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Altbatterien: Von MÜLL zu GOLD? 🔋💰 Akku-Startup reich durch Batterie-Recycling? Dr. Lilian Schwich (Cylib)

Shownotes

Unser heutiger Gast ist Dr. Lilian Schwich, Mitbegründerin des Batterierecycling-Startups "Cylib". Zu Beginn erklärt Lilian die grundlegenden Unterschiede zwischen pyrometallurgischen und hydrometallurgischen Recyclingprozessen: Während pyrometallurgische Verfahren auf hohe Temperaturen (>1.000°C) und Hochofenprozesse setzen, nutzt die Hydrometallurgie nasschemische Schritte zur selektiven Rückgewinnung der wertvoller Batteriemetalle. Beide Prozesse werden heute oft in Kombination eingesetzt, um Altbatterien effektiv und kostengünstig zu rezyklieren.

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Lilian betont, dass trotz des Hochlaufs der Elektromobilität in Europa noch viel zu wenige Altbatterien in die Recyclingkreisläufe zurückgeführt werden. Das liegt unter anderem daran, dass (1) moderne E-Auto-Batterien deutlich länger halten als früher prognostiziert, wodurch das potenzielle Recyclingvolumen zunächst noch begrenzt bleibt. (2) Gleichzeitig wurden die Pläne für zahlreiche europäische Batterie-Gigafabriken verworfen, sodass weniger Ausschusszellen für die Batterierecycler zur Verfügung stehen.

Zur Wirtschaftlichkeit des Batterierecyclings: Für Batterierecycler sind vor allem die NMC-Batterien attraktiv, weil die darin enthaltenen Metalle wie Nickel, Kobalt und Kupfer wertvoll genug sind, um die Prozesse insg. zu refinanzieren – hier die aktuellen Weltmarktpreise dieser Metalle:

  • Nickel: 17.500 USD pro Tonne
  • Kobalt: 56.000 USD pro Tonne
  • Lithium: 23.000 USD pro Tonne
  • Kupfer: 13.000 USD pro Tonne

LFP-Batterien hingegen lassen sich zwar technisch ebenfalls recyceln, der Prozess ist aber wirtschaftlich unrentabel, da die enthaltenen Rohstoffe schlichtweg zu billig sind.

Mit seinem „Lithium First Approach“ hat Cylib einen innovativen nasschemischen Prozess entwickelt, der die Rückgewinnung von Lithium und Graphit weitaus effizienter macht. Dazu setzt das Unternehmen an entscheidenden Stellen Wasser statt Säure ein, um die Metalle freizusetzen. Technologisch geht es beim Recycling letztlich um Reinheit der zurückgewonnenen Metalle und Gesamteffizienz der Anlagen – und hier sieht Lilian bei Cylib einen technologischen Vorsprung und nachhaltige Potenziale für die Zukunft. Für Lilian ist darüber hinaus klar: Europa muss eine vollständige, heimische Batterie-Wertschöpfungskette aufbauen, um wirtschaftlich und geopolitisch unabhängig zu werden.

Redaktioneller Hinweis: Dr. Lilian Schwich bat nach dem Gespräch um eine inhaltliche Korrektur. Die EU-Batteriedirektive gibt es bereits seit dem Jahre 2006, nicht "seit 2016", wie sie im Podcast erwähnte.

Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:00: Die komplette Mobilität wird durch elektrifiziert und das spürt man auch als Batterie-Recycler.

00:00:08: Wir sind hier von einem Entsorgungscase zu einem Recycling Case übergegangen,

00:00:14: d.h.,

00:00:14: man kann mit den Materialien die man recycelt und dann später wieder verkauft Geld verdienen.

00:00:19: Und das funktioniert in der Regel aber nicht immer und deshalb wird es nämlich spannend denn es gibt neue Batteriesysteme wie LFP-Batteriesystemen ein Nickel und Kobalt drin haben.

00:00:31: Als Europa sollten wir uns auch nicht kleiner machen, als wir eigentlich

00:00:34: sind.".

00:00:39: Und damit herzlich willkommen bei Geladen!

00:00:41: Dein Batterie-Podcast für Elektromobilität, Energiewende und Batterieforschung.

00:00:45: Ja,

00:00:45: wir begrüßen heute einen ganz tollen Gast, und zwar Dr.

00:00:47: Lilient Schwich.

00:00:48: Herzlich willkommen.

00:00:49: Schönen

00:00:49: lieben Dank, ich freue mich sehr hier zu sein!

00:00:51: Du bist Mitgründerin und Co-CEO von SyLib.

00:00:55: einen Batterielrecyclingspezialisten haben wir auch schon berichtet im Podcast.

00:00:59: aber wir freuen uns natürlich umso mehr jetzt dich ja auch begrüßen zu dürfen vor allem auch weil du alumna der RWTH Aachen bist und da auch sehr gut vernetzt bist dadurch mit der deutschen Batterie Community.

00:01:10: Genau, Lillin.

00:01:11: Ihr seid ja der Shooting Star vom deutschen Batterie-Recycling.

00:01:15: insofern sind wir sehr glücklich jetzt nicht mal im Podcast zu haben.

00:01:17: Vielleicht fängst du diesen Podcast an?

00:01:19: Mal grundsätzlich zu erklären was passiert denn mit einer E-Auto-Batterie wenn das Auto verschrottet wird?

00:01:25: da stelle ich mir so vor vielleicht wandert die Batterie dann irgendwie ins Ausland vielleicht sogar nach China im schlechtesten Fall.

