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Das Batterie-Wunder von Kalifornien (und warum wir hinterherhinken) - Prof. Ines Hauer & Dr. Tim Meyer

Shownotes

Zwischen 2019 und 2024 wurde mehr als die Hälfte der gesamten Batteriekapazität der USA in Kalifornien ans Netz angeschlossen. Gleichzeitig wird dort seit Kurzem komplett auf Kohlestrom verzichtet, und erneuerbare Energien decken 55 Prozent des Strommixes. Was steckt hinter diesem Tempo – und was kann Deutschland davon lernen? In dieser Folge sprechen wir mit Professorin Ines Hauer von der TU Clausthal und dem Energieexperten Dr. Tim Meyer über die Mechanismen, die den kalifornischen Ausbau antreiben: die Duck Curve, das Nodal-Pricing-System, die Absicherungspflichten für Versorger und die Rolle der Aufsichtsbehörde . Und wir fragen, wo Deutschland mit vergleichbaren Rahmenbedingungen stehen könnte – und wo die strukturellen Unterschiede eine direkte Übertragung erschweren. Denn ein einfaches Kopieren ist nicht möglich. Bevölkerungsdichte, Netzstruktur, europäische Einbettung und Kostenstrukturen unterscheiden sich erheblich. Trotzdem lassen sich konkrete Ansätze identifizieren: flexiblere Netzentgelte, kürzere Marktintervalle, mehr Digitalisierung auf Verteilnetzebene und eine konsequentere Regulatorik, die Investitionen in Speicher aktiv ermöglicht statt verlangsamt.

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Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wie ist denn die Smart-Meterquote?

00:00:01: Bei denen

00:00:01: ist hier hundert Prozent seit, ich glaube zehn Jahren.

00:00:04: Bei uns ist sie vier unter vier und das ist wirklich ... ja, ja!

00:00:08: Das ist peinlich.

00:00:10: Ich schäme mich dafür wenn nicht woanders bin.

00:00:21: Und damit herzlich willkommen bei Geladen.

00:00:23: Dein Batterie Podcast für Elektromobilität, Energiewende und Batterieforschung.

00:00:27: Ja liebes Publikum, wenn ihr mögt dann drückt doch auch gerne mal auf abonnieren und folgt diesem Kanal.

00:00:33: Wir sind immer ganz glücklich über tolle Themenvorschläge, so ist das auch in dieser Episode passiert.

00:00:37: Und zwar sprechen wir heute über Kaliforniens Strommix und den Einsatz von Großbatterien- und Heimspeicher.

00:00:43: Das ist ja da drüben deutlich größer als bei uns!

00:00:45: Wenn ihr einen ähnlich guten Themenvorschlag für uns habt, dann schreibt uns gerne – wir sind darüber immer sehr dankbar!

00:00:51: Ja zu diesem Thema haben wir die perfekten Gäste eingeladen und zwar Professor Ines Hauer und Dr.

00:00:56: Tim Meier.

00:00:57: Herzlich willkommen an euch beide.

00:00:58: Hallo

00:00:59: Danke für die Einladung.

00:01:24: in andere Regionen, wo das vielleicht besser läuft und was man sich da vielleicht auch abschauen kann.

00:01:34: Da kommt man jetzt seit geraumer Zeit nicht mehr an Kalifornien vorbei.

00:01:38: Und daher wollen wir heute mal mit unseren beiden Gästen darüber diskutieren, was können wir uns von Kalifornie abschaufen?

00:01:43: Was läuft tatsächlich besser oder was ist vielleicht auch ähnlich?

00:01:46: Ja, Ihnen ist die erste Frage an dich um so ein bisschen die Ausgangslage mal des Stromnetzes und des Stroms an sich in Kalifornien zu klären.

00:01:54: Dort wird jetzt seit kurzem komplett auf Kohlestrom verzichtet?

00:01:57: Wie sieht denn aber insgesamt der Strommix dort aus?

00:02:00: Also erstmal möchte ich sagen dass wir in Deutschland gar nicht so schlecht dastehen.

00:02:03: Wir haben mit dreiundsechzig Prozent Anteil erneuerbarer am Strommics einen sehr hohen Anteil.

00:02:10: Wenn wir nach Kalifornien gucken, wird dort auch eine sehr intensive Energiewende verfolgt.

00:02:14: Das ist richtig.

00:02:15: die haben aktuell einen Anteil von fünfundfünfzig Prozent am Strommix und wenn wir anschauen wie es da so die Verteilung sehen wir da eher ne Tendenz aktuell zu PV-Strom.

00:02:27: also wir haben siebzehn Prozent dieses Anteils.

00:02:29: das PV deutlich weniger Wind in Deutschland Es ist halt etwas Ausgeglichener.

00:02:35: Und wir in Deutschland haben aktuell natürlich noch die Kohleverstromung und Kalifornien ist jetzt den Weg schon gegangen, daraus zu gehen was sehr spannend ist.

00:02:43: Die setzen da halt eher auf Gas-Technologien.

00:02:47: Wenn wir von Batteriespeichern reden sind wir natürlich bei den Batteriespeichern auch deutlich hinterher und Kalifonien hat dann ein richtiges Zeichen gesetzt mit aktuellen sixteen Gigawatt installierte Batterieleistungen.

00:03:01: Ja das ist ja Wahnsinn schon mal zu hören.

00:03:03: Tim ganz allgemein, warum spielen denn diese Batterien?

00:03:06: Diese Großbatterien in Kalifornien schon bereits so eine wichtige Rolle.

00:03:11: Jetzt haben wir gerade gehört von Ihnen es.

00:03:13: von der Energiewende Seite sind wir sogar ein bisschen weiter wenn man so will.

00:03:18: aber das mit den Großbaterien Das kriegen wir noch nicht so hin.

00:03:20: darum geht's in diesem Podcast.

00:03:22: Warum spielen die denn da so ne Riesenrolle?

00:03:24: und stelle doch mal gerne diese berühmte Endenkurve unseren Hörern vor.

00:03:28: dieses Tier begleitet sich die Energiewendeweltwahl seit genannt worden als dacke vom kalifornischen netzbetreiber dem system verantwortlich.

00:03:39: netz betreiber kei so Hintergrund ist das bereits damals sehr weitreichende weichen städtung für energiewände getroffen wurden und klar war wenn es immer solarer wird dann macht das auch was mit der stromverbrauchskurve.

00:03:53: da bleibt nämlich der rest den man überhaupt erzeugen muss mittags der wird immer kleiner wie ein durchhängender endenbauch.

00:03:59: haben die das aufgemalt und abends ist eine last spitze Für alle möglichen Verbraucher und private Anwendungen kochen und so, da geht es wieder hoch mit der Last.

00:04:07: Und dann hat man einen durchhängenden Entenbau.

00:04:09: Haben die sich überlegt sieht ja aus wie eine Ente ist die Entenkurve.

00:04:13: Seitdem ist sie also da.

00:04:15: ein großer Unterschied des kalifornischen Systems ist das es traditionell sehr auch von Hitze geprägt ist.

00:04:21: Der Lastspitze mittags, diese aber völlig verschwunden weil eben große Mengen Solarstrom Erzeugen wenn die Sonne scheint logischerweise und dann kommen auch die Batterien rein.

00:04:32: Das heißt, die laden sich mittags mit günstigen Solarstrom auf sozusagen und geben dann in der Abend Spitze den Strom wieder ab.

