickelt.

00:20:42: Also die elektrochemische Performance von die Zemeisenphosphaten wird natürlich optimiert, wird aber nie die Performance eines nickelhaltigen Materials erreichen.

00:20:51: Aber allein durch Designmaßnahmen auf Zell und Pack-Ebene, hat man das gelernt zu kompensieren.

00:20:58: Auf der anderen Seite sehe ich jetzt auch gerade in China wieder viele Diskussionen wo die Kunden darüber nachdenken vom LFP auch wieder wegzugehen.

00:21:06: Vielleicht ein schönes plakatives Beispiel ist im Bereich von Elektrolastwagen also elektrisch betriebenen Lastwagen war auch lange Zeit so ein bisschen der Trend.

00:21:17: es muss auf jeden Fall LFP sein sind große Mengen Es muss günstig sein, aber am Ende geht das ja gegen die Reichweite meines Lastwagens.

00:21:26: Und Lastwagen ist eine der Kernzahlen, wie viel Gewicht kann der Lastwagen transportieren?

00:21:33: Wenn wir jetzt schon ein ganzes Menge durch das Battery Pack verbraucht wird an Zulassung und Anzuladung, die zulässig ist... ...ist es natürlich für das Transportunternehmen, die diese Lastwagenflotte betreibt erst mal nachteilig!

00:21:45: Der zweite Haken den LFP intrinsisch auch hat, wenn wir wieder zum Recycling gehen.

00:21:51: Am Ende muss ja auch der Recyling-Betrieb wirtschaftlich sein.

00:21:54: und wenn man sich anschaut, wodurch wird Recycling wirtschaftliche?

00:21:58: Es müssen Bärstoffe enthalten sein.

00:22:00: Im LFP ist am Ende letztlich nur noch Lithium als werthaltiger Stoff drin.

00:22:05: das heißt es ist viel schwieriger, LFP wirtschaftlicher zurückzuführen.

00:22:11: also zb beim NCM Material bei dem Nickel Cobaltmaterial wo man Lithium, Nickel und Kobalt rezyklieren kann.

00:22:18: Oder es wird wirklich durch Regulaturen getrieben dann steigen aber die Kosten und irgendjemand im Markt muss die Kosten für das Recycling tragen.

00:22:25: Sie haben in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller We-Line das Quotonenmaterial für eine Semi-Festkörperbatterie, also eine halbe Festkörper-Batterie entwickelt.

00:22:34: Können sie uns da mal kurz mitnehmen?

00:22:35: Was heißt in dem Fall Semi?

00:22:37: Warum nur ne halbe Festskörper Batterie?

00:22:39: Nenne keine ganze und wie weit ist das?

00:22:42: Also welche Energiedichten vielleicht können Sie da auch irgendwas nennen sind da denn geplant?

00:22:47: Die idealen festkörper baterien sind ja sogar anodenfrei oder die mit Lithiumanoden burcht dann wirklich maximale energiedichte Pro Volumeinheit oder pro Gewichtseinheit in so einer Batterie erzielen kann.

00:23:00: Diese festen Elektrolyte kommt aber mit Nachteilen und eine Festkörper-Batterie, insbesondere wenn man dann mit den Lithiumanoden oder komplett anmodenfreien Systemen arbeitet, atmen die sehr stark im Betrieb.

00:23:12: Das heißt meine Batteriezelle ist permanent beim Laden entladen, an der Volumenarbeit beteiligt sodass sich dann der feste Elektrolit von dem elektroden Material ein Stück weit trennt.

00:23:25: Es gibt es Risse und alles, wodurch dann die Leistungsfähigkeit sinkt.

00:23:30: So um jetzt die Probleme, die man bei der All-Solid-State also bei der vollfesten Batterie noch sieht.

00:23:37: heutzutage durch diese Volumenkontraktion und Expansionen versucht man das so halb fest zu machen.

00:23:43: Das heißt, man hat zwar den festen Elektrolyt aber auch noch flüssige Komponenten, die eben diese Volumenkontaktion oder wenn sich die Partikeln bisschen lösen quasi kippen.

00:23:53: Und genauso ein Ansatz verfolgt unser Partner in China-Moment.

