Gas statt Batterien? Warum Reiches Strategie jetzt unter Druck gerät - Georg Gallmetzer
Shownotes
In dieser Geladen-Episode sprechen wir mit Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von ECOSTOR und Vorstand des Bundesverbands Energiespeicher Systeme (BVES), über die wachsende Rolle von Großbatteriespeichern im deutschen Energiesystem – und warum sie weit mehr sind als nur „Strompuffer“.
Besonders im Fokus steht dabei eine hochaktuelle politische Kontroverse: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche steht derzeit massiv in der Kritik. Spiegel-Recherchen legen nahe, dass ihr Ministerium Argumente gegen Großbatterien direkt bei einem großen Energiekonzern eingeholt hat – während gleichzeitig der Ausbau von Gaskraftwerken politisch priorisiert wird.
Die zentrale Frage: Werden Großbatterien in der aktuellen Energiepolitik systematisch unterschätzt – oder sogar ausgebremst?
Ausgangspunkt ist die sogenannte "Speicherlücke": Während der Ausbau von Wind- und Solarenergie rasant voranschreitet, hinkt die Flexibilität im System hinterher. Genau hier setzen Großspeicher an. Sie glätten Preisspitzen, stabilisieren Märkte und können laut aktuellen Studien den durchschnittlichen Strompreis um rund 1 bis 4 €/MWh senken – mit volkswirtschaftlichen Einsparungen in Milliardenhöhe.
Ein zentraler Punkt im Gespräch: Speicher sind ein Schlüssel, um Netze effizienter zu nutzen. Durch intelligentes Laden bei hoher Einspeisung und Entladen bei Knappheit können sie Netzengpässe aktiv vermeiden oder reduzieren. Damit wird nicht nur Redispatch reduziert, sondern auch der Bedarf an teurem Netzausbau gedämpft.
Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob politische Entscheidungen aktuell noch technologieoffen getroffen werden – oder ob fossile Strukturen weiterhin bevorzugt werden.
Am Beispiel des Großbatteriespeichers in Bollingstedt zeigt unser Gast Georg Gallmetzer, wie netzdienlicher Betrieb konkret aussieht: Mit digitalen Zwillingen, Prognosen und klaren Betriebsregeln werden Engpässe frühzeitig erkannt und aktiv gemanagt.
Die Botschaft der Folge ist klar: Großbatterien sind kein „Add-on“, sondern ein zentrales Element eines kosteneffizienten, sicheren und klimafreundlichen Stromsystems – gerade in einer Zeit, in der energiepolitische Grundsatzentscheidungen neu verhandelt werden.
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Foto: © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
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Transkript anzeigen
00:00:04: Und damit herzlich willkommen bei Geladen.
00:00:06: Dein Batterie-Podcast für Elektromobilität, Energiewende und Batterieforschung!
00:00:10: Ja liebes Publikum das Thema für heute – das ist heiß super heiß ehrlich gesagt.
00:00:15: Wir schauen heute mal nach Berlin zu Ministerin Reiche und zur Bundesnetzagentur nach Bonn.
00:00:20: Da erörtern wir mal mit unserem Gesprächspartner für heute in wie weit dieser Kampf zwischen Gaskraftwerken und zukünftigen Großbatterien so läuft.
00:00:29: Ja, wie immer haben wir einen ganz tollen Gast hier im Studio und zwar Georg Gallmetzer.
00:00:33: Grüß dich Moin Moin!
00:00:34: Hallo
00:00:34: Bartik!
00:00:35: Grüß Dich!
00:00:35: Freu mich auf heute!
00:00:37: Georg, du beschäftigst dich mit intelligenten Stromspeichern für eine postfossile Energiewirtschaft.
00:00:42: Ganz toll für das Thema heute!
00:00:44: Du bist Vorstand beim BVES dem Bundesverband Energiespeichersysteme und du bist außerdem Geschäftsführer bei EcoStore einem Hersteller von Großbatterien.
00:00:54: Georg dann bring doch unserem Publikum erst mal bei was sind denn eigentlich Großbaterien?
00:00:59: Und wie viel gibt es davon schon in Deutschland?
00:01:01: Also Großbatterien, das ist ein bisschen anders wie der Akku im Keller oder der Akko im Auto.
00:01:07: Das sind erst mal stationäre Speicher und die sind ortsfest.
00:01:11: Die sind netzangebunden,
00:01:12: d.h.,
00:01:13: da ist ein großer Stecker zum Stromnetz dran.
00:01:16: Und das sind meistens Speicher Parks sowie Photovoltaik-Parks oder Windparks.
00:01:21: Man könnte sagen, dass es ein Parkhaus für Elektronen ist.
00:01:24: Da parkt man Elektronnen wenn sie gerade ein bisschen zu viel im Netz sind für Zeiten, wo sie im Netz fehlen und dann geht man sie wieder zurück.
00:01:32: Und genau diese Balance für die zeitgerechte Versorgung mit sauberem Strom das ist der Zweck von Großbatterien.
00:01:40: Also von oben sehen die Dinger aus wie so ein riesiger Containerpark würde ich sagen.
00:01:45: Ich habe jetzt nochmal nachgeguckt.
00:01:46: es sind mittlerweile vier Komma drei Gigawatt Stunden laut Marktstammdatenregister.
00:01:52: Großbaterin an deutschen Netzen.
00:01:54: Vor einem Jahr haben wir auch schon mal über Großbatterien gesprochen damals mit deinem Kollegen Hans Obahn, damals waren es nur zwei Komma acht Gigawatt Stunden.
00:02:02: Das heißt da ist so ein bisschen Bewegung im Markt oder?
00:02:05: Es deutet sich da etwas an.
00:02:07: eigentlich erleben wir eine Disruption.
00:02:10: vielleicht wissen deine Hörer noch wie's war wenn keine Ahnung die erste DigiCam auf dem Markt kamen oder das erste iPhone.
00:02:17: Vorher hatte man keine Ahnung, plötzlich wollte jeder so ein Ding haben.
00:02:21: Und genau in der Phase sind wir das die allerersten jetzt schon ihr iPhone haben sprich ihren Speicherpark im Portfolio.
00:02:27: EcoStore gehört auch dazu und ich bin fest überzeugt dass in einigen Jahren vielleicht fünfzehn-zwanzig Jahren kein Umspannwerk keinen Speicher mehr bei sich haben wird weil das brauchen wir für die Energiewende.
00:02:39: Ja
00:02:39: ja super spannend zu hören.
00:02:41: Wir drücken natürlich die Daumen, dass es eher schneller als langsamer geht.
00:02:44: Georg wir beginnen diesen Podcast mal mit eine These von dir in einer Präsentation.
00:02:49: da zeigst du sehr sehr eindrücklich die Asynchronität zwischen diesem tollen Zubau von erneuerbaren Energien und Windkraftwerken und Solarzellen und dann aber der etwas schleppenderen Entwicklung von Energiespeichern.
00:03:02: das Zeigst Du ne Speicherlücke von vierzig bis Neunzig Gigawatt auf und sagst vor allem Das Schließen dieser Lücke, das dient dem Allgemeinwohl.
00:03:11: Das musst du kurz mal erklären!
00:03:12: Also wir haben ja gut zu danken.
00:03:14: Anfang der Zweitausende angefangen Wind und Solarbarks ans Netz zu nehmen und sind weltweit da Pioniere gewesen aus Deutschland heraus um zu zeigen dass man mit Solar- und Windanlagen eine Industrienation versorgen kann und dabei den Wohlstand halten oder sogar noch mehr an kann.
00:03:32: also das ist schon einmal was nur kleiner Haken dabei Wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, ja was macht man dann?
00:03:39: Diese Frage haben wir jahrzehntelang vor uns hergeschoben.
00:03:43: Ich glaube nicht dass das grob Absicht war sondern wir hatten schlicht wie keine Alternative und haben weiterhin – und das ist auch die politische Großwetterlage – gesagt naja für den Lücken nehmen halt Instrumente, die wir aus der Vergangenheit kennen.
00:03:57: Catch dabei!
00:03:57: Die verbrennen fossile Kraftstoffe.
00:04:00: Fossile Kraftstoffe können wir alle verbessten Das Klima und haben große Abhängigkeiten vor allem jetzt in der geopolitischen Wetterlage.
00:04:08: Jetzt haben wir wieder einen Krieg mit fossilen Kraftstoffen im Zentrum, das kann so nicht weitergehen.
00:04:15: Im Schleppdau von der Elektromobilität kam jetzt große Mengen Speicher plötzlich auch zu guten Preisen für die stationäre Anwendung – für diese Parkhäuser für Elektronen.