00:04:41: verdrängende Gaskraftwerk.

00:04:42: es wurden tatsächlich auch aus dem Netz genommen zu Gunsten von Batteriespeichern.

00:04:48: Und stellen bis über ein Drittel der Gesamtlast bereit.

00:04:51: das ist wahnsinns wert wenn man das auf Deutschland mal überträgt.

00:04:55: Man kann es anders ausrechnen, dass an sonnigen Tagen geht mehr als ein Viertel der gesamten Solarstromerzeugung einmal durch Batterien durch und wird in den Abend geschoben.

00:05:04: Eine durchschnittliche Speichertiefe so um die vier Stunden das heißt nachts ist dann auch nichts mehr mit dem Batterien.

00:05:08: Die werden wirklich in die Abendspitze rein großen Teils entladen und am nächsten Tag geht das Spiel dann von vorne los.

00:05:13: Ines, du hast gerade schon die Gesamtkapazität der Batterien, die dort in Kalifornien angeschlossen sind genannt.

00:05:20: Aber kannst du mal so die Entwicklung auch darstellen?

00:05:22: Weil wir da bei in Deutschland zumindest ja auch erst am Anfang stehen was die Großspeicher-Integration angeht.

00:05:28: also welche Meilensteine haben sie so in den letzten Jahren da geschafft?

00:05:32: Tim hat ja schon ein bisschen etwas eingeführt.

00:05:34: Also wir hatten so... installierte Leistung und heutzutage sind wir bei knapp sechzehn.

00:05:43: Also was der Grund ist, braucht immer irgendein Auslöser.

00:05:47: erstmal die ganze Strategie Kaliforniens wie eben gerade schon angesprochen wurde ging in die Richtung und dann gab es zwei tausend.

00:05:56: Zweiundzwanzig eine starke Hitzewelle über mehrere Tage im September.

00:06:01: ich glaube zehn Tage war's und wir haben eine Durchschnittslast Ich sag mal, bis maximal fünfzig Gigawatt in Kalifornien.

00:06:09: Und jetzt kann man sich vorstellen es ist warm und alle Leute haben irgendwie ihre aircondition angemacht auch die Unternehmen.

00:06:15: Es gab ein erhöhten Kühlbedarf so dass wir wirklich zwei gigawatt mehr Leistung hatten.

00:06:20: also da war gab's einen absoluten Last-Rekordwert ja das System extrem an die Grenzen gefahren hat.

00:06:26: Natürlich hat das System auch Reservekraftwerke, wie wir das auch in Deutschland kennen.

00:06:30: Das sind Gaskraftwerke teilweise aber auch sehr alte Gaskrafwerke die eigentlich schon über die Benutzungsdauer weiter vorgehalten wurden und die hatten natürlich auch Probleme.

00:06:40: es war heiß mehr Wasser war warm also sie konnten auch nicht ihre volle Leistung bereitstellen so dass man hier richtig in die Bridolje kamen und tatsächlich über mobil SMS die Leute aufgefordert hat die Last zu reduzieren Last-Abwurf gemacht, man hat Industrie reduziert und hat in dem Moment das System wirklich vor einem Kollaps bewahrt.

00:07:02: Also mit also wirklich so einer Notfall SMS wie wir das so kennen wenn wir hier Notfallalarm haben fand ich ganz fasziniert dass es so funktioniert hat.

00:07:10: auch tatsächlich und da sind sie wach geworden und Ich glaube das war der Auftakt auch jetzt intensiv In diese Problematik reinzugehen und man hat natürlich dann entsprechende Gesetze ausgelegt Die die Förderung im großen Maßstab ermöglichte.

00:07:26: Ihr habt jetzt beide schon von Gigawatt gesprochen, also die ungefähre Verbrauch ist offenbar vergleichbar mit ganz Deutschland.

00:07:35: Kannst du da nochmal bitte ausholen für alle neuen Hörer?

00:07:38: Gigawat ist jetzt eine Leistungsangabe.

00:07:40: wir wissen aber dass viele Batterien tatsächlich gar nicht so viel speichern können um diese Riesenlast irgendwie komplett abzuprofern jedenfalls in Deutschland nicht.

00:07:50: Da sagen viele unserer Hörere dann immer Differenziert doch bitte zwischen Gigawatt-Stunden und Gigawat.

00:07:56: Ines, kannst du das ganz kurz nochmal für unsere neuen Hörer gerade rücken?

00:08:00: Die Leistung also Gigawatte ist eine Momentangabe.

00:08:03: wir haben jetzt alle unsere Lasten an beziehen Stromgeladen unserer Handys usw.. Das heißt gigawatt ist immer die Leistungsangabe direkt in dem moment.

00:08:13: Und wenn wir natürlich irgendwie über mehrere Stunden diese Leistung bereitstellen wollen, zum Beispiel eine Stunde.

00:08:21: Dann sagen wir nicht, es ist die Momentannahme, sondern das heißt diese Stunden werden genau für eine Stunde zur Verfügung gestellt.

00:08:32: Das ist so.

00:08:32: die Differenzierung Energie und Leistung und so durchschnittswerte Sagen dass die Batteriespeicher wie Tim auch schon meinte in Kalifornien gerade so vier Stunden Ausspeicherzeit haben.

00:08:44: Das heißt, wir können sozusagen über vier Stunden bereitstellen.

00:08:49: Nun will Kanifornien seine Versorgung mit sauberen Strom bis zu zwanzigvierzig schon erreichen?

00:08:55: Gibt es denn da Ihnen es irgendwelche Prognosen welche Energiespeicherleistungen denn bis dahin dann benötigt wird?

00:09:01: Sie sagen sie haben jetzt ein Drittel geschafft.

00:09:04: Die haben jetzt aktuell ungefähr Vierzig Gigawatt PV.

00:09:08: die wollen noch je nach Szenario hundert Gigawatt PV Leistung obendrauf packen.

00:09:13: Winter möchten sie auch ausbauen, aktuell sind sechs Gigawatte installiert und man möchte bis dreißigvierzig gigawatt hoch.

00:09:21: Und in diesem Zusammenhang hat man einen Speicherbedarf von zweiundfünfzig Gigawatte definiert also ein Drittel davon ist aktuell geschafft.

00:09:30: und wenn wir mit dieser Energiemenge rechnen also vier Stunden Ausspeicherzeit sind war da ungefähr bei zweihundert Gigawattstunden Speicher Energie oder Speicherkapazität, die dann zwei Tausendfünfundvierzig im Netz installiert sein sollen.

00:09:46: Ja und hältst du das für realistisch diesen Ausbau?

00:09:48: Also wenn man jetzt mal den Stand ist vergleicht mit diesem Sol-Stand in zwanzigfünfundvierzzig Ist es realistische dass sie da schaffen?

00:09:55: Sie haben schon ein Drittel geschafft.

00:09:58: Das heißt sie gehen sehr motiviert voran.

00:10:00: wir sprechen ja später vielleicht noch über die Netze.

00:10:03: Die haben ähnliche Probleme wie wir.

00:10:05: Das Netz kommt halt nicht so schnell hinterher, wie gewünscht und das muss jetzt natürlich parallel erfolgen.

00:10:11: Netzausbau und Speicherzubau.

00:10:15: Und da stehen die natürlich vor denselben Herausforderungen wie wir in Deutschland.

00:10:18: Diese Investments in große Speicher, das haben wir das Gefühl ist tatsächlich auch hier.

