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Energiewende-Schock: "Überzogener" Ausbau & steigende Kosten - Dr. Andreas Lenz (CSU)

Shownotes

Selten war die Diskussion so aufgeladen wie jetzt: Nach den jüngsten Aussagen von Ministerin Reiche, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien für „überzogen“ hält und dem neuen Monitoringbericht Energiewende, der den zukünftigen Strombedarf nach unten korrigiert, stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit der Energiewende? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Andreas Lenz, dem energiepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, genau darüber.

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🔍 Themen der Folge

  • Schafft Deutschland wirklich die Energiewende – oder haben wir uns beim Traum von 100 % Erneuerbaren verrannt?

  • Der Spagat zwischen Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit

  • Warum reden alle von Versorgungssicherheit, wenn Großbatterien und Netzausbau auf der Strecke bleiben?

  • Wie will die Regierung die Energiewende „günstiger“ machen – ohne sie gleichzeitig auszubremsen?

  • Sind neue Gaskraftwerke Brücke oder Bremsklotz auf dem Weg in die Klimaneutralität?

  • Warum sich Deutschland beim Smart-Meter-Rollout und bei der Digitalisierung der Stromnetze blamiert

Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu geladen.

00:00:11: Dein Batterie Podcast zur Energiewende.

00:00:13: Liebes Publikum, wir reden hier selten mit Politikern in diesem Podcast – nun stehen aber bei der Energiewend ganz große Veränderungen ins Haus!

00:00:21: Die neue Regierung hat große Pläne mit den Erneuerbaren, mit den Netzen, aber auch Kraftwerken.

00:00:25: Und darüber reden wir heute.

00:00:27: Genau, wir stellen unsere Fragen an einen ganz besonderen Gast, Doktor Andreas Lenz.

00:00:32: Sie sind seit Jahrzehnten Mitglied des Deutschen Bundestages, sie sind aber vor allem der Wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion.

00:00:40: Herr Lenz zu Beginn dieses Podcast haben wir ein bisschen eine ungewöhnliche Frage.

00:00:44: ich würde Sie gern fragen ob Sie tatsächlich dieses Ziel der einhundert Prozent erneuerbaren Energien für unser Stromsystem.

00:00:51: Ob Sie das teilen, ob Sie dieses Ziel auch ebenfalls anvisieren?

00:00:55: Weil man ja manchmal so ein bisschen skeptisch werden könnte wenn man den einen oder anderen Parteikollegen von Ihren ja so analysiert.

00:01:02: ist dieses Ziel für sie persönlich relevant?

00:01:04: Ich glaube alles muss man ja schon konstatieren.

00:01:07: die Dimension der Aufgabe des Umbaus der Energieversorgung wird und wurde von vielen etwas unterschätzt.

00:01:16: kann man aus meiner Sicht nicht oft genug betonen, dass es schon ein sehr ambitioniertes Ziel ist.

00:01:22: Dass so in der Art und Weise wenige Länder auf der Welt teilen.

00:01:25: Und ich glaube wenn wir achtzig Prozent zwanzig dreißig schaffen dann haben wir schon eine ganze Menge geschafft wohl wissend das natürlich tendenziell der Bedarf an Strom zunimmt.

00:01:37: Wir haben die letzten Jahre gesehen dass es vielleicht sogar besser ist als bei hundert Prozent dann irgendwo zu scheitern.

00:01:44: Das ist richtig, aber trotzdem muss ich noch mal nachhaken.

00:01:47: Wir haben offenbar schon ein unterschiedliches Ziel, weil ich dachte immer Sie würden vielleicht einen anderen Weg einschlagen um diese hundert Prozent irgendwann zu erreichen?

00:01:55: Jetzt sagen sie die Hundert Prozent sind für Sie persönlich vielleicht auch gar nicht so relevant oder nicht machbar.

00:02:00: das höre ich jedenfalls raus?

00:02:01: Nee, aber es ist doch völlig klar dass die letzten Prozent die anspruchsvollsten sein werden und das anzuerkennen das glaube ich hilft uns schon eine ganze Menge weiter wenn wir das Ziel letzten Endes erreichen wollen und nicht mehr, nicht weniger sage ich entsprechend.

00:02:16: Jetzt

00:02:16: scheint aber der Weg dahin doch auch relativ anspruchsvoll zu sein.

00:02:19: Ich kann mich ja immer ein.

00:02:20: Früher hat man immer versucht, die Energiewende so als die Erfolgsgeschichte irgendwie zu verkaufen.

00:02:24: Sie haben mir gerade aus selbst gesagt naja Deutschland sticht da eigentlich noch heraus im Gegensatz zu anderen Ländern was vielleicht auch fragwürdig ist.

00:02:31: Aber bleiben wir mal dabei.

00:02:32: jetzt bei Deutschland.

00:02:34: ich nenne ihn mal paar Sachen Der Ausbau der Windkraft Netzausbau Digitalisierung des Stromnetzes Strompreis Zonen aber auch der Hochlauf des grünen Wasserstoffes.

00:02:42: das sind alles Bereiche der Energiewände.

00:02:44: Da liegt Deutschland eigentlich deutlich hinter den Zielen oder versagt sogar völlig, ehrlich gesagt bei manchen Bereichen.

00:02:50: Gibt es denn aus Ihrer Sicht irgendeinen Bereich in der Energiewende wo Deutschland wirklich so eine Art Vorreiterrolle einnimmt und vielleicht auch perspektivisch irgendwann mal ja so eine art Technologien dann irgendwie wirklich auch exportieren kann in andere Länder und damit Geld verdienen kann?

00:03:05: Also die Frage wo andere Länder da tatsächlich besser sind, die stellt sich aus meiner Sicht schon.

00:03:11: und jetzt ist das eine dass die Neuerbahnen ein Megatrend sind, das lässt sich ja gar nicht abstreiten.

00:03:17: Und da werden dann oft die Zahlen aus China genannt und aus anderen Ländern.

00:03:22: aber trotzdem sind wir mit sechzig Prozent annähernd von der Brutto-Stromerzeugung bei erneuerbaren schon mit vorne dran.

00:03:31: Auch die Integration ins Netz in des Gesamtsystems wird ja nicht einfacher je höher die Menge ist sondern es wird entsprechend schwieriger.

00:03:40: Wir sind übrigens bei der Frage der Netzsteuerung.

00:03:42: Auch das Netzausgleich ist bei den Verteilnetzen, bei den Übertragungsnetzern durchaus vorne dabei.

00:03:48: und da ist es so dass Kalifornien schaut wie macht es Deutschland?

00:03:53: Wie schafft Deutschland entsprechend mit den hohen Mengen an Erneuerbaren in der Mittagsspitze und zu den Spitzenzeiten umzugehen?

00:04:01: und deswegen sind wir in vielen Bereichen nach wie vor entsprechend auch bei den Erneuermahren vorne dran.

00:04:07: aber Sie haben absolut recht, wir müssen Dinge vereinfachen.

00:04:13: Gerade was die Elektrolyse betrifft beispielsweise die Erzeugung von grünem Wasserstoff.

00:04:19: das ist mit den delegierten Rechtsakten, mit der komplizierten Farbenlehre beispielsweise doch recht kompliziert und insofern geht es natürlich auch die Dinge insgesamt effizienter auszugestalten.

00:04:32: Ja, Ministerin Reicher hat ja angekündigt sie will die Energiewende günstiger und realistischer angehen.

00:04:37: Sie hat aber auch angekünkt die Ausbauziele des EEG mit mindestens achtzig Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren daran festzuhalten.

00:04:45: Gleichzeitig hört man jetzt von ihr dass der Ausbau der Erneuern Zitat überzogen sei und auch Bundeskanzler Merz hat vor Kurzem auf einer Veranstaltung auf dem Maschinenbaugipfel das Branchenverbandes VDMA in Berlin gesagt Zitat wir werden die Ausbaut viele leicht zurücknehmen.

