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Verbote schon 2030: Sind Deutschlands Stadtwerke bereit für den E-Bus? - Prof. Dirk Uwe Sauer

Shownotes

648 neue Elektrobusse in nur sechs Monaten – Deutschland erlebt gerade einen Rekord. Doch während Norwegen, Finnland und die Niederlande längst bei 100 % Elektro-Neuzulassungen angekommen sind, streitet man hierzulande noch über Wasserstoff versus Batterie, über chinesische Hersteller und über Förderlücken. Höchste Zeit, Klarheit zu schaffen. In dieser Folge von Geladen haben wir Prof. Dirk-Uwe Sauer von der RWTH Aachen zu Gast – einen der führenden Batterieforscher Deutschlands. Er hat die Entwicklung des E-Bus-Marktes von den allerersten Pilotprojekten begleitet und erklärt uns, warum die Technologiefrage eigentlich längst beantwortet ist – und was uns trotzdem noch bremst. Wir sprechen darüber, wie sich MAN und Daimler gegen den chinesischen Marktführer Yutong und BYD behaupten – und warum der Deutsche-Bahn-Auftrag an BYD die Gemüter so zum Kochen gebracht hat. Prof. Sauer erklärt, warum ein batterieelektrischer Stadtbus heute noch fast doppelt so teuer ist wie ein Dieselbus – und ob sich das unter dem Strich wirklich rechnet, wenn man Infrastruktur, Strom und Lebenszyklus ehrlich einbezieht. Wir klären außerdem, welche Ladestrategien im Depotbetrieb und unterwegs wirklich funktionieren, und warum Norwegen und Island längst bewiesen haben, dass Kälte und Berge kein Argument gegen den E-Bus sind.

Eines wird in diesem Gespräch sehr klar: Die Produkte sind reif. Der Markt bewegt sich. Was fehlt, ist vor allem die Entschlossenheit – bei Stadtwerken, bei der Politik, und manchmal auch bei den Herstellern selbst.

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Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Kommentare (3)

Bleyfuß

Aus kommunaler Sicht bzw. als "Türöffner" könnten Müllsammelfahzeuge evtl. ein Thema sein. Bei den häufigen Stops bei der Müllabholung-gefühlt alle 20 m-, müsste doch die Rekuperation [Effizienz] ein Pfund zugunsten der E-Fahrzeuge sein, näh wah ?

Markus

Optimal wäre Natürlich eine Kombination aus Batterie und Oberlandleitungen, so das die Busse während der Fahrt Laden können. Auf die Weise benötigt man auch nicht so große Batterien, so dass die Buss Sehr viel preiswerter werden können. Auf der anderen Seite bewahrt man sich die flexibilität und spart bei den Oberleitungen dadurch Geld, dass man nicht Jede Ecke durch die der Bus fährt und jede Wendemöglichkeit und so weiter mit Oberleitungen belegen sondern es reicht einen gewissen Anteil der Strecken mit Strom zu bedienen. Dazu sollte man natürlich Die Batterien modular Gestalten, so das die die Verkehrsunternehmen die Reichweiten an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen können. Das Problem besteht darin, das sich der allmähliche Übergang schwierig gestaltet: Das auslegen der Oberleitungen lohnt sich nicht, wenn man nicht genug Busse hat, die Busse dafür anzuschaffen lohnt sich nicht, wenn man nicht ausreichend Oberleitungen hat. Nun ist es aber so, dass viele Städte in Deutschland ein Straßenbahnsystem haben. Die Technik Straßenfahrzeuge auf schienen zu setzen ist Seit Jahrzehnten ausgereift. Wenn wir also Busse hätten, die sowohl von Oberleitungen für Busse als auch von Straßenbahnschienen abnehmen können, dann haben wir das Instrument für den allmählichen Übergang mit dem der Fuhrpark allmählich ausgetauscht werden kann. Man schafft halt bei jedem neuen Buss einen solchen ein und setzt diese zunächst so ein, dass Sie bestimmte Teile Ihrer Linie auf der Straßenbahn fahren. Sobald von diesen bussen ausreichend vorhanden sind kann entsprechend das Oberleigungssystem für Busse ausgebaut werden.

Jan

Leider wird das technische Potential durch den Umstieg auf e-Busse in Deutschland viel zu wenig genutzt und viele Möglichkeiten werden mit Ausreden und Totschlagargumenten weggewischt. Um zu sehen das es augenscheinlich erprobte und praxistaugliche Lösungen gibt, reicht schon ein Blick in die Schweiz oder nach Frankreich. Dort gibt es so viel mehr als Depotladung und clevere Kombination aus Ladungs-, Netz-, Linien- und Fahrzeugoptimierungen um die bestmöglich Batterienutzung über viele Jahre (i.d.R 20 Jahre!!!) zu gewährleisten.

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