00:10:23: In Deutschland der Fall oder das Interesse ist da.

00:10:26: es gibt ja irgendwie siebenhundert Gigawatt an Anschlussbegehren für Großbatterien in Deutschland und trotzdem haben die Amerikaner die Kalifornier das irgendwie schneller geschafft als wir.

00:10:36: Woran liegt denn das?

00:10:37: Es gibt einen ganz zentralen Unterschied also das schon richtig gesagt am Ende des Geschäfts.

00:10:41: Auch in den USA in Kalifornien wird investiert wesentlich von Privatwirtschaft.

00:10:47: Die haben dann ein Business Case.

00:10:49: Der große Teil kommt auch wie bei uns aus dem Stromhandel, also arbitrage Geschäften die man machen kann.

00:10:55: Also es ist ein Geschäft.

00:10:57: was der große Unterschied ist das eben einerseits politisch lange die Leitschnur schon ausgegeben wurde.

00:11:04: wir wollen eine zügige Energiewende haben.

00:11:07: Das ging in den ganzen Zentralen Gesetzesänderungen Und jetzt kommt es.

00:11:12: Es gibt die CPUC, das ist die Art Bundesnetzagentur, die Aufsichtsbehörde und die hat seitdem systematisch die Weichen dafür gestellt?

00:11:20: Es gibt auch kluge Instrumente beispielsweise so eine Absicherungspflicht würden wir sie in Deutschland nennen.

00:11:25: Die Versorger in Kalifornien müssen selber nicht nur Kunden beliefern oder Strom erzeugen, sondern auch sicherstellen ein Teil der Leistung mindestens bereitstellen zu können, diese ihren Kunden versprechen.

00:11:36: Das sind Absicherungspflichten drin die dazu geführt haben, dass eben Speicherung auch ein Case ist.

00:11:43: Hinzu kommen explizite Auflagen für Renewables-Standards.

00:11:47: wie viel Erneuerbahnstrom habe ich im Portfolio aber auch wieviel Speicher habe ich in Portfolios.

00:11:51: Das heißt, die Aussichtsbehörde treibt diesen Prozess voran indem sie klare einheitliche Spielregeln macht das ein Markt funktionieren kann.

00:11:58: Da fehlt bei uns halt, das haben wir nicht.

00:12:01: Diesen Drama und gleichzeitig treibt sich auch die Entwicklung Chancen orientiert.

00:12:06: voran sind fest, wenn man sich den Chef von Kaiser oder auch CPUC anhört.

00:12:11: Das ist die redemative Chance vom Batterie.

00:12:12: Super!

00:12:13: Von der Bundesregierung kommen wieder verschiedene Stimmen, die versuchen die erneuerbaren und auch Batteriespeicher einzubremsen.

00:12:21: eigentlich.

00:12:21: dann haben wir so ein Gegenbeispiel wie das offensichtlich mit einer Politik ja

00:12:26: die versucht

00:12:27: was voranzutreiben in der Energiewende wie dass dann auf funktionieren kann und aussehen kann.

00:12:33: Also es scheint da schon doch sehr stark erstmal von der Regulatorik aus zu bremsen in diesem Fall.

00:12:40: Das muss man hier glaube ich dann nochmal erwähnen.

00:12:42: Wie ist das denn bei der Bevölkerung?

00:12:44: wie wird es denn da angenommen?

00:12:45: weil natürlich die Bürgerinnen und Bürger müssen natürlich auch in gewisser Weise abgeholt werden unter hinterstehen, wie ist es denn in Kalifornien?

00:12:53: Weil was wir jetzt gehört haben zahlen die ja doch den höchsten Strompreis so in den USA jetzt derzeit, in Kalifornien.

00:13:00: Ist das trotzdem eine Sache dieser Energiewende in Kalifonien wo eigentlich alle dahinter stehen?

00:13:06: Die

00:13:06: hohen Strompreise ist tatsächlich in Kalinfonien hart.

00:13:10: Es ist deutlich teurer sogar als in Deutschland wenn man es jetzt umrechnet.

00:13:15: Das hat aber eine ganz ganz andere Systemstruktur im Hintergrund.

00:13:18: Das kann man nicht so eins zu eins vergleichen finde ich also paar Kennzahlen Kalifornien hat von der Bevölkerungsdichte, aber auch der Lastdichte.

00:13:26: Also wie viel Verbrauch habe ich pro Quadratkilometer?

00:13:28: Faktor zwei bis zweieinhalb weniger als hier.

00:13:30: Die haben also relativ mehr an Netzbeispielsweise was die brauchen als wir.

00:13:37: Wir haben ein ganz anderes Problem das wir gar nicht kennen.

00:13:40: Das sind Waldbrände.

00:13:41: Es gibt eine Waldbrandumlage in Höhe von bis zu zwei Cent pro Kilowatt Stunde sozusagen, die nur dafür da ist abzusichern dass wenn zentrale Leitungen unter Wald brennen zusammenbrechen dass man trotzdem resilient ist.

00:13:53: da gab es auch nicht vor zweiter jahren auch ein riesen event, wo halt die große leitung nach nord nach eugen hoch einfach im feuerstand.

00:14:02: Die haben eine ganz andere struktur.

00:14:05: Die sind auch gewohnt drei hundert minuten stromausfall im jahr zu haben.

00:14:08: wir haben elf.

00:14:09: also das ist eine komplett anderen natur.

00:14:11: kann ihnen vielleicht gleich bisschen mehr zu sagen.

00:14:14: Entsprechend anders ist auch die Kostenstruktur.

00:14:17: Wir sind hier in Deutschland in einer ganz anderen Situation, wir sind eingebettet in ein europäisches Verbundsystem.

00:14:23: Wir haben Ausfallzeiten von elf Minuten in Kalifornien dreihundert Minuten.

00:14:29: das heißt die Akzeptanz für flexible Lösungen und vielleicht auch die Akseptanz dafür einen höheren Preis zu zahlen aus dem Grund vielleicht höher in Kalifornien.

00:14:41: In Deutschland ist ja lange nichts passiert, sodass da die Akzeptanz okay ich zahle mehr dafür dass sich eine sichere Versorgung habe als bisher er nicht gegeben ist.

00:14:55: Da muss ich ein bisschen reingreischen.

00:14:57: Wir haben ganz, ganz viele höherer Mails bekommen die eben folgendes sagen lasst euch bitte nicht einreden in diesem Podcast das Versorgungssicherheit mit Batteriestrom plötzlich teurer sein soll als irgendwie Strom aus fossilen die eben auch mal ausfallen diese Kraftwerke.

00:15:15: Tim kannst du uns irgendwas über die bezahlung für versorgungssicherheit von strom diesbezüglich nennen?

00:15:21: Also nicht im Landesvergleich der Kostenstrukturen, da ist auch vieles wirklich intransparent.

00:15:26: Aber es ist genau wie du sagst dass Versorgungssicherheit heute bei uns deshalb teuer ist weil wir sie altbacken organisieren.

00:15:35: das ist meine feste Überzeugung und das sehen wir auch in Diskussion um Kapazitäts Märkte, das muss man immer strengen Anführungszeichen setzen.

00:15:42: Das ist nicht kein Markt.

00:15:44: So was gibt es in Kalifornien beispielsweise nicht?

00:15:46: Ja da ist auch so dass die Regulierer sagen kann ich brauche jetzt mal dringend steuerbare Leistung und dann schreibt er mal einen Gigawatt aus.