00:05:02: Das ist jetzt ein bisschen verwirrend, können Sie das mal einordnen?

00:05:04: Ja was denn nun also werden die Ausbauziele?

00:05:06: sollen daran festgehalten werden oder will man das ein bisschen abschwächen und drosseln.

00:05:10: Da ist es so dass der Hochlauf der Wärmepumpe aber auch beispielsweise die Frage der Immobilität sich nicht so entwickelt haben wie Die Thiele, auch aus meiner Sicht sich das in einer Art Wunschdenken gerade in der letzten Koalition zurechtgelegt haben und deswegen müssen wir uns eben auch an neuen Realitäten messen.

00:05:31: Jetzt sagt der Monitoringbericht, dass davon ausgegangen wird, dass zwischen sixhundert und siebhundert Terawattstunden, zwanzig dreißig Der Strombedarf entsprechend aussehen wird.

00:05:41: Das heißt die Elektrifizierung wird weiter stattfinden, aber in einzelnen Bereichen nicht in diesem Tempo das ursprünglich mal angedacht war oder prognostiziert war.

00:05:53: Und das ist letzten Endes jetzt eine neue Wegmarke.

00:05:57: und daran bemisst sich dann auch die ein- oder andere Frage des Ausbaus.

00:06:02: Also das heißt, achtzig Prozent von siebenhundert Terawattstunden sind faktisch logischerweise weniger als achtzig Prozent von neunhundert Terawatt Stunden.

00:06:13: Das ist das eine und das zweite ist, dass die Frage des Ausbaus einfach schon sehr unkontrolliert war in der Vergangenheit gerade in der letzten Legislatur.

00:06:23: also nur Ziele helfen uns ja auch nicht weiter.

00:06:26: Also die Frage produce and forget sozusagen also einfach ausbauen des Ausbauens willens wird uns dann letztendlich es nicht den kosteneffizientesten Weg zur Erreichung der Ziele.

00:06:38: Jetzt

00:06:39: hat mein Kollege Daniel hier gerade dargestellt, dass es ganz viele Felder gibt die nicht besonders innovativ laufen.

00:06:45: Nicht so wie wir Deutsche uns das vorgestellt haben, irgendwann exportierbar sind.

00:06:50: Die Ministerin Reiche will die Energiewende sie sagen ist selbst realistischer und günstiger auslegen.

00:06:55: ich bin da super skeptisch weil ehrlich gesagt die ganzen Erneuerbaren Die wären doch auf Dauer günstiger.

00:07:01: Das haben ganz viele wissenschaftliche Studien schon festgestellt, insofern jetzt meine Frage was heißt das denn günstigermachen?

00:07:07: Wie wollen sie das denn schaffen?

00:07:08: mit Gaskraftwerken wird man ja eine Energiewende auf Dauern nicht günstigen machen oder?

00:07:13: Das System ist nicht ohne Moleküle zu denken.

00:07:16: also das ist es eine so langfristig eben dann auch grüner Wasserstoff und das andere ist dass die Zeitschiene schon nicht ganz irrelevant ist.

00:07:24: aber auch wenn bei ihnen vielleicht an die Die Euro-Beträge dahinter nicht so relevant sind.

00:07:31: Die müssen ja alle auch entsprechend umgelegt werden, die müssen ja auch irgendwo finanziert werden.

00:07:36: und deswegen gibt es ja auch, sie kennen vielleicht auch die Studie von ENBB, die sagt wenn wir entsprechend hier zu mehr Realismus kommen können wir bis bis zu siebenhundert Milliarden Euro an Kosten einsparen und effizienter entsprechend ausgestalten.

00:07:54: Und das ist ja nicht ganz unlogisch, wenn ich bis dato oder bis vor kurzem die Frage gar nicht beantwortet habe ob die Netze denn überhaupt da sind um PV-Sturm abzutransportieren?

00:08:05: Und ob es in jedem Fall Sinn ergibt, in die Mittagsspitze noch mehr PV- Sturm entsprechend reinzu produzieren ohne Speicher mitzudenken, ohne die Netzer entsprechend mitzedenken?

00:08:16: Man kann sich an schlichten Ausbauzahlen messen lassen.

00:08:19: Man muss dann schon auch schauen, dass das System in sich

00:08:23: greift.".

00:08:24: Wie wollen Sie denn jetzt grundsätzlich den Strompreis oder die Energiewende günstiger machen?

00:08:28: Jetzt haben wir schon die Gaskraftwerke angesprochen.

00:08:32: Sie wollen irgendwie über die Netzentgelte und weniger Einspeisevergütung für zukünftige Einspeiser tatsächlich das Ganze ein bisschen pegeln.

00:08:39: Was ist Ihr Geheimrezept?

00:08:40: Wie können sie die Strompreise irgendwie kappen?

00:08:43: Und wie können?

00:08:45: Ihre

00:08:45: Frage impliziert ja schon, dass wir hohe Strompreise haben und die kommen ja auch nicht von ungefähr.

00:08:51: Das liegt schon auch am hohen Zubau der Neuerbahn und auch daran das wir jetzt zwei Systeme brauchen.

00:08:57: Wir brauchen ja auch das Backup-System.

00:08:59: mit PV und Wind alleine klappt es im Moment leider eben noch nicht und das ist ja Teil der Realität.

00:09:09: Davon ausgehend müssen wir jetzt eben schauen, dass wir den Zubau so organisieren.

00:09:14: Dass er dort stattfindet wo auch beispielsweise Netze zur Verfügung stellen wo der Strom gebraucht wird und nicht einfach nur sozusagen den dann erfolgenden Netzausbau als gegeben betrachten wie der Strom kurzfristig günstiger gemacht wird Das haben Sie sicher den Medien auch entsprechend entnommen.

00:09:38: Wir nehmen jetzt sehr viel Geld in die Hand, um die Stromkosten kurz und mittelfristig zu entlasten.

00:09:44: Also das heißt, sechs Komma fünf Milliarden zur Entlastung bei den Netzentgelten aus dem Bundeshaushalt werden übrigens jetzt schon siebzehn Komma zwei Milliarden für das nächste Jahr prognostiziert für die EG Umlage bezahlt.

00:09:57: Und das sind ja auch alles Realitäten.

00:09:59: und langfristig brauchen wir dann natürlich auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten, das heißt wir müssen natürlich stärker auf PPAs beispielsweise umstellen.

00:10:10: Aber auch die Europäische Union, die Kommission gibt ja vor, dann auf die sogenannten Contracts for Differences umzustellen,

00:10:19: d.h.,

00:10:19: dass dann die Erneuerbaren in einem Korridor, in einem Rahmen entsprechend finanziert werden und auch das kann zu Kosten Einspeilfekten führen – auf jeden Fall!

00:10:30: Kommen wir vielleicht mal auf, ja die privaten PV-Besitzer zu sprechen.

00:10:34: Weil das interessiert ihr glaube ich sehr viele Hörerinnen und Hörern bei unserem Podcast.

00:10:38: Ministerin Reiche will hier nicht nur das Netz entgelt für diese PV Besitzer einführen sondern auch die Einspeisevergütung streichen.

00:10:46: Wie sorgen sie denn dafür dass diese Bemühungen, dieses PV Zubau von privater Seite irgendwie voranzutreiben?

00:10:54: Dass der durch diese Maßnahmen nicht

00:10:56: abgewirkt wird?

00:10:57: Ja, ich glaube wir brauchen da einfach auch die Lust auf die eigene PV-Anlage verbunden mit dem eigenen Speicher.

00:11:03: Und wenn wir das zusammen denken dann haben wir jetzt schon Potenziale die zu je nachdem wie die Ausgestaltung aussieht fünfzig bis seventyfünf Prozent die eigene Stromversorgung gewährleisten.