00:23:56: Wenn man genauer in die Industrie schaut, eigentlich fast alle der Festkörperbatterien arbeiten im Moment in so einem Zwischenbereich.

00:24:03: auf der anderen Seite würde ich das ganz pragmatisch sehen ist es ja wurscht ob das Ding ganz fest oder halb fest oder wie fest auch immer ist.

00:24:11: Es muss dem zieldienlich sein.

00:24:13: und was unsere Partner in china halt geschafft hat Die haben sehr hohe energie sich schon hinbekommen Auch in dieser semi solid state battery.

00:24:20: Und

00:24:23: wie weit ist Weline da?

00:24:25: Also werden die jetzt schon in einer Kleinserie irgendwie eingesetzt?

00:24:29: oder, wie ist der Stand.

00:24:31: Weline ist schon in der Produktion mit verschiedenen Varianten und das geht dann in Applikationen wie zum Beispiel die elektrischen Drohnen.

00:24:39: Sie haben aber auch eine Automobilfirma die schon beliefert wird.

00:24:42: also das ist schon kommerziell.

00:24:44: sind keine Großserien im Moment ja Aber diese dabei wirklich den Markteintritt vorzubereiten.

00:24:50: Dann kommen wir mal wieder zurück zu Ihrem NCM Material.

00:24:54: Welche Energiedichten bieten Sie denn da an?

00:24:56: Es gibt

00:24:57: ja verschiedene Systeme, zum Beispiel die Hochnickelhaltigen-Systeme.

00:25:01: Das ist dann irgendwie wo man Fünfundachzig bis Fünfundneinzig-Mot-Prozent-Nickel in dem System hat.

00:25:06: Es gibt die mittleren Nickel-NCM-Ssysteme, wo man dann irgendwas zwischen Sechzig und Süppzig- Mot-Prozentsnickel als Komponente neben Kobalt, Aluminium oder Mangarn hat.

00:25:17: Erstmal ist je höher der Nickelgehalt, desto höher ist auch in der Regel die Energietichte, die erzielen kann.

00:25:23: Aber auch da gibt es jetzt einen Gegentrend, was heißt ein Gegentrennt?

00:25:26: Es gibt eine Parallel-Entwicklung im Markt dass man wieder verstärkt zu den System mit weniger Nickel geht weil sie sind deutlich einfacher zu verarbeiten in der Produktion.

00:25:35: Die sind nicht so empfindlich was die Atmosphäre angeht mit Sauerstofffeuchtigkeit und dem Kniff, den man dann anwenden kann.

00:25:41: Anstatt den Nickel Gehalt zu erhöhen kann man auch die Zellspannung anheben.

00:25:45: Dann kommt man auf Zellniveau auch zu sehr hohen Energiedichten, hat aber ein deutlich leichter zu verarbeitenes Material.

00:25:53: Und zur Frage der Energien die wir abbilden können das ist halt der gesamte Bereich von diesen Nickel Chemien von fünfzig bis siebenneunzig oder wenn man dann noch weiter des Feldspannens machen ja auch die Manganreichen Chemien Lithium-Manganesewitch LMR oder Overlythiated Nutriels überlizierte Materialien Und so kann man eigentlich im Bereich dann abbilden bis zu ... ... dreihundertfünfzig Watt pro Kilogramm.

00:26:18: Ja, Sie hatten ja angekündigt, Nickel zu reduzieren, reduzieren zu wollen.

00:26:22: Das haben sie gerade schon erläutert.

00:26:23: aber auch Kobalt.

00:26:24: können Sie das vielleicht noch mal für die etwas neueren Hörerinnen und Hörern erklären?

00:26:28: Warum wollen Sie Kobalt reduzieren und wie weit sind Sie da?

00:26:31: Erstmals Kobalt natürlich auch ein relativ teures Metall.

00:26:33: Das hatte grade in den letzten zwei-drei Jahren mal richtig ordentliche Ausschläge nach oben So dass viele Zellhersteller auf uns zugekommen sind, haben gesagt wie kann ich denn den Kobalt Gehalt reduzieren?

00:26:44: Bei Nickel ist es ähnlich aber nicht so stark ausgeprägt.