00:15:53: Das machen sie auch sehr weit in der Obhut des der Aufsichtsbehörde.

00:15:58: aber entscheidende Unterschiede ist das über solche Mechanismen wie die Absicherungspflicht der Versorger.

00:16:04: gesagt wird Wie ihr Versorgungssicherheit macht.

00:16:06: das ist uns eigentlich gar nicht wichtig.

00:16:08: wir sagen nur ihr müsst Sie machen Und dann kann der Markt das entscheiden und entscheidet in Kalifornien ganz häufig für die Batterielösung, weil sie halt dann unter dem Strich die günstigere ist.

00:16:19: Auch da wieder da endet die Vergleichbarkeit.

00:16:21: natürlich is in Kalifornien der Winter noch viel sonniger als bei uns.

00:16:25: Das heißt wir müssen ein bisschen komplexer denken.

00:16:27: Da mehr Windkraft reinmischen.

00:16:28: Die haben eine andere Struktur von nicht verfügbarkeiten also bei uns alles ein bisschen komplizierter vom Wetter her sozusagen.

00:16:35: aber es genau richtig die Versorgungs Sicherheit wird.

00:16:40: Da gibt es tolle Studien zu.

00:16:42: günstiger, wenn ich ein System aus der Neuerbahn dann mit Batterien viel mehr als wir alle denken und ganz bisschen Restpolekülverstromung reinpacken.

00:16:51: Das ist billiger als das was wir heute

00:16:53: tun.".

00:16:53: Ist ja auch eigentlich sehr gut erklärbar, weil man dezentral viele Batterien am Netz hat?

00:16:57: Dann kann der eine oder andere dann eben für einen Ausfall irgendwie einspringen anders als dass vielleicht bei einem sehr zentralen fossilen Netz der Falle ist.

00:17:06: vor etwas längerer Zeit einen großen Skandal um die Frage, ob das nicht alles sehr überteuert ist bei denen.

00:17:12: Weil sie sind nicht anfangelt es gibt keinen Wettbewerb.

00:17:15: Die sind durchintegriert vertikal, die PG&E und solche Anbieter sind gleichzeitig Verteilnetzbetreiber Erzeuger und Lieferant.

00:17:22: Ich finde es schwer der Transparenz rein zu bekommen weil die Zahlen die man sieht sagen dass die Erzeugungsseite vor allem teurer ist als bei uns.

00:17:31: Und das verstehe ich nicht, ne?

00:17:33: Weil Solarschrum ist mal ganz klar echt billig da drüben.

00:17:36: Batterien kosten jetzt heute auch nicht mehr so viel.

00:17:38: Also wenn ich das zusammenpacke in ein sinnvolles Profil, kann das nicht der Kosten treibbar sein?

00:17:43: Das ist ja super, super interessant!

00:17:45: Das wusste ich gar nicht, dass der Strompreis in Kalifornien noch mal höher ist als bei uns... Kann ich mir vorstellen, würde ja ein absoluter Showstopper irgendwann sein sozusagen Kalifornien aus unserer Sicht jetzt als Blaupause anzusehen.

00:17:58: Du hast eben im Nebensatz gesagt so die.

00:18:00: die Netzbetreiber sind da auch dabei.

00:18:02: Ich weiß noch dass wir hier gesprochen haben mit Fünfzig Hertz und mit Transnet BW.

00:18:07: Da war der letzte Stand immer.

00:18:08: sie prüfen ob Sie selber diese Groß Batterien bauen oder aufbauen können als Betreiber, da ist offenbar die Regulatorik nicht ganz spezifisch.

00:18:16: Ich habe sowieso das Gefühl dass wir hier sehr sehr vorsichtig sind.

00:18:19: man prüft etwas dann kommt ein Vorschlag geht an die Netzagentur und dauert alles so irre lange.

00:18:25: wenn ich dir richtig verstanden hab dann ist der Netzbetreiber selbst aktiv im betreiben dieser Großbatterien.

00:18:31: würdest du das Deutschland vorschlagen als Blaupause?

00:18:34: Ja muss man unterscheiden.

00:18:35: tatsächlich Amprion, das sind die Übertragungsnetzbetreiber.

00:18:40: Die sind in ihrer Rolle eher der Kaiso sozusagen in den Kalifornien und die betreiben selber nicht Batteriespeicher sondern sie haben einen sehr klaren Marktrahmen gesetzt.

00:18:52: Sie dürfen investieren in Speicher mit so wie alle anderen auch damit es diskriminierungsfrei ist, damit sie ihre Rolle als Netzbetreber nicht ausnutzen.

00:19:00: Die aber selbst nicht Betreiber, deren eigenen Mehrwert daraus hat, dass jetzt irgendwie Nettstützung betreibt, sondern es gibt transparente Marktregeln.

00:19:07: Und die investieren sind großen teils privatwirtschaftliche Firmen sind aber auch die versorgen würden.

00:19:13: würden wir das nennen dassen dann die integrierten unternehmen wie pg und e die aber nur netz nur verteilen jetzt betreiber also nicht übertragungsnetzbetreiber mit der system verantwortung.

00:19:23: Die art wie engpass management gemacht wird da kommen gleich bestimmt auch noch drauf.

00:19:27: dies so grund anders als bei uns und ich finde so viel intelligenter, Dass man auch da gewisse Dinge gar nicht so vergleichen kann.

00:19:34: Da wird dann genau wie du sagst in deutschland unfassbar viel geprüft und überlegt und nicht gemacht, Und in kalifornien ist die klare gelinghaltung da.

00:19:44: in der politik Auch in der aufsichtsbehörde muss man sagen und auch bei den systemverantwortlichen netzbetreibern das hinzubringen Das ist glaube ich mein set was echt anders.

00:19:54: In Deutschland, da verläuft der Stromnetzausbau eher schleppend haben wir in diesem Podcast auch schon diverse Male darüber berichtet.

00:20:01: Ganz konkret fehlen da Netzanschlüsse für die Erneuerbaren oder auch für die Batteriespeicher?

00:20:07: Wie sieht das denn in Kalifornien aus?

00:20:09: Also in Kalifonien wurde genau wie in Deutschland massiv zugebaut – die letzten Jahre an Erneuermahren aber auch an Batteriesspeichern.

00:20:19: Vor mal zwei Tausend Acht hatte man noch zwei Jahre wenn es um Netzanschlussbegehren ging, aber auch heutzutage dauert es fünf Jahre so ein System anzuschließen.

00:20:31: Das heißt auch hier herrschten klarer Engpass an Netzanschlüssen.

00:20:35: also da glaube ich sind wir mit relativ ähnlichen Herausforderungen konfrontiert.

00:20:40: wie wird das jetzt auch hier sehen?

00:20:43: Bleiben wir mal bei den Großbatterien von Kalifornien.

00:20:45: Tim, kannst du uns da so einen Überblick geben?

00:20:47: Wo sind die denn jetzt hierarchisch an den Netzen angeschlossen?

00:20:50: Wenn man jetzt mal auf das deutsche Hierarchiesystem zu sprechen kommt dann gibt es die Verteilennetze, dann gibt's die Mittelspannungsnetze und eben die Übertragungsnetz, die du gerade angesprochen hast.

00:20:59: Wo sind denn diese Großbaterien verortet?

00:21:01: auch dass ist in diesem Podcast immer wieder Thema gewesen wo man das in Deutschland theoretisch andocken könnte.