00:11:18: Also aus meiner Sicht war es immer so einfach gedacht, einfach nur die Pfarranlage aufs Dach zu installieren.

00:11:24: Mit Speicher zusammengedacht haben wir da Synergien und wir haben auch jetzt schon entsprechende Rentabilitäten, die nicht nur von der Einspeisevergütung entsprechend festzumachen sind.

00:11:38: Erklären Sie nochmal ganz kurz ich hänge immer noch bei diesem Thema dort Speicher oder dort erneuerbare aufzubauen wo sie wirklich gebraucht werden.

00:11:46: da sprechen sie von Effizienz.

00:11:48: Da haben wir natürlich das Thema Strompreiszone auch in diesem Podcast schon mal thematisiert.

00:11:52: wie wollen sie das operativ umsetzen?

00:11:54: es hört sich immer so gut an dass man diesem Wildwuchs irgendwie stoppen möchte, das nicht überall Leute PV-Anlagen und Windkraftanlägen in diesem Land aufbauen.

00:12:02: Damit es sich nicht aufschaukelt als Netz.

00:12:05: Wie möchten Sie die Systemfrage dort klären?

00:12:07: Sodass es irgendwie geregelter abläuft.

00:12:10: Das würde ja mit einem Systemwechsel einhergehen oder?

00:12:12: Nicht unbedingt!

00:12:13: Wir brauchen natürlich die Anreise, dass auch tatsächlich dort eben der Zubau erfolgt wo er entsprechend noch möglich ist.

00:12:21: Dass entsprechend auch geschaut wird Wo die einzelne Winderzeugungsanlage hinkommt, also nicht nur wo der Platz dafür ist sondern auch wo entsprechend das Netz dafür da ist.

00:12:33: Das ergibt aus meiner Sicht auf jeden Fall Sinn.

00:12:36: und jetzt habe ich die Frage der Stromgeburtszonen leicht rausgehört.

00:12:42: Aus meiner Sicht ist es in einer volkswirtschaftlichen theoretischen Betachtungsweise durchaus charmant sich diese Fragen zu stellen.

00:12:52: Gleichzeitig sind natürlich größere Märkte auch an sich effizienter, also das ist auch ein Punkt den man aus meiner Sicht mit berücksichtigen muss.

00:13:01: und es ist ja auch Realität dass durch Stromgebotszonen zunächst mal die Preise überall nach oben gehen würden.

00:13:10: Und Deutschland insgesamt auch schwächer werden würde.

00:13:14: Also die Frage ob der Energieintensive aus Süddeutschland dann nach Norddeutsche die wage ich schon mal ganz stark zu bezweifeln, das heißt immer prima Motorenwerke.

00:13:28: Das wird in der Realität nicht der Fall sein.

00:13:30: Deutschland würde insgesamt schwächer werden.

00:13:33: und aus meiner Sicht der zweite Kritikpunkt, da brauchen Sie gar nichts so schauen, dass es immer eine statische Betrachtungsweise ist also der antizipierte Netzausbau Der wird bei der Staubsusquobetrachtung, bei den Stromgeburtsthonen in keiner Weise mit berücksichtigt.

00:13:54: Und schaue Sie gerne mal in andere Länder die Stromgeburtszonenteilungen durchgeführt haben.

00:14:01: Das war dann schon auch eine politische und gesellschaftliche Frage, die ich gerne unserem Land ersparen würde.

00:14:09: Das ist ja ganz spannend, dass Sie das so darstellen.

00:14:12: Was ist auch ein bisschen unser Eindruck hier aus diesen vier Jahren, die wir jetzt hier schon in Podcast machen und zur Energiewende berichten?

00:14:17: Dass die Wissenschaft sich da ziemlich einig ist, dass man das unterteilen sollte in verschiedene Stromgebotszonen.

00:14:23: Es gibt beispielsweise eine Studie der europäischen Übertragungsnetzbetreiber Die besagt, dass eine Aufteilung in fünf Zonen für Deutschland am wirtschaftlich besten sei.

00:14:33: Warum bremst die Politik das dann immer ab?

00:14:36: Also ehrlich gesagt, mir ist es jetzt nicht ganz klar geworden

00:14:40: was

00:14:41: wiederes dazu kommt.

00:14:42: Wie Sie zu diesem Schluss kommen.

00:14:43: Das eine ist dass größere Märkte an sich effizienter sind.

00:14:46: Das andere ist aus meiner Sicht die energieintensive Industrie im Süden der Republik und wie dann die Zonen aufgeteilt werden.

00:14:57: Da sagen sie jetzt fünf.

00:14:58: Andere Studien sagen drei, andere sagen zwei.

00:15:01: Andere sagen dann in fünf Jahren wären es dann am besten nur noch zwei.

00:15:06: also sie übersehen aus meiner Sicht ein bisschen auch die Trägheit von Regulierung und die Frage wann dann regulatorisch entsprechend erst wirken würde?

00:15:17: Insofern glaube ich dass es wesentlich mehr Sinn macht beim Netzausbau weiter zu beschleunigen an den Zielen hier festzuhalten und auch durch variable Netzengelte beispielsweise Effekte zu erzielen, die vermeintlich durch eine Teilung der Stromgeburtzone erzielt werden sollte.

00:15:39: Aber das ist mir schon klar!

00:15:41: Wenn ich ein volkswirtschaftliches Modell habe dann ergibt es immer Sinn weil auch geglaubt wird dass im Süden der Republik eine Windkraftanlage entsteht, weil ein oder zwei Cent mehr vergütet werden.

00:15:54: Das ist ja nicht Teil der Realität.

00:15:56: zumindest begegnet mir die Realität nicht in der Weise, dass das entscheidend ist für den Bau von Windenergieanlagen im Süden.

00:16:06: Da stellen sich ganz andere Herausforderungen.

00:16:09: aber dass das in einem perfekten Markt so wäre, da brauchen wir ja nicht diskutieren.

00:16:14: Also ich bin sehr, sehr erstaunt an dieser Stelle.

00:16:16: Weil ich wollte es eigentlich sogar ein bisschen als Witz einleiten, dass keine politische Partei in Deutschland diese Aufteilung der deutschen Strompreiszone befürwortet wäre ja eine Alleinstellungsmerkmal vielleicht für die CSU sowas zu befürworten.

00:16:29: Ich glaube wir sind uns einig das die Kupferplatte Deutschlands sozusagen der einheitliche Börsungsstrompreis Der führt doch zu Ineffizienzen im Verteilnetz, aber auch grundsätzlich über Redispatch-Maßnahmen.

00:16:40: So das Grundsätze ich glaube da ist sich die Wissenschaft wirklich einig einfach zu einer Mehrkosten führen, die tatsächlich vermieden werden könnten wenn man diese Preiszone aufteilt.

00:16:50: Ich gebe Ihnen natürlich recht dass vielleicht die süddeutschen Bundesländer das Ganze nicht so toll finden weil da die Preise vielleicht anteilig hochgehen würden.

00:16:57: Grundsätzlich insgesamt ich glaub da ist es sich die wissenschaft einig dass die preise für alle wenn man das sozusagen durch alle köpfe teilt dann doch sinkt Ist doch Fakt, oder?

00:17:06: Es

00:17:06: gibt schon auch andere Studien.

00:17:08: Also die Studien der Übertragungsnetzbetreiber aber auch die der deutschen Wirtschaft sehen das nicht so einheitlich und ich kenne es ja wenn man irgendwo in der Wissenschaft arbeitet dann meint man Die dumme Politik macht nichts was wir auch in Zickstudien rausfinden Und Mensch sind die blöd.

