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Maschinenbau: Deutschlands letzte Batterie-Chance

Shownotes

Europa steht unter Druck – doch die Aufholjagd läuft längst. In dieser Geladen-Folge zeigen wir, warum der deutsche und europäische Maschinenbau im globalen Wettbewerb um Batteriezellfertigung noch lange nicht abgeschrieben ist.

Ja, China dominiert aktuell die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Gigafactories. Doch hinter den Kulissen arbeiten europäische Unternehmen bereits an den Technologien von morgen – mit innovativen Produktionsverfahren, tiefem Engineering-Know-how und einem klaren Ziel: die Batterieproduktion wieder nach Europa zu holen.

Warum sind europäische Maschinenbauer trotz Rückstand strategisch so wichtig? Welche Fehler wurden gemacht – und was läuft jetzt besser? Und wie kann Europa mit smarter Zusammenarbeit, neuen Partnerschaften und mehr Geschwindigkeit wieder aufschließen?

Stephan Eirich (Maschinenfabrik Gustav Eirich) und Dr. Sarah Michaelis, beide vom VDMA, liefern exklusive Einblicke in eine Branche im Umbruch:

• Batteriezellfertigung in Europa: Rückstand oder Comeback?

• Maschinenbau als Schlüssel zur Energiewende

• Gigafactories: Herausforderungen beim Hochlauf und Skalieren

• „China Speed“ vs. europäische Innovationskraft

• Neue Chancen durch Kooperation, Technologie und globale Märkte

Diese Folge zeigt: Die Ausgangslage ist schwierig – aber die Chancen waren selten so groß. Wer verstehen will, wie Europa den Anschluss in der Batterieproduktion zurückerobern kann, sollte jetzt reinhören.

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Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:00: Auch wenn Donald vielleicht wieder ein bisschen mehr nach Öl bohren will, das sind alles zeitlich begrenzte Erscheinungen.

00:00:04: Das Thema Batterie wird eine große Rolle für die Zukunft spielen und bei den Durchsatzvoluminaen und den Kosten, die das Gramm oder das Kilogramm der Masse kostet ist es sehr schnell ein gutes Argument für europäische Technologie.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu Geladen.

00:00:27: Dein Battery Podcast zur Energiewende!

00:00:30: Ja, liebes Publikum.

00:00:31: Wir haben heute zwei exzellente Gäste für dieses Thema und zwar Dr.

00:00:35: Sarah Michaelis und Stefan Eirich.

00:00:37: Herzlich willkommen an euch beide!

00:00:38: Danke für die Einladung!

00:00:39: Vielen Dank Daniel!

00:00:40: Sarah du bist Leiterin des Themenfelds Batterieproduktion beim VDMA und Stefan Du bist Vorstandsvorsitzender VDM-A Batterie Produktion Maschinen made in Germany, die stehen für weltweite Spitzenqualität.

00:00:53: Doch bei der Batteriezellfertigung, der gerät dieses Erfolgsmodell unter Druck.

00:00:58: Gigafactories – für große Projekte wie von Norfolk oder Volkswagen werden weitestgehend mit Anlagen aus China ausgestattet.

00:01:04: Der Verband am Maschin- und Anlagenbau warnt bereits vor strategischen Abhängigkeiten.

00:01:09: Wie groß ist der Rückstand wirklich?

00:01:11: Wo liegen unsere Stärken auf, die man aufbauen könnte?

00:01:14: Und was entscheidet denn jetzt über die Zukunft der Produktion?

00:01:17: Hat sich die Branche, wenn man jetzt so zurückblickt vielleicht ein bisschen zu sehr auf diesem tollen Ruf den sie weltweit genießt ja in Hinblick auf die Batteriezelffertigung ausgeruht?

00:01:28: Gerade jetzt vor dem Hintergrund.

00:01:29: Wenn man jetzt guckt dass diese Maschinen und Anlagen bei Norfolk oder auch VW Powerco tatsächlich gar nicht aus Europa aus Deutschland kommen sondern eben aus China.

00:01:39: Ja muss es vielleicht mal paar Jahrzehnte auch zurückschauen sagen was hat denn den deutschen Maschinenanlagenbau groß gemacht?

00:01:45: Und das war, denke ich sogar wenn man sehr weit zurückgeht auch in den Nachkriegsjahren viele große Branchen und Industrien die in Deutschland groß geworden sind mit Stahlglasbau Chemie Kraftwerke Automobil.

00:01:58: Wir Maschinenanlagenbauer sind zusammen mit diesen Branchen großgeworden und haben mit dem Kunden als Partner gemeinsam entwickelt.

00:02:06: Das war bei der Batterie erstmals jetzt auch anders denn die Batterie wurde letztendlich jetzt speziell die Lithemion Batterien natürlich in Asien vor allem entwickelt, zuerst Japan und dann später aber auch Korea und China.

00:02:16: Und dort waren wir nicht vor Ort.

00:02:18: Insofern lösen wir jetzt an der Stelle genau das Aufholen.

00:02:22: was wird diesmal nicht mit den Kunden als Partner zusammen von Anfang an entwickelt haben?

00:02:26: Sarah, euer Verband hat letztes Jahr Alarm geschlagen und von einer strategischen Abhängigkeit gegenüber China gesprochen.

00:02:33: Da betrieb Wartung europäischer Anlagen, die sein nicht ohne Externe Hilfe möglich.

00:02:39: Das hört sich natürlich ziemlich dystopisch an!

00:02:42: Wie schlimm ist denn die Lage so derzeit im Moment?

00:02:44: Also die Lage

00:02:45: ist

00:02:45: ernst aber sie ist nicht hoffnungslos, nicht aussichtslos.

00:02:49: Fakt ist natürlich, dass ein Großteil der Gigafactories in Asiatische Hand sind und mit asiatischem Equipment laufen.

00:02:56: Das heißt aber auch, das dort das Prozess Know-how liegt.

00:03:00: Und anders als vor einigen Jahren, wo man gedacht hat, man kauft sich mit Asiatischm Equipement auch asiatisches Prozess know how, asiatische Remb-Aberfahrung – Das ist halt nicht der Fall.

00:03:11: Das haben wir schmerzlich gelernt in einigen der Fabriken, die hier am Moment abgeschaltet sind.

00:03:17: Wir haben eine Abhängigkeit, die strategisch ist und wir greifen auf das Expertenwissen der Asiaten zurück.

00:03:23: Wichtig ist aber, dass diese Abhängigkeiten natürlich nicht unverändert werden.

00:03:28: Wir brauchen hier ein eigenes Batterie-Ökosystem, die Möglichkeit in Partnerschaften Prozesswissen aufzubauen.

00:03:35: Und dafür braucht es eben die Zusammenarbeit das was auch Stefan Eierich gerade gesagt hat zwischen Maschinen und Anlagenbauern zwischen Zellherstellern und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

00:03:44: Herr Stephan wenn man das jetzt so hört was Sarah gerade aufgezählt hat bist du dann optimistisch tatsächlich dass das wirklich aufzuholen ist?

00:03:51: Das ist zum Teil ja schon erfolgt.

00:03:53: also diese Aufhol Jagd haben wir ja schon, denke ich von etwa gut zehn Jahren begonnen.

00:03:59: Und bis letztem Jahr sah es auch durchaus in Europa noch sehr positiv aus was Projekte betrifft die schon in der Umsetzung waren und wo vielleicht auch wenn die erste Linie noch an asiatische Lieferanten ging oder asiatischen Maschinenanlagenbauer für zweite Linien durchaus auch schon europäer gesetzt war.

00:04:16: Dass die Projekt jetzt gestorben sind hat leider eher geopolitische Gründe.