00:01:32: wie ist das derzeit so Wenn ich ein E-auto sozusagen zu Ende gefahren habe und es wird verschrotted?

00:01:37: Was passiert mit dem Akku

00:01:38: Wenn er ein Elektrofahrzeug am Ende seines Lebenszyklus ist, dann haben wir ja verschiedene Möglichkeiten was mit der Batterie im Endeffekt passiert.

00:01:46: Das eine ist ne Weiterverwendung im Fahrzeug daneben nach Refurbishment oder so.

00:01:52: Der zweite Ansatz ist dann einen Second Life-Ansatz das heißt wir bauen die Batterien aus und setzen sie zum Beispiel für stationäre Speicher wieder ein.

00:02:00: Und der dritte Ansatz is eben das stoffliche Recycling.

00:02:03: und das meint halt wirklich dass die Batterie an sich zerstört und in die einzelnen Bestandteile wieder sortiert wird.

00:02:12: Und da können dann eben die Wertstoffe, Lithium-Nikkelkobaltmangan auch Basismetalle Aluminium und Kupfer wieder zurückgewonnen werden.

00:02:21: Das passiert im Moment auch schon in Deutschland.

00:02:25: aber der Weg eines Elektroautos ist ja nicht immer nur innerhalb von Deutschland.

00:02:32: Grundsätzlich wird das Auto dann erstmal fachgerecht behandelt und die Batteriefahrt gleich ausgebaut.

00:02:39: Und dann gibt es einen Gefahrengutransport von der Batterie zum jeweiligen Recycler, und dann durchläuft die Batterie eigentlich die verschiedenen

00:02:48: Recyclingstufen.".

00:02:49: Kannst du uns denn aktuelle Zahlen vielleicht darüber geben wie viele E-Autoakus?

00:02:53: Denn schon seit Jahrzehnten in Deutschland oder der EU beispielsweise tatsächlich ins Recyling reingegangen sind...

00:03:00: Grundsätzlich gibt es viele Daten dazu, die eben den ganzen Materialströmen mal zusammengetragen haben zum Beispiel bei Circular Energy Storage.

00:03:09: Die sagen dass zwanzigfünfundzwanzig ungefähr hunderttausend Tonnen an Batteriematerialien schon recycelt werden.

00:03:17: Da sind jetzt alle dabei nicht nur E-Auto Akkus sondern tatsächlich alle E-Bikeakkus beispielsweise Heimspeicher und so weiter?

00:03:25: Genau und das ist auch der Wert tatsächlich für Europa.

00:03:31: Also da ist es eben noch sehr schwer, dass auf die einzelnen Länder runterzubrechen und es ist auch den Wert der sowohl End of Life also quasi Altbatterien als auch Produktionsausschüsse mit rein rechnet.

00:03:48: Insofern also eine Sammlung von verschiedenen Materialien, die dann in hunderttausend Tonnen recyceltem Material mündet für dieses Jahr.

00:03:59: Da höre ich ehrlich gesagt schon so die erste Herausforderung jetzt für euch auch raus.

00:04:04: Das heißt, da sind eigentlich im Moment noch zu wenig Antriebsbatterien, die jetzt aufschlagen.

00:04:09: und gleichzeitig wissen wir ja auch aus diesem Podcast dass China oder chinesische Firmen nicht nur bei der Zellfertigung sondern im Prinzip im gesamten Prozess eben auch beim Recycling eine dominante Position haben.

00:04:21: Und ich kann mir vorstellen das steht ihr dann auch schon in Wettbewerb oder?

00:04:24: Dass diese, dass die Traktionsbatterie die ausrangierten dann nicht nach China zu irgendwelchen Filmen gehen, oder?

00:04:30: Ja auf jeden Fall.

00:04:31: Also der Markt entwickelt sich gerade auch wirklich als im Moment haben wir so ungefähr fifty-fifty end of life und Produktionsausschüsse die Daten da gezeigt dass in den nächsten Jahren einfach die ganzen Gigafactories ihr ramp abhaben und dadurch einfach noch mal viel mehr Produktionsausgüsse anfallen.

00:04:53: Gleichzeitig wächst ja aber auch der Markt an Altbatterien quasi auf den Straßen wirklich konstant an.

00:05:01: Aber im Moment sind wir noch lange nicht am Ende dessen, was an Material zum Recycling zur Verfügung steht.

00:05:09: also da gibt es verschiedene Studien die verschiedene Prognosen geben, aber der Markt wächst.

00:05:17: und zu deiner Frage bezüglich China Das ist natürlich ein total relevanter Punkt für uns, denn China war schon sehr früh im Batteriespace wirklich entlang der ganzen Wertschöpfungskette.

00:05:33: Die haben ja auch schon eigentlich im Bergbau sehr viele Kapazitäten aufgebaut indem sie auch Firmen die nicht in China liegen aufgekauft hat, Mienen aufgekauft haben und das geht halt eben über die ganze Wertschöffungskette eben auch bis ins Recycling.

00:05:48: Und da hat zum Beispiel Kettle alleine in den letzten Jahren vier Milliarden investiert, einer der größten Batterie Recycler in China das ist eine Kettle Tochter die heißt Brunnen.

00:06:04: Die haben alleine an einem Werk eine Recyling Kapazität von hundertzwanzig Tausend Tonnen.

00:06:10: Also die sind in China wirklich schon weiter als wir, die haben viel früher elektrifiziert, viel früher Kapazitäten aufgebaut im Produkt-, in der Produktion und auch eben im Recycling so dass man eigentlich sagen kann, achtzig Prozent der globalen Recycling-Kapazitäten liegen in China und die haben da schon ganz gute ... Kreisläufe würde ich sagen im Land.