00:04:28: Plötzlich eine Frage!
00:04:31: Anfang der zwanziger, also zwanzig Jahre nach Befahr und Wind kam plötzlich die wirtschaftliche Tragfähigkeit daher.
00:04:38: Das war so eine Konvergenz aus.
00:04:40: Technik ist verfügbar und plötzlich lohnt sich das Investment.
00:04:44: Und was passiert?
00:04:45: Es bloppen die Speicherbarks wie die Pilze aus dem Waldboden zumindest was die Investitionsabsichten angeht und in Netzanträge.
00:04:54: jetzt will plötzlich jeder im Markt und Umsparenwerken Speicherbarks bauen, das gelingt nicht jedem.
00:04:59: Kommen wir gleich noch dazu.
00:05:01: Wir haben trotzdem allerdings noch eine marginale Menge an Speichern tatsächlich am Start.
00:05:06: Ich habe es nochmal nachgeschaut Es sind ungefähr fünf Prozent von dem.
00:05:10: was wird tatsächlich bräuchten um diese Vorleistung die Wind und BV über zwanzig Jahre gemacht haben.
00:05:17: Die haben einen Vorsprung, zwanzige Jahre lang.
00:05:19: Das müssen wir jetzt mit Speichern aufholen, um nämlich die ganzen Symptome, die durch diese Vorausleistung von WinduPV in den Netzen auftauchen.
00:05:26: Durch netzengpässe riesige Netzkosten oder am Strommarkt Verwerfungen mit den Strompreisen und in viel Aufwand für das Stopfen der Versorgungslücke wenn der Wind nicht weht und die Säule nicht scheint.
00:05:37: So!
00:05:38: Das müssen man jetzt mit speichern ganz schnell aufholend und dafür gibt es einen Plan Und Ecosore arbeitet an dem Plan und dieser Netzentwicklungsplan den die ünb ist und die benizade meins gemacht haben sagt na ja vierzig bis neunzig weh würden wir schon brauchen je nachdem wie die zukunft in verschiedenen scenarien halt weiter geht es so die bandbreite.
00:05:59: Und wenn wir das dann haben dann kriegen wir die synchronität wieder her.
00:06:03: dann haben wir nämlich abends wenn die sonne nicht mehr scheint plötzlich strom aus speichern.
00:06:08: dann ziehen wir aus den parkhäusern raus oder wenn der wind nicht weht dann füllen mal nachts die versorgung eben aus.
00:06:14: diesen speichert
00:06:15: geok.
00:06:15: du sagst ja dass mit diesen Großbatterien nicht nur der Strompreis, perspektivisch ein bisschen fällt.
00:06:21: Du sagst es braucht weniger Netzengpass-Lösung diese Readerspatch Maßnahmen.
00:06:27: wir verbessern unsere CO² Bilanz und grundsätzlich ist die Versorgungssicherheit grundsätzlich weitergegeben wenn ich dich richtig verstehe.
00:06:34: Richtig
00:06:34: das geht sogar noch drüber hinaus.
00:06:35: Ich würde jetzt gerne noch ganz weit raus zumindest sagen warum sind wir überhaupt an dem Punkt,
00:06:42: Gas
00:06:43: aus irgendwelchen despotischen Herkunftsländern zu kaufen.
00:06:47: Das machen wir ja nur weil wir bisher keine andere Möglichkeit haben.
00:06:51: da das ist jetzt Schluss!
00:06:53: Wir haben jetzt eine Möglichkeit.
00:06:54: Wir können durch den Zubau von Speichern nämlich verhindern dass wir Gas importieren müssen.
00:07:00: ich mache mal ein Beispiel Ich importiere eine Kilowattstunde Gas aus der russischen Byplane.
00:07:05: Die Hälfte verbrenne.
00:07:06: ich schmeiß sie schonmal weg.
00:07:07: die andere Hälfe kann ich in Strom in Form von Strom nutzen aus dem Kraftwerk.
00:07:12: Was mache ich, wenn ich eine Kilowattstunde Batteriespeicher importiere?
00:07:16: Zugegeben importiere aus China.
00:07:18: Ich kann mit dieser Kilowattsstunde bis sie fertig verschlissen ist Zehntausend Kilowatter Stunden Strom rausholen aus der Batterie die vorher aus Solaranlagen reingeholt habe.
00:07:30: Ich importiere einmal und kann das zwanzigtausendfache an Energie rausholen.
00:07:36: Das ist echte Importabhängigkeit.
00:07:38: wir importieren Werkzeuge, nicht Verbrauchsküter.
00:07:43: Und das führt uns zu geopolitischer Unabhängigkeit zur Resilienz und zur dauerhaften in Europa eigenständigen Wohlstand- und Wirtschaftswachstum.
00:07:52: Darum geht es!
00:07:52: Dass wir hier eine Energiewende haben mit Klimazielen?
00:07:55: Ja, das ist auch wichtig aber es geht um viel mehr.
00:07:58: Es geht um die Substanz von unserer Bolfahrtstaat – und das sollte alle interessieren.
00:08:03: Wir gehen nachher noch mal ordentlich in die Tiefe, liebes Publikum.
00:08:07: Jetzt reden wir aber ganz konkret mal über die Politik der Bundesregierung.
00:08:11: Ich glaube das haben mittlerweile alle gehört dass die Bundeswirtschaftsministerin Reiche durchaus da sehr gaspositiv in letzter Zeit fährt.
00:08:20: deswegen meine konkrete Frage Georg können denn diese großen Lithium-Ionen Speicher?
00:08:24: Können die technisch denn schon heute Gaskraftwerke ersetzen?
00:08:28: Was passiert denn am Markt?
00:08:29: Weißt du, du gehst auf den Marktplatz und hast bisher abends wenn die Sonne nicht scheint oder Wind nicht weht halt andere Kraftwerke benutzt um den Bedarf zu decken.
00:08:39: Wenn jetzt Speicher abends plötzlich in diesen Markt hineinspeisen dann nimmt man den anderen ein Stück weit vom Geschäft weg.
00:08:46: das heißt die Preise werden billiger weil plötzlich mehr Angebot da ist aus Speichern die ihren Strom billiger verkaufen können.
00:08:53: sprich jede Kilowatt Stunde aus dem Speicher verhindert, dass ein Gaskraftwerk eine Kilowattstunde in den Markt verkauft.
00:09:01: Faktisch verdrängen sie heute schon Gaskraftwerke und das ist der Grund, dass Gaskkraftwerke heute weniger Geld verdienen werden.
00:09:09: Speicher kommen wie wenn es keine gäbe.
00:09:11: Und das ist auch der Grund warum Betreiber von Gaskhaftwerken – jetzt kommen wir in die politische Ebene – natürlich kein gesteigertes Interesse haben, dass Batterien in den Marken kommen weil dann machen Sie automatisch weniger Geschäft.
00:09:25: In Ergebnis schreien Sie nach Subvention, weil im natürlichen Markt Verhalten Die Wettbewerbsfähigkeit von Gaskraft nicht mehr da ist und Speicher diese verdrängen.
00:09:36: Und im Übrigen Kohle auch.
00:09:37: Da muss ich dir leicht widersprechen, weil wir reden ja jetzt nicht darüber wie man die Gaskraftwerke über die nächsten Jahrzehnte profitabel hält oder subventioniert.
00:09:45: Wir reden ja auch darüber noch Gaskraftwerke neu zu bauen für die nächsten Jahrezehnten.
00:09:51: Und da frage ich mich ganz einfach als jemand der pro Batterie ist.
00:09:54: Sag mal warum machen wir das nicht jetzt schon mit Großbatterien?
00:09:58: Großbatterien wirken wie Spitzenlastkraftwerke.
00:10:02: Das heißt, wenn sie sich nachts vollladen können die morgens oder mittags die Spitze wegfeuern, wenn es mal eine Dunkelflotte hat.
00:10:08: Da scheint die Sonne nicht unter Windwege nicht!
00:10:11: Dann muss der Speicher sich natürlich aufladen um in die Spitse hinein zu entladen.
00:10:15: Zur Wahrheit gehört aber auch... Die Speichers sind dann halt nach ein paar Stunden leer.
00:10:19: meinetwegen zwei vier sechs Wir reden bald auch über acht Stunden speichern tatsächlich draußen im Feld.
00:10:25: Auch die werden irgendwann leer sein.
00:10:26: Und wenn wir über eine längere Dauer Wind und Sonne nicht haben, werden wir sowas wie Grundlastkraftwerke
00:10:32: brauchen.".