00:04:21: zu denen kommen wir vielleicht später noch.

00:04:24: Aber die Referenzen, auch Gigafactories ausgestattet zu haben, haben sehr viele von unseren Maschinenanlagenbau bereits geleistet.

00:04:31: Leider nicht nur Europa!

00:04:32: Ja Sarah in der Automobilbranche, da redet man ja immer gerne über China Speed.

00:04:38: Was könnt ihr denn so vom Maschin- und Anlagenbau tatsächlich aus China lernen?

00:04:42: Also vielleicht gerade diese Beschleunigung ist das ein bisschen das was man sich abgucken kann?

00:04:48: drin waren und ich glaube wir müssen unseren eigenen Wege finden.

00:04:51: Erst mal vorweggenommen China Speed ist kein Naturgesetz, sondern das ist das Ergebnis von Rahmenbedingungen.

00:04:56: Wir haben in China kurz Entscheidungswege, wir haben eine enge Verzahnung von Kunde- und Lieferant.

00:05:01: Wir haben eine höhere Risikobereitschaft und den Push durch die Regierung der dazu geführt hat dass China in diesem Feld der Batteriefertigung so stark im Moment ist.

00:05:11: Das heißt aber nicht nicht auch schneller werden können und schneller werden müssen.

00:05:16: Was braucht es dafür?

00:05:18: Es braucht die Zusammenarbeit bereits in der frühen Entwicklungsphase, das ist das was wir wahrscheinlich in diesem Podcast ständig wiederholen werden.

00:05:25: aber der Kernbotschaften die wir haben, wir müssen zusammenarbeiten entlang dieses Ökosystems in der Batteriefertigung anders werden wir hier nicht gewinnen können.

00:05:34: Dann braucht es sicher auch nicht immer die High-End Maschine mit der wir erst in die Produktion gehen sondern erstmal vielleicht eine rudimentäre Basismaschine mit dem man startet und was wir auch lernen können und was so gar nicht unseres ist, ist dieses Try and Error Verfahren das Chinesen unheimlich schnell macht.

00:05:51: Also ich probiere erst mal aus und lerne aus den Fehlern.

00:05:54: Ist was, was wir hier so ein bisschen in Deutschland verloren haben wo wir erstmal versuchen auf dem Blatt Papier die perfekte Lösung zu entwickeln Und dann erst an den Start gehen.

00:06:02: da ist man oft schneller mit der chinesischen Variante Die aber auch einfach Den Mut mal etwas auszuprobieren und die Risikobereitschaft auch Fehler zu machen und Fehler als das zu erkennen Was sie sind nämlich die Optionen Sachen besser zu machen.

00:06:16: bei uns sind Fehler immer so schnell verteufelt aber die geben eine Chance.

00:06:19: Also Fehler machen, aus Fehlern lernen und dann besser werden ist manchmal auch ein Weg wie man Geschwindigkeit aufnehmen kann und nicht von vornherein an der perfekten Lösung scheitern.

00:06:29: Das stimmt, aber nun ist Batteriezellfertigung natürlich sehr, sehr teuer.

00:06:32: Diese Gigafactories riesig und kosten Milliarden tatsächlich.

00:06:36: Und das dann wirklich hochzufahren – das haben wir in diesem Podcast auch schon häufig thematisiert – ist eben sehr schwierig.

00:06:42: Wir sehen das hier in Europa wie viele Projekte da gescheitert sind.

00:06:45: Allen voran Norvold, die ja genau das zum Teil nicht im Griff hatten diese Ausschussraten oder sowas, die ihnen dann zum Teil auch das Genick gebrochen haben.

00:06:54: Also das stimmt, dass man vielleicht aus den Fehlern lernt

00:06:57: mit Norfolk und all den Fabriken, die gescheitert sind.

00:07:00: Da haben wir nicht die Verzahnung Kunde und Lieferant.

00:07:03: Wir hatten einen europäischen Zellhersteller, der auf asiatische Diskrimin zurückgegriffen hat.

00:07:09: Und da haben wir das Gap, dass wir entsprechend nicht das Prozess Know-how einkaufen und im Ramp abschalten ohne die asiatischen Experten.

00:07:16: Wenn wir zu sprechen kommen auf die Unterschiede, dann ist das so, dass der europäische Maschinen- und Anlagenbau lösungsorientiert, Maschininanlagenbau anbietet und entwickelt.

00:07:25: Das heißt man kommt als Kunde und sagt ich habe die und die Herausforderung, ich brauche für das und das Problem einer Maschine eine Anlage.

00:07:31: Der Asiat arbeitet anders, der arbeitet nach Lastenheften.

00:07:35: Das bringt natürlich auch Geschwindigkeit.

00:07:37: wenn Tatsächlich einfach nur eine Maschine nach Standard, Anforderung und nach dem Lastenheftbau bin ich oft schneller als wenn ich lösungsorientiert eine Maschinenpassgerecht für das Problem entwickeln.

00:07:51: Aber das ist halt die Stärke, die wir auch haben und womit man auch die Batteriefertigung nochmal auf ein neues Level heben kann.

00:07:56: Und das Risiko muss eingegangen werden, dass wir sagen okay, wir gehen jetzt zusammen auch ohne das Referenzen vorliegen, das Erfahrung vorlegt aber wir glauben an was uns in den vergangenen Jahren in anderen Industrien stark gemacht hat.

00:08:07: Wir gehen dann so eine Partnerschaft und entwickeln gemeinschaftlich Lösungen.

00:08:11: Jetzt

00:08:12: kommt Werbung.

00:08:13: In diesem Podcast reden wir ja häufig darüber, aus welchen Materialien die ganzen neuen Batterien für die E-Mobilität bestehen.

00:08:20: Wo die Akku Packs eigentlich produziert werden?

00:08:23: Ob sie recycelt werden können und naja wie nachhaltig Sie am Ende wirklich sind!

00:08:28: Aber seien wir ehrlich Daniel wer selbst mal versucht hat sich über seinen eigenen eAuto Akku zu informieren im Netz der weiß wie schwierig das sein kann all die wichtigen Informationen auch zu bekommen.

00:08:40: Ja, und genau damit ist bald Schluss.

00:08:42: Ab jetzt schreibt die EU-Batterieverordnung für jede Batterie mit einer Kapazität über zwei Kilowattstunden einen sogenannten digitalen Produktpass vor.

00:08:52: Und da kommt Sferity ins Spiel!

00:08:54: Mit ihrem digitalen Produktpass können Hersteller von Elektrofahrzeugen speichern und Großbatterien jede einzelne Batterie digital erfassen und ihr dann einen Batteriepass zuweisen.

00:09:07: Und dieser Batteriepass, der enthält dann wirklich alles was Unternehmen für Compliance Nachhaltigkeit und Transparenz brauchen.

00:09:14: Patrick, ich gebe dir mal ein paar Beispiele, was da alles so im Einzelnen drinsteht in diesem Spherity-Batteriepass.

00:09:20: Dieser digitale Produktpass zeigt nicht nur Materialien und Herkunft aller eingesetzten Rohstoffe für dann eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette an – nein es werden sogar auch alle EU-relevanten Dokumente und ESG-Daten über den gesamten Batterielähmenszyklus automatisch erfasst!

00:09:38: Und dazu liefert die Software auch noch Echtzeitinformation zu Batteriesundheit und Zelleistung wodurch dann auch noch mal eine vorausschauende Wartung möglich ist.

00:09:47: Also nochmal zusammengefasst, Sferetys Produktpass erleichtert jetzt allen Unternehmen die Batterien entweder verbauen oder selbst herstellen ab sofort jede einzelne Batterie transparent und nachweisbar zu machen!