00:06:37: Und chinesische Unternehmen versuchen natürlich auch das Material aus Europa zu sursten, denn Rohstoffe sind ja ein begehrtes Wirtschaftskut kann man fast sagen.

00:06:48: Jetzt hast du gerade schon drei Gefahren genannt.

00:06:51: A, habt ihr Wettbewerber in China die auch schon Batterien recyceln?

00:06:55: Auch ganz konkret bei den Zellherstellern.

00:06:57: jetzt könnte es sein dass unsere Batterien hier in Europa einfach länger halten und damit sozusagen der Recycling Ansatz einfach später kommt in kleinerer Höhe.

00:07:06: und drittens könnte Es ja sein das unsere Zell Hersteller in Europa tatsächlich gar nicht so schnell an den Markt kommen.

00:07:12: einige Gigafactories sind ja abgesagt.

00:07:14: Insofern sind das wo die drei großen gefahren die euch in der Zukunft Vielleicht blühen?

00:07:18: Grundsätzlich

00:07:20: sind wir in Europa ein bisschen später als vor ein paar Jahren gedacht, was einfach den Hochlauf der Elektromobilität angeht.

00:07:29: Da hängen wir zum Beispiel hinter Norwegen auch ganz klar hinterher.

00:07:33: Aber wir sehen das im Vergleich zu zwanzig vierundzwanzig die Anzahl der Neuzulassungen an Elektroautos wieder stark gestiegen ist.

00:07:42: also Wir haben uns quasi da ich glaube auch durch die Beendigung Elektroauto, Fördermittel so ein bisschen in einen Welle gebracht.

00:07:53: Aber prinzipiell ist das Wachstum ... einfach weiter konstant, vielleicht ein bisschen späterer Kicker als ursprünglich gedacht.

00:08:02: Aber das Wachstum im Elektromobilitätsmarkt ist da und eben auch insgesamt in der Elektrifizierung – also wir sprechen viel über Elektroautos aber man bau ja auch Lithium-Ionenbatterien in so vielen anderen Bereichen nicht zuletzt eben auch in Heimspeichern und dementsprechend können wir ja auch bezüglich der Rücklaufquoten paar Jahre später ganz gut prognostizieren, was da auf uns zukommt an Schrotten die wir recyceln müssen und da sind wir natürlich jetzt gerade noch unreif.

00:08:37: Wir sehen halt aber auch schon dass wir um zwanzig dreißig rum schon die Materialien weil circa zweieinhalbfünfzigtausend Tonnen haben.

00:08:46: Dann je nach Studie ist zum Beispiel bei der Easy-Frauenhofer-Studie prognostiziert, dass wir schon zwanzigvierzig eins bis drei Millionen Tonnen Material zum Recycling haben und so bewegen wir uns glaube ich gerade in Europa in einer sehr spannenden Marktphase eigentlich nichts.

00:09:06: zuletzt sehen wir das die Unternehmen, die in Europa aktiv sind.

00:09:12: Ob es jetzt OEMs sind, Automobilzulieferer oder eben auch tatsächlich Gigafactresses, die natürlich auch ein Interesse haben, dass die Materialien in Europa bleiben?

00:09:22: Wir sehen jetzt in den letzten Monaten doch wieder vermehrt Exportbeschränkungen aus China, was Batteriematerialien aber auch Technologien wie man diese Materialien dann weiterentwickelt oder in Zellen oder ganze Batterie Packs einbaut.

00:09:36: Das heißt wir stehen ja vor diesem riesigen Problem in Europa einerseits natürlich die Elektrifizierung voranzutreiben, aber gleichzeitig eben so abhängig zu sein von diesem Einland nämlich China und das heißt es dürfte doch eigentlich für gerade euren Bereich, die Recyclingbranche.

00:09:54: Ja das so ein Zeichen geben von der Politik dass ihr schon fast systemrelevant seid.

00:09:59: spürt ihr da auch von der politik ja besondere Vertrauensbeweise oder sowas?

00:10:05: kommen dann Ministerien irgendwie auf euch zu auch um zu hören wie es läuft sozusagen oder auch zu unterstützen?

00:10:12: Ja also ich denke die Politik hat schon verstanden die Batterie-Wertschöpfungskette mit unserer Industrie zusammenhängt, denn wir haben in den letzten Dekaden eine sehr stabile Automobilindustrie gehabt und die hat uns auch zu einem gewissen Maße ja Wohlstand in Europa sichergestellt.

00:10:35: Wenn diese Branche eben in der Transformation ist, müssen wir halt auch ganzheitlich denken was das mit unserer Industrie macht.

00:10:44: Eben nicht nur im Bereich der Mobilität sondern überhaupt im Bereich Energie-Energiespeicherung und das geht eben nicht ohne Rohstoffe.

00:10:51: Insofern denke ich passen wir schon mit unserem Vorhaben zu den strategischen Zielen die wir sehen auf der europäischen Seite aber auch auf der Bundesseite.

00:11:04: Aber wir sehen ehrlicherweise auch, dass das Interesse der Unternehmen in dem Bereich genauso groß ist.

00:11:12: Das heißt also hier sind exklusive Batterie-Recycler von Vipasto die machen quasi System Assembly, also die kaufen Batteriezellen zu und bauen die dann zu Packs.

00:11:24: Die haben großes Interesse daran, dass sie auch eine europäische Lösung finden für ihren Ausschuss oder für die Materialien, die im recycelt werden müssen.