00:10:33: Also das ist der Teil wo ich sage okay akzeptiert in den ein zwei Wochen von der Dunkelfläute im Jahr mehr ist es nicht.
00:10:42: Brauchen wir Notstromaggregate?
00:10:44: Wenn man so will Absicherungsinstrumenten die einspringen wenn alles andere eben Nicht akulär, das Sonne scheint nicht der Wind weden nicht und das Ausland will auch nicht.
00:10:52: Das wird es geben ab und zu und dafür brauchen wir echte Backup-Kraftwerke.
00:10:56: Darüber hinaus aber brauchen wir wirklich wettbewerbsfähige und eben resiliente Infrastruktur Und eben nicht die Abhängigkeit von ständigen Fossilimport ganz zu schweigend vom Umwelt.
00:11:08: Die Entscheider in Berlin und die Entscheide in Bonn haben noch nicht so die Sicht auf diese Disruption Diese Pilze die jetzt aus dem Waldboden schießen mit den Speichern.
00:11:18: Das ist ein neues Phänomen.
00:11:19: Und immer wenn ein neues phänomen ganz schnell kommt, dann kriegen es Verantwortungsträger im Zweifel erstmal nicht mit oder zu spät mit.
00:11:27: Dass es einen Anschlussüberschuss gibt von Batteriespeichern – das haben mittlerweile alle mitgekriegt!
00:11:32: Aber was Batteriespeicher wirklich können und dass man ihn vertrauen kann auch in der Dunkelflaute?
00:11:38: Das ist bei den Entscheidern, wenn's wirklich zum Schwur kommt noch nicht angekommen.
00:11:43: plus wir haben ganz starke Lobbyinteressen aus dem Alten, starken Akteuren.
00:11:50: Es gibt die Verlierer der Transformation.
00:11:54: So ehrlich muss man sein!
00:11:55: Die natürlich erst einmal schauen kann man denn nicht die Transformation ein bisschen rausschieben?
00:12:00: dann kann ich das ein oder andere Gaskraftwerk noch subventioniert kriegen.
00:12:03: Haben wir auch in der Elektromobilität haben auch in anderen Sektoren.
00:12:05: Das ist im Kraftwerkssegment nichts anderes.
00:12:09: und in diesem ganzen Mix ist es in Berlin so dass die Stimmen der Disruptions Verlierer, sage ich jetzt mal.
00:12:18: Immer noch gut gehört haben weißen die Partner mit denen die Politik in den letzten Jahrzehnten sehr gut zusammengearbeitet hat.
00:12:25: Jetzt hast du das sehr diplomatisch ausgedrückt.
00:12:28: Du kannst ja auch gleich nochmal darüber sprechen, wie das Gespräch mit dem EON Chef Leonhard Birnbaum dort aussah.
00:12:33: Du hast irgendwie online was zu sehen dass ihr beide euch da mal abgesprochen habt.
00:12:38: Wie die Politik mit diesen großen Energiekonzern zusammenarbeitet?
00:12:41: Das sieht man zum Beispiel an dieser RWE-Affäre.
00:12:45: Das Handelsblatt hat nämlich Ende Februar ein Lobbypapier von RWE veröffentlicht.
00:12:51: Es hat es tatsächlich mit Wunschliste gelabelt und dieses Papier hatte angeblich zum Ziel, Gaskraftwerke gegenüber Batteriespeicher in bestimmten Situationen zu bevorteilen.
00:13:03: Kannst du das noch mal erklären?
00:13:05: Ist ehrlich gesagt aus meinen Augen absolut skandalös dass es sowas überhaupt
00:13:10: gibt?
00:13:10: Ja da hat jemand Angst.
00:13:15: worum geht's eigentlich?
00:13:16: Es gibt zwei Elemente die jetzt auf politischer Ebene diskutiert werden nämlich Die Kraftwerkstrategie.
00:13:23: da gehts um ungefähr zehn Gigawatt an neuen Kraftwerken, die nach Wunsch von RWE und möglicherweise auch der Bundesregierung ausschließlich in Formen von Gaskraftwerken gebaut werden sollen.
00:13:37: Um eben diese Grundlast, die Spitzenlastkraftwerke, Batterie oder so was technisch gesehen nicht wirklich substituieren können.
00:13:49: Zusätzlich geht es um zwei GW, die Technologie offen In dieser Kraftwerkstrategie zusätzlich gebaut werden sollen.
00:13:56: Da lässt die Regierung es offen, weil sie muss, weil aus EU die Vorgaben kommen nicht all in Gas so wenig wie möglich gas ursprünglich wollte.
00:14:06: die Bundesregierung hat zwanzig Gigawatt das hat die Yuko-Mission auf zehn zusammengestutzt und zwei als Technologie offen hingestellt.
00:14:14: Nächstes Element der Kapazitätsmarkt.
00:14:17: da geht es darum dass man technologie offen ausschreiben muss wer denn in Zukunft eine Dunkelflaute dafür bezahlt wird dass er die Energie zur Verfügung stellt oder nicht verbraucht.
00:14:28: Das kann alles Mögliche sein, das können Kraftwerke sein, es können aber auch Puls von Verbrauchern sein in Zukunft.
00:14:34: RWE will jetzt natürlich die Spielregel so drehen, da sind all diesen Elementen immer nur vorrangig Gaskraftwerke zum zukommen.
00:14:42: Es werden riesige Investitionsprogramme für neue Gaskraftwerte.
00:14:47: Wenn sich RW damit durchsetzt haben wir zwei Dinge geschafft.
00:14:50: Erstens einmal die Abhängigkeit von fossilen Lieferländern deutlich erhöht, weil warum deutlich erhöhen?
00:14:58: Wenn wirklich Energie knapp ist.
00:14:59: Also wenn es uns wirklich an die Substanz geht genau in diesen Zeiten sind wir umso mehr abhängig von diesen Ländern, die uns diese knappen fossilen Brennstoffe auch liefern.
00:15:10: Hast du jetzt eine Dunkelflaute und einen Iran Krieg gleichzeitig dann stehst sie da und die Lichter könnten ausgehen wahrscheinlich ganz aber mit echt.
00:15:19: echt ein dickes Problem Und das darf nicht sein.
00:15:22: Man muss sich unabhängiger machen und das geht jetzt mittlerweile technologisch.
00:15:26: Hätten wir vor zwanzig Jahren gesprochen, hätten alle nicht gewusst und meinetwegen auf den Fusionsreaktor gebetert oder sonstige Stoßgebete in Himmel was passiert in der Dunkelschlaute?
00:15:36: Heute haben wir technische Alternativen!
00:15:38: Wir haben irgendwann einmal die Digitalisierung der Netze und des Martinita Reverne von den vielen Verbrauchern durch die vielen tollen neuen Geschäftsmedien entstehen Flexibilität sehen Und wir werden die großen Speicherpark sehen.
00:15:52: Diese zwei Gruppen, die nicht fossile Energie verbrennen, werden wesentlich billiger Energie anbieten können oder eben auf Energieverbrauch verzichten als neue Gaskraftwerke und das ganz ohne Abhängigkeit von irgendwelchen despotischen Gas- oder Öllieferländern.
00:16:10: Das muss man doch eigentlich wollen!
00:16:11: Deswegen will ja auch die EU-Kommissionen dass man hier Technologie offen ist dass eigentlich die neuen Technologien wettbewerbsfähiger sind, versucht man jetzt nochmal da einen Keil reinzutreiben.
00:16:25: Und wahrscheinlich würde ich fast was drauf wetten, wird man sich bei den ersten zehn Gigawatt in dieser Kraftzeug-Strategie damit durchsetzen.
00:16:35: Sauerei kann man sagen aber weiß der Watt?
00:16:37: Die Base-Lode bin ich selber verbraucher und hätte auch gerne in der Dunkelflotte das die Lichter nicht ausgehen.
00:16:42: Ich glaube die ersten zehn GW braucht man!
00:16:44: Ich rede viel mit Übertragungsnetzbetreibern.
00:16:48: Das ist eigentlich nicht verhandelbar.
00:16:49: Wir wollen Sicherheit, ne?
00:16:52: Die Übertragungs-Betreiber sind hochverantwortungsvolle Netzbetreiber die diese Assets wirklich brauchen weil wir haben ihnen Atom genommen, wir haben ihn Kohle genommen, sie brauchen da schon einen adäquaten Ersatz für Notstromaggregate.
00:17:08: okay aber die ein zwei Wochen das is ok für Zingeweh.
00:17:11: darüber hinaus glaube ich muss man mehr Wettbewerb wagen zu Gunsten der Steuerzahler und Verbraucher unter Resilienz, unter europäischen Marktpositionen im geopolitischen Wettbewerb.