00:10:01: Also schaut euch Sfereti gerne mal an den digitalen Produktpass, den kann man mit der sogenannten Vera-Plattform erstellen.

00:10:08: Den Link findet ihr wie immer in den Show Notes Egal ob Elektroauto, Nutzfahrzeug, Energiespeicher oder Großbatterie mit mehr als zwei Kilowattstunden.

00:10:17: Spheretease digitaler Produktpass macht eure Batterien zukunftssicher, transparent und compliant!

00:10:24: Herr Stephan, deine Firma ist ein ganz gutes Beispiel.

00:10:28: Wie es auch laufen kann die Maschinenfabrik Gustav Eirich.

00:10:32: Ihr stellt da Mischanlagen für Elektrodenmaterial her und ihr seid damit eben ja auch schon Teil dieser Batteriewertschöpfungskette.

00:10:40: Nimm uns mal mit seit wann seid ihr in diesem Bereich tätig?

00:10:44: Und wann habt ihr so erkannt dass das tatsächlich so ein Zukunftsfeld ist indem ihr auch unterwegs sein wollt?

00:10:49: Wir sind sicherlich seit den achtziger Jahren schon im Bereich Batterie unterwegs.

00:10:53: Allerdings damals waren es einfache Trockenbatterien, auch mit Kunden wie Warta etc.

00:10:57: Dann später kamen in der großen Breite die Blaiseure-Batterie dazu also die klassische Starter-Baterie, die jeder kennt.

00:11:03: wenn er morgens noch den Klassen schünstel rumdreht und das Auto anspringt dann hat er sehr gute Chancen dass in seiner Batterie eine von eierig aufbereitete Masse ist.

00:11:13: Selbst in den heutigen Elektroautos ist ja noch ne zwölf Volt Batterie drin Und auch da haben wir noch ein Revival, speziell der AGM-Batterien.

00:11:20: Das uns bis heute begleitet und auch ein wichtiges Geschäftsfeld für uns ist.

00:11:24: Die Lithium-Ionen-Baterie haben wir ungefähr im Jahr zwei tausendneun angefangen zu beachten und haben damals anfänglich erst mit paar japanischen Kunden dann aber vor allem mit deutschen Forschungs- und Research-Instituten zusammen erste Labormeversuche gemacht zur Aufbereitung der Slurry und haben dann sehr viele kleine Projekte in Deutschland umgesetzt.

00:11:45: Es ist aber leider in Deutschland nicht das passiert, was in Asien passiert ist.

00:11:49: Hätten wir diese kleinen Labormaschinen vielleicht den Asien platziert wären wir heute vielleicht einer derjenigen die die Mischtechnik gesetzt hätten.

00:11:57: Aber die Asiaten haben eben ihre Technologie entwickelt basierend auf einem relativ alten Planetenmischer System Das durchaus für die Aufgabe funktioniert.

00:12:08: Aber Wir kam eigentlich jetzt zehn Jahre später nochmal wieder ins Rennen als wir sagten wir können Genau das Gleiche, was der Planetenmischer heute abbildet.

00:12:17: Mit einem deutlich innovativeren Prozess abbilden und das nur in ein Bruchteil der Zeit mit vielen anderen Vorteilen.

00:12:24: Deutlich kleinerer Footprint im Aufbau, was bei Trockenraum natürlich einen Riesenunterschied spielt viel weniger Leistungsaufnahme, spezifisch Leistungsaufnahme auch pro Durchsatz und mit vielen weiteren Vorteilen.

00:12:36: aber das asiatische Verfahren war dann schon mal gesetzt.

00:12:39: Das heißt, wir waren dann an der Stelle angekommen wo Eirich sehr häufig steht.

00:12:42: Man muss diese Missionarsarbeit am Anfang erstmal leisten Kunden zu überzeugen dass ein komplett anderes Verfahren zu den gleichen oder sogar besseren Ergebnissen führen kann.

00:12:51: und dieses Rennen haben wir dann im Jahr zwei tausendsechzehn ungefähr begonnen und seitdem tatsächlich auch vielfach erfolgreich gewesen auch in Gigafactories wie gesagt leider bisher nur in Asien und mit der großen Hoffnung war natürlich bis letztes Jahr einige große europäische Projekte verbunden die jetzt leider nicht realisiert wurden.

00:13:08: Kannst du nochmal einen Einblick geben, speziell wie das in Asien tatsächlich dann ist für so deutsche Maschinen- und Anlagenbauer?

00:13:16: Wie läuft es denn solche Geschäftsanbahnungen.

00:13:19: Weil ehrlich gesagt, für uns ist das immer ein bisschen eine Blackbox hier im Podcast.

00:13:24: So chinesische Gigafactories kann man teilweise schwer reingucken und auch dieses Firmengeflecht herum nicht gut verstehen was da wirklich mitwirkt.

00:13:34: Wir haben uns bewusst gegen den Eintritt in den chinesischen Markten schieden mit unserer Technologie.

00:13:40: Einfach vor dem Hintergrund, dass wir das bei vielen anderen Branchen schon erlebt haben, dass mit einer relativ neuen innovativen Technologie zwei drei Anlagen geliefert wurden und die nächsten zehn Linien, die der Kunde sich hingebaut hat, hatte er ohne uns gebaut.

00:13:52: Das ist etwas was dort leider sehr häufig passiert.

00:13:55: aber wir haben uns eben auf Korea und Taiwan konzentriert wo auch heute Anlagen laufen Genau wie du sagst, diese Anbahnung ist eigentlich das Spannende.

00:14:05: Das heißt wirklich den ersten Kundenkontakt herstellen und wirklich wie ein Frigreder mit ein paar Unterlagen oder vielleicht eine kleine Labormaschine im Kofferraum mal vorfahren und klopfen und fragen darf ich euch mal was zeigen?

00:14:17: Und erst dann wenn ich auch die Kundenschaffe einmal in ihrem oder unserem Technikum mitzunehmen dass sie mit ihrem eigenen Material Ihrem eigenem Bindermittel Flüssigkeiten aus zum Einsatz kommt Dann auch sehen das am Schluss genau identisches Slurry rauskommt, aber das in einem Bruchteil der Zeit.

00:14:35: erst dann fangen sie wirklich an und kriegen große Augen.

00:14:38: Und dann musst du sehr aufpassen dass du natürlich jetzt daran bleibst auf der einen Seite aber nicht gleich den Kunden diese Entwicklung überlässt denn dann fängt auch der Kunde sehr schnell an und sagt ja das ist jetzt meine IP und die möchte ich für mich schützen und exklusiv nur für mich.

00:14:53: Auch da haben wir unsere Lektionen gelernt auch in Korea mit sehr großen Spielern die plötzlich unser Verfahren versucht haben anzumelden und zum Patent.

00:15:02: Und die Rechtsstreitigkeiten konnten wir dann auch wieder gewinnen natürlich, aber diese Eigenheiten der Branche ist schon das es sehr verschlossen ist.

00:15:08: Alles was mit neuen Verfahren, neuen Entwicklungen zu tun hat will keiner miteinander teilen.

00:15:13: Das kennen wir aus vielen anderen Branchen in denen wir unterwegs sind nicht so.

00:15:18: Da ist mehr Offenheit gegeben, was wirklich in der Lizumion Batterieproduktion eine enorme geheimnis-Tourerei ist.

00:15:24: Und das macht's einfach auch schwer wenn ich irgendwo ein Erfolgstory habe, die wiederzukopieren Ich darf, ich nenne es einfach nur Beispielsnamen.