00:11:32: Und insofern ja politisch wird gesehen wie relevant der Rohstoffsektor ist.

00:11:40: aber auch von der Industrie sehe ich da sehr starkes Interesse.

00:11:45: Ja, ihr seid ja unlängst unterstützt per Investment von Porsche und von Bosch zum Beispiel.

00:11:51: Insofern da ist wahrscheinlich Regis Interesse von der Industrie grundsätzlich.

00:11:56: Dann holen Sie doch bitte noch mal ab weil wir haben jetzt die ganze Zeit über Antriebsbatterien E-Autos gesprochen.

00:12:00: um welche Batterien geht es denn noch so bei den Akku Recycling in Europa?

00:12:05: Also geht's auch im E-Bikes oder Heimspeicher werden natürlich auch in Zukunft stationär Speicher wahrscheinlich ein großes Thema.

00:12:12: was ist da so interessant?

00:12:14: Alles Mögliche, was sich irgendwie fort bewegt.

00:12:15: Also wir reden hier wirklich von E-Bikes, von kleinen Fahrzeugen für Lieferdienste aber eben auch über so ganz große Batterien wie Schiffsbatterien oder alles was als Industrial Vehicles bezeichnet wird also zum Beispiel Gabelstapler sogar schweres Gerät auf Baustellen.

00:12:37: sogar im Bergbaubereich gibt es ja sehr viele Minenfahrzeuge die jetzt elektrifiziert werden.

00:12:42: Also die komplette Mobilität wird durch elektrifiziert und das spürt man auch als Battery Recycler.

00:12:54: Ihr seid ja ein junges Start-up, wie geht so ein Business Case bei euch im Batterie Recycling?

00:12:59: Jetzt machen wir mal die großen Kostenpunkte und die großen sozusagen Einnamenpunkte auf!

00:13:04: Wie rechnet ihr oder grundsätzlich rechnet sich

00:13:06: das?!

00:13:07: Die Frage wirft eigentlich zwei total zentrale Punkte auf denn Einmal was das Kerngeschäft des Recyclers, also wie funktioniert es überhaupt und was ist eigentlich unser right to play?

00:13:16: Also was ist unsere Daseinsberechtigung in dem Sinne.

00:13:19: Und das Recycling war im Lange irgendwie ein Entsorgungs-Business.

00:13:25: Das heißt irgendwie haben Logistiker und Aufbereiter... den Herstellern einen Schmerz genommen.

00:13:34: Die haben halt gesagt, komm wir kümmern uns um alles.

00:13:37: Ihr müsst euch keine Sorgen machen.

00:13:38: Wir nehmen einfach den Schrott an und verwerten

00:13:40: ihn.".

00:13:41: Und dafür wurden dann eben Recycling fees entrichtet.

00:13:45: Das heißt also quasi ein Schmerzwert wenn wir in der Analogie bleiben wollen.

00:13:50: Dafür dass die Batterien recycelt!

00:13:54: Jetzt ist aber in der gegenwärtigen Marktsituation dieser Entsorgungscase einfach immer weniger an der Tagesordnung, denn wir haben in den Batterien einen hohen Wert geheilt.

00:14:07: Da ist Nickel drin und das Covalt drin.

00:14:09: Da sind aber auch Basismetalle drinnen wie Kupfer die eben einen hohe Wert haben.

00:14:14: Und das heißt also quasi der intrinsische Wert aus der Batterie rechtfertigt Recycling.

00:14:22: Und das sehen wir halt wirklich im Markt, dass wir vor ein paar Jahren noch Recyling-Pies von ca.

00:14:27: tausend Euro die Tonne hatten.

00:14:29: Heute gibt es das eigentlich nicht mehr.

00:14:31: Heute zahlt man teilweise sogar für zum Beispiel Produktionsausschüsse, die man als Recycler annimmt.

00:14:38: Das heißt, wir sind hier von einem Entsorgungscase zu einem Recylinkase übergegangen.

00:14:45: Weshalb eigentlich die Batterien schönes Beispiel für Kreislaufwirtschaft ist?

00:14:48: Es ist ein intrinsischer Wert der rechtfertigt das Recycling,

00:14:53: d.h.,

00:14:53: man kann mit den Materialien die man recycelt und dann später wieder verkauft Geld verdienen.

00:14:59: Und das funktioniert in der Regel aber auch nicht immer.

00:15:02: und da wird es nämlich spannend denn es gibt neue Batteriesysteme wie eben LFP-Batterie Systeme, die nicht mehr Nickel oder Cobalt als Recylingtreiber drin haben sondern tatsächlich Eisen, Phosphor und Lithium.

00:15:19: Also ihr verkauft die Materialien und diese verkauften Materialien müssen alles decken.

00:15:24: Personalkosten, die Anlage dann alle Prozesskosten und eben auch den Einkauf von den Altakkus.

00:15:32: insofern das muss sich am Ende komplett alles rentieren oder Förderung bekommt ihr nicht?

00:15:36: Nee also wir haben Förderungen bisher erhalten zum Aufbau unserer ersten industriellen Linie Aber wir sind ja kein Bezuschuss des Business, sondern wir haben einen ganz klassischen Business Case.

00:15:53: Der muss sich rentieren und der trägt sich über die Rohstoffe, die wir verkaufen in dem NMC-Fall.

00:16:02: Du hast es vorhin schon angesprochen.

00:16:04: Das ist dann so ein Punkt, da frag ich mich wie funktioniert das denn jetzt mit den Weltmarktrohstoffpreisen für Lithium die beispielsweise von einem halben Jahr noch sehr niedrig waren?