00:26:47: Daher ist unser Ansatz wir haben Kartonmaterial im Portfolio bei denen beides reduziert wird einfach nur ein bisschen optimiert.

00:26:55: die Möglichkeit besteht.

00:26:57: Wir haben zum Beispiel hochnickelhaltige kobaltfreie Systeme in Portfolios.

00:27:01: oder wir haben Methoden im Labor entwickelt wo ich den Nickel gehalten um ein paar Prozent reduzieren kann durch spezielles Feintuning der Oberflächen, der Partikelgrößen innerhalb des Kartonmaterials.

00:27:13: Der Hauptentwicklungspfad ist hier wirklich einen echten Sprung zu machen.

00:27:17: zum Beispiel die Manganreichensysteme wo ich dann auf dreißig-fümten-dreißig Prozent Nickel runter gehe im Voltprozentbereich anstatt sechzig oder neunzigem Voltprozents.

00:27:26: Das sind diese LMA Materialien, Lithium Manganenreiche Materialien.

00:27:30: Die sind auf dem Papier meine Traummaterialien.

00:27:33: das mein persönlicher Favorit immer noch weil wenn ich diesen Materialien richtig betreiben kann kann ich mit dem niedrigen Nickelgehalt sogar die Energiedichten von Hochnikkelmaterialien schlagen.

00:27:43: Die haben eine kleine Krux oder eine kleine Herausforderung, die müssen bei relativ hohen Zellspannungen also bis zu vier Komma sieben Volt und mehr betrieben werden um auch diese Energiedichten wirklich abzuliefern.

00:27:55: Und da kommen dann schon wieder Probleme mit den flüssigen Elektrolyten ins Spiel.

00:27:59: Diese beiden hohen zellspannungen dann gerne zersetzen gibt es neben Reaktionen fängt die Zelle an zu gasen.

00:28:05: Das sind jetzt all die Themen, die wir zusammen mit unseren Zellpartnern versuchen zu lösen.

00:28:10: Materialseitig ist das Material fertig.

00:28:12: Das kann ohne Probleme im Tonnenmarsch produziert werden.

00:28:18: Die Herausforderung ist wirklich eine stabil betreibbare Batteriezelle damit hinzukriegen und zwar nicht bei einer reduzierten Zellspannung – das wird heute schon gemacht und auch in kleinen kommerziellen Serien betrieben -, aber wirklich das zu diesen vier Kommerzen in Bolt hochzubringen?

00:28:32: Da besteht noch die Kunst und da haben wir sehr gute Partnerschaften, wo ich optimistisch bin dass das bald gelingen wird.

00:28:39: Und diesen Material sind natürlich dann auch prädestiniert für ein Einsatz in der Solid-State Batterie oder wirklich kein Elektrolyt mehr ist?

00:28:45: Oder keinen flüssiger Elektrodyte?

00:28:47: Wo ich dann am Einführer zu den hohen Zellschwannungen kommen kann.

00:28:52: Also da besteht auch eine große Chance, dass man diese mangarenreichen Chemien unterbringen kann.

00:28:59: Zweite Entwicklungsstrang, den wir im Moment stark vorantreiben ist das LMO.

00:29:03: Wie gesagt Lithium Manganoxyd ist ein recht altes Kartonmaterial was auch in großen Tonnagen heutzutage schon kommerziell produziert wird von uns.

00:29:12: Das geht dann in Applikationen wie die zwei Räder die Motorräder Fahrräder aber in der ursprünglichen Form haben die Material den relativ geringe Lebensdauen und Kapazitäten.

00:29:24: Wir entwickeln jetzt weiter dass man sie auch im Automobilbereich anwenden kann und zwar nicht als Alleinlösung, sondern in Mischung mit nickelhaltigen Kartotenmaterialen.

00:29:33: Und wenn man die beiden mischt kann man sehr schön die Kosten, die man pro Kilowattstunde zu bezahlen hat, mit der Energiedichte pro Kilogramm oder Volumen optimieren.

00:29:45: Das ist zum Beispiel ein sehr vielversprechender Hoffnungsträger um zu ähnlich günstigen Preisen zu kommen wie beim LFP.

00:29:52: Dabei aber nicht die Nachteile von LFP zu haben

00:29:54: z.B.,

00:29:55: was Tieftemperaturaktivität angeht sind diese Mischungen aus LMO und NSM deutlich vielversprechender.