00:15:33: Das müsste nicht unsere Kunden sein.

00:15:34: aber wenn ich jetzt bei einem LG erfolgreich war dann kann ich damit nichts zum Samsung gehen und sagen guck dir mal bitte die Referenz bei LG an weil da werden sich keine Türen öffnen.

00:15:43: Ich laufe auch nicht mehr die Namen nennen.

00:15:44: deswegen waren das jetzt wirklich noch nur Beispiele.

00:15:47: Und das macht so schwierig in der Branche sich dann auch einen Namen zu erarbeiten.

00:15:53: man kann immer nur von Anzahl Installationen reden oder von Gigawatt Stunden die man irgendwo installiert hat.

00:15:58: Aber jeder Kunde und spielt vielleicht auch die europäischen Projekte, der hat natürlich auch größeres Interesse daran zu sagen.

00:16:03: Darf ich das irgendwo mal anschauen?

00:16:04: Ich glaube euch das zwar aber ich will es auch nochmal anfassen und fühlen.

00:16:08: Und da haben wir durchaus auch Kundenbesuche in Asien durchgeführt mit europäischen Kunden.

00:16:16: Das waren schon spannende Zeiten.

00:16:17: So ein bisschen wieder eine Aufbruchstimmung, die vorgeherrscht hat.

00:16:22: Die halt jetzt leider in den letzten zwölfen Monaten doch wieder etwas... Ja, gebremst wurde.

00:16:28: Ihr habt einen Technikum investiert und ich finde das steht auch so für den Maschinen- und Anlagenbau.

00:16:32: Ich kenne so viele andere Firmen, sei es die Firma grob, sei ist Körber, ja seils die Firma Stiva alle Firmen haben selbst investiert in Technikums und in das Equipment um zu zeigen dass sie die Prozesse beherrschen und das Kunden ausprobieren können was deren innovativen Prozesslösungen sind.

00:16:53: Und ja, ein Technikum ist immer noch klein und das was wir schaffen müssen ist aus diesen Ansätzen, diesen innovativen guten Ansätzen.

00:16:59: Aus den Technikums in die Hochskalierung zu kommen und da in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Kundenindustrie dann die Gigafaktories zu bauen.

00:17:09: Ich würde gerne nochmal einen Schritt zurückgehen, ehrlich gesagt und mal so komplett auf die Branche gucken.

00:17:15: das Maschinen- und Anlagenbau ist.

00:17:16: Stefan wie geht es dem Deutschen und auch dem europäischen Maschinbaus so gerade?

00:17:20: Welche Herausforderungen gab's denn da im letzten Jahr?

00:17:24: Ging schonmal besser.

00:17:25: ich glaube es ist kein Geheimnis was in Europa momentan gerade geschieht.

00:17:30: Das ist jetzt aber gar nicht unbedingt nur ein Thema der Batteries sondern das ist eher geopolitisch.

00:17:33: Das finde natürlich von vielen Seiten eine Einflussnahme bisherigen Lieferstrukturen sehen.

00:17:41: Preisgefüge, die durch Zölle verschoben werden wirklich kriegerische Auseinandersetzungkonflikte, die zum Wegbruch kompletter Märkte geführt haben und in Summe eben eine riesige Unsicherheit am Markt.

00:17:52: Das Kunden momentan durchaus das Geld haben zu investieren aber nicht genau wissen wo also setze ich heute neue Produktionslinie auf und beliefe damit den europäischen Markt.

00:18:03: funktioniert das?

00:18:04: Aber nach USA wird es dann schon wieder schwierig.

00:18:06: Dann sollte ich vielleicht nach USA gehen.

00:18:09: Diese Fragen und die Entwicklung auch speziell in der Elektromobilität mit der Geschwindigkeit, der Hochlaufkurve können viele für sich momentan nicht beantworten.

00:18:19: Und bevor man dann falsch investiert wird vielleicht an vielen Stellen erst mal inne gehalten.

00:18:22: Das ist glaube ich das was wir in Europa gerade sehen.

00:18:26: Nichtsdestotrotz bin ich Optimist sonst würde ich hier sitzen und über das Thema Batterie mit euch sprechen denn es wird auf jeden Fall in diese Richtung weitergehen.

00:18:36: Ich glaube, was uns abverlangt wird ist einfach mehr Flexibilität auf solche Veränderungen auch schnell zu reagieren.

00:18:41: Auch wenn das manchmal schmerzhaft ist.

00:18:43: aber ob es ein Donald Trump ist der Einflüsse nach außen nimmt das für zur Veränderung und ich glaube mit manchen von diesen Veränderungs kann man sogar etwas vielleicht am Schluss sowas gut umkommen Und wir müssen einfach nur aufpassen, dass wir auf allen Märkten aber nach wie vor präsent sind.

00:19:01: Das ist sicherlich etwas was ich jetzt relativ entspannt sagen kann weil wir einen sehr großen internationalen footprint haben.

00:19:07: Aber für viele die nur in deutschland sitzen es ist durchaus schwieriger im asiatischen markt vielleicht noch nach vorne zu kommen wenn man dort eigentlich keine eigene niederlassung oder sogar eine eigene fertigung hat Wo man dann auch die lokalen kostengefüge natürlich dann auch nutzen

00:19:21: kann.

00:19:23: Abhängig ist denn der Maschinenbau, tatsächlich der europäische oder auch speziell der deutsche von Exporten.

00:19:30: Man kann sich vorstellen das ist ziemlich gegeben.

00:19:32: ehrlich gesagt aber hast du da irgendwelche Zahlen?

00:19:34: und was sind dann so die Abnahmeländer?

00:19:36: Man hört natürlich jetzt gerade bei Stefan Soraus ja durch diese geopolitischen Verschiebung Das ist alles auch irgendwie wahrscheinlich im Fluss im Moment.

00:19:44: Also

00:19:44: grundsätzlich ist der Maschinen- und Anlagenbau in Europa Exportgeschäft und Exportgetrieben.

00:19:49: Das heißt, Export ist für uns immer eine wichtige Größe und die wichtigsten Länder waren und sind auch immer noch USA und China.

00:19:56: Und da liegt dann auch die Herausforderung, die Stefan angesprochen hat.

00:20:00: Die geopolitische Lage im Moment macht uns das Leben nicht einfach als europäische Maschinenanlagenbau und wir müssen da unsere Positionen in diesem insergemenge Lage finden, man muss auch neue Optionen auftun.

00:20:15: Sicher sind die Handelsabkommen eine wichtige Schiene die dort für uns auch wesentlich ist als VDMA mit Indien.

00:20:24: die Anknüpfungspunkte die jetzt entstehen Viel Sonne, da wird die stationäre Energiespeicherung gerade in Kombination mit Solar sehr spannend sein und ein Wachstumsmarkt.

00:20:35: Einer meiner Vorstände sagte auch mal Indien ist da wo China vor zehn Jahren war als die mit den zwei Rädern anfingen die ganze Elektromobilität zu starten.

00:20:44: Auch das passiert in Indien mit denen.

00:20:46: ich glaube tuk-tuk heißen sie in indien oder so ähnlich aber es ist eine Form von zwei oder drei Rad die mehr hemsgärmlich elektromobil.

00:20:58: Das wird sich aber weiterentwickeln.

00:20:59: Und Indien ist ein riesiger Markt mit riesigen Potenzialen, auch da müssen wir hingucken und ja wichtig ist es wie eine geopolitische Strategie finden als Europa um bei den großen Playern auch in Zukunft mitspielen.

00:21:13: Dann kommen wir mal wieder zurück zur Zellfertigung.