00:21:06: Vielleicht ganz kurz zur Begriffsklärung, also die Verteilennetze auch bei uns sind definiert als alles was Niederspannung Mittelspannungen und Hochspannung ist.

00:21:14: Die Übertragungsnetze sind dann höchst Spannung und Teile der Hochspanne oder gibt es ein paar Schnittmengen.

00:21:18: aber die verteilen Netzen sind viel mehr als wir meistens denken so.

00:21:22: Und in Kalifornien ist es so dass wir eine ganz andere Größenverteilung sehen.

00:21:27: der Batteriespeicher als bei uns in Deutschland ist ja total dominiert von Heimspeichern.

00:21:32: Wir haben ja auch die Batteriespeicherinnen, die größt als Heimspeicher sind.

00:21:38: Die aber eben nicht systemdienlich gefahren werden sondern Privatsache für Eigenverbrauch und damit ein Muster haben.

00:21:44: das hilft häufig dem Netz mehr als man denkt gibt es auch viel Gerücht darum Aber Es ist nicht System dienlich.

00:21:50: in Kalifornie ist das ganz anders.

00:21:51: deutlich über fünfzig Prozent sind eher im Bereich hundert megawatt aufwärts.

00:21:56: wenn ich die Fünfzig Megawatt Klasse dazu nehme dann bin ich bei Siebzig, achtzig Prozent der gesamten Batteriespeicher und das ist ein rein Größenbedingt dass ich die weit oben anschließen muss.

00:22:07: Es sind einfach ganz andere Dinger weil angereizt als System dienlich orientierte Großspeicher als Business um hier irgendwie schnell voranzukommen und dann sind alles große Dinger.

00:22:20: Ja, Ines hast du da vielleicht noch eine Meinung dazu.

00:22:22: Wenn man jetzt mal auf Deutschland guckt wo soll denn diese Großbatterien im besten Falle stehen?

00:22:27: An der TU Klausthal beschäftigt ihr euch auch mit Leistungselektronik könnte man ja irgendwie so ein bisschen auf das Stromnetz übertragen.

00:22:33: Großbaterien eher an den Übertragungsnetzen oder eher am Ende irgendwo im letzten Winkel der Verteilennetze.

00:22:39: Da gibt es natürlich ganz viele Meinungen zu.

00:22:43: ich bin ein Fan von der Nutzung erneuerbarer dort, wo sie produziert werden.

00:22:49: Also nicht mit dem Ziel dass man immer das Netz als Backbohnen für die letzte zu übertragende Kilowattstunde ausbauen muss sondern dass man lokal auf regionaler Ebene durchaus Synergien schafft um die Energie zu nutzen.

00:23:03: da gibt es ganz unterschiedliche Konzepte.

00:23:06: Die Stromdirektnutzung die ich sage über Batterien dann gibt es Aspekte der Sektorenkoppelungen.

00:23:15: Und dann gibt es natürlich auch Großbatteriespeicher hier in Deutschland, die ganz gezielt Netze entlasten sollen.

00:23:23: Aktuell gibt es keine Tendenz Richtung dieser wunderschönen lokalen Konzepte sondern die Batterie Speicher gerade hier in Deutschlands sind ich sage mal komplett marktorientiert gestaltet.

00:23:36: sie möchten am day ahead und intraday Markt agieren dort die Preisspannen ausnutzen auf jeden freien Netzanschlusspunkt, sei es in der Übertragungsnetzebene oder in den höheren Spannungseben der Verteilnetzbetreiber.

00:23:53: Das ist tatsächlich auch problematisch weil Batteriespeicher ja auch sehr kurzfristig am Markt agieren können und dann natürlich jede preventive Redis Patch Maßnahme also die Behebung von Netzenkpassen, die ein zwei Tage vorher durchaus auch geplant werden vom Netzbetreibem komplett entgegenwirken kann.

00:24:14: Sozusagen hier haben wir das System Kupferplatte, ohne dass wir uns das Netz genau angucken bei der Platzierung und bei der Vermarktung und Betrieb von Batteriespeichern.

00:24:28: Also es gibt noch keine wirklich sinnvollen Konzepte für die lokale Nutzung.

00:24:34: Das ist super spannend wie das in Kalifornien gelöst wird.

00:24:37: Es ist nämlich ganz anders gemacht vom Marktdesign.

00:24:40: So was wie redispatch was ihnen sagt das wirklich ein Problem ist dass wir da keine Signale, keine Preissignale haben für Batterien sich systemt die nicht zu verhalten.

00:24:48: So etwas wie eine Redispatch gibt es in Kalifornien eigentlich gar nicht weil in den USA insgesamt da eben auch gilt ein sogenanntes nodal pricing heißt Es gibt nicht einen großen Stromhandelsmarkt der unterstellt Das netz ist ne kupferplatte und die werden schon irgendwie klarkommen.

00:25:04: und wenn nicht mache ich redis patch sondern Ich habe Allein in Kalifornien tausende Punkte, für die ich das Netz individuell berechnen, an denen ich auch handeln kann.

00:25:14: Wo die Preisbildung an den Knoten erfolgt.

00:25:16: Tausendfach hoch komplexes Ding und zwischen diesen verschiedenen Marktpunkten sozusagen gibt es zwischendurch halt netzenkt Pässe sind auch in Kalifonien gibt's die eben auch auf großen Routen Die sind dann bekannt Und da gibts so ein Instrument dass sich die die Kapazität die ein solcher Pfad hat, kann ich eben auch handeln.

00:25:39: Die hat auch einen Preis und die fließt dann ein in den Preis, den ich an meinem Knoten zahle.

00:25:44: Das heißt schon bei der Preisbildung von wie sich Erzeugung und Verbrauch treffen spielen netzengspäßig eine Rolle und werden eingepreist.

00:25:52: Und da muss ich eigentlich mal Redispatch machen weil das ist ja schon weg gepreist sozusagen.

00:25:55: Da passt sich der Markt selber schon an in seiner Fahrweise.

00:26:00: Auch für Investoren natürlich.

00:26:02: Man muss immer an jedem Marktpunkt, wo ich mich anschließe wissen da wie könnten der Preis eigentlich sein?

00:26:06: in der Zukunft aber hat eben diesen unglaublichen Charme das ich das Preissignal eingebaut habe schon für Netzengpässe die bekannt sind.

00:26:14: Im Ergebnis sind in Kalifornien etwa die Hälfte der Batteriespeicher sind Collocation Speicher Weil auch an diesen Marktpunkten ja die Solaren Erzeuger sozusagen bieten müssen, mit dem Wert ihres Stromes.

00:26:25: Und dann ist eben auch da Colocation ganz häufig einfach ein guter Case.

00:26:29: Meistens ist es in Kalifornien halt ein Solarkraftwerk und habe am gleichen Netzverknüpfungspunkt, am gleichen Standorten Batteriespeicher um halt meine Netzvergnüpfungen und mein Markt agieren sozusagen in sich geschlossen besser machen zu können und damit mehr Geld zu verdienen.

00:26:46: Liebes Publikum, das ist jetzt der Punkt wo ich total dankbar bin.

00:26:50: Wir haben uns vor einem Dreivierteljahr hier zu diesem Thema nodale Preisgestaltung von Strompreisen mit Leon Hirte unterhalten.