00:17:26: Ich sage dir noch was!
00:17:27: Die Knesen machen es uns vor – das sag ich ungern – aber keiner investiert mehr in Sonnewind- und Speicher wie China.
00:17:36: Das machen sie nicht, falls Sie eine ökologische Agenda haben, sondern allein aus geopolitischen Machtüberlegungen.
00:17:43: Jetzt muss ich an dieser Stelle ganz kurz mal unterbrechen, das hatten wir tatsächlich auch schon im letzten Podcast so ein bisschen thematisiert.
00:17:50: Ich bin mir jetzt gerade unschlüssig!
00:17:51: Ich wollte grade mit dir über die Profitabilität der tollen neuen Großbatterien sprechen aber ich bin mir irgendwie unschlessig.
00:17:57: Jetzt sagst du naja die Industrie-Übertragungsnetzbetreiber und die alten Gaskraftwerkbetreber wollen der Bundesregierung nahelegen dass wir eben die neuen Gaskraftwerke auch nochmal fossil betreiben.
00:18:08: Aber du hast gerade gesagt, das könnten wir theoretisch jetzt schon mit Großbatterien wuppen.
00:18:12: Warum denn jetzt neue Gaskraftwerke bauen?
00:18:15: Wenn wir es theoretisch auch mit diesen Großbaterien zumindest in dieser Primärfrequenz-Regelung irgendwie wuppern können – also nicht für die Dunkelflaute aber eben für einige Energiemerkte wäre das doch predestiniert, Batterien einzusetzen!
00:18:27: Ja, das ist es ja und da setzen sich Batterien durch.
00:18:30: Da kannst Du Gift drauf nehmen.
00:18:31: Also jeder neue Speicherpark der ans Netz kommt verdrängt effektiv alle anderen bisherigen Formen der Versorgung sei es, Kohle, Atom haben wir ja nicht mehr Gas.
00:18:42: Stückweit auch Bumspeicher und Wasserkraft, weil die Batterien einfach wahnsinnig wettbewerbsfähig sind.
00:18:48: Und das ist zum Nutzen eben der Industriekunden und der Verbraucher- und der Netzengeldzahler und Steuerzahlers.
00:18:55: Also diese Effizienz, die dieses neue Werkzeugspeicher reinbringen wird eben die Effizience unserer Wirtschaft erhöhen unter Verbrauch und unserem Wohlstand.
00:19:04: So warum passiert viel schneller.
00:19:07: Du hast da halt große Infrastruktur vorhaben, das sind dicke Umspannwerker die erst einmal genehmigt und gebaut werden müssen.
00:19:13: du musst die Speicher hinstellen, du musst sie finanzieren, du hast ungefähr so eine Projektlaufzeit von nach drei bis vier Jahren von der ersten gesicherten Netzanschlusszusage bis zudem dass das Ding dann wirklich am Netz läuft und ich erwarte dass aus dieser Antragswelle die wir seit zwanzig-dreiundzwanzig sehen gegen Ende der Zwanzigerjahre diese Welle sich auch draußen im Netz und dem Stromsystem bemerkbar macht.
00:19:38: Jetzt sind wir gerade in der Phase, wo hinter den Kulissen ganz viel geplant finanziert und vorbereitet wird und aufm Feld wird es ein Rollout geben, der uns wahrscheinlich zehn GW bis zwanzig dreißig und wahrscheinlich nochmal zwanzigg dreißiger GW bis Zwanzigvierzig an Zubau von Speichern liefern wird.
00:19:56: Ich glaube schneller geht's einfach nicht!
00:19:57: Das ist sehr schade zu hören, weil ehrlicherweise bleibt das komplett hinter den Erwartungen zurück die wir jetzt hier im Podcast natürlich auch ein bisschen geschürt haben.
00:20:05: Wir wissen ja mittlerweile sind da irgendwie sieben hundert oder achthundert Gigawatt an Großbatterien im Gespräch.
00:20:12: logisch das sind oder tausend Gigawatts sagst du gerade klar die ganzen Großbaterien.
00:20:17: die brauchen wir am Ende nicht aber wir brauchen sie eben schnell und das ist so schade, dass das tatsächlich dann sagst du gerade eben nicht passiert.
00:20:25: Jetzt sprechen wir mal über diese Profitabilität eurer Großbatterien.
00:20:29: Das ist glaube ich ganz wichtig unseren Hörern auch noch einmal zu sagen was sich da getan hat.
00:20:33: im Vorgespräch hast Du gesagt es gab eine Art Goldrausch unter Großbateriebetreiber.
00:20:38: Sag nochmal ganz konkret wie viel Geld verdient denn jetzt so eine Großbatterie seit wenigen Jahren?
00:20:44: Und wie ist also der Ausblick?
00:20:47: Tatsächlich eine Goldgräber-Stimmung muss man sagen.
00:20:50: Ich glaube, daran ist eigentlich aus langer Sicht gesehen nichts falsch weil es extrem viele Akteure in den deutschen Markt gelockt hat die alle beitragen wollen unsere Speicherlücke zu stopfen.
00:21:06: Es war am Ende ein bisschen zu viel des Guten für die Netzbetreiber.
00:21:09: wenn wir über eine Speicherlücke von, sagen wir mal im Schnitt, fünfzig Geweh reden und die Akteure ein tausend Geweh an Anschlussanfragen stellen, dann muss man sich schon auch fragen das ist eine völlige Überforderung als Betreiber.
00:21:22: Die Speicherakteure wurden ja nicht wirklich auf die Partie eingeladen.
00:21:27: es gab keine Regulierung die gesagt hat wir wollen jetzt speichern Investitionen anreizen die kamen trotzdem.
00:21:33: uns sind in der Gewaltheit und Menge gekommen dass es die Systeme bei den Netzbetreibern komplett gespeichert.
00:21:39: Wir machen jetzt die Spielregeln, während des Spiels komplett neu.
00:21:44: Die Anschlussverfahren werden neu definiert, die Betriebsregeln für Speicher im Netz werden neu definitioniert und die Netzengelte werden neu définiert.
00:21:52: Kommen wir nachher noch dazu.
00:21:54: Während des Spieles sozusagen wird das System einmal auf links gedreht und das hat natürlich Konsequenzen.
00:22:01: wenn man Ohne jetzt diese ganze Debatte um neue Spielregeln hernimmt und schaut was die Speicher in der Vergangenheit verdient haben, kommt man auf zweihunderttausend dreihundert tausend Euro pro Megawatt und Jahr.
00:22:13: Auf einen Zwei-Stunden-Speicher, was so eine typische Größe ist.
00:22:16: In den Jahren zwanzig bis fünfundzwanzig.
00:22:18: So mit den neuen Spielregeln, die kommen werden zum Teil sind sie schon da reden wir eher über hundert bis hundertdreißig Tausend euro pro Megawatte und Jahr.
00:22:29: Da Kein Goldrausch mehr, da sind die Hälfte.
00:22:33: Das ist vielleicht ein Drittel je nachdem was man vergleicht und das muss nachhaltig sein für den Zubau der Nächsten.
00:22:42: Was fehlen uns?
00:22:42: Fünfundvierzig, sechsundvierzig gewähre du hast vorhin in die Zeilen gesagt Wir sind praktisch nur fünf Prozent zehn Prozent des Weges gegangen.
00:22:48: Die anderen neunzig müssen wir mit ganz moderaten Regeln klarkommen.
00:22:52: dass es diese neuen regeln gibt halte ich für nachvollziehbar.
00:22:56: Ich kann das Gut erklären, dass ein Batteriespeicher wie ein Rennwagen ist.
00:23:03: Der auf der Autobahn dahin besen möchte und plötzlich die Frage ist momentan mal... Auf der Autobahne braucht es einen Tempolimit sonst haben wir hier Unfallgefahr.
00:23:13: Das ist die Rampe von der viel die Rede ist.
00:23:16: Ja das ist so ein Tempol Limit für den Rennwagenspeicher!
00:23:18: Der Speicherer ist viel zu schnell technisch als er seine ganzen technischen Dynamik ausspielen könnte im Netz.
00:23:24: Das Netz kann das gar nicht ab.
00:23:26: Sonst geht die Spannung durcheinander, sonst sind die Engpasserkennungssysteme völlig ungleichgewicht.
00:23:32: Und ein Rennwagen, der blinkt nicht wenn er über einen Rennparkour fährt.
00:23:36: aber wir sprechen hier vom öffentlichen Netz.
00:23:38: Da muss ein Teilnehmer im öffentlichen Netz schon mal blinken, wenn er den Spur wechseln macht.