00:17:23: Aber ist es in der Tat so dass sich die Realität mit paar Variablen mehr oftmals abbildet Und insofern Dinge schon auch antizipiert werden, wie beispielsweise eben auch der Netzausbau, der kommt und der in fünf Jahren da ist.

00:17:39: Der in den aktuellen Studien die statisch sind nicht mitverdrucksichtigt wären?

00:17:44: nur als ein Beispiel.

00:17:45: Sie

00:17:45: haben es gerade angesprochen, der Netzausbau muss beschleunigt werden?

00:17:49: Wie wollen sie das denn machen?

00:17:50: Wie soll dieser Trassenplanung beschleunnigt werden ?

00:17:53: Wie wollen sich auch die Übertragungsnetzbetreiber hier motivieren dass den Zahn zulegen?

00:17:57: Wir machen da gute Fortschritte.

00:17:59: Das ist das eine und das andere, dass wir weitere Kosteneffizienzen natürlich beim Netzausbau gerade bei den Übertragungsnetzten heben können.

00:18:07: Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Vorrang für Freileitungen wollen und die Übertagungs-Netzbetreiber brauchen jetzt einfach auch eine gewisse Planungssicherheit um die Ressourcen aufbauen zu können.

00:18:21: Ich kann Ihnen schon versichern, dass es nicht mangelnder Wille ist beim Netzausbau nicht voranzukommen, sondern dass es auch eine Frage der Ressourcen ist.

00:18:33: Auch eine Frage von Rohstoffen ist die sich entsprechend ja auch stellt.

00:18:38: und vielleicht jetzt noch ein Schritt zurück zu ihrer Frage des Ausbaus der Neuerbahn.

00:18:43: wenn wir jetzt bei den Erneuerbaren so vorpreschen wie sich der ein oder andere das wünscht?

00:18:48: Bei aller Anstrengung und bei aller Wichtigkeit irgendwo sind auch von den Ressourcengrenzen gesetzt und deswegen gibt es auch von der Seite her Sinn, wenn man die Erneuerbarung nicht schneller zubaut als die Netzausbaugeschwindigkeit dann auch erfolgen kann.

00:19:09: Laden Sie doch gerne mal auf die Übertragenssitzbetreiber zu dem Podcast ein, die sagen mir das zumindest glaubhaft dass es da auch Engpässe gibt bei Transformatoren, auch bei Umspannwerken und viel mehr, was halt einfach benötigt wird.

00:19:25: Das eine des Zweites ist das Thema kennen Sie ja auch, dass die Netze mehr denn je zur kritischen Infrastruktur gehören also auch hier die Frage der Resilienz, der Verwundbarkeit und auch möglicher entsprechende Angriffe mitbedücksichtigt werden muss.

00:19:43: Also da gibt es einiges zu tun und in Eingland zu bringen.

00:19:49: Und ja, so ist es halt auch wieder Realität und Theorie.

00:19:54: Ich würde mir auch wünschen dass alle Netze schon gebaut werden bzw mit einem Schnitt dann da wären.

00:19:59: aber ganz so einfach ist das eben dann doch nicht.

00:20:02: Dann springen wir mal ins nächste Thema rein und zwar den Smart Mieter Ausbau.

00:20:07: Da wissen sie, Deutschland liegt irgendwie mit drei Prozent Smart-Mieter Quote weitaus hinter Ländern wie zum Beispiel Griechenland oder Italien die irgendwie mit neunzig Prozent schon relativ weit sind.

00:20:18: auch Österreich wird hier immer im Podcast genannt Ja, wir hinken da relativ weit hinterher.

00:20:24: Und ja, Herr Lenz muss uns das nicht eigentlich viel peinlicher sein als es ist?

00:20:29: Müssen wir nicht längst irgendwie einen Alternativplan entwickeln, dass wir zumindest mit dieser Smart-Meter-Gateway-Standardisierung einfach nicht weiterkommen?

00:20:37: Müsste die Politik da nicht längest irgendwie sagen ... Mensch, wir machen's jetzt komplett anders, einfach komplett anders als bisher gedacht!

00:20:43: Ja, da bin ich bei Ihnen also auch ein Skandal beziehungsweise schon fast peinlich, wie Deutschland hier dasteht.

00:20:50: Und die Frage ist, wie man es denn entsprechend macht?

00:20:53: Jetzt sind glaube ich die Ziele zwar wieder nach oben geschaut worden aber bei den Zielen waren wir vorher schon.

00:21:00: wenn die Zielen nicht mit Leben erfüllt werden dann helfen uns die schönsten Ziele nicht wenn entsprechend Jahreszahlen immer angepasst werden.

00:21:09: Aus meiner Sicht sollte man es so machen dass man gewisse Mindestanforderungen stellt für die Smart Mieter.

00:21:15: Jetzt ist die andere Frage, die man auch mal zurecht diskutieren könnte.

00:21:19: Was können denn dieses Math-Mieter in Griechenland oder Italien?

00:21:21: Aber die Frage will ich jetzt gar nicht im Detail beantworten.

00:21:25: aus meiner Sicht sollte der Regelsetzer hier Standards vorgeben und dann auch dem Markt überlassen das entsprechend hier agiert werden kann Und Ich glaube dass eine hohe Akzeptanz da ist.

00:21:41: Da wäre wenn du als ne Kunde merkt Das bringt ihm was Und ich muss jetzt leider wieder mal per Ritur bemühen, wenn wir dann achtzig Prozent der Leute mit Smart-Meter ausstatten.

00:21:53: Weil die das wollen und weil die merken, dass bringt was und dann nicht unbedingt der vorgeschriebene Zähler oder Smart-mieter vom Netzbetreiber installiert werden muss sondern auch sämtliche Technologien verwendet werden können.

00:22:08: Dann glaube ich würden wir schnell Schritte vorankommen.

00:22:11: Und wenn dann jemand sagt, ich will aber keinen.

00:22:13: Dann wäre es mir bei den letzten fünf Prozent sozusagen auch egal.

00:22:17: Aber wirklich einfach mal ins Machen kommen Das ist aus meiner Sicht das Gebot der Stunde und da schaltet Deutschland auch immer so Aus meiner Sicht ein bisschen an der vermeintlichen hundertprozent perfekten Lösung die man dann irgendwo sich erdenkt Die aber nicht in die Umsetzung kommt.

00:22:31: Jetzt sind wir aber nicht bei Hundertprozent auch nicht bei Achtzig auch nicht Bei Fünfzig brauchen wir die Smart Meter Pflicht?

00:22:37: Ich glaube Wir sollten wirklich erst Mal schauen dass würden, dass also das Kriterien definiert werden und dann ermöglichen bevor wir mit der Pflichtkeule kommen.

00:22:48: Weil ich kann Ihnen aus einigen Bürgeranfragen schon auch berichten, dass die Akzeptanz für Politik nicht unbedingt steigt wenn dann Smart-Meterpflichten eingeführt werden würden.

00:23:00: Das ist das eine und das andere ist glaube ich auch, dass wir noch mehr aufklären müssen dass Smart-Meter in der Masse dann schon auch was bringen können, aber nicht nur eine Masse sondern auch für einen Einzelnen.

00:23:12: Und ich will jetzt gar keine Dinge nennen die da immer genannt werden bei der Seite die da große Befürchtungen auch hängen und deswegen denke ich bei einer Pflicht würde auch großes Verhetzungspotenzial bestehen.

00:23:30: Ich sage es mal so

00:23:31: Sie haben vorhin schon angegeben, die Bundesregierung will die Stromkosten über die Netzendgelte senken.

00:23:35: Sie haben da glaube ich von sechs oder sechs Komma fünf Milliarden gesprochen also schon eine ganze Menge.

00:23:40: Können sie mal kurz gezieren wie viel davon bei den privaten Haushalten ankommen wird?

00:23:44: Wie hoch wird der Anteil sein und wie viel dann bei der Industrie?

00:23:47: auch vorher?