00:26:56: Sie wissen damals hat er mit ein paar Kollegen in der FAZ einen Gastbeitrag geschrieben darüber wie man theoretisch weg von dieser deutschen Kupferplatte diese einheitlichen Strompreiszone kommen könnte.

00:27:08: Tim jetzt sagst du die Amerikaner machen das sehr erfolgreich.

00:27:12: Ich bin total beeindruckt möchte aber jetzt genau wissen Hat das zur Folge gehabt, dass an den richtigen Stellen im Land sowohl Speicher als auch dieser erneuerbaren Erzeuger aufgebaut wurden?

00:27:23: oder hat es damit erst mal nichts zu tun?

00:27:25: Doch.

00:27:25: Das hat natürlich damit zu tun weil diese Engpasspreise eben sagen wenn ich einen Speicher an diesen einen Netzverknipzungspunkt baue kann nicht mehr davon profitieren zum Beispiel als Verbraucher oder als Anlagenbetreiber einer Solaranlage in Collocation Weil ich diesen Engpass nicht so spüre, den Preis zahle ich halt nicht.

00:27:45: Das heißt in meinem lokalen Markt kann ich besseres Geschäft machen weil ich diesen doofen Engpasspreis nicht habe.

00:27:49: das ist ganz klaren Allokationssignal auch ein regionales.

00:27:52: wo gehe ich denn hin?

00:27:54: Ich frag das deshalb so genau, weil wir in diesem Podcast gleich zwei oder drei Mal gehört haben dass es diesen Effekt angeblich gar nicht gäbe.

00:28:02: Dass wenn man die Kupferplatte auflöst und das quasi einen nodalen Preis an den Transformator in der Stadt hängt, dass das nicht dazu führen würde, dass dann irgendwie Großbatteriebestreiber oder eben Solarpark sich da ansiedeln wo's irgendwo marktwirtschaftlich interessant wäre.

00:28:17: Insofern sagst du Lüge!

00:28:18: Ja natürlich man kann sich auch die Ausbauplanungen angucken, wo die entlang dieser Pfade sind.

00:28:23: Das hat ja eine Rationalität das sind ja Investorenentscheidungen, die natürlich immer das Risiko in sich tragen müssen wie lang ist der Netzengpastar?

00:28:30: Wie ist der Preis von dem?

00:28:31: wohl dauerhaft?

00:28:32: aber natürlich entscheide ich mich als Investor dahin zu gehen, wo mein Lokalermarkt das am besten erlaubt und damit habe ich einen Anreiz natürlich damit drin.

00:28:41: Die Diskussion in Deutschland geht glaube ich an zwei stellen immer ein bisschen durcheinander.

00:28:45: wir reden zu viel finde ich dann über die einheitliche preiszone im großhandel.

00:28:50: Die ist jetzt mal gerade durch.

00:28:52: politisch hat auch was zugesagt.

00:28:54: das wird jetzt erstmal nicht kommen.

00:28:56: Und gleichzeitig vergessen wir dass da weiß der leon hört auch manchmal ganz gut darauf hin, dass wir heute schon acht neun sechzig preiszonen haben weil jedes verteilen jetzt gebieten anderen preis hat.

00:29:06: Also wäre ich eher dafür zu sagen lasst uns diese verteilen netz entgelte und die preise so flexibilisieren dass sie eben auch anreize geben zumindest für system die nicht gefahr weisen vielleicht doch nicht als allokationssignal wo baue ich genau hin.

00:29:22: aber das würde man dadurch in griff kriegen, dass man in die verteilnetz entgelt rein geht.

00:29:26: In klammern da sind unsere netzbetreiber brutal überfordert dass es wird das ist eigentlich problemen dass wir haben es die gar nicht leistungsgefährig genug sind um sowas zu machen das während der lösung Nicht nur den Preissing, das ist wirklich die Endgame sozusagen.

00:29:39: Es ist ein Riesenweg da hinzukommen.

00:29:41: aber als Zwischenstufe gute Preis Signale auch für flexible Fahrweisen gerne auch lokale Allokation von Mängen über die Netzern Gelde reinbringen.

00:29:50: Aber dann würde ich es eher auf dem Verteilennetz machen.

00:29:53: Kommen wir mal wieder zurück zum Einsatz, zum konkreten Einsatz der Speicher in Kalifornien.

00:29:58: Ines, wir haben zu Beginn über diese berühmte Endenkurve gesprochen.

00:30:02: Wie funktioniert denn jetzt dieser Einsatz?

00:30:04: Der Speicher da ganz genau also wer kommuniziert damit wem um jetzt in den Abendstunden bei Bedarf einzuspeisen?

00:30:12: Also da kann ich jetzt auf dieses nodal pricing Aufsetzen.

00:30:17: der Netzbetreiber berechnet sozusagen Knoten scharf in der aktuellen markt Situation den Preis, also wir haben dann zum Beispiel eine Mittagszeit mit einer hohen PV Einspeisung und diese Preissignale gehen halt zu den einzelnen Knoten oder auch entsprechend zu dem Batteriespeicher.

00:30:37: Und der prüft anhand seiner Grenzkosten.

00:30:42: lohnt es sich für mich jetzt hier entsprechend einzuspeichern oder Energie in das Netz zurückzugeben?

00:30:50: Und das wird dann halt automatisch aktiviert nach entsprechenden Routinen, die im Hintergrund laufen.

00:30:57: Ja jetzt frage ich mich natürlich in dem Zusammenhang wie der Digitalisierungsgrad dieser kalifornischen Netze und Speicher- und Erzeuger grundsätzlich dort vorangeschritten ist.

00:31:07: In Deutschland habe ich ja manchmal das Gefühl, Ihnen es ... Die Netzbetreiber, die verteilen Netzbetriebe wissen selber nicht so ganz genau was bei ihnen los ist.

00:31:15: beim Übertragungsnetzbetreber haben wir Ein bisschen besseres Gefühl, aber im Grunde genommen reden wir dann noch so ein bisschen über eine Blackbox.

00:31:21: Wie ist das in Kalifornien?

00:31:23: Ist das alles hoch digitalisiert, sodass da im Prinzip nur noch Systeme automatisiert miteinander sprechen?

00:31:28: oder ist es tatsächlich noch so dass da jemand aufs Knöpfchen drückt jeden Tag?

00:31:32: Also in Deutschland ist es erstmal so, dass ich sage mal auch unser Netz schon hochautomatisiert ist.

00:31:37: wenn wir manchmal gucken in den Verteilnetzen Wir wissen in manchen Verteilenetz-Ebenen nicht was passiert sind wir durchaus im absoluten Nieder Spannungslevel, also auf Haushaltssebene alles was von der Spannung höher ist.

00:31:52: Da hat der Netzbetreiber auch entsprechend die Information.

00:31:57: Wenn wir jetzt nach Kalifornien schauen ich weiß tatsächlich nicht ganz genau wie der Digitalisierungsgrad der Netze da ist.

00:32:06: aber die Speicher selbst die reagieren halt hier direkt auf das Signal.

00:32:13: Wir haben sozusagen eine dezentrale Informationsverarbeitung.

00:32:17: Die halt überprüft, lohnt sich das?

00:32:19: Lohnt es sich für mich nicht und agiert entsprechend ohne dass da jemand jetzt in einer Speicherzentrale sitzt auf dem Knopf drückt und sagt so jetzt speichern wir ein.

00:32:29: Jetzt haben wir dort ja auch viele Haushaltsspeiche Und wir wollten später noch auf diverse Tests zu sprechen kommen die dort für den Notfall sag ich mal bereit stehen.