00:23:43: das sind so Fahrpläne, ne?
00:23:44: Die darf man spontan ändern.
00:23:46: da muss auch dem Netzbetreiber die Möglichkeit geben... ...die Fahrplänne die in Speicher kurzfristig sich ändern möchte erst zu erkennen und checken ob es geht.
00:23:54: Das ist ein Fahrplan-Frisister an dem Thema.
00:23:56: Unter Rennwagen, der muss bitte sehr in der Spur bleiben.
00:23:59: auf der Autobahn gibt es auch die Spuren.
00:24:01: das sind so durchgezogene Linien.
00:24:03: wenn viel Verkehr ist muss man sich daran halten.
00:24:05: Rennwagen möchte das nicht dann möchte einfach hin und her.
00:24:08: das sind die Regelenergie Caps.
00:24:09: Regel Energie kann nicht beliebig viel gemacht werden von einem Speicher wie er technisch könnte.
00:24:17: Er muss sich so ein gewisses Maß an Regelnergie wird zugestanden also die Spurbreite aber darüber hinaus bitte nicht.
00:24:23: Und jetzt kommt es, ein Speicher muss ab und zu mal einen Zwischenstopp einlegen weil manchmal sind die Netze einfach voll.
00:24:29: Der kann dann nicht auch noch einspeisen.
00:24:30: So und diese ganzen Dinge untereinander führen dazu dass ein Speichern nicht das verdienen mehr kann was er theoretisch könnte wäre allein auf der Welt sondern er muss sich in den Verkehr im Stromsystem einbetten wie jeder andere Verkehrsteilnehmer was er zu führt dass er eben Moderator verdient.
00:24:48: Und jetzt geht die Battle darum beim definierenden neuen Spielregeln, dass dieses moderate Maß gerade noch auskömmlich ist für neue Investitionen.
00:24:58: Die noch möglich sein müssen!
00:24:59: Alle wollen Neue Investition und keiner will den Speicherhaus bei Ausbremsen aber jeder will den speichern ein bisschen vernünftige Verkehrsregeln aufbürgen.
00:25:06: Also da sehe ich auch die Übereinkunft von den Privatverbrauchern, die ja sozusagen Versorgungssicherheit genau wie die übertragenden Netzbetreiber allgemein fordern.
00:25:15: Grundsätzlich sollen die schon da draußen Geld verdienen viel Geld, meinetwegen wenn es irgendwie Gaskraftwerke ersetzt.
00:25:22: Jetzt gehen wir aber trotzdem nochmal drei Schritte zurück Georg weil jetzt müssen natürlich auch unsere Hörer und Zuschauer verstehen diese Großkraftwerken die jetzt schon am Netz sind.
00:25:31: in welchen Energiemärkten sind sie denn tätig?
00:25:34: das müssen wir deshalb verstehen weil die Profitabilität jetzt irgendwie eingeschränkt wird von Seiten der Regulation aber eben auch dadurch dass es immer mehr Großbatterien immer mehr Rennwagen auf der Strecke gibt die dann eben nicht mehr alle so schnell fahren können wie der erste.
00:25:49: Richtig,
00:25:50: richtig!
00:25:50: Also wir haben den klassischen Regel-Energiemarkt.
00:25:53: davon wurde in der Vergangenheit ganz viel gesprochen weil das war ein Markt der erfordert eine ganz hohe Dynamik von den Teilnehmern.
00:26:01: dafür sind Batteriespeicher perfekt gerüstet.
00:26:04: man stabilisiert die Frequenz im System.
00:26:08: es ist der Puls des Systems stellte vor dass europäische Verbundnetz von Estland bis Portugal hat überall dieselbe Frequenz, denselben Puls.
00:26:18: Das ist ein total tolles europäisches Integrationsprojekt das überall an jeder Steckdose die selbe Frequentz ansteht.
00:26:25: Das is technisch so und es auch wichtig.
00:26:28: wenn jetzt irgendwo in Land plötzlich zu wenig Erzeugung hat um seine eigene Balance zu halten dann greift das europäische Verbundnis und hilft dem land.
00:26:38: gleichzeitig müssen die ganz ganz schnellen Anlagen den Ländern das netz stützen und das machen batterien auch über den sogenannten primär regelmarkt sekundär regelmarkt unter minuten reserve regelmarkt.
00:26:49: Diese merkte sind ungefähr drei gigawatt groß und mittlerweile dominieren batterie diese merkte fast ausschließlich noch ein bisschen wasserkraft ist denn aber sonst machen es batterin mehr.
00:27:00: pariaden machen nur mehr batterien.
00:27:01: aufgrund der kosteneffizienz übrigens sinken dann auch die kosten für diese Regel-Energie-Märkte, die jeder von uns bezahlen muss am Ende des Tages.
00:27:09: Weil man ja an der Steckdose in sich und strom will.
00:27:11: Wenn wir von fünfzig GW oder bis zu neunzig GW Speichern reden dann können wir nicht einen Markt bedienen, der nur drei Gigawatt groß ist.
00:27:20: das heißt wir müssen noch weitere Märkte anschauen weil sonst führt der Speicher Ausbau nach drei Gigawatten auf.
00:27:26: und da sind wir jetzt schon quasi.
00:27:28: Wir müssen schauen was macht ein Speicher?
00:27:30: Am den Börsen?
00:27:32: Das ist quasi dieses Elektronen-Parkhausgeschäft.
00:27:36: An der Börse, wenn gerade zu viel Sonnenenergie angeboten wird dann gehen die Preise in Keller Das kennt man auch vom Obstmarkt, dann plötzlich frische Spargel rein kommen.
00:27:44: Dann gehen die Spargelpreise runter und wenn die Spargeln noch knapp sind jetzt so um die Zeit wahrscheinlich im Ding, das ist teuer.
00:27:51: So kommt zu viel Sonne rein, gehen die Preise runter.
00:27:53: was macht ein Speicher?
00:27:55: Er zieht Leistung aus dem System raus er kauft die Energie, barkt sie zwischen weil er weiß abends da ist die Sonne wieder weg kann ich die verkaufen und verdränge die Gaskraftwerke Mühe billiger einbieten und dadurch verhindern das Gas verbrennt, verbrand werden muss.
00:28:13: So wie ihr seht eine der Ausspeicherfunktionen.
00:28:16: Das ist dieser Börsenhandel.
00:28:18: es gibt dann auch diese technischen Affinitäten dieses Backtradeings.
00:28:21: Das war so einen Randeffekt von früher wo zu wenig Angebot auf den ganz kurzfrist Handelsmärkten da war.
00:28:28: Das wird jetzt immer weniger je mehr Speicher kommen weil das so ein Liquiditätsmangel Effekt war.
00:28:34: eigentlich wird das klassische Geschäft von Speichern das Verschieben von Energie über die Zeit.
00:28:40: Damit kann man Geld verdienen, wenn man mittags den Strom ist der Strompreis bald bei null.
00:28:45: es war auch Wind in der Nacht war auch fast nichts Abend liegen wir bei hundertfünfzig Euro.
00:28:49: das heißt man kann für jede Zwischengespeicherte Kilowattstunde fünfzehn Cent verdienen.
00:28:54: dafür wird ein gutes Geschäft.
00:28:55: Wenn man das jeden Tag einmal macht dann hat man übers Jahr gesehen einen auskömmlichen Verdienst gemacht.
00:29:04: Jetzt interessiert unsere Hörer natürlich ganz konkret, wie können denn jetzt die normalen Verbraucher in den Genuss von billigeren Strompreisen über diese Großbatterien kommen?
00:29:13: Kannst du irgendwie sagen, wie sich ein Zubau von vielen Großbaterien im Deutschland am Netz dann am Ende auf den Preis der Kilowatt-Stunde auswirkt.
00:29:23: Die
00:29:23: Äpfel vom Bodensee, die Kosten halt in der Bodenseee gehen auch weniger als die importierten Äpfeln aus Paraguay.
00:29:29: Das wird so sein und genauso wird es im Strommarkt sein.
00:29:31: Das kann man in Zahlen ausdrücken, das wird ungefähr eine Milliarde Euro pro Jahr für alle Strommarkteilernehmer so sein.
00:29:39: Die Stromnetzengelte gehen runter weil wir müssen weniger Netze ausbauen und wir können die Netze viel effizienter ausnutzen.
00:29:46: Und das wird sich beim Verbraucher wirklich spürbar machen.
00:29:49: wenn er auf die Rechnung schaut ist ungefähr ein Viertel oder ein Drittel mittlerweile allein der Aufwand für den Netzengeld und da wird der Haupteffekt dann zutragen kommen.