00:21:15: Wenn wir uns jetzt China anschauen, was wir immer so mitbekommen dann ist das dort offenbar so dass man da von einer Firma mehr oder weniger eine schlüsselfertige Gigafactory hingestellt bekommen kann.

00:21:26: hier in Deutschland und Europa ist sowas schwierig.

00:21:30: gibt es denn da Ansätze irgendwie schon, dass sich vielleicht so Allianzen bilden von einzelnen Unternehmen um tatsächlich auch dahin zu kommen.

00:21:38: Dass man eben sowas anbieten kann wirklich so systemfähig werden kann?

00:21:43: Gibt es glaube das was Dürr und Krop zum Beispiel nach wie vor noch nach Außentragen was auch vielleicht in der Presse von damals noch gut bekannt ist wird inzwischen auch flankiert von mehreren anderen Alliancen wo sich Maschinenanlagenbau auf allem auch Anlagenbauer zusammentun sagen Ihr bekommt von uns eigentlich eine Produktionsanlage aus einer Hand, gefüllt wie aus einer hand.

00:22:06: Auch wenn es natürlich in der Vielzahl von Lieferanten sind und so eine Gigafactory kann man sich ja vielleicht vorstellen.

00:22:12: das ist nur so ein Summe vielleicht um die etwa siebzehn Produktionsschritte Und jeder davon hat ne sehr eigene Technologie die eigentlich beherrscht werden muss.

00:22:21: dass es wenn ich bei uns vorne des Mischen anschaue Es ist eher sagen wir die Chemie Fabrik.

00:22:27: Je weiter ich nach hinten komme, umso mehr wird es auch mechanisch über Assemblierungen bis hin zu am Schluss der Formierung wo dann sogar die Elektrotechnik zum Tragen kommt.

00:22:36: Ich glaube Europäer hat's immer ausgezeichnet dass wir egal wo ob das ein Stahlwerken war und in Kraftwerkstechnik dass wir immer eine Menge an bunten Lieferanten hatten die auch gegenseitig im Bettbewerb standen aber genau das auch den Europäern ausgezeichnt hat dass wir die Schnittstellen beherrscht haben und der Kunde für sich das beste Produkt raussuchen konnte, um seinen Endprodukt herzustellen.

00:22:58: Was wir dazu natürlich momentan brauchen sind Projekte, um auch genau das beweisen zu können.

00:23:03: Auf der anderen Seite, wenn ich eine chinesische Gigafactory aus einer Hand mit einem Klavier vergleiche – und dann sind wir vielleicht so ein bisschen bei dem Beispiel Northvolt – kann ich dir jetzt einen Klavier hinstellen?

00:23:16: Wenn du das nicht stimmen kannst, keine Noten hast oder noch keine Ahnung hast wie du es spielst!

00:23:21: dann wird es in der Ecke stehen bleiben und keiner was kann damit, keiner was mit anfangen.

00:23:26: Und wir europäische Maschinenanlagenbauer glaube ich sind schon auch denjenigen die neben dem Kunden als Partner so eine Inbetriebnahme begleiten über ein Lebenszyklus aber speziell gerade in der Ramp-Up Phase oder Hochlaufphase ist doch genau das was uns eigentlich über Jahrzehnte auch in der Automobilindustrie einen anderen ausgezeichnet hat dass wir mit den Kunden als Partner zusammen solche Dinge wuppen Und sie uns nicht rumdrehen und sagen, hier ist die Maschine viel Spaß damit.

00:23:53: Sondern wir helfen dem Kunden seine Noten zu schreiben und auch das Klavier zu spielen bis es für ihn gut genug klingt dann sagt okay ab jetzt übernehme ich und dann sind alle Weiterentwicklungen die der Kunde macht dann vielleicht seiner eigenen und properitären Entwicklungen die er dann auch wiederum schützen kann und sich dann wieder differenziert vom nächsten und dritten Batteriehersteller die vielleicht eigene Gimmicks haben um ihre Batterie oder Zelle leistungsfähiger oder Temperatur stabiler zu machen.

00:24:19: Es ist ganz spannend, weil ihr sprecht ja jetzt eigentlich so für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau.

00:24:23: Aber gleichzeitig betont ihr immer wieder das europäische sozusagen da drin?

00:24:27: Stefan, gehe ich da richtig, dass ihr es so seht, dass es eigentlich nur die europäischen Lösungen gibt?

00:24:32: Ja!

00:24:34: Ich fühle mich natürlich... Wenn du mich nachts wächst erstmal bin ich Deutscher.

00:24:40: aber wenn's um Maschienenanlagenbau geht und im globalen Setup können wir auch nur als Europäer bestehen.

00:24:46: Und eine ganze Reihe von Technologien gibt es einfach, doch die besseren in Italien oder in Frankreich und viele natürlich auch in Deutschland.

00:24:53: Aber nur wenn wir alle zusammen am gleichen Strang ziehen... ...und das geht ja bis dahin dass ich auch sagen kann mir ist es am Schluss egal wo die Gigafactory steht ob die jetzt in Spanien, in Frankreichen oder in Deutschland steht Es muss ein europäisches sein.

00:25:04: und mit wieviel sind wir?

00:25:06: Dreihundert Millionen Europäer haben wir immerhin auch was in die Wachschale zu werfen Was gegenüber USA oder Asien dann doch auch eine Marktmacht darstellt, aber ein Land alleine werden wir es nicht schaffen.

00:25:20: Sarah, du hast es vorhin schon erwähnt.

00:25:21: Ihr habt eine Studie mit Porsche Consulting gemacht und da habt ihr herausgearbeitet dass europäische Maschinenbauer Vorteile in der Umrüstung bestehende Anlagen und Fabriken hätten gegenüber den asiatischen Herstellern.

00:25:34: Das musst Du erstmal erklären weil das glaube ich nicht so ganz für die meisten Leute klar ist.

00:25:39: warum jetzt gerade bei der Umrüstung eine besondere Expektise irgendwie sodass in Europa und welchen Stellenwert das vielleicht auch haben kann so in Zukunft?

00:25:50: Wir sehen da drin eine Chance, es wird in Zukunft nicht nur die Greenfield-Projekte.

00:25:55: für Gigafertigung in der Batteriezellfertigung geben, sondern wie wir diese zweite Phase oder die heißt es Brownfield-Phase.

00:26:04: Die Brownfield Optionen das heißt eine Umrüstung und Optimierung von bestehenden Anlagen.

00:26:09: Wir haben jetzt einige Gigafactories, die genau an dem Punkt sind wenn man darüber nachdenkt wie rüstet man um?

00:26:14: Wie optimiert man die Prozesse von einer Prozesstechnologie die älter als fünf Jahre ist und wo man jetzt Potenziale noch heben kann das Ganze besser zu nutzen.

00:26:25: Und hier kommt dieses tiefe Prozesswissen, was unsere Maschinen- und Anlagenbauer haben zum Vorteil.

00:26:32: am Hintergrund ist.

00:26:33: wir haben im europäischen Maschinen und Anlangenbau sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen die hoch spezialisiert sind aber ein sehr tiefes Verständnis ihrer Prozesse haben.

00:26:43: Wenn es darum geht Potenzial zu finden wie man optimieren kann wie man Prozisse besser machen können sind die europäischen Maschine und Anlage Bau nach wie vor stark.

00:26:52: Es ist aber auch keine ganz Slow Hanging Fruit, wie es jetzt vielleicht anklingt.

00:26:57: Weil die Fabriken, die jetzt fünf bis zehn Jahre stehen sind asiatische Fabrike mit asiatischem Equipment und mit Asiatischm Nohau was dort eingeflossen ist.

00:27:08: das macht es natürlich wieder schwieriger dort reinzukommen.