00:30:01: Spannend!

00:30:02: Liebes Publikum, schreibt uns doch mal in die Kommentare, wäre das vielleicht ein Thema was wir mal in einer eigenen Folge machen sollten?

00:30:08: So jetzt nehmen Sie uns nochmal bitte gedanklich mit in Ihre Produktionsstätte für die Kathodenherstellung.

00:30:14: Welche einzelnen Schritte gibt es denn da?

00:30:16: wie muss man sich das vorstellen?

00:30:18: Auf dem Papier eigentlich einfach aber der Teufel steckt wie immer im Detail.

00:30:22: Also grundsätzlich fängt die Produktion an, dass man wie gesagt die Metallsalze von den Bergbauffirmen einkauft.

00:30:27: Die Nickelcobaltmangan werden dann zunächst mal gefällt in einer sogenannten Pre-Cursor Herstellung und dann erhält man solche Mischoxyde aus Nickel, Cobaldmangan, Aluminium, Hydroxiden.

00:30:40: Sie wird dann filtriert getrocknet und dann an die Kathoden Materialfabrik weiter verschifft.

00:30:47: dort mischt man dann diese Vorstufen aus Nickelcroballtmangan und oder Aluminum mit den Lithium Salzen.

00:30:53: Das wird vermischt wie beim Kuchenbacken im großen Mischer und dann müssen die Materialien gebacken werden, kalsiniert werden.

00:30:59: Das sind dann immens lange Archkase, das wir es nennen, das sind die Rollenhärtöfen.

00:31:04: Da werden kleine Keramikschalen mit diesen Vorstufen also den Präkörsen in dem Lithium-Salzen noch gewissen Dottierstoffe vermisht und in den Keramikschalen durch diese Öfen durchgefahren.

00:31:14: Die Öfen haben heutzutage Länge zwischen fünfzig und die Neuesten haben hundert Meter Länge wo dann wirklich das Material ganz langsam durch den Ofen gefahren

00:31:24: wird.

00:31:24: Der wird dann langsam die Temperatur erhöht und das ist dann letztlich die Kunst bei dem Backprozess, bei dem Kalkinationsprozess die Rampen so einzustellen dass am Ende die richtige Performance rauskommt, dass man die richtigen Kristallstrukturen erhält.

00:31:40: Das heißt es aufheizen halten und wieder abkühlen.

00:31:44: da liegt dann die Kunst im Kalkinieren eigentlich einfach.

00:31:47: das waren die katholen materialen der ersten generation.

00:31:49: mittlerweile muss man nach dem ersten kalzination schritt.

00:31:52: In der regel noch verschiedene beschichtungsschritte und dann nochmal kalzenieren anschließen.

00:31:58: also in der einfachsten form besteht heute so eine materiale herstellung aus fünfzehn einzelschritten und tendenz ist steigend weil man wie gesagt zu mehreren nachbeschichtungen geht oder noch mal besondere elemente aufgebracht werden, die zum beispiel die betriebssicherheit erhöhen die Zyklenstabilität erhöhen, das heißt dass das Material besser aushält aufgeladen und zu entladen werden.

00:32:21: Und auch im generell die die Kapazitäten noch mal weiter nach oben.

00:32:25: Also die Kalsination gehen jetzt mittlerweile bis in vierstufige Kalsnation.

00:32:30: Da kommt dann wieder was ich anfangs gesagt habe.

00:32:32: ins Spiel müssen wir für eine westliche Produktion wirklich schauen.

00:32:36: wie kann Ich das möglichst effizient machen als?

00:32:38: da muss wirklich ein sehr hoher Durchsatz durch die Anlagen erfolgen dass man sowas überhaupt noch wirtschaftlich abgelten kann.

00:32:44: Was auch wichtig ist bei der Produktion, es hat immens hohe Qualitätsanforderungen.

00:32:49: Zum einen mal was die Produktreinheit angeht und das geht direkt in die Betriebssicherheit rein.

00:32:54: zum Beispiel müssen magnetische Verunreinigung ja so Eisenspäne oder was beim bei einer Bartung der Anlage anfallen kann Späne von der Schraube.