00:32:42: Dort werden nämlich Haushaltsspeicher zu einem sogenannten virtuellen Kraftwerk zusammengefasst, das ist dort vergleichsweise einfach.

00:32:52: Das sind zum Beispiel Tesla-Haushaltsspeichern.

00:32:57: Tesla hat eine eigene Cloud und kann über die Cloud die einzelnen Haushalt Speicher direkt ansteuern.

00:33:05: Also wenn es da irgendeine Art Notfall-Signal oder Flexibilitätsbedarf vom Netzbetreiber gibt, geht das sozusagen an den Aggregator zum Beispiel Tesla, gibt auch Sansan und dann geht das Signal direkt ans Gateway auf Haushaltsebene.

00:33:24: Das erfolgt übers Internet oder über Mobilfunkkarten, die da vorhanden sind und dann erfolgt eine direkte Kommunikation mit dem Haushaltsspeicher.

00:33:35: Also da kann man schon sagen von der Digitalisierung kommen die vom übergeordneten Netzbetreiber bis in die Haushaltsebene rein um dann im Bedarfsfall auch zu sagen wir brauchen jetzt gerade Energie im Netz.

00:33:51: Wir haben zum Beispiel so eine Hitzeperiode ... speist ins Netz ein.

00:34:00: Und auch der Häuslebesitzer kann durchaus sagen, ich möchte das jetzt gerade nicht.

00:34:05: Der kriegt über App eine Information und kann das Ganze auch ausstellen.

00:34:10: Von daher würde ich sagen sind die was die Digitalisierung angeht deutlich weiter als dass bei uns möglich ist.

00:34:16: Ich glaube gut zehn Jahre haben sie natürlich hundert Prozent Smart-Meterquote.

00:34:20: Das heißt entscheidende ist ja, dass sich überhaupt Preissignale zu bekunden durchkriegen.

00:34:24: Was macht mit dem Preissignal?

00:34:26: Das ist ja der Irrsinn bei uns, dass ein Netzbetreiber steuerend eingreifen muss kann und muss die Ausnahme bleiben wenn die Märkte was nicht geschafft haben.

00:34:35: Bei uns ist aber eben jetzt im Denken das Regelfall-Szenario.

00:34:38: wir müssen über ein intelligentes Messsystem immer den Zugriff des Netzbetreibers auf die letzte Wallbox erlauben.

00:34:45: Nee, werden überhaupt nicht brauchen wenn die Preiss Signale stimmen.

00:34:48: also da sind wir sehr verdreht unterwegs.

00:34:50: es hat dazu geführt Nicht nur nicht digitalisiert sind da, sondern wirklich in der steilen Zeit festhängen.

00:34:56: Wie ist denn die Smart-Meterquote bei denen?

00:34:58: Bei den

00:34:58: ist sie hundert Prozent seit ich glaube zehn Jahren.

00:35:01: Bei uns ist sie vier unter vier und das ist wirklich ... ja, zwei tausend sechsundzwanzig!

00:35:09: Das ist peinlich muss man sagen.

00:35:10: also ich schäme mich dafür wenn ich woanders bin aber sei es drum... Der zweite Punkt ist auch interessant in der ganzen Art wie das System gemacht wird.

00:35:17: natürlich muss sich viel mehr Massen-Daten bewegen wenn ich tausende von Notes berechne und Preisbildung darauf haben.

00:35:24: das braucht viel mehr Digitalisierung auch in meinen Lastfluss Berechnungen.

00:35:28: Mein marktmechanismen und ein ganz wichtiger Punkt in den real time Markets was unserem der intraday entspricht haben die fünf Minuten intervalle schon nicht nur fünf zehn, auch dass wird sich bei uns ändern müssen.

00:35:42: gerade batterien sind so schnell.

00:35:44: ich kann gar nicht mehr Als übertragungsnetzbetreiber systemsicherheit dauerhaft bereitstellen wenn ich in fünfzehn Minuten mittelwerten denken muss, geht überhaupt nicht.

00:35:52: Wenn der einer, ich sag das immer bildhaft eine groß Batterie ist wie statt kil ein und ausschalten so wenn das einer im minutentakt macht weil der mag dass ihm gerade so irgendwie dann hatten wir schon ein problem.

00:36:03: Das heißt, wir müssen auch in den zeitlichen Auflösungen runter.

00:36:06: In Kalifornien gibt es auch Produkte für Rampen beispielsweise die von Batterien bedient werden also als Systemdienstleistung Rampendprodukte um das auszugleichen.

00:36:14: da ist ganz viele Modernisierungen längst erfolgt die auch viel mehr Digitalisierung braucht.

00:36:20: Da tun wir uns noch schwerer weil wir eingebettet im europäischen verbunden nicht sagen können ja machen wir in Deutschland mal fünf Minuten das geht nicht aber das muss viel schneller passieren weil die markt entwicklung grad bei batterien so dynamisch ist.

00:36:32: welche zäh chemie haben denn diese großbatterien in kalifornien?

00:36:35: ist ja da irgendwas bekannt?

00:36:37: ist das nmc oder auch tatsächlich schon lfp oder nutzen wieder was ganz anderes?

00:36:42: redox flow hört man auch immer aus den usa.

00:36:45: wie sieht es da

00:36:46: aus?

00:36:46: letzte woche geguckt das gebe ich jetzt mal zu.

00:36:48: ich habe die zahlen auch nicht ganz im kopf aber ich würde sagen.

00:36:52: Es ist LFP dominiert, also der größte Teil sind LFP Zellen und es gibt aber auch einen Teil von NMC-Zellen.

00:36:59: Aber ein größerer Teil die Lithiumeisenphosphatzellen.

00:37:03: Ob jetzt Kalifornien als Blaupause für uns?

00:37:06: Für unsere Netze, für unsere Energiewende?

00:37:08: Stünde hängt ganz massiv davon ab wie sich die Preisgestaltung sozusagen entwickelt, ob die Strompreise irgendwie langfristig runtergehen.

00:37:17: Gleich bleiben oder sogar hoch gehen.

00:37:19: in Kalifornien ist es offensichtlich relativ hoch mittlerweile.

00:37:23: ich sehe das so.

00:37:23: wir haben einen Riesenbedarf viele Batterien ans Netz zu lassen.

00:37:27: die erneuerbaren Energien möchten auch aufgebaut werden und die Netzbetreiber haben eine ganz entscheidende Rolle offensichtlich anders in Kalifonien als bei uns.

00:37:36: und trotzdem gibt es diesen immensen Druck jetzt irgendwie sich zu digitalisieren, schneller in die Prozesse reinzukommen.

00:37:43: Und vielleicht die letzte Frage, Tim, fangt du mal an?

00:37:46: Wird es nicht irgendwann diese Systemfrage zu klären geben, dass wir eben diese deutsche einerliche Strompreiszone auflösen müssen?

00:37:53: Weil seien wir mal ganz ehrlich das wird doch so nicht klappen wenn's weitergeht oder

00:37:57: ich glaube der Blaupause ist sowieso ja wahrscheinlich kein Land weil wir immer irgendwie andere Voraussetzungen haben und wir können uns unfassbar viel glaub ich von Kalifornien abschneiden.

00:38:08: Und das Wichtigste ist nochmal diese gemeinsame Gelinghaltung von Regulierung und auch Aufsicht ganz zentral, wirklich Dinge so zu regulieren.