00:27:13: Ich sehe die Chance besonders groß für unsere Maschinen- und Anlagenkomponentenhersteller.

00:27:17: Es ist immer einfacher, eine Komponente auszutauschen als ein kompletter Prozessschritt.

00:27:23: Hier sind auch viele der Komponentenerersteller bereits global in Fabriken mit unterwegs.

00:27:27: Kompontentenherställer meint um es zu erklären so was wie Vakuumlösungen, Automatisierungslösung, Mess- und Prüflösungs-, Greiflösunge.

00:27:37: Das sind Lösungen... die mitteinfliessen in das Equipment einer Gigafactory und über die auch Optimierungspotenzial ausgeschöpft werden kann.

00:27:47: Ja Stefan, wie hoch siehst du denn da eine Gefahr irgendwie dass dieses Know-how was man im Moment trotzdem jetzt hat vielleicht nach und nach verloren geht wenn hier nicht langsam mal europäische Gigafactories aufgebaut werden?

00:28:02: Das wäre durchaus gegeben wenn wir uns nur auf europäisch Gigafactories konzentrieren würden.

00:28:07: Also jeder der natürlich auch, was Sarah vorhin sagte in den Technikum, in Pilotanlagen etc.

00:28:13: investiert möchte diese natürlich auch mit Kunden zum Einsatz bringen und dann auch Projekte gewinnen.

00:28:19: Wenn die Projekt jetzt nicht in Europa erwachsen Dann haben wir natürlich nach wie vor die Hoffnung dass es auch in Ländern wie Indien oder auch USA wenn noch etwas verzögert dort trotzdem weitere Investitionen geben wird in das Thema Batterie.

00:28:33: Wir sind happy, auch Gigafactories genauso in Indien oder USA aufzubauen.

00:28:37: Natürlich ist es schöner wenn ich nur ein paar Stunden im Auto fahren muss um den Kunden zu betreuen.

00:28:42: statt sieben Stunden im Flieger zu sitzen und Leute vor Ort in größeren Kopfzahlen vorzuhalten ist alles natürlich in Europa einfacher.

00:28:53: aber wir sind gewohnt international zu agieren und insofern bin ich da jetzt nicht unbedingt ängstlich.

00:28:59: deswegen

00:29:00: Jetzt habt ihr von eurem Verband einen Fünfpunkteplan vorgeschlagen zur Vermeidung dieser Abhängigkeiten.

00:29:06: Erklär das mal, um welche Punkte geht's da?

00:29:08: Was habt ihr euch da überlegt?

00:29:09: Das Ziel muss es tatsächlich sein ein starken europäischen Heimatmarkt zu haben der dann wieder das Exportgeschäft befähigt, der auch die Möglichkeit zulässt hier Prozesswissen aufzubauen.

00:29:21: Die Lernkurven und die Expertisen hier am Standort mitzubekommen um eine strategische Unabhängigkeit zu haben.

00:29:27: Das was wir jetzt gefahren sehen ist die Abhängigkeit in die wir uns reinbegeben Und die letztendlich dadurch, dass die Batterie eine Schlüsselkomponente ist für so wichtige Industrien nicht nur die Mobilität.

00:29:39: Das sind die stationären Speicherste kritische Infrastruktur.

00:29:41: Es ist auch der Verteidigungssektor.

00:29:43: So sollten wir alles daran setzen hier resilient und technologisch souverän zu sein.

00:29:51: Um einen Markt in Europa zu bekommen braucht es in Europa ein Level Playing Field wo wir auf Augenhöhe auch uns dem Wettbewerb mit den Asiaten stellen.

00:30:01: Aber zurzeit ist es Äpfel mit Birnen vergleichen.

00:30:05: Wir haben einfach ganz unterschiedliche Ausgangsposition und daran scheitern wir zu Zeit mit unseren Projekten, also man merkt das europäische Batteriezellfertigung lohnt sich im Moment nicht.

00:30:14: Wir kriegen einfach deutlich günstiger die Zellen aus China.

00:30:18: Und solange wir da nicht gegensteuern – mit Industrie, mit Politik und mit allem was wir haben wird es auch so bleiben und dann werden die nächsten Projekte gekänzelt werden oder nicht weiter ausgebaut werden und die Abhängigkeit steigt.

00:30:31: Genau, zum Fünfpunkteplan.

00:30:33: Also wir brauchen eine Investitions- und Planungssicherheit das heißt stabile und verlässliche Regulierungen die langfristig das Ziel verfolgen, dass wir hier in eine Unabhängigkeit kommen.

00:30:45: Wir müssen auch uns überlegen wenn wir Regularien nehmen.

00:30:48: wie überwachen wir sie?

00:30:48: Wie kontrollieren wir Sie?

00:30:49: Wir sind sehr gut da drin, hier hohe Standards zu haben sei es mit Arbeitssicherheit, sei es Nachhaltigkeit, sei's die Umweltthemen.

00:30:56: Das alles treibt Kosten nach oben und wir sind sehr, sehr gut darin als Europäer diese Regeln einzuhalten Und der Asiate ist sehr, Sehr gut darinnen diese Regel zu umgehen.

00:31:08: Einfach einen Kostentreiber, wenn wir nicht schaffen das Levelplaying fehlt da ist und alle beiden Parteien diese Standards gleichermaßen umsetzen.

00:31:18: Und es auch eingefordert wird von der EU dass das erfolgt.

00:31:22: Das nächste ist Wir müssen vom Laptopheb kommen.

00:31:24: Wir haben gute innovative Ansätze in Technikumsmaßstäben in Pilotanlagen und wir müssen in die Skalierung und wir brauchen dafür die Rahmenbedingungen Konzepte reinkommen mit unseren Ideen.

00:31:38: Gleichzeitig eine Fachkräftesicherung und den Ausbau von Forschung als Basis des Ganzen.

00:31:43: Der nächste Punkt ist, dass wir bei Vergabem auch nicht preisliche Kriterien einbeziehen müssen um dieses Level-Playing-Feet zu erreichen und Resilienzkriterien da sich ja auch eine Rolle spielen können wenn wir gerade in öffentlich geförderte Projekte gehen.

00:31:58: es das Nichtsinn und Zweck dass diese Gelder abfließen ins Ausland Und eine Abhängigkeit ist immer entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

00:32:07: Das heißt, es reicht nicht nur die Stelle des Maschinen- und Anlagenbaus zu lösen, sondern wir müssen auch in Richtung Großstoffstrategie mitdenken.

00:32:16: Wir können nicht die Maschinnen- und Zellverhaltigungsabhängigkeit beseitigen und in eine Großstoffabhängigkeiten reinschlittern.

00:32:22: Das ist nur eine Verschiebung, das ist dann noch keine Unabhängkeit.

00:32:27: Wir sprechen hier in diesem Podcast eigentlich ständig darüber, dass da tolle Ideen da draußen sind.

00:32:32: In europäischen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

00:32:35: Und das dann aber dieser Schritt tatsächlich zu skalieren und dann wirklich in die Größe und Breite zu bringen, dann eben oft nicht gelingt.

00:32:43: Wie kann man das denn schaffen?

00:32:44: Also was ist eure Sicht darauf?

00:32:46: Ja zunächst braucht es natürlich Projekte sich zu überlegen wie kann ich bei einer vertikalen Integration Die Forschung, die Ausbildung Fachkräfte, was Sarah gerade schon angesprochen hat Aber auch den Maschinenanlagerbau mit eine Pflicht nehmen, dabei zu bleiben bis der Ramp abgeschafft ist.