00:33:02: das muss penibelst aus dem Produkt rausgehalten werden.

00:33:05: Das heißt es gibt unheimlich viele Siebvorgänge Vorgänge womit Magneten diese magnetischen Verunregungen herausgeholt werden.

00:33:14: Also da geht auch noch immens viel Aufwand rein, um so ein Produkt wirklich in hoher Qualität zu unseren Kunden zu bringen und danach ja auch eine hohe Betriebssicherheit oder hohe Performance zu gewährleisten.

00:33:24: Und dann auf der anderen Seite müssen wir nicht nur das Produkt schützen, sondern auch unsere Mitarbeiter in der Produktion schützen weil das sind nickelhaltige Materialien, Kobalthaltige materialien und auch das Lithium ist in der Handhauung erstmal ein reizender gefährlicher Stoff wo ich aufpassen muss dass die Mitarbeiter nicht kontaminiert werden.

00:33:42: Das heißt, auch da muss ich unheimlich viele Schutzmaßnahmen treffen.

00:33:45: Dass das Produkt nicht aus der Anlage nach außen tritt und schon gar nicht in die Umwelt.

00:33:49: D.h.,

00:33:50: auch die ganze Abluftechnik.

00:33:52: So eine Anlage ist wirklich beeindruckend.

00:33:54: Und wer mal die Chance hat unsere Produktionen schwarz heite zu sehen?

00:33:57: Der bekommt ein schönes Gespür der Führung ganzes Stockwerk letztlich für die Abluftreinigung aufgebaut wurde.

00:34:03: Ich höre daraus, da sind tatsächlich schon noch Mitarbeiter auch in der Produktionsstätte.

00:34:07: Es ist nicht alles automatisiert?

00:34:09: Es

00:34:09: sind natürlich Mitarbeiter in der Produktion, aber relativ wenige.

00:34:12: Also für so eine riesen Produktion ist es erschreckend aufregend wie wenige das wirklich sind.

00:34:19: Weil am Ende müssen ja nur die Vorgänge überwacht werden und letztlich muss nur gecheckt werden, wie die Rohmaterialien eingeführt werden in die Vorlagebehälter.

00:34:29: Und dann läuft das mehr oder weniger automatisch durch die Produktion durch.

00:34:32: Das ist auch eine der großen Stärken unserer Produktion in Schwarzeide, da ist quasi nach einfüllen keine Intervention von uns als Mitarbeiter mehr möglich.

00:34:43: D.h.,

00:34:44: es wird vorne reingefüllt und mal Ende abgefüllt.

00:34:47: Das ist natürlich für unsere Kunden immens wichtig weil das wirklich ein Qualitätsmerkmal ist.

00:34:52: Möglichst wenig Kontaminationen und möglichst weniger Fehlerquellen bei der Produktion.

00:34:56: Und die Mitarbeit sind dann wirklich dazu da den Prozess zu überwachen wenn dieser Der Ramekschalen durch die Öfen fahren, bleiben dann mal hängen.

00:35:03: Da muss einer gucken, ob die Motoren neu gestartet werden zur Fehlerbehebung und zur Wartung.

00:35:09: Sie haben vorhin schon die Wichtigkeit vom Batterie-Recycling hervorgehoben.

00:35:15: Nehmen sie uns mit.

00:35:16: Sie betreiben ja auch eine Anlage in Schwarzheide?

00:35:19: Wie hoch ist denn der Anteil von Recyclingmaterial, was in ihre Kartonenherstellung fließt?

00:35:24: Die Produktion in Schwarzeid ist die sogenannte Schwarzmasseherstellung.

00:35:30: gebrauchte Battery Packs, die können entweder aus verunfallten Autos oder Autos am Leben bis Ende kommen.

00:35:36: Oder auch Produktionsabfall wenn mal bei den Zellherstellern was nicht in Spätsituationen hergestellt wird.

00:35:42: Die kommen dann bei uns in Schwarzheide an und werden dann geschreddert und zur schwarzen Masse verarbeitet ist.

00:35:47: Und die schwarze Masse ist letztlich dann die Aufkonzentration wo ich dann wieder mein Nickelcobalt und Lithium drin habe.