00:16:15: Wie klappt das dann irgendwie dieser Business Case?

00:16:18: Zum einen funktioniert der Business Case bei LFP-Batterien eben bisschen anders weil da nicht mehr dieser Wertgehalt drin ist.

00:16:25: über Nickel und Cobalt gibt's da Recycling fees die bezahlt werden damit man ... in Verkehrbringern von Batterien diesen Schmerz nimmt.

00:16:33: Also wieder der Entsorgungscase, wenn man so will und ja... Der Rohstoffmarkt ist ein sehr spannender Markt auch denn er ist sehr volatil.

00:16:41: also die Rohstoffpreise variieren sehr stark.

00:16:44: vor allen Dingen in den letzten Jahren es echt einiges passiert sodass wir quasi zum Beispiel bei Lithium-Karbonat teilweise bei... ... acht Euro das Kilo waren.

00:16:56: Das ist natürlich dann ein Grenzfall, in dem das Recycling sich irgendwann nicht mehr lohnt.

00:17:03: Klar wenn irgendwann Rohstoffdumpingpreise bei Fast Markets Tagesordnung sind... Dann wird es schwierig.

00:17:10: aber der Rohstoffmarkt erholt sich auch gerade wieder.

00:17:14: also wir sind schon lange nicht mehr am Tiefpunkt der Rohstoffpreise.

00:17:18: Das heißt wir sind jetzt bei Lithium Carbonate, bei ca.

00:17:20: zehn tausend sieben hundert Euro die Tonne und damit funktioniert das Recycling, die Frage ist natürlich auch so ein bisschen was für einen Prozess hat man?

00:17:29: und da kommen wir vielleicht gleich noch mal zu.

00:17:32: Denn hier hat eine Technologie durchaus einen Vorteil wenn man günstig prozessiert dann hat man natürlich auch ne größere Marge.

00:17:42: imsofern bei den jetzigen Rohstoffpreisen lohnt sich der Case.

00:17:47: das funktioniert gut aber je nachdem was für globale Entwicklungen sind wird es natürlich auch für uns eine Herausforderung.

00:17:56: Jetzt sehen wir halt gerade, dass die demokratische Republik Kongo gewisse Restriktionen hat was den Kobalt-Export angeht.

00:18:06: Wir sehen das in China die Rohstoffexporte jetzt reguliert werden.

00:18:18: stark voneinander abhängen, das heißt quasi Kobaltpreise sind stark gestiegen.

00:18:23: Wir sehen gleichzeitig einen Shift zu LFP und für LFP-Materialien braucht man halt einfach Lithiumcarbonat.

00:18:31: Das ist der Lithium Carbonate Preis jetzt wieder starkgestiegen.

00:18:34: also quasi in der ganzen Batterie Wertschöpfungskette hängt das Nutzungsverhalten auch direkt mit den Preisen zusammen.

00:18:42: Und hier ist es eben insbesondere wichtig dass man eine Effiziente Technologie aufbaut.

00:18:49: Dann springen wir doch mal genau da rein in eure Kerntechnologie von Psyllib, ledigen.

00:18:54: ganz kurz vorab Wir wollen hier im Podcast vermeiden dass wir so ein entweder-oder pyromythalogisches und hydromethalogisches Verfahren gegenüberstellen.

00:19:03: das sind Prozesse die sich ergänzen.

00:19:05: kannst du das kurz noch einmal zu Beginn Deines Vortrags jetzt über eure Innovation jetzt hier klar stellen?

00:19:11: ihr macht zwar hydrometerlogisches Verffahren aber das ist jetzt keine entweder oder Frage

00:19:16: Ganz genau also ich bin total froh, dass du das sagst.

00:19:19: Denn das Institut aus dem ich komme, das EME der RWTH hat sich immer mit dieser Frage so ein bisschen beschäftigt.

00:19:27: wir hatten immer eine Arbeitsgruppe Pyromethalogie und da gab es halt immer so einen gewissen Wettbewerb zwischen einander der auch ja ganz witzig war.

00:19:35: aber prinzipiell hast du genau recht Es gibt kein entweder oder.

00:19:39: es gibt ein besser wenn quasi.

00:19:44: Das ist eine Wann, welcher Recyclingprozess optimal?

00:19:48: Es hängt halt eben ab von den lokalen Gegebenheiten.

00:19:52: Eben von den Strompreisen Personalkosten, von den Anlagenkosten ganz massiv und dementsprechend auch von den Industrienormen die man erfüllen muss wenn man überhaupt ne große Anlage baut.

00:20:05: das sind dann Sicherheitsthemen Infrastruktur Die sehen in Deutschland ganz anders aus als in China beispielsweise und eben nicht zuletzt von dem Scale, den man betreibt.

00:20:16: Deshalb beschreibe ich einfach mal ganz kurz vielleicht was Pyrometallogie eigentlich ist denn wir sind hier ja sehr fachspezifisch.

00:20:22: also Pyromatallogie das ist ein Schmelzverfahren.

00:20:25: Schmelzwaffen heißt arbeiten bei Temperaturen wirklich über tausend Grad.

00:20:31: es ist heiß Es gibt einen flüssiges Metall Das ist Schmelznetalgie Und da kann man tatsächlich ganz gut alles an Metallen zurückgewinnen, was irgendwie edel ist.

00:20:47: Das kommt dann als Metall wieder zurück.

00:20:50: Das sind zum Beispiel Kobalt oder Kupfer.

00:20:53: Die kriegt man da richtig gut sortiert von unedlen Elementen wenn wir so sagen wollen also welche die Sauerstoff sehr gerne mögen.