00:38:18: Dass die Märkte das in die Richtung treiben, die wir ja wollen – und das machen wir nicht!

00:38:22: Da stehen wir uns echt auf den Füßen.

00:38:25: Das zweite dann auch Richtung Preiszone.

00:38:29: Ich trenne das gerne ein bisschen anders gedanklich.

00:38:33: Im Großhandel ist eine Riesenaufgabe alleine schon die Reduktion von den fünfzehn Minuten runterzukommen auf fünf.

00:38:40: Das ist ein Riesenprojekt wie sagen lass die mal das machen.

00:38:43: und des eigentliche Problem haben wir in dieser unfassbaren Kleinteiligkeit des Verteillennetzbetriebs, wie wird das organisieren?

00:38:52: Achthundert jetzt sind es einen Fünfzig genau sind gerade Netzbetreiber in verschiedenen technischen Standards, Vorgaben Prozessen, Faxformularen und Hasse nicht!

00:38:59: Das ist das Problem und das zieht sich fest.

00:39:02: und da müssen ran.

00:39:05: und über die Flexibilisierung von diesen Netzentgeltanteilen kommen wir ganz, ganz weit.

00:39:09: bevor war die Großhandelssachen aufbrechen.

00:39:12: Das würde ich so erstmal trennen wollen.

00:39:15: im Verteilnetz liegt unser Problem Und da müssen wir ran.

00:39:19: das hat viel mit Reorganisation zu tun sich als ehemaliger Manager leider sagen

00:39:24: was wird sich aus deiner Sicht übertragen lassen auf Deutschland Ines?

00:39:27: Ich finde es auch wichtig dass wir diese dezentrale Nutzung erneuerbare Energien stärker forcieren.

00:39:37: Und dazu brauchen wir, ich sage mal ähnliche Konzepte wie sie mit diesem nodal pricing in Kalifornien funktionieren.

00:39:45: jetzt gehen die Diskussion da sehr weit auseinander und Ich glaube nicht dass wir so ein nodal Pricing System hier durchgesetzt kriegen.

00:39:53: alle Großinvestoren die gerade über Batteriespeicher Nachdenken laufen da dann natürlich auch Sturm, die haben schon ihren Netzanschluss begehren.

00:40:03: Man könnte aber durchaus auch mal so ein Transformationsfahrt aufzeichnen.

00:40:07: was wäre denn wenn sich mal zu trauen?

00:40:09: aktuell geht halt ganz viel über diese dynamischen Nitzentgelt Diskussionen wo man sozusagen anreizen möchte, wie auch für Elektrolyseure.

00:40:20: Dass die sage ich mal im Norden von Deutschland platziert werden, wo es dann Netzentgeltbefreiungsdiskussion gibt um hier, ich sag mal, anzureizen dass sie eher im Norden bauen, wo wir viel Windstrom abregeln müssen anstatt an anderen Plätzen.

00:40:37: Also das sind so die ersten Ansätze, da ist gerade viel in der Diskussion und es gibt ja durchaus auch sage ich mal schon auf Verteilnetzebene Stadtwerke eben dynamische Tarife für das Laden von Elektrofahrzeugen.

00:40:52: aber da müssen wir viel stärker noch rein und dann müssen wir ein Transformationsfahrt hinaufzeichnen die aktuelle Investition nicht behindert aber durchaus sich traut den Weg zu gehen.

00:41:05: Ja, Ines, Tim.

00:41:06: Herzlichen Dank für eure Erläuterung und eure Expertise!

00:41:10: Liebes Publikum schreibt uns doch jetzt mal in die Kommentare.

00:41:13: was sind eure Ideen dazu?

00:41:14: Habt ihr vielleicht irgendwelche Fragen?

00:41:17: Und ja ansonsten sind wir wieder am nächsten Sonntag für euch da auf YouTube oder auf allen Podcast-Plattformen.

00:41:22: Macht's gut bis dahin tschüss.

00:41:24: Wie immer freue ich mich, dass du zugehört hast.

00:41:27: Wenn du uns noch weiter unterstützen willst dann bewerte den geladen Podcast doch gerne in deiner Podcast App.

00:41:33: das ist immer ganz wertvoll für uns.

00:41:35: ins Spotify und Apple da gibt es dazu diese fünf Sterne Funktion ein bisschen versteckt aber die findest Du bestimmt.

00:41:42: Da kannst Du auch gerne reinschreiben was wir vielleicht in Zukunft noch besser machen können.

00:41:47: Abonniert gerne diesen Kanal und empfieh'l uns auch bei deinen Freunden und Bekannten weiter.

00:41:51: Bedanken wollen Daniel & ich uns wie immer, bei allen Gesprächsgästen speziell bei unseren Partnerinstituten die das hier überhaupt möglich machen – und natürlich bei all denen, die uns hinter den Kulissen sonst noch helfen!

00:42:18: dem Center for Electrochemical Energy Storage Ulm und Karlsruhe, eine Forschungsplattform des Karls-Rohre Instituts für Technologie und der Universität Ulm.

00:42:30: Außerdem unterstützen diesen Podcast das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg.

Kommentare (2)

Reinhard Seyer

Die Kosten der Speicherung lassen sich aus 100 Mio pro 1 GWh berechnen. Es ergeben sich zwei Cent pro Kilowattstunde, bei einer Zykluszahl von 5000. Angenommen es handelt sich um netzdienliche Speicher, die an den Netzeingängen die täglichen Schwankungen der Erzeugung durch Fotovoltaik und Windkraft ausgleichen und an den Netzausgängen die Schwankungen des Bedarfs ausregeln, dann können sie den Strom im Netz verstetige. Damit ließe sich ließe sich die Netzauslastung verdoppeln, weil man die Volllaststunden des Netzes von 50 auf 100 Prozent erhöhen kann. Der doppelte Strom über das vorhandene Netz ermöglicht eine Halbierung der Netzentgelte. Erzeugung und Netz würden von der Bereitstellung der residualen Spitzenleistung befreit. Die Leistungskosten von Erzeugung und Netz halbierten sich und die Redispatchkosten entfallen. Da nicht die gesamte Strommenge eines Tages gespeichert werden müsste, sondern maximal die Hälfte des Tagesbedarfs, sinken die Auswirkung der Kosten der Speicherung von zwei auf nur noch einen Cent pro Kilowattstunde. Folglich kommen die geringen Gestehungskosten von elektrischer Primärenergie aus Fotovoltaik und Windstrom von nur vier Cent pro Kilowattstunde kostengünstig bei den Nutzern von Industrie, Wirtschaft und uns allen an.

Rudolf

Die dummen Toitschen setzen eben auf zigmal teureren Stromnetzausbau anstatt auf BESS. Die ganzen neuen Stromtrassen hätte man sich sparen können. Die redispatch kosten wären mit BESS sofort auf Null. Und ab 2030 rechnet man für Na-Io-BESS mit unter 100 Mio pro 1 GWh. Aber auf diese Weise können viele Konzerne mit angelsächsischen Finanzkonzern-Beteiligung volle 40 Jahre horrende Stromnetzgebühren abgreifen. Danach wirds an andere Konzerne verkauft, wieder mit denselben beteiligten Finanzkonzernen und die Abschreibung und die Profite laufen weiter. Wenn Dummheit regiert, dann haben dumme Wähler und Nichtwähler selbst schuld.

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