00:35:54: das ist der Schritt den wir jetzt halt in Schwarzheide betreuen.

00:35:58: Das ist im Moment aber die Pläne, dass man die schwarzen Masse dann weiter aufschließt zu den Einzelkomponenten zum Lithium.

00:36:07: Nickel, Kobalt, Kupfer, Magan alles was halt in der schwarze Masse drin ist und dort die Wertstoff wieder zurückgewinnt.

00:36:12: das machen derzeit noch Partner von uns.

00:36:15: wenn der Markt dann gegebener Zeit dann groß genug ist von den Volumen wäre es auch ein Thema das so eine Metallraffinerie selbst gebaut würde.

00:36:23: Physikalisch ist es nicht.

00:36:25: eins zu eins muss man ganz offen sagen.

00:36:27: also die Metalle die in der Schwarzmasse sind gehen heute noch nicht direkt in unsere katholischen Materialien.

00:36:32: Weil wir die Rekusoren ja auch am Markt zukaufen.

00:36:35: Was ist sozusagen Ihr Plan, sagen wir mal für das Jahr zwanzig dreißig?

00:36:39: Wie hoch soll denn der Anteil sein von recyceltem Material?

00:36:42: Es gibt da ja auch trotzdem Vorgaben dann irgendwann von der EU.

00:36:45: Am Ende werden ja die Zellhersteller und die Autofirmen damit auch wir als Lieferant gefordert sind diese Recyclingquoten zu erfüllen, die dann über die Jahre steigen werden.

00:36:59: Ich glaube, hier ist die große Kunst wirklich die anfallenden Mengen.

00:37:04: Wirklich genau zu takten mit den regulatorischen Anforderungen.

00:37:07: was dann an Produktionskapazitäten wirklich schon lokal vorhanden ist Das ist eine Optimierungsaufgabe.

00:37:14: Aber wie gesagt der Bau einer solchen Raffinerie hängt sehr stark damit zusammen.

00:37:18: Wann sind überhaupt genug Volumen verfügbar?

00:37:21: An Altbatterien von Autos Die man auch wirtschaftlich rezyklieren kann?

00:37:26: Und wie viel Prozent der Rohstoffe können Sie dann aus den Batterien wieder zurückgewinnen?

00:37:31: Rein technisch sind die Ausbeutung bis zu neun, neunzig Prozent.

00:37:37: Aber auch das ist eine Wirtschaftlichkeitsfrage – was macht denn eigentlich wirtschaftliche Sinn?

00:37:41: und ich glaube im sinnvollen Bereich für Lithium liegt man zwischen drei, neuneinzig, vierneinzig Prozent, was man zurückgewinnen kann.

00:37:48: Beim Nickelkobalt liegt man sicher im Bereich von sechsneunig, siebenneunzig prozent.

00:37:55: Aber wie gesagt, je mehr Aufwand man betreibt, desto mehr könnte man auch rausholen.

00:38:00: Aber irgendwann kippt halt die Wirtschaftlichkeit von so einem Prozess.

00:38:03: dann werden die Rückführströme so groß, die Anlagen so groß dass sich das eigentlich nicht berechnet.

00:38:07: also da muss man wirklich gucken wo ist der der sweet spot um einen Recycling zu betreiben?

00:38:14: Herr Urtel, herzlichen Dank für das Gespräch und Ihre Einschätzung.

00:38:18: Liebes Publikum, vielen Dank fürs Zuschauen und zuhören!

00:38:21: Wir sind am nächsten Sonntag wieder da.

00:38:24: Macht's gut bis dahin.

00:38:25: Tschüss!

00:38:26: Wenn

00:38:32: nicht schon passiert, dann abonniert doch gerne den Geladen-Podcast und empfieh' uns auch gerne weiter.

00:38:47: Bedanken wollen wir uns bei all unseren Gesprächsgästen speziell unseren Partnerinstituten und natürlich allen die hinter den Kulissen sonst noch so mitwirken!

00:39:14: dem Center for Electrochemical Energy Storage Ulm und Karlsruhe, eine Forschungsplattform des Karls-Rohre Instituts für Technologie und der Universität Ulm.

00:39:23: Außerdem unterstützen diesen Podcast das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg.

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