00:23:49: Ja nicht vorher das ist schon eine gleichmäßige Verteilung sozusagen, die alle Netznutzer entsprechend betrifft.

00:23:58: jetzt es so dass wir darauf achten werden und müssen, dass die Versorger letzten Endes auch die entsprechenden Entlastungen weitergeben.

00:24:10: Das werden pro Kilowattstunde circa zwei Cent sein wenn ich das jetzt richtig überschlage.

00:24:17: Gute zwei Cent!

00:24:18: Und dann kann man sich sehr ausrechnen was es an der Stromrechnung ausmacht, je mehr der Strom verbraucht wird desto mehr.

00:24:24: Das kann bis zu, würde ich mal sagen, hundert Euro gehen bei einer wirklich großen Familie Und das wird auch entsprechend dann ankommen, an Entlastung.

00:24:35: Das ist notwendig aber es kommt natürlich auch bei der Industrie beim produzierenden Gewerbe an und das ist auch notwendig wenn man sich einfach die Lage anschaut wie diese Unternehmen sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen.

00:24:51: Deswegen ist es richtig dass hier entsprechend entlastet wird.

00:24:55: Ja, dann kommen wir mal zu unserem Lieblingsthema den Batteriespeichern.

00:24:59: Da wird es besonderer Wert her jetzt vom Wirtschaftsministerium und der Ministerin auf die Versorgungssicherheit gelegt – das ist natürlich auch logisch und sinnvoll!

00:25:08: Aber was wir uns nicht erklären können, ist ehrlich gesagt dass Großbatterien im Bericht der Bundesnetzagentur, der kürzlich rauskam, sogar keine Rolle spielen und nahezu gar nicht vorkommen in dieser Modellierung.

00:25:19: Können Sie uns da vielleicht irgendwie Abhilfe leisten?

00:25:21: Wie können sie sich das

00:25:22: erklären?!

00:25:23: Ich habe den Bericht auch durchgelesen und die Bundesnetzagentur ist natürlich unabhängig, das ist es eine.

00:25:30: Das Zweite ist, die Batteriespeicher werden schon erwähnt aber sie haben recht bei der Modellierung spielen Sie jetzt nicht die entscheidende Rolle.

00:25:39: Es ist aus meiner Sicht schon folgerichtig dass die Großspeicher eher stunden tageweise zur Versorgungssicherheit beitragen und jetzt nicht die Dunkelflaute überwinden oder entsprechend hier das Mittel der Wahl sein werden.

00:25:57: Aber trotzdem sind Speicher, sind Großspeicher aber auch mittlere kleinere Speicher eben gerade wenn ich die Lasten im Tag in die Nacht verschieben kann systemisch sehr sinnvoll Und das wird auch betont soweit Ich weiß im Bericht.

00:26:14: daneben werden natürlich auch wie sie wissen sämtliche Flexibilitäten betont und auch die Wichtigkeit betont.

00:26:22: Und letzten Endes sind die Speicher auch Formen von Flexibilitäten.

00:26:26: Na ja, dazu muss man sagen also in diesem Bericht ist das eher eine Fußnote.

00:26:30: Die Rolle von Großspeichern Sie haben es gerade gesagt eigentlich könnten sie richtig tolle Rolle spielen um grade diese Lasten dann zu verschieben in die Abendzeiten wenn wir viel brauchen.

00:26:39: Das spielt mehr oder weniger in der Modellierung nahezu keine Rolle was schon ein bisschen merkwürdig ist weil auf der anderen Seite sehen wir jetzt seit ein paar Monaten einen regelrechten Großspeicher boom Was die Anfragen bei den übertragungsnetzbetreibern und allgemeinen Netzbetreibern angeht.

00:26:53: Also da haben wir auf der einen seite eine große Investitionslos die aber, wenn man jetzt so die Bundesnetzagentur sieht, dann irgendwie scheinbar gar nicht abgeschöpft werden soll.

00:27:02: Die Herausforderung bei der Versorgungssicherheit ist ja wie Sie wissen auch die Dunkelflaute entsprechend zu überbrücken und da geht es schon um gesicherte Leistungen, die eben auch über mehrere Wochen im Zweifel zur Verfügung steht.

00:27:17: Aber das Schmähler, der nicht die Bedeutung von Speichern irgendwo Anti-Speicher oder Antibatterien eingestellt gesehen.

00:27:33: Aber wie gesagt, es ist schon wichtig die Bedeutung der Speicher auch entsprechend zu betonen und der Boom ist da den sehen wir Auch.

00:27:43: die Skaneffekte sind wir bei den Speichern Und da werden wir ja systemisch gesehen wiederum nicht gut beraten wenn wir diesen Boom aber auch diese Skaneeffekte und die Bereitschaft nicht auch nutzen würden.

00:27:56: Also

00:27:56: ich finde, wir sind auch nicht gut beratend darin dass diese Übertragungsnetzbetreiber jetzt die Projektanträge irgendwie bis zwanzig neunundzwanzig oder so vertagen.

00:28:04: Insofern alle sprechen über Speicher.

00:28:06: es gibt ganz viele Leute, die wirklich gerne in die Netze investieren wollen beziehungsweise die Großspeicher.

00:28:12: Wir sind alle davon überzeugt, wir haben hier mehrfach gehört das die GroßSpeicher potenziell nicht nur den Preis dämpfen, nicht das EEG nur abdämpfen klimafreundlich sind.

00:28:22: deswegen frage ich mich die ganze Zeit ob man dieser Anschlussbegehren vielleicht über die Bundesnetzagentur laufen lassen könnte anstelle der Netzbetreiber, die ja irgendwie gefühlt nicht so wirklich pro Großspeicher sind.

00:28:35: Aber vielleicht haben Sie da andere Eindrücke?

00:28:38: Also ob es besser wird wenn man in der Bundesnetzagentur noch mehr Aufgaben überträgt das Salzmeiter hingestellt.

00:28:43: Es gibt ja klare Vorgaben auch für die Übertragungssetzbetreber und insofern braucht's aus meiner Sicht Transparenz.

00:28:52: Die Zahl zwanzig neunundzwanzig kenne ich jetzt nicht dass vertagen würde.

00:28:56: Aber es ist immer Momente und sie haben ja den Boom zurecht angesprochen, dass die Netzbetreiber schon auch wenn man das so wörtlich beschreiben will überrannt werden mit Netzanschlussbegehren und da einfach von den Büchern her zumindest in diesem Jahr schon voll sind.

00:29:15: aber ich habe jetzt neulich erst mit fünfzig Hertz gesprochen.

00:29:19: die werden nächstes Jahr beispielsweise schon wieder entsprechend Anschüsse verteilen und das ist auch entsprechend sinnvoll, wenn man sich des Gesamtnetz anschaut.

00:29:31: Jetzt wissen Sie da vielleicht mehr als ich aber der Eindruck entsteht auch beim einen oder anderen dass jetzt nicht jeder Antrag auf Netzanschluss auch tatsächlich umgesetzt werden wird und insofern geht es da entsprechend abzuwägen Aber die Synergien und die Vorteile bei den Großspeichern entsprechend auch zu nutzen auf jeden Fall.

00:29:53: Sie haben vollkommen recht.

00:29:54: Es gibt natürlich gerade in dieser Flut jetzt ein Anträgen durchaus auch schwarze Schafe, welche dieses nicht ganz seriös meinen oder auch die Netzdienlichkeit durchaus hinterfragbar ist.

00:30:04: Nichtsdestotrotz gibt es auch sehr viele positive Projekte und da wäre es eben wichtig dass man da schneller vorangeht.

00:30:09: Patrick hat's grade gesagt und ich kann Ihnen das gerne noch mal sagen was unsere Informationen sind nämlich der Verteilnetzbetreiber Westnetz und auch Fünfzig Hertz Übertragungsnetz Betreiber.