00:29:59: Jetzt hast du schon das neue Thema gerade angeteasert, kommen wir gleich zu.
00:30:03: Ich will noch mal zur Vorständigkeit halber sagen die Entlastung durch Großbatterien sagt es du beläuft sich auf sechs Komma drei Millionen Tonnen CO zwei pro Jahr, wenn man diese Großbatterien dann ans Netz lässt.
00:30:15: Insofern es hat natürlich auch die Nachhaltigkeitskomponente.
00:30:18: Jetzt an dieser Stelle Georg reden wir eben über diese Netzentgelte, die du sagst sind super super wichtig, die jetzt gerade in den nächsten Wochen neu verhandelt werden bei der Bundesnetzagentur in Bonn.
00:30:30: Die sind einerseits wichtig für die Profitabilität der Großbaterien aber andererseits könnte man dadurch aus auch diese Netzentgelte komplett reduzieren, weil man das mit dem heutigen System vergleicht.
00:30:41: Bevor wir gleich über diesen Netz entgeltisch sprechen, Georg sag uns mal ganz konkret.
00:30:45: Was hat es mit diesem flexiblen Netzanschluss vereinbaren Aufsicht?
00:30:49: Das sind quasi so übereinkünfte zwischen Netzen und Großbatteriebetreibern dass die jetzt schon heute sagen naja zu einigen Zeiten da dürft ihr nicht ganz frei am Markt agieren damit die netze eben nicht überlasten.
00:31:02: das hat direkte Implikation auf die Profitabilität von euren Großbaterien.
00:31:06: oder
00:31:07: richtig diese flexible netzanschluss verträgt ist nennt sich Wunderbar flexibel, weil man dankt, ah das ist super sexy.
00:31:13: Im Grunde genommen sind es die Verkehrsregeln der Rennwegen über die wir vorher gesprochen haben.
00:31:18: du kannst ein groß Batteriespeicher nicht ohne flankierende Leitblanken und ein paar Fußfesseln oder ein paar Spielregeln im Netz mitspielen lassen.
00:31:30: Das geht nicht!
00:31:30: Der würde dem Netz wenn er das uneingeschränkt macht Wahrscheinlich ein bisschen mehr Schaden als Nutzen.
00:31:37: Das ist ja der Vorwurf, den die Netzbetreiber über Jahre jetzt hochgehalten haben, was auf die Großspeicher, die könnten nicht immer nur den Netz nutzen sondern sie könnten ihm auch schaden.
00:31:50: Das muss man ernst nehmen und das haben wir an unserer Anlage in Bollingstedt, größter Speicher Deutschlands sehr, sehr ernst genommen und ganz vertrauensvoll und eng und intensiv mit Schläßig-Holstein-Netzteil des Irrenkonzerns zusammen gearbeitet.
00:32:04: Und eben genau diese Spielregeln, diese Verkehrsregeln herausgekitzelt.
00:32:10: Die auf der einen Seite dafür sorgen dass die Stromnetze sicher bleiben durch das Agieren des Speichers und auf der anderen Seite Sorgen dass die Speicher netzedienlich fahren, sprich Engpässe aus dem Netz holen und Netzausbau vermeiden.
00:32:24: Und trotzdem – und das ist der dritte Punkt, das muss man zusammen denken – eine Investition in einen neuen Speicher unter diesen neuen Regeln trotzdem noch auskömmlich ist für den Investor, der es ihr alles bezahlen muss.
00:32:38: Nicht der Netzengeldzahler oder nicht der Netzbetreibern und nicht der Staat zahlt das.
00:32:43: Die privaten Akteure zahlen die Rechnung.
00:32:46: Und diese FCEs sind die Spielregeln in diesem Spannungsfeld zwischen der Systembetreibbarkeit Diesen ganzen, nicht das Netzschaden.
00:32:57: Den Netz nutzen die Netzdienlichkeit was hat der Netzbetreiber davon?
00:33:01: und den der finanziellen Tragfähigkeit.
00:33:03: dieses Dreieck im Spannungsfeld Das kann man mit FCS lösen wenn man es denn gut zuschneidet.
00:33:10: Es gibt auch schlechte Zuschnitte die momentan draußen kursieren allen voran ein paar Ideen aus dem Bayernberg Die die zwar funktionieren für Bayernwerk aber nicht für die privaten Investoren.
00:33:23: es geht gar nicht.
00:33:24: Und da habe ich Hoffnung, dass seit meinem Treffen mit Leo Birnbaum Anfang der Woche tatsächlich auch der Ehrenkonzern bereit ist dieses Experiment und das Ergebnis was wir im Bullingstedt gelernt haben in seinem ganzen Netzgebiet ausrollen möchte um eben dieses Zusammenspiel zu nutzen.
00:33:42: So, Netzbetreiber gibt finanzielle Tragfähigkeit und kauft dafür Netzdienlichkeit.
00:33:48: Ich finde es ein guter Deal und das hat Leo Birnenbaum am Ende des Tages so bestätigt.
00:33:53: Unsere Hörer haben wahrscheinlich schon längst verstanden, ich wiederhole das trotzdem noch mal.
00:33:56: Es geht halt genau um diese Situation wo es an der Börse sehr attraktiv ist für so ein Großbatterie ins Netz auszuspeisen.
00:34:04: Das Netz aber voll ist und eigentlich der Netzbetreiber sagt momentmal über die Netzanschlussvereinbarung bist du jetzt nicht mehr berechtigt oder kurzfristig lieber Groß-Batterie Betreiber nicht mehr berichtigt das auch zu tun.
00:34:17: insofern Business Case, wenn man so will.
00:34:22: Deswegen frage ich mich jetzt eigentlich im Umkehrschluss wo ist eure rote Linie?
00:34:26: Wo kann man sagen an der Stelle ja lohnt sich diese Großbatterie einfach in Betrieb gar nicht mehr?
00:34:32: gibt es da irgendwelche Faustregeln oder sowas?
00:34:34: Ja
00:34:34: also wir reden hier von einem Risiko Investment was nicht abgesichert ist wie eine V-Anlage die man auf Dach klallt und seine Festener Lösse dafür kriegt.
00:34:44: Man hat keine Subventionen die die Investitionen bezuschussen.
00:34:47: Man hat auch kein reguliertes Geschäft den Netzbetreiber, der egal was er investiert immer seine Rendite davon hat.
00:34:53: Das ist ja auch das Boot.
00:34:55: warum hat ein Netz Betreiber eine geringere Rendite als einen Speicherbetreber?
00:34:59: Ganz einfach weil der Speicher-Betreiber mit dem Visier offen im Sturm auf hoher See sein Geld verdienen muss ohne zu wissen was er morgen verdient.
00:35:09: Das tut er nämlich nicht.
00:35:10: Ein PV Anlagenbetreibter weiß was in den nächsten zwanzig Jahre verdienen wird so lange die Sonne scheint was ihr wahrscheinlich tun wird.
00:35:16: Ein Speicherbetreiber weiß das eben genau nicht.
00:35:20: Jede geopolitische Großwetterlage oder jede Änderung in den Spielregeln greift direkt in seinen Businessmodell ein, er ist nicht
00:35:26: abgesichert.".
00:35:27: Das geht so lange die Renditeerwartungen des Risiko entsprechend angemessen ausgleicht?
00:35:35: Es geht also praktisch um das Zulassen einer Kapitalmarkt üblichen Rendite von ungefähr zehn Prozent für Risiken in dieser Kategorie.
00:35:43: Also die zehn Prozent!
00:35:45: Das sind diese rote Linie.
00:35:46: Die muss ein Geschäftsmodell in der Prognose hergehen, das ist die große Glaskugel wo man nach vorne schaut.
00:35:52: und was würde man möglicherweise im nächsten zwanzig Jahre verdienen allerdings ohne Garantie dass es so kommt?
00:35:59: Deswegen ist es auch kein wirkliches Geschäft für ihr.
00:36:02: ich sage jetzt mal konservative Anlagestrategien wie zum Beispiel Kommunen Oder eben Stadtwerke, die konservativ anlegen oder auch der übliche Investor, der ihren abgesichertes Modell haben will.
00:36:17: Das ist schon was für recht risikofreudige Akteure am Kapitalmarkt!
00:36:21: Verstanden georg ich schlag mal vor dass wir im nächsten podcast mal mit einem direkt vermarkter sprechen weil der ist dann tatsächlich derjenige der mit groß batterien im portfolio tatsächlich ja jeden tag irgendwo spekuliert und sein geld verdienen muss.