00:33:03: Und gleichzeitig den Batterieproduzenten – ob das jetzt Automobile-OMs oder stationärer Speicher spielt keine Rolle -, denen auch zu unterstützen und so sagen vielleicht nach dem ersten Schritt, der eben für asiatische Technologie gefällt wurde gibt es einen zweiten wo jetzt auf europäische Technik gesetzt wird Die Hürden, die er dann auch sieht vielleicht aus finanzieller Sicht.

00:33:28: Nicht zu sagen es gibt Geldgeschenke oder Subventionen, die nicht zurückgezahlt werden müssen sondern sowas kann auch gestundet werden.

00:33:34: aber diese Anlauffinanzierung auch von der Seite in der Bundesregierung mitzubieten für die wenigen Projekte die überhaupt jetzt noch eine Chance haben weiterzukommen halte ich für enorm wichtig.

00:33:45: Der Rest und das weiß ich auch so aus dem umfeld vdma Mitforschung und instituten Steht den Startlöchern und hätte sich riesig gefreut eins der hoffnungsvollen Projekte weiter mitzubegleiten.

00:33:56: Und wenn wir jetzt über Laptop-Fab sprechen, dann bedeutet es aber auch häufig sich auf die jetzt innovativen Verfahren zu konzentrieren.

00:34:02: also nicht an MeToo und haben auch ein Beschichter und wir haben auch so einen Planetenmischer sondern... Wir haben neuere Verfahren!

00:34:09: Die möchten wir eben auch am Markt erproben und eben nicht nur im Labor.

00:34:13: Da wird sicherlich der nächste Chance geben gerade bei Trockenaufbereitung oder sogar in All Solid State nochmal das Rennen nochmal auf Augenhöhe zu beginnen.

00:34:25: Sarah,

00:34:25: geh doch da mal ein bisschen rein.

00:34:27: Hast du vielleicht irgendwie mal so Beispiele für uns aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau?

00:34:32: Ja, eine ganze Reihe von Beispielen gibt es da tatsächlich.

00:34:36: Stefan hat das eine schon genannt.

00:34:38: Firmen wie Dürr und Eirich sind in der Trockenbeschichtung, Trockenmischung dran.

00:34:43: Das wird sicher eine der Zukunftstechnologien sein wo dort gute Lösungen entwickelt werden die ready sind für den Gigamaßstab.

00:34:52: Genauso fasziniert und beeindruckt war ich von den Anlagen, die ich bei grob & körper gesehen habe für die Assemblerung der Zelle.

00:35:00: Beide haben verstanden dem Prozess des Z Foldings nochmal zu ersetzen durch kontinuierlichere Stapelverfahren, die Geschwindigkeit gewinnen können, die Energie einsparen können, effiziente tolle Lösungen, die auf dem Laminieren einer Monozelle basieren und dadurch dann Optimierung ermöglichen.

00:35:19: Es gibt sowohl in Italien wie auch an Österreich-Maschinen und Anlagenbauer, die da mit großartigen Lösungen unterwegs sind.

00:35:26: Die Firma Stiva aus unserer Mitgliedschaft hat den Battery Process Innovation Award gewonnen bei den Battery Production Days Mit einer Lösung für die Elektrolytbefüllung.

00:35:36: Ein Beispiel aus der Komponentenherstellung ist Zeiss, die mit einem Inline Röntgeninspektionssystem hilft Partikel zu erkennen Und aus dem Prozess auszuschleusen die nachher die Qualität der Zählern maßgeblich beeinflussen und im schlimmsten Fall zum Summer Run away führen könnten.

00:35:56: Stefan, ich habe dir jetzt noch eine Frage mitgebracht von meinen KIT-Kollegen aus der Produktionsforschung.

00:36:02: Und zwar die würden gerne wissen was denn Alleinstellungsmerkmale so der lokalen Maschinen und Anlagenbauer sind.

00:36:09: tatsächlich wenn man den Wettbewerb zu den asiatischen Herstellern sieht also sie haben da so Sachen genannt wie Digitalisierung, Digital Twins, Produktivität oder auch Ausschussreduktion gibt es da irgendwas in einem Feld wo du sagst ja Ja, das ist tatsächlich da.

00:36:27: Ist man tatsächlich Weltspitze?

00:36:29: Die Vielfalt!

00:36:30: Wir haben so viele Anbieter für jeden einzelnen Prozessschritt der vielleicht auch sehr ähnlichen Branchen ursprünglich kommt sich dann zum Beispiel in das Thema Batterie rein entwickelt hat.

00:36:43: und aber auch dort gibt es Unterschiede.

00:36:45: und eine Firma Jagenberg, eine Firma Dürr die beide mit Coatern... Das ist schon ein kleiner Wettbewerb und das heißt auch dort gibts wieder Weiterentwicklung weil man sich immer wieder gegenseitig natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will.

00:36:59: Auch bei der Mischtechnik bei uns gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Systemen, von Extrüdern über die Planetenmischer oder unsere Intensivmischer.

00:37:07: Der Kunde kann sich das raussuchen was für ihn am besten passt und kann sich sicher sein dass wir im gegenseiten gesunden Wettbewerb aber auch immer wieder unsere Produkte weiterentwickeln.

00:37:17: wenn ich eine komplette Gigafactory von beispielsweise Bushilit kaufe Dann nimmt CRTL die in Betrieb und dann läuft sie wie die dreißig anderen auch.

00:37:27: Das Thema Weiterentwicklung müssen die Asiatten wiederum anders triggern, also da gibt es dann wieder auch vielleicht von CRTl selbst die Vorgaben was an der neuen Maschinen vielleicht verbessert werden muss aus den lessons learneder Alten heraus.

00:37:40: Und sowas passiert in Europa eher immer partnerschaftlich.

00:37:44: Die Nähe glaube ich die räumliche Nähe die wir haben Also nicht nur auch wirklich gesagt vorhin sagt das Klavier zu verkaufen uns um zu drehen und wegzulaufen sondern Wir bleiben dabei besprechen alle mehr oder weniger gutes Deutsch.

00:37:57: Und das sind alles Vorteile, die in Europa, ob es jetzt dann in Frankreich ist und in Italien natürlich für jeden Betreiber einer solchen Anlage auch wahnsinnig wichtig sind.

00:38:06: Also wer einmal angefangen hat, die Kommunikationsprobleme aufzuzählen, die es dann gibt wenn nicht fünfzig-sechzig Leute an so eine immens teuren Fertigungslinie allen in eine Richtung tremmen muss und die kommen aus Länder, die nicht richtig miteinander kommunizieren können?

00:38:20: Das ist schwierig!

00:38:22: Das ist etwas, was wir sehr gut beherrschen.

00:38:25: Einfach aus Historie weil Europa schon immer so bunt war.

00:38:28: und die digitalen Themen haben wir natürlich auch nicht unbedingt jetzt nur für die Batterie entwickelt.

00:38:36: Und ich glaube jedes andere Mitglied zum Bereich Batterieproduktion beim VDMA würde auch sagen dass sie nicht unbedingt neue Produkte entwickelt haben sondern Sie haben ihre bestehenden Produkte natürlich befähigt in der Batterie-Produktion mitzuspielen.

00:38:51: Ein Beispiel aus unserem Haus ist zum Beispiel auch, dass wir Inline Materialprüfgeräte haben die wir gerade auch ertüchtigen für neue Materialien im Produktionsprozess die kompletten Prozessdaten zu erfassen.

00:39:03: Dass ich die natürlich dann mit Machine Learning oder AI was auch immer das dann seinen Markt weiter verarbeite und Anomalinen sehr schnell detektiere bevor die hinten überhaupt zur defekten Batterie oder zum Runaway führen.