00:30:18: Die haben bekannt gegeben, dass sie bis zwanzig dreißig sogar, das sind unsere Informationen keine Weile die späteren Netzanschlüsse zulassen.

00:30:25: Da wird eine Tür geschlossen, obwohl da so ein großer Boom ist und es kann natürlich auch gut sein.

00:30:31: Wir hören das ja von anderen Übertragungsnetzbetreibern Teilweise Fachkräfte fehlen.

00:30:36: Wenn wir das noch ein bisschen weiterspinnen, dann betrifft es nicht nur die Großspeicher, die nicht ans Netz kommen und da wichtig wären sondern das betrifgt ja sogar vielleicht irgendwann die Mobilität.

00:30:45: Wir sehen gerade dass jetzt batterielektrische Lkw immer weiter auf die Straße kommen Und da sind sich eigentlich auch die meisten mittlerweile einig, dass das wahrscheinlich so in der Breite dann kommen wird im Lkw-Bereich.

00:30:57: Und die brauchen natürlich Schnelllader, da gibt's jetzt diesen neuen Standard Megawattcharding.

00:31:01: Liebes Publikum haben wir auch schon häufig berichtet darüber und da ist es natürlich wichtig dass diese Megawattscharter wenn sie an Rasthöfen oder sowas dann stehen das die gepuffert werden von Großspeichern.

00:31:12: so Wenn ihr jetzt verteilen jetzt eben sagt ja ne also wir machen erst mal die Tür zu hier für neue Anträge für die nächsten Jahre nicht Wochen oder Monate sondern Jahre Dann wird das natürlich auch nicht passieren.

00:31:23: Das ist ja klar

00:31:24: Absolut.

00:31:25: Und Sie haben es ja richtig gesagt, gleichzeitig haben wir noch die Wünsche der Rechenzentren und anderer größerer Abnehmer und deswegen muss man glaube ich schon mal anschauen was liegt auf dem Tisch?

00:31:38: Was gibt in welcher Reihenfolge Sinn?

00:31:42: da muss Politik aus meiner Sicht dann auch unter Umständen Ordnen sozusagen eingreifen weil irgendwann werden wir mit der Flumpenreihenfolge wann die Netzanschlussbegehren eingegangen sind, irgendwann nicht mehr nach weiterkommen.

00:32:00: Aber sie haben natürlich recht es sollte so passieren dass es systemisch den größten Nutzen bringt und auch möglichst wie lange der dann gesellschaftlich priorisierten Vorhaben und Dinge berücksichtigt werden.

00:32:13: das sind da nicht unbedingt die Abitraschspeicher aber es ist natürlich so dass jeder Speicher eine Berechtigung hat.

00:32:21: aber bei

00:32:27: Dann reden wir jetzt an dieser Stelle doch mal über die neuen Gaskraftwerke, die von Frau Ministerin Reiche angekündigt wurden.

00:32:32: Sie können sich vorstellen bei unserem Publikum... Ja, bringt man das immer in Zusammenhang mit den Großspeichern über die wir gerade gesprochen haben.

00:32:40: Da ist immer die Frage was wäre sozusagen besser am Netz?

00:32:44: Diese Großspeicher auch müssen natürlich gebaut werden genau wie die Gaskraftwerke ob dir sozusagen einander vielleicht obsolet machen.

00:32:51: Sie haben diesen schnellen Zubau von Gaskraftwerk jetzt angekündigt von flexiblen Gaskraft Werken.

00:32:56: ganz grob erstmal für Was werden die denn eigentlich genutzt werden und welche Kapazitäten werden da genau geplant?

00:33:03: Wir brauchen Versorgungssicherheit zu jeder Tages- und Nachtzeit.

00:33:07: Und da ist es so, dass wir immer noch Phasen der Dunkelflaute haben.

00:33:13: Wir haben Phase wo Wind und Sonne wie Sie wissen nicht zur Verfügung stehen.

00:33:19: die Phasens werden kürzer.

00:33:21: aber trotzdem wenn ich mir anschaue wie lange PV Anlagen laufen und Windanlagen laufen dann sind die Zeiten schon auch signifikant trotz Speicher.

00:33:31: Und in den Zeiten braucht man gesicherte Leistung.

00:33:35: und da sagt der Bericht, der Bundesheitsagentur vor, ich glaube Anfang September dass die Mengen durchaus erheblich sind.

00:33:45: Der Bericht spricht von zwischen zwei zwanzigundsechsunddreißig Gigawatt, die da an Kapazitäten gebraucht werden damit diese Kapazität tatsächlich an den Markt kommen.

00:33:55: Braucht man jetzt eben die Ausschreibungen für die entsprechenden Kraftwerke?

00:33:59: die zunächst natürlich mit Gas betrieben werden, die dann aber perspektivisch mit Wasserstoffbetrieben werden sollen.

00:34:06: Und die Frage ist aus meiner Sicht gar nicht Batteriespeicher oder Gaskraftwerk.

00:34:12: Wenn man sich die letzten vier Jahre bei der Ampel anschaut, dann ist die Frage eher Gaskkraftwerke oder Kohlekraftwerk?

00:34:17: Das ist ja Teil der Realität wenn man anschaut wie die Versorgungssicherheit jetzt die letzten Jahre generiert wurde.

00:34:24: und insofern geht es jetzt eben Erst das Forschung aufzuschreiben und dann ist angedacht, dass in einem technologieoffenen Kapazitätsmarkt sämtliche Möglichkeiten gesicherte Leistungen entsprechend auch an den Markt zu bringen.

00:34:39: In einem marklichen Umfeld zum Zug kommen sollen.

00:34:42: An der Stelle vielleicht noch mal mein Wunsch wäre gewesen, dass man diese zukünftigen Großspeicher die Batterien genauso pusht wie eben die Gaskraftwerke.

00:34:51: Die durch die ganzen Medien getragen sozusagen der Ministerin Reiche immer nachgesagt werden.

00:34:56: Man nimmt so wahr das die Regierung eher Gaskkraftwerke will als jetzt viele große Speicher ans Netz lassen.

00:35:02: insofern ich habe jetzt wahrgenommen sie möchten beides aber man nimmt es immer so war dass man eher Gaskraftwerken jetzt pushen wir als jetzt Großspeichern.

00:35:09: leider

00:35:09: Ich kann Sie schon verstehen, die mediale Wirkung mag durchaus so sein.

00:35:14: Aber aus meiner Sicht ist der Punkt der, dass man so wenig Gaskraftwerke wie möglich zu bauen sollte aber auch nicht weniger.

00:35:22: und Wie gesagt?

00:35:23: Der Punkt ist einfach die Frage der Versorgungssicherheit.

00:35:26: da sind Gaskraftwerte schwarz statt fähig und sehr flexibel im Vergleich zu Kohlekraftwerken beispielsweise Und deswegen wird es ganz ohne einfach nicht gehen Und da geht es jetzt nicht drum, irgendwelche Wünsche zu erfüllen.

00:35:41: Da geht's einfach darum das Ziel der Versorgungssicherheit entsprechend zu gewährleisten und dafür oder dazu können unter und müssen unterschiedliche Technologien beitragen.

00:35:52: aber das brauche ich Ihnen ja nichts sagen jetzt zu glauben man könnte nur irgendwie durch ein Netzausbau des Problems lösen Das wird so auch nicht funktionieren.

00:36:03: Jetzt müssen Sie aber noch mal dazusagen, wenn sie sagen die werden doch Hartzwei ready also irgendwann mal mit Wasserstoff ans Netz gehen.

00:36:10: Dann ist es doch genau das was Ihre Vorgängerregierung mit Habeck eigentlich geplant hat oder?

00:36:15: Nein eben nicht!