00:36:34: jetzt reden wir an dieser stelle aber mal über diese netz entgelte das wir gesagt es wäre maßgeblich was jetzt da in berlin und in bonn passiert.
00:36:42: Bei dieser Neuausrichtung der Netzentgelte, also das ist entscheidend für die Profitabilität eurer Großbatterien.
00:36:48: Zurzeit werden die ja neu geordnet.
00:36:50: diese Netzentgelte im Rahmen dieser allgemeinen Netzentgeldsystematik Strom Agnes, glaube ich sagt einigen unserer Erhörer schon was Das wird er neudiskutiert.
00:37:00: Im Gespräch sind da Georg auch dynamische Netzentgelte, deren Höhe eventuell an die Netzdienlichkeit direkt geknüpft werden.
00:37:08: Von auch Einspeisern im Übrigen und da wäre es ja sogar denkbar dass Großbatterien in den Genuss von negativen Netzentgelten kämen also quasi Zuschüsse in dem Moment wo man dann quasi gegen den Markt agiert.
00:37:22: so versteh ich das.
00:37:24: was sagst du zu diesen Agnesgesprächen?
00:37:26: Das ist jetzt was für richtige Nürts, aber ich versuche es mal anschaulich zu machen.
00:37:29: Deutschland ist ein rieses großes Land und einer der größten Strommärkte, die nur eine Preiszone hat.
00:37:36: D.h.,
00:37:37: der Strom in Schleswig-Holstein kostet in dieser Vierstelle genau gleich viel wie der Strom im Allgäu.
00:37:43: Und das funktioniert ja technisch gar nicht!
00:37:45: Weil das Wetter in Schleysig Holstein ganz anders ist als im Allgräu – hoffentlich scheint dem Allgau ein bisschen mehr die Sonne in den Schleszig-Hollenden weniger Wind Im Strommarkt spielt es aber momentan noch keine Rolle.
00:37:56: Wir geben praktisch diesen Transport Thema von der Nordsee nach Bayern oder umgekehrt, oder von Osten nach Westen überhaupt kein Preissignal.
00:38:07: das hat keinen Wert an.
00:38:08: Netzbetreiber muss es irgendwie hinkriegen und kommt dabei mehr und mehr an seine Grenzen Und wir lassen die Teilnehmer am Strommarkt nicht mit den Netzbetreibern miteinander kommunizieren.
00:38:20: Die Netzbetrauber haben Probleme, sie dürfen aber den Verbrauchern, den Erzeugern und Speichern gar nicht erzählen, dass sie ein Problem haben weil das müssen Sie mit sich alleine ausmachen Und im idealen Fall würde man die Strompreis-Zonen einfach so klein häckseln Dass dieses Miteinander von Markt und Netzengpässen sich automatisch auflöst.
00:38:43: Das werden wir in Deutschland nicht kriegen.
00:38:45: In anderen Ländern gibt es Nodal Pricing, wo praktisch jedes Umspannenwerk eigene Preise hat.
00:38:50: Das ist quasi die Zuspitzung der Strompreiszonen.
00:38:53: Wir haben auch nicht kriegen in Deutschland!
00:38:54: Wir müssen mit dieser großen Marktgebiet weiter leben und das drittbeste Instrument ist dass den Netzbetreiber den Anlagenbetreibern sagen dürfen wann sie ein Problem haben und damit die Anlagen Betreiber auf diese Probleme reagieren müssen Sie einen Preisanreiz kriegen weil Speicher vor allen Dingen regieren auf eines ganz besonderes, nämlich auf Preissignale.
00:39:18: Nur momentan reden die Speicher nur mit Preis-Signalen an der Börse oder dem Regelenergiemarkt und sie sehen eben diese Probleme nicht, die ein Netzbetreiber in Form von Preiss signalen übersetzen muss unter allen Teilnehmern schicken muss.
00:39:32: Und ein dynamisches Netzsignal ist praktisch das Sichtbarmachen von Engpässen im Form von preissignalen.
00:39:38: wenn man alle teilnehmen auch verbrauchern auch draußen im Feld einen Endverbraucher dynamische Preissegnale schickt, dann wird man Flexibilität mobilisieren, wann man sie nicht nur für den Markt braucht.
00:39:50: Auch fürs Netz anderer Fall.
00:39:52: Meinetwegen haben wir einen Sturm in Schleswig-Holstein viel zu viele Strom.
00:39:56: Man würde dann dem Teilnehmer sagen bitte zieht jetzt mehr Strom und da würden meinetwegen Wärmepumpen angeschmissen werden oder die Autos laden lieber in diesen Zeiten oder eben Speicher laden sich voll Wenn auch der Marktpreis dieses Verhalten manchmal nicht hergibt und tut zum Beispiel das Netz.
00:40:14: Und interessant wird es, wenn die Marktsignale vom Tabürse den Engpasssignalen im lokalen Netz widersprechen?
00:40:23: Dann kommt jetzt drauf an.
00:40:25: Nimmt man das Preissignal von Markt oder ist das Preissegnal vom Netz stark genug dass man sich eben eher netzdienlich verhält als marktdienlich?
00:40:35: Und da hat man bei Simulationen von verschiedenen wissenschaftlichen Akteuren in der Welt herausgefunden, dass ein Speicher mit dynamischen Netzengelden sich überwiegend netzdienlich verhalten würde und dem Zweifel eben tatsächlich ein bisschen Geld verdienen würde wenn diese dynamischen Netzengelde aufgekommen werden.
00:40:55: Weil er öfter vom Netzbetreiber Geld kriegt, also dem Netzbettreiber eine Entschädigung zahlt weil er trotzdem was macht, was er nicht sollte.
00:41:02: Weil das Marktpreisignal höher ist so.
00:41:04: Das ist quasi ein kleines Netto Plus für den Speicherbetreibers.
00:41:07: Es ist aber für den Netz Betreiber ein großes Kostenersparnis, weil er dafür eben Alternativen die teurer sind, nicht in Anspruch nehmen muss.
00:41:15: Also die Volkswirtschaft wenn man es will oder die Wirtschaft stand auf Deutschland gewinnt durch diese Maßnahme.
00:41:21: Da gibt es natürlich bei allen Gewinner wieder Verlierer.
00:41:23: Das sind die Konventionellen, das sind die Vertreter und Verbände der Konventionelle auch gegen dieses
00:41:30: Ding.".
00:41:31: Jetzt hast du das super gut erklärt.
00:41:33: Die große Frage, die bei mir natürlich aufpoppt ist, dynamische Netzentgelte?
00:41:37: will das Berlin und Bonn bzw können sie das?
00:41:40: Weil dieses Signal im Verteilnetz wie gestresst das Netz jeweils ist, es gibt's ja oftmals gar nicht.
00:41:47: insofern kann diese Großbatterie auch konkret bei euch im Prinzip hier gar nicht sehen, wie sehr das SH-Netz dort volles oder leer ist.
00:41:56: Daran scheitert doch im Prinzip diese Neuregelung mit dynamischen Netzentgelten.
00:42:01: Und darüber hinaus ist natürlich meine Frage, diese Netzentgelte betrifft euch Großbatterien noch mal speziell?
00:42:07: Weil da ja irgendwie dieses Datum zwanzig neunundzwanzig im Raum steht ob die dann eben doch danach voll bei euch reinkicken also beim Ausspeichern und Einspeichers das wäre quasi die Katastrophe oder?
00:42:19: Also dynamische Netzentgelte sind für Großspeicher sehr sinnvoll.
00:42:23: Egal, wann sie in Betrieb genommen wurden und ob sie für die Netzekeldbefreiung bis nirgendzwanzig noch infrage kommen oder nicht.
00:42:32: meine Position ist, das soll man einfach für alle einführen weil da kann aus Sicht der Speicher keiner verlieren sondern alle nur gewinnen.
00:42:37: Warum macht man das nicht einfach?
00:42:40: Da muss man ein Stück weit nochmal das Thema Digitalisierung der Stromnetze aufbringen.
00:42:44: Der Hammer uns nicht mit Ruhm bekleckert Smart Meter Rollout lässt grüßen.
00:42:50: Das ist aber auch ein dickes Brett.
00:42:52: Wahrscheinlich dauert das ein bisschen länger.
00:42:53: Ich würde trotzdem stark dafür plädieren, dass man festhält die grundsätzlich einzuführen und wenn Netzbetreiber dafür ein paar Jahre länger brauchen weil es wirklich ein dickes Brett ist das dann zu tun.
00:43:05: ganz viel Digitalisierungsprozesse ganz viele Modernisierung Prozesse Dann sei dem halt so.