00:21:02: und das heißt also quasi Lithium würde nicht aus diesem Schmelzprozess rauskommen sondern eben in einer Oksidischen Form als Mineral.

00:21:15: Das nennt man dann glaube ich Schlacke, ne?

00:21:16: Also in diesem Hochofen würden diese flüssige Metalle sich unten ansammeln und das Lithium- und das Grafit glaube ich geht in diese Schlackereien, wo mit ihr dann weiterarbeitet.

00:21:27: oder wie funktioniert es

00:21:29: Genau?

00:21:29: also die Pyromethalogie ist halt erstmal ein Splitter Einfach Metalle auf der einen Seite, eine Schlacke auf der anderen Seite und man hat halt eben ne Anreicherung von verschiedenen Elementen in entweder Schlackel oder Metall.

00:21:43: Genau richtig!

00:21:44: Und das heißt also quasi nach dem pyrometalogischen Prozess geht man auch meistens in der Industrie eigentlich noch mal in ein naschimischen Prozess.

00:21:54: Das heißt die Phasen die da gebildet werden werden dann einfach nochmal aufgebrochen, umgewandelt und noch mal ins Fine-Tuning voneinander gesplittet.

00:22:03: Wir haben eigentlich immer gesagt, dass Pyrometallogie ein guter Splitter ist.

00:22:09: Sehr effizient, sehr schnelle, sehr grobe Trennung.

00:22:12: aber wenn es eben in die feine Trennung quasi Element von Element separiert geht dann nutzt man eher die etwas sensitiven Naschemie Und das geht eben auch in Kombo.

00:22:23: Das ist ein Track, man kann aber auch mit Batterien direkt in die Nasschemie gehen.

00:22:28: Das is' auch überhaupt kein Problem.

00:22:30: und da haben wir halt tatsächlich bei kleineren Anlagen kann sich eine Hydro-Metallogie schon lohnen.

00:22:38: wenn man wirklich ne Pyrometallologie aufbaut dann braucht man schon eigentlich Materialdurchsatz von circa hunderttausend Tonnen damit überhaupt dieses ganze Anlageninvestment sich trägt.

00:22:50: Dann erzähl doch mal, wie läuft das bei euch genau?

00:22:52: Was ist eure Kerntechnologie.

00:22:54: Was unterscheidet euch vielleicht auch von anderen Recyclingen?

00:22:57: Wir haben einen End-to-end Prozess d.h.

00:23:00: wirklich von der end of life Batterie die zum Beispiel im Pack ist gehen wir bis zu den separaten Rohstoffe.

00:23:08: und was uns unterscheiden ist eigentlich was da drin passiert nämlich wir haben ein Lithium First Ansatz Der bedeutet dass wir Lithium entgegen anderer Chemiehydrometallobischer Verfahren zuerst Rückgewinnen.

00:23:22: Normalerweise gewinnen Recycler Lithium zum Schluss zurück, wir haben die Lithiumrückgewinnung ganz nach vorne gezogen.

00:23:30: Das hat den Vorteil dass wir einen wasserbasierten Prozess mit Lithium realisieren können.

00:23:37: das heißt halt wirklich nur mit Wasser.

00:23:40: der einzige Zusatz den wir nutzen ist eben CO² aber keine Säuren, keine alkalischen Reagenzien.

00:23:47: keine weiteren Chemikalien brauchen wir für die Lithiumrückgewinnung.

00:23:51: Und das macht unser Lithium sehr sauber, macht den Prozess auch kostengünstig denn Wasser kann man ja im Kreislauf fahren und das macht tatsächlich die Ausbeuten vom Lithium noch mal vorteilhaft.

00:24:05: Das ist der eine Punkt und damit einhergeht natürlich dass wir eben weniger Chemikalie haben und auch weniger Abfälle generieren.

00:24:14: Ebenso sieht es bei uns mit dem Grafit aus.

00:24:18: Der Grafit wird auch nur mit Wasser zurückgewonnen und diese beiden Stufen Lithium- und Grafitrückgewinnung sind tatsächlich nur möglich, weil wir eine besondere thermische Vorbehandlung entwickelt haben die uns das dann ermöglicht.

00:24:33: Und weiterhin recyceln wir halt Nickel Cobalt und Mangane ganz klassisch aber eben auch durch die vorherige Abtrennung von Materialien brauchen wir da für weniger Chemikalien.

00:24:45: Also darf ich mal zusammenfassen, ihr schreddert die ganzen Batterien und dann wascht ihr dieses Lithium-Karbonat da raus.

00:24:52: Und auch das Kohlenstoff im Grafit kriegt ihr irgendwie raus so dass am Ende tatsächlich Nickel, Kobalt oder Manganen überbleiben?

00:24:59: Ja genau, perfekt!

00:25:02: Wir haben vorhin über chinesische Firmen gesprochen.

00:25:05: Da würde mich jetzt interessieren, gibt es da auch so eine Hinwendung zu diesem Verfahren?

00:25:11: Was ihr jetzt macht also zu dem hydrometallurgischen das in den Vordergrund zu stellen und vor allem eben dann die Lithium Gewinnung an den Anfang zu stellen?

00:25:18: oder seid ihr da die einzigen, die das im Prinzip machen?

00:25:23: Es gibt im Recycling ein paar Megatrends, die ich sagen, in großen Wellen... Passiert sind.

00:25:31: in europa war das eben.

00:25:34: Erstmal hauptsächlich pyro.

00:25:36: metallurgie ist auch für geräte batterien vielleicht eigentlich sogar das beste verfahren um zu beginnen.