00:36:17: Also da gibt's auch unterschiedliche Schienen bei der Genehmigung in Brüssel.

00:36:22: Das eine ist die Schiene der Versorgungssicherheit und das andere ist die die Schien von den Innovationsausschreibungen.

00:36:31: den sogenannten Teil der Realität war, dass beim Konzept der Ampel die ja glaube ich vier Jahre brauchte um so ein Konzept zu entwickeln bei den Innovationsausschreibungen Kriterien festgelegt wurden wo uns jeder potenzielle Betreiber sagte.

00:36:47: wenn das so kommt, dann bauen wir eben nicht und wir wollen dass die Versorgungssicherheit durch neue Kraftwerke gewährleistet wird.

00:36:55: Die dann natürlich perspektivisch mit Wasserstoff betrieben werden.

00:36:59: aber zunächst einmal sollen sie überhaupt betrieben werde und müssen Sie überhaupt betrieben werden?

00:37:03: Und das ist vielleicht der feine Unterschied.

00:37:04: jetzt argumentieren Sie natürlich auch Zurecht mit der Versorgungssicherheit hier in diesem Bereich, mit den Gaskraftwerken.

00:37:11: Aber steht das dann nicht im krassen Widerspruch zu?

00:37:14: ich will die Energiewende günstiger machen?

00:37:15: Wie wollen sie das denn erreichen mit den ganzen Gaskraftwerken, die bauen und dann perspektivisch auch noch grüner Wasserstoff wo mittlerweile sehr viele Experten sagen Das wird sehr teuer.

00:37:27: Es ist ja auch immer eine Frage der Alternativen.

00:37:29: und wenn man die Kernkraftwerke ausschaltet, wenn man aus der Kohle aussteigen will dann braucht es eben andere Quellen von gesicherter Leistung.

00:37:38: Und da kommen eben dann die flexiblen Gastkraftwerken ins Spiel, die aus meiner Sicht so hoch vergütet werden müssen wie nötig aber eben nicht höher.

00:37:51: Da hat man natürlich eine Verantwortung auch gegenüber dem Steuerzahler oder dem Stromverbraucher und die werden wir auch entsprechend wahrnehmen.

00:38:00: Wir wollen da keine Übergewinne irgendwo finanzieren, das habe ich vorher eigentlich herausgehört dass wir zwar Großbatteriespeicher brauchen, Flexibilitäten brauchen aber das ist wahrscheinlich auch wenn ich mir die Modellierung anschaue von der Bundesnetzagentur allein damit eben auch nicht reicht.

00:38:20: Und nur durch Kernkraftstrom von Frankreich die Versorgungssicherheit gewährleisten zu wollen, was ja eh schon gemacht wird, das glaube ich ist im Sinne der Versorgungssicherheit auch nicht ausreichend und deswegen wie gesagt so wenig wie möglich oder nötig aber eben auch noch weniger.

00:38:39: Aber

00:38:39: können Sie in dem Zusammenhang nochmal bitte den Kapazitätsmarkt, der so geplant ist darstellen und erklären?

00:38:45: Ja, es wird eben in einem so ist das angedacht.

00:38:47: In einem ersten Schritt jetzt Ausschreibungen geben für neue Kraftwerkskapazitäten und dann im zweiten Schritt da wird immer noch eine Lücke sein wenn ich den Versorgungssicherheitsbericht der Bundesnetzagentur mir vergegenwärtige.

00:39:03: Im zweiten Schritt wird ein magliches Umfeld geschaffen werden wo unterschiedliche Optionen die Bereitstellung gesicherter Leistung dann gegeneinander wettbewerblich konkurrieren im Sinne der Preiseffizienz.

00:39:17: Da kommen dann Flexibilitäten, da kommen dann Batteriespeicher, da kommt dann KWK-Anlagen, Biogasanlagen, Wasserkraft und vieles andere in Frage Und durch diese zwei Säulen wird dann die Versorgungssicherheit entsprechend gewährleistet.

00:39:35: Das mit der Versorgungssicherheit, das kann ich sehr gut verstehen.

00:39:37: Diese Gaskraftwerke braucht man wahrscheinlich wenn man den Kohleausstieg so realisieren möchte wie das so vorgesehen ist verstehe ich auch mit Frankreich Abhängigkeit holen.

00:39:46: mein Problem ist nur dass wir uns damit wieder abhängig machen vom Gas.

00:39:50: das kommt jetzt irgendwo aus amerikanischen Fracking vorkommen.

00:39:54: Wir haben tatsächlich dann mit der Married Order wieder einen höheren Strompreis, den wir ja irgendwie auch dann sehen werden wahrscheinlich in den Zeiten.

00:40:04: Ich würde jetzt mal so grundsätzlich diesen Vorhaben gar nicht sagen dass ich sie ablehne.

00:40:08: aber so grundsetzig wenn man das insgesamt sieht dieser Plan von Frau Reiche ist es nicht unbedingt der große Aufbruch in ein neues Zeitalter der Energiewende wo alles elektrisch wird sondern es ist eher eine Konsolidierung wo man sagt naja Gucken wir mal, was irgendwie morgen ist.

00:40:24: Das ist auf jeden Fall nicht so mutig aus meiner Sicht.

00:40:26: Keine Brave New World meinen Sie?

00:40:29: Ja also wie gesagt Utopien haben ja auch Schwächen in sich manchmal und Wunschvorstellungen.

00:40:38: Und bei der Versorgungssicherheit sollte man sich nicht nur auf Wunschvorstellungen verlassen, aus meiner Sicht.

00:40:44: Und das zweite ist ja natürlich sind wir abhängig.

00:40:47: aber Teil der Realität ist doch dass wenn wir den Premierenergieverbrauch anschauen, dass wir noch eine zutiefst fossile Gesellschaft sind und da geht es dann eben bei den entsprechenden Quellen weiter zu diversifizieren.

00:41:01: Das wird auch gemacht dadurch, dass man des Gas aus unterschiedlichen Herkunftsländern zunächst importiert.

00:41:10: Das ist das eine und das zweite ist, wir brauchen aus meiner Sicht natürlich schon auch Technologieoffenheit was Technologien wie CCS betrifft.

00:41:18: Was Technologin wie CCU also die Speicherung und die Nutzung von Kohlendioxid entsprechend betrifgt Ob das dann rentabel ist oder ob da der grüne Wasserstoff rentabler ist, das ist eine andere Frage.

00:41:35: Aber Diversifizierung Versorgungssicherheit heißt aus meiner Sicht auch immer und und und nicht immer entweder oder.

00:41:43: Und ich glaube wenn man in die Richtung denkt oder wenn wir in diese Richtung denken können wir am ersten auch den Grad der Versorgungssicherheit und darum geht es ja eigentlich dem Grad der Resilienz entsprechend erhöhen.

00:41:57: Ja, Herr Lenz.

00:41:58: Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Ihre Einschätzung!

00:42:01: Liebes Publikum vielen Dank auch fürs Zuhören und Zuschauen.

00:42:03: wir sind am nächsten Sonntag wieder für Sie da schalten sie dann ein und empfehlen uns auch gerne weiter.

00:42:07: machen sich's gut bis dahin tschüss!

00:42:11: Wir freuen uns dass ihr zugehört habt und noch mehr freuen würden Patrick und ich uns darüber.

00:42:16: wenn ihr diesen Podcast bewertet der gibt es meist so eine fünf Sterne Funktion.

00:42:21: das ist für uns immer ganz toll wenn wir wissen was wir in Zukunft besser machen können.

00:42:26: Wenn nicht schon passiert, dann abonniert doch gerne den Geladen-Podcast und empfieh' uns auch gerne weiter.

00:42:32: Bedanken wollen wir uns bei all unseren Gesprächsgästen speziell unseren Partnerinstituten und natürlich allen die hinter den Kulissen sonst noch so mitwerken!