00:43:12: also die Stimmen in den Verbänden sind nicht das ist ein Blödsinn sondern Es ist ein Riesenaufwand.
00:43:18: Mensch, wir müssen jetzt investieren und möglicherweise kriegen die Netzbetreiber dafür nicht zwingend angemessene Kompensation über die Vergütungsregelung der Netzbetrieber.
00:43:28: Kann vielleicht auch der Fall sein?
00:43:29: Da muss man da nochmal vielleicht drüber nachdenken.
00:43:32: aber wichtig ist dass es gemacht wird.
00:43:34: uns im übrigen gibt es dieses Konzept noch nirgends weltweit Und das wäre schon ein bisschen mutig Das einzuführen.
00:43:42: Aber da bin ich wieder dabei.
00:43:44: Deutschland war schon mal mutig beim Einführung der EEG.
00:43:46: Wir haben eine Welt gezeigt Was es bedeutet, wenn man den ersten Schritt in Richtung erneuerbare geht.
00:43:52: Jetzt glaube ich müssen der Welt zeigen was es bedeutet das effizient ist den Netz aufzubauen.
00:43:57: dafür sind dynamische Netzenkälte gut.
00:43:59: Georg da bin ich super gespannt ob dass der Bundesregierung da in Berlin gelingt und der Bundesnetzagentur in Bonn.
00:44:07: die haben sich bisher nicht so richtig mit Ruhm bekleckert was da die großen Visionen Richtung Verlieh.
00:44:15: doch noch mal einen letzten Satz.
00:44:16: Was erhoffst du dir von diesen Agnes-Gesprächen?
00:44:19: Ganz konkret, wir haben ja diese Digitalisierung noch nicht!
00:44:22: Du kommst ja selber aus Südtirol insofern... In Österreich und Italien ist der Smart Meter Rollout alles andere als noch ein großes Problem.
00:44:31: Insofern muss ich auch da die ein bisschen widersprechen dass das nicht irgendwie verständlich ist sondern wir könnten ja theoretisch wenn mir die Standards jetzt mal überkommen vielleicht in den nächsten Jahren da schon sehr viel Raum wieder gut machen was er hoffste dir ganz konkret von der Politik.
00:44:45: Also heißt so, neben dynamischen Netzen gelten will die Bundesnetzagentur noch vor allen zwei Dingen und diese zwei Dinge sind wirklich kritisch und da darfst du die Benezaden einfach nicht vermasseln bin ich mal so direkt.
00:44:58: sie will statische Netzengelte zusätzlich einführen.
00:45:02: wir haben jetzt vorher ganz viel über FCAs geredet also die Verkehrsregeln für Speicher dass man die an die Leine nehmen muss damit sie im Rahmen der technischen Möglichkeit dem Netz vernünftig fahren.
00:45:14: Diese FCEs führen Speicher-Geschäftsmodelle an den Kipppunkt der Investition, an die zehn Prozent dran.
00:45:21: Wenn jetzt noch ein Kostenpunkt draufkommt dann tragen private Investoren die Kosten eben nicht mehr weil das Risiko ist noch da aber die Rendite ist weg.
00:45:32: es führt zu einem Fadenriss im Speicherausbau.
00:45:35: Die BNSA glaubt das noch nicht ganz weil sie natürlich zurückschaut in Rückspiegel und sagt naja war eine goldene Jahre die letzten jahre Aber mit dem Rückspiegel trifft man keine Investitionsentscheidungen, bitte sehr.
00:45:47: Die Investitions-Entscheidung trifft dann mit der Kristallkugel wenn man nach vorne schaut und die sagt einem Nein!
00:45:55: Die Erlöse von Speichern unter der Last von FCEs ist am Kipppunkt keine zusätzlichen Netzengelde und wir haben uns einen Ast abgerissen um dafür alle zu mobilisieren, die eine Meinung zu haben, die glaubwürdig sind dass die rote Linie da ist, an der Kipppunktseite von FCEs und das sie nicht mit zusätzlichen statischen Netzengelten aller Art zusätzlich belastet werden kann.
00:46:22: Das ein Punkt, das dürfen wir nicht vermassen, das dürft man nicht zulassen.
00:46:25: Der zweite Punkt wird sehr viel emotionaler geführt weil er unmittelbar wirkt – nicht irgendwann für künftige Investitionsentscheidungen sondern jetzt!
00:46:34: Die Venezuela hat relativ klar gesagt Sie hätte theoretisch das Recht allen Speichern, die jetzt schon ans Netz gegangen sind, so auf einundzwanzig und alle noch ans Netz gehen.
00:46:45: Auch wenn sie vor neunundzwantig ans Netz geht, schon die vollen Netzengelde aufzubürgen!
00:46:51: Wenn Sie damit nur dynamische Netzen gelten meint, dann bin ich fein damit.
00:46:55: Wenn Sie aber meint das sind auch statischen Netzen Gelte?
00:46:58: Dann habe ich echt ein dickes Problem weil wir haben sowas wie einen Vertrauensschutz in Deutschland.
00:47:04: Deutschland ist das Land mit der größten Rechtsstaatlichkeit, mit Blick auf Investitionen in die deutsche Infrastruktur.
00:47:12: Jetzt hat aber die Bundesnetzagentur die Kompetenz für die Netzentgeltregelungen vom Gesetzgeber gekriegt und zwar nicht zufällig, sondern der Europäische Gerichtshof hat beschlossen ... Moment mal!
00:47:24: Die Netzageldregelung muss unabhängig sein.
00:47:26: Das darf der Gesetzgebern nicht.
00:47:28: Muss die Bundesnetzagentur machen?
00:47:30: Jetzt sagt die Bundes netzagentor... Ich könnte durch die Macht, die ich plötzlich habe, den Netzengelte komplett neu regeln.
00:47:38: Egal was im Gesetz steht, weil im Gesetz, na, steht drin in der Netzagentur, durch das euer Gehauertal könnte theoretisches Frühjahr beenden hat es aber nicht gemacht.
00:47:49: Nur weil die Netzagendur etwas machen könnte, theoretisch sagt sie jetzt Naja da gab's keinen Vertrauensschutz mehr.
00:47:55: Das ist ein bisschen eine rechthaberische Sache mit Blick auf den Kollateralschaden in den Investitionsstandort Deutschland.
00:48:02: Das ist nicht nur ein Kratzer in den Investitionsstandort Deutschland.
00:48:06: Das ist eine fette Delle und ein Blechschaden, durch dem das die Bundesnetzagentur allein darüber nachdenkt eventuell diese Investitionssicherheit abzuschaffen.
00:48:18: Das is so'n großer Schaden dass es um die paar Euro zusätzliche Netzengelte, die von diesen Speichern kommen würden.
00:48:24: Weil viel ist es ja nicht!
00:48:25: Wir haben ja gesehen, dass noch gar nicht so viele Speichermetz sind, die das zahlen könnten.
00:48:28: Das lohnt sich nicht dieses Fass aufzumachen ist das faster Pandora.
00:48:35: Das kriegt man dann nicht mehr zu, ich glaube davon soll man Abstand nehmen.
00:48:38: Ich glaub die entscheidende Bundesnetzagentur in Präsidium bis in Vorsitzenden der Beschlusskammern kluge Leute sind und in der Lage sind salomonische Entscheidungen zu treffen, die eben nicht an rechthaberischer Rechtsfragen sich aufhängen sondern an politischer Verantwortung und energiepolitischer wirtschaftspolitischer Verantwortung.
00:49:00: da bin ich mir sicher
00:49:01: Super ein tolles letztes Wort.
00:49:03: Vielen, vielen Dank Georg für deine Zeit und deine Expertise hier im Geladen Podcast!
00:49:07: Wir drücken euch natürlich die Daumen das auch ihr konkret als Großbatterie Betreiber-und EcoStore irgendwie von dieser Netzendgeld thematik positiv betroffen sein wird und eben nicht irgendwie darunter leiden müsst dass sich Großbaterien in der Zukunft nur noch ganz knapp oder vielleicht gar nicht mehr lohnen.
00:49:25: Liebes Publikum, was meint ihr denn zu dieser ganzen Thematik?
00:49:28: Was sagt ihr grundsätzlich?
00:49:29: wie viel Großbatterien brauchen wir dann an deutschen Netzen grundsätzlich?
00:49:33: Schreibt's gerne mal in die Kommentare.
00:49:34: Ich bin da sehr gespannt drüber.
00:49:35: ansonsten sehen wir uns nächsten Sonne auch wieder!
00:49:37: Vielen Dank, macht es gut, tschüss!
Rudolf
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