00:25:43: und dann halt der trend hin eher zum wet shredding vor allen Dingen auch durch so prominente firmen wie leise eichel oder so.

00:25:50: die haben sehr stark propagiert, und dann gab es die dritte welle der pyrolüse das heißt der thermischen vorbehandlung.

00:25:58: wir haben da schon sehr früh drauf gesetzt, weil wir gesehen haben was das eben materialwissenschaftlich bevorteilern.

00:26:05: Und in China gab es eigentlich auch denke ich mal so ein paar Trendwellen.

00:26:09: Angefangen haben die hauptsächlich mit konventioneller Hydromethalogie d.h.

00:26:14: also direkt Säureaufschluss quasi Blackmass in Säuren und alles löst sich auf und dann voneinander trennen.

00:26:22: Aber in China sehen wir jetzt auch mehr und mehr Companies, die umbauen zu einem Lithium First Approach.

00:26:29: Wobei ich auch da sagen muss das ist nicht unbedingt eins-zu-eins unser Verfahren nur weil es ein Lithium first ist sondern da gibt's auch ganz viele Möglichkeiten wie man das realisieren kann.

00:26:38: aber das ist insofern dass China ja einige Jahre voraus ist Auch gar nicht schlimm Dass wir da eine ähnliche Philosophie sehen Denn das zeigt uns Wir sind auf dem richtigen Weg.

00:26:51: Ich darf noch mal zusammenfassen, jetzt habt ihr den Kohlenstoff und das Lithium irgendwie extrahiert.

00:26:56: Jetzt bleibt diese Schwarzmasse über bzw ist es dann eigentlich noch schwarzmaßig wenn der Kohlenstoff raus ist?

00:27:01: Kannst du gleich klären!

00:27:02: Jetzt haben wir aber trotzdem noch Aluminium, Kobalt, Nickel und Mangane da drin.

00:27:08: wie kriegt ihr die denn diese Metalle auseinander?

00:27:11: Die Crux ist zum einen so wenig wie möglich, Kupfer und Aluminium in der Blackmaster zu haben.

00:27:17: Das ist die goldene Regel.

00:27:18: das will man eigentlich echt so gut es geht reduzieren weil das im Endeffekt nur eine Verunreinigung und das Kupf an das Aluminum trennt man einfach viel besser vorher raus dass man das quasi schon in der Aufbereitungstechnik eben absepariert.

00:27:35: und wir holen den Grafi draus haben wir eine Grafit- und Lithiumreduzierte Blackmass.

00:27:45: Das heißt, es ist weiterhin ne Blackmass die aber eben viel weniger Lithium und viel weniger Grafit hat.

00:27:50: Und da geht's dann weiter in unserem Prozess dass wir die Materialien nasschemisch voneinander trennen.

00:27:57: das heißt Wir gehen hier in einen säurebasierten Aufschluss und wenden einige Aufreinigungsschritte an um Störelemente zu entfernen.

00:28:10: Das kann dann noch ein Rest sein von Kupfer, das kann aber auch sein dass es noch ein bisschen flur ist im Material.

00:28:17: Also da sind ein paar Aufreinigungsschritte nötig und dann haben wir irgendwann eine Lösung die wirklich sehr rein Nikkelkobald- und Manganhaltig ist.

00:28:24: und dann geht's darum die wieder als Feststoffe zurückzugewinnen.

00:28:28: Da haben wir hier in unserer Pilotlinie in separator Formen geschafft.

00:28:32: also wir haben wirklich einen Kobaltzufahrt vom Mangansulfahrt von einem Nickel-Sulfat getrennt.

00:28:38: Es ist aber auch marktüblich, die eben zusammen zurückzuholen und dann quasi daraus wieder ein Precamp zu machen.

00:28:46: also das ist auch etwas was ich sag mal der einfache Fall ist was wir auch können.

00:28:51: Würdet ihr euch jetzt eigentlich vergleichen mit der Reinheit der Metalle, die aus der Pyrom-Metallogie kommen?

00:28:58: Also da fasse ich auch nochmal zusammen.

00:29:00: Ihr habt das Lithium zurückgewonnen und das Grafiz zurückgewinnt.

00:29:02: Das kann man in der Pyro-Meterologie nicht tun.

00:29:05: aber jetzt müsstet ihr euch ja eigentlich vergleichen mit dem Reinheit von Nickel, Reinheit, Kupfer... und dann eben auch Cobalt, falls es nicht durch die Hydro-Methalogie wandern würde.

00:29:16: Also da müsstet ihr jetzt eigentlich vergleichen Reinheit und Energieeffizienz oder?

00:29:20: Absolut!

00:29:20: Und das ist echt schwierig weil der Outcome von der Pyromethalologie ist ein Metall und der Outcom aus unserem Prozess ist insofern ein Salz.

00:29:31: Insofern müsste man das quasi rückrechnen.

00:29:34: prinzipiell sind in beiden Prozessen sehr hohe Reinheiten erforderlich, wenn man eben zurück in der Batterie will.

00:29:42: Und deshalb würde ich sagen es ist irgendwie ein Battery-Grade Material mit einer Neunundneuenzig X-Reinheit.

00:29:51: die Maßgabe und genau das ist halt eben dann in der Pyrometallogie mit angeschlossener Hydrometalloge möglich aber dass auch in unserem Prozess mit unserer Hydrometallogie möglich

00:30:04: Legien, was würdest du sagen?

00:30:06: Was ist bei eurem Ansatz jetzt sozusagen der größte Mehrwert.