00:39:15: Das sind genau die Themen, an denen wir jetzt noch sehen, dass wir da noch eine Menge Potenzial haben.

00:39:19: Auch in den gut laufenden Anlagen gibt es dort überall noch das Quänchen wo man besser werden kann und bei dem Durchsatzvoluminer und den Kosten, die das Gramm oder das Kilogramm der Masse kostet oder Batterie am Ende ist das sehr schnell ein gutes Argument für europäische Technologie.

00:39:35: Welche Wünsche habt ihr denn so an die Politik, um einen rechtlichen Rahmen dann tatsächlich zu schaffen für eine Bindung an europäische Zulieferketten?

00:39:44: Damit das erreicht werden kann.

00:39:46: Damit eben in Zukunft dann zum Beispiel VW Powerco oder sowas auf europäischer Anlagen setzen könnte.

00:39:52: Also es lässt sich tatsächlich nicht immer alles nur mit Regularien lösen.

00:39:56: Das was wir erstmal brauchen ist das Projekt wie ein Selfers, der uns letztes Jahr echt wehgetan, der auf europäisches Equipment gesetzt hat und wir brauchen Rahmenbedingungen wo so ein Projekt nicht kurz vor Anlauf und vor Umsetzung wieder gestoppt wird.

00:40:13: Wir sind oft gut darin, mit Projekten zu starten und wir sind schlechter in es sie zum Ende zu bringen.

00:40:20: Ich bin seit Zwei-Tausend zwölf beim VdMA und ich kann eine ganze Reihe an Projekte aufzählen in der Batteriefertigung die alle auf einem guten Weg waren und kurz bevor sie das Ziel erreicht haben abgebrochen gekänzelt wurden.

00:40:32: Das müssen wir schaffen, dass das nicht der Fall ist.

00:40:34: und warum sind sie gekänzelt worden?

00:40:36: Ja.

00:40:37: Weil derzeit einfach es sich nicht lohnt hier in Europa Batteriezell Fertigung aufzubauen und zu fertigen.

00:40:43: Wir sind zu teuer.

00:40:44: Das heißt, wir müssen an Standortbedingungen arbeiten.

00:40:47: Es geht um generelle Verbesserung des Standorts.

00:40:50: Das betrifft dann nicht nur die Batterieproduktionen.

00:40:52: Das sind Forderungen, die im VdMA grundsätzlich gelten Bürokratieabbau, webwerbsfähigere Steuer- und Abgabesysteme dass einiges, was es zu verbessern gilt.

00:41:04: Das wird auch derzeit an die Politik mitadressiert.

00:41:08: und auf der anderen Seite müssen wir schaffen, wenn wir uns entscheiden, dass die Batterieproduktion eine Schlüsselindustrie ist, die wir hier halten wollen die kritisch ist, auch für Verteidigungsbereiche und Sicherheitsaspekte.

00:41:24: Dass wir hier Bedingungen dafür schaffen, dass der Maschinen- und Anlagenbau in die Wertschöpfungskette mit abgebildet wird.

00:41:30: im europäischen Projekten.

00:41:31: Gerade in welchen die gefördert werden sollten die Gelder entlang der gesamten Wertschöffungskatte dann auch zum Zugekommen und reinfließen.

00:41:39: Das Punkt, der mir vielleicht auch noch sehr am Herzen liegt – auch als mittelständischer Maschinbauer aber eben auch mit einer Familienunternehmen und als Gesellschafter oder auch als Vater von kleinen Kindern.

00:41:52: Wir wollen doch Wertschöpfung in Europa halten, das kann ja nicht unser Ziel sein, dass wir jetzt zum Ausverkauf alles abgeben oder als Commodity betrachten und wir wollen es einfach billig von irgendwo anders zukaufen wenn dafür in der Zukunft keine Arbeitsplätze mehr in Europa zur Verfügung stehen.

00:42:09: Das haben andere schon vorgemacht.

00:42:10: wie so eine Deindustrialisierung von Statten gehen kann dem würde ich mich ungern anschließen.

00:42:14: Es lohnt sich dafür zu kämpfen Und wir sind alles smart genug und haben viele gute Ingenieure hervorgebracht in der Vergangenheit.

00:42:21: Das möchte ich auch in der Zukunft so sehen, dafür lohnt es sich auch definitiv zu kämpfen und nicht den Sand im Kopf zu stecken und sagen die Asiatten haben uns doch eh schon überholt.

00:42:31: Es kann ein faires Rennen sein.

00:42:33: Dafür plädieren wir ja auch in Richtung Politik.

00:42:35: und das was mit Automobilindustrie in Europa dort wirklich jetzt ansatzweise schon ins Feuer gestellt wird Das müssen wir abbiegen und sagen, die Batterie ist ein Großteil der Wertschöpfung.

00:42:46: Die für die Elektromobilität wichtig ist aber eben auch für all die anderen Felder, die Sarah gerade genannt hat, die eine enorme Rolle in der Energiewende spielen werden.

00:42:55: Und das lässt sich nicht aufhalten.

00:42:57: Auch wenn Donald vielleicht wieder ein bisschen mehr nach Öl bohren will.

00:42:59: Das sind alles zeitliche begrenzte Erscheinungen.

00:43:02: Das Thema Batterie wird eine große Rolle für die Zukunft spielen.

00:43:06: Ja, Sarah, Stefan.

00:43:07: Herzlichen Dank für eure Zeit und eurer Expertise!

00:43:10: Liebes Publikum, wir sind am nächsten Sonntag wieder auf YouTube oder allen Podcast-Plattformen da.

00:43:16: Macht's gut bis dahin.

00:43:17: Tschüss.

00:43:18: Vielen Dank, Daniel.

00:43:19: Danke

00:43:19: schön.

00:43:20: Wir freuen uns, dass ihr zugehört habt.

00:43:22: Und noch mehr freuen würden Patrick und ich uns darüber, wenn ihr diesen Podcast bewertet.

00:43:27: Da gibt es meist so eine fünf Sterne Funktion.

00:43:30: Das ist für uns immer ganz toll, wenn wir wissen was wir in Zukunft besser machen können.

00:43:35: Wenn nicht schon passiert, dann abonniert doch gerne den Geladen-Podcast und empfieh' uns auch gerne weiter.

00:43:41: Bedanken wollen wir uns bei all unseren Gesprächsgästen speziell unseren Partnerinstituten und natürlich allen die hinter den Kulissen sonst noch so mitwirken!

00:44:04: dem Center for Electrochemical

00:44:09: Energy

00:44:09: Storage Ulm und Karlsruhe, eine Forschungsplattform des Karls-Rohre

00:44:13: Instituts

00:44:13: für Technologie und der Universität Ulm.

00:44:16: Außerdem unterstützen

00:44:17: diesen Podcast

00:44:18: das

00:44:19: Zentrum

00:44:19: für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung

00:44:21: Baden-Württemberg und das Deutsche Zentrum Für Luft & Raumfahrt.

Kommentare (1)

Jörg-Martin Backhaus

Super Episode, keine Politiker oder Wirtschaftsjournalisten, sondern die Leute, die die Projekte wirklich planen, ausführen, entwickeln und vermarkten mit ihrer Begeisterung aber auch Wünschen und Kritik zu hören. Eure Gästeauswahl ist seit einem Jahr wirklich außergewöhnlich hochwertig und eure Fragetechnik nimmt uns wissenschaftsorientierte Hörer wunderbar sachlich mit, transportiert aber auch unsere Ungeduld und Sorge, dass wir schon wieder Chancen vergeigen könnten. Macht bitte weiter so, ihr leistet einen großartigen Job.

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