00:42:56: dem Center for Electrochemical Energy Storage Ulm und Karlsruhe, eine Forschungsplattform des Karls-Rohre Instituts für Technologie und der Universität Ulm.

00:43:08: Außerdem unterstützen diesen Podcast das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg.

Kommentare (13)

Mandelbrot

Der Oberknaller ist, dass er am Ende für die Gaskraftwerke aufgrund der Modellierung des Bundesneztagentur argumentiert - obwohl er gerade vorher hatte eingestehen müssen, dass darin ein Speicherzubau gar nicht berücksichtigt wird. Fühlt sich alles an wie: Klar, wir haben die Leute vor der Wahl angelogen, aber jetzt müssen wir das auch durchziehen, sonst wären wir ja total unglaubwürdig.. Vollkatastrophe... und dann dieses ganze ihr Utopisten mit eurer Wissenschaft, nachdem er da mit Luftsudien um sich geworfen hat. Aber nee, ist klar, alles brave new world, und da isser dann auch noch stolz drauf - Orwell hat ja wohl eher vor Typen wie ihm gewarnt. Echt ne Frechheit.

Frank Lettwitz

Alle Folgen habe ich gehört und war hier total irritiert. Dieses Gebashe gegen die Ampel war völlig daneben. Fakten fragwürdig.. Ich unterstütze die bereits gestellte Forderung nach einem Faktencheck. Das war die an schwersten erträgliche Folge. Respekt, wir ihr das durchgezogen habt. Man konnte es im wahrsten Sinne hören, dass es euch schwer fiel.

Klaus

Das war die erste Folge, und ich habe jede einzelne Seite bestehendes Podcasts gehört, bei der ich nach 2 Minuten dachte, ich schalte ab. Jetzt hab ich Angst vor der Politik. Ich würde gerne mal einen professionellen Faktencheck sehren. Möglicherweise gibt es ja doch ein paar Aussagen, bei dem ich dem Gast Recht geben würde.

BuzzT

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Hut ab, dass ihr bei dem Gefasel so ruhig geblieben seid. Interessant wäre noch eine Betrachtung der Biogas Nutzung und der kompletten Verlagerung dieser in die Dunkelflauten, wenn ansonsten die Erneuerbaren plus Speicher weit genug ausgebaut wären. Wie viele der geplanten neuen Gaskraftwerke bräuchte es dann überhaupt noch…

Sven

Ich habe selten so einen Puls gehabt bei einem Podcast. Wie könnt ihr bei solchen Aussagen ruhig bleiben? Hut ab.

Bbx

Ich habe nach wenigen Minuten das Geschwurbel von Herr DOKTOR Lenz nicht ertragen können. Wenn ich hier die Kommentare lese, sollte ich zur mentalen Gesundheitsvorsorge dabei bleiben und mir den Rest weiterhin ersparen. DANKE an Daniel und Patrick für eure Ausdauer und Leidensfähigkeit — obwohl ich befürchte diese waren umsonst und vergebens :-(

Wolfram

War mal wieder eine sehr gute Episode. Wie oft habt ihr euch auf die Zunge gebissen. Hochachtung vor eurer stoischen Ruhe. Ich hätte an der ein oder anderen Stelle die Beherrschung verloren. Ab nächsten Jahr bin ich berechtigt einen Smartmeter zu bekommen. Mal sehen wir lange das dauert. Idee: Warum wird eigentlich nicht jedes Jahr die Stromverbrauchsschwelle gesenkt ab der ein Smartmeter installiert wird? Also z.B. 6000 kWh dieses Jahr, 5500 kWh nächstes Jahr, usw. Das wäre doch mal ein Vorschlag für die Regierung. Weiter so!

TOMderKATZE

Gut gemacht von den Herren Rosen und Messling. Mah hätte es auch, was durchaus berechtigt gewesen wäre, eskalieren lassen können, aber dann hätte sich der gute Herr Lenz wohl zurückgezogen. Da haben wir sie wieder. Die "alternativen Fakten" - früher hießen die mal Unwahrheiten oder gebrauchte man das Wort "Lüge"? Ich kann mich da kaum mehr erinnern. Wenn man fair bleiben will, ein bisschen recht hatte er dann doch. Aber nur bei dem Thema: Es gibt für die Übertragungsnetzbetreiber zu wenig Kapazitäten bei Baufirmen und Trafoherstellern. Alles andere war relativ frei interpretiert bzw. den politischen Opportunitäten unterworfen. So wird das nichts mit der Energiewende. Am meisten hat es mich geärgert, dass man die Schaffung von mehr Strompreiszonen verhindert. Diese Maßnahme würde, im Verhältnis wenig kosten, extrem viel bringen und vor allem dafür sorgen, dass mehr Strom dort erzeugt wird, wo er gebraucht wird. Aber ein CSU-Mann kann da nicht dafür sein, denn dann könnte es sein, dass er hier im Süden erst einmal teurer wird - bis der Markt es richtet und einfach mehr Windräder und PV-Anlagen gebaut werden.

Hörer

Was habt ihr den da für einen Ideologen eingeladen? Der ist immer noch im Wahlkampf und hat, wie die aktuelle Regierung, die Dramatik der ganzen Situation noch gar nicht kapiert und will auch gar nicht wahrhaben, warum wir die aktuellen Probleme bei den EEs und dem Netzausbau haben. Spoiler. Es liegt nur wenig an der Ampel. Die Folge konnte ich mir gar nicht bis zum Ende anhören

Rainer Ludwig

danke. Das war eine entlarvende Episode und Ihr habt schön rausgestellt, was wir von der amtierenden Regierung alles nicht erwarten können. Bitte macht das in Zukunft nicht zu oft - dieses geplante Regierungsversagen mit Vorsatz und Ansage deutlich ausformuliert präsentiert zu bekommen, kann nur zu schlechter Laune führen. Weiter so.

RaSk

Zugegeben sehr reduziert, aber mir drängt sich durch die Ausführungen von Dr. Lenz auf, daß die Strategie der neuen Koalition zum einen ist, ein Aufgabe künstlich kleiner zu machen, an der ich in der öffentlichen Wahrnehmung vermeintlich sowieso scheitern werde: - Reduzierung Strombedarfsprognose verkleinert die Herausforderungen. Zum anderen wird (wieder mal) insbesondere den Bedürfnissen der Industrie gefolgt: - Anschlussbegehren für Batteriegroßspeicher stellt für die Netzbetreiber kein Geschäftsmodell dar (Befreiung Netzentgelte), also "bis 2030 mal abwarten". Und das bei den drängenden Problemen bzgl. Redispatchkosten, Netzüberlastung, etc.. - neue Gaskraftwerke in einer Größenordnung, die sich eher an Abnahmegarantien für US-Flüssiggas orientiert und somit die Energieversorger vor einer Ablösung durch Erneuerbare schützt. Ich vermisse das Commitment, die notwendigen disruptiven Veränderungen mutig und vorausschauend anzugehen. Wie gesagt, sehr reduziert, aber ist nunmal mein Eindruck.

Andreas Schroeder

Ich wünsche mir händeringend einen Faktencheck zu den Aussagen von Dr. Lenz!

Don Elektro

Zusammengefasst: "Trust me bro" "Technologieoffenheit" "Es gibt auch andere (Industrie -)Studien" Mal ehrlich, das war armselig was der da aufgetischt hat. Ich verstehe nicht wie man nicht Mal anerkennen kann, dass es berechtigte Kritik geben kann und man das zumindest "mitnimmt". Stattdessen haben unabhängige Wissenschaftler keine Ahnung von der realen Welt, während die Lobbystudien nicht hinterfragt werden. Konkret muss man ja auch nicht werden weil der Markt regelt ja. Und den Strompreiszonen... das ist pure Desinformation nach dem Fossillobby playbook.

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