00:30:09: Was stellt ihr ganz nach vorne ins Showfenster?

00:30:11: Also verschiedene Komponenten.

00:30:13: zum einen sind unsere Produkte wirklich rein.

00:30:17: wir haben kein Problem mit Verunreinigungen die andere Prozesse beispielsweise haben.

00:30:22: Das heißt für uns ist es super wichtig, dass die Rohstoffe, die wir herstellen nicht dauernd gecycled werden sondern das sie eben ihre hohe Reinheit bei behalten dabei mit weniger Chemikalien hergestellt werden also eben kostengünstiger hergestellt und eben als schönen Nebeneffekt noch umweltfreundlicher hergestellt werden.

00:30:44: Das heißt, wir haben einfach hier weniger Chemikalien, weniger Abfälle und dementsprechend wenig geringeren ökologischen Fußabdruck.

00:30:53: Du hast vorhin schon mal CATL kurz angesprochen und hast ja auch erklärt, dass die auch groß mit einer Tochterfirma im Recycling drin sind.

00:31:03: Wie ist es denn mit anderen chinesischen großen Batterieherstellern?

00:31:07: Wäre das nicht für euch irgendwie so vielleicht der Königsweg, dass ihr irgendwann so eine Art Haus- und Hofrecycler für einen der großen Zellhersteller in China oder allgemeinen Asien irgendwie werdet?

00:31:17: Weil das wäre doch ideal!

00:31:18: Das hättet ihr die ganze Zeit auf jeden Fall genug Material... was irgendwie abgenommen werden könnte.

00:31:24: Wenn wir uns gerade die industrielle Realität anschauen, dann gibt es in Europa quasi keine Refiner also viel zu wenig hydrometallogische Recycling-Kompetenz und es gibt relativ wenig Chem-Production und das ist tatsächlich beides ein bottleneck.

00:31:46: Wir sind der Meinung dass wir eine europäische Wertschöpfungskette komplett brauchen.

00:31:51: Also wir müssen jeden Schritt der Wertschöpfungskette abbilden, um einfach in Europa autonom und resilient zu sein mit dem System Batterie, mit der Elektrifizierung und ja mit dem Antrieb den wir haben.

00:32:05: Nichtsdestotrotz sind wir in Europa einfach noch nicht da.

00:32:09: Wir bauen vieles auf.

00:32:11: Wir zum Beispiel bauen jetzt eine Recyclingfabrik, um dieses bottleneck zu schließen.

00:32:17: aber es ist nur folgerichtig in einem Markt in dem es ja noch keine europäischen Player sind, auch mit asiatischen Playern zusammenzuarbeiten.

00:32:27: Wir denken dass man gute Synergien entwickeln kann und gut zusammen arbeiten kann und freuen uns da auch drauf.

00:32:35: quasi nichtsdestotrotz stehen wir dazu das wir die Wertschöpfungskette in Europa sehen wollen.

00:32:41: Du kennst natürlich die Branche inutauswendig, in Deutschland und Europa.

00:32:45: Ihr seid jetzt im Recycling schon sehr weit.

00:32:48: Wenn man die Zellfertigung in Europa anguckt ist das bisher ein Trauerspiel.

00:32:54: Bist du da optimistisch, dass es in den nächsten Jahren vorangeht?

00:32:59: Auf jeden Fall!

00:33:00: Wir sehen einige Horror-Stories nur um Nordwald zu nennen.

00:33:04: Das hinterlässt bei uns eine negative Grundstimmung was auch verständlich ist, denn im Endeffekt hat Northwold nicht nur der Batterieproduktion in Europa quasi geschadet.

00:33:19: Sondern natürlich merken wir das auch als Scale-Up.

00:33:23: Wir sind ein junges Unternehmen, das gerade skaliert und natürlich begegnen Menschen uns da erstmal mit mehr Skepsis wenn man die Horror Story Northwolt im Hinterkopf hat.

00:33:34: Nichtsdestotrotz sehen wir viele spannende Firmen, die in Europa wirklich was aufbauen und reißen.

00:33:42: In der Zeltproduktion.

00:33:44: Und wir sehen auch das Vorhaben ernsthaft umgesetzt werden nur um mal Powercore zu nennen.

00:33:51: Nur um mal Wehrcore zu Nennen.

00:33:53: Prime batteries.

00:33:54: Universal Das sind nur so ein paar Beispiele Die zeigen Wir können das in Europa Und wir wissen auch, dass der europäische Markt für die asiatischen Unternehmen sehr relevant ist.

00:34:06: Hier haben wir ein sehr starkes Wachstumspotenzial eine sehr gute bestehende Industrie entlang der Wertschöpfungskette und deshalb kommen ja auch chinesische Unternehmen in den europäischen Markt.

00:34:26: Das heißt, als Europa sollten wir uns auch nicht kleiner machen, als wir eigentlich sind.

00:34:31: Denn wir haben Operational Excellence, wir haben Gründerspirit historisch all die Corporates, die wir jetzt quasi etablierte Unternehmen nennen.

00:34:42: Wir haben auch mal irgendwann einen kleinen angefangen und wir haben einen sehr relevanten Markt oder eine gute Kaufkraft.

00:34:49: Insofern glaube ich ganz fest daran dass Europa da seinen Weg gehen wird.

00:34:53: Schönes Abschlussstatement, sehr optimistisch.

00:34:55: vielen Dank Lidien für deine Expertise und für deine Zeit!

00:34:58: Liebes Publikum wir sind am nächsten Sonntag wieder zurück.

00:35:01: Macht's gut bis dahin tschüss.

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