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Gas statt Batterien? Warum Reiches Strategie jetzt unter Druck gerät - Georg Gallmetzer

Shownotes

In dieser Geladen-Episode sprechen wir mit Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von ECOSTOR und Vorstand des Bundesverbands Energiespeicher Systeme (BVES), über die wachsende Rolle von Großbatteriespeichern im deutschen Energiesystem – und warum sie weit mehr sind als nur „Strompuffer“.

Besonders im Fokus steht dabei eine hochaktuelle politische Kontroverse: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche steht derzeit massiv in der Kritik. Spiegel-Recherchen legen nahe, dass ihr Ministerium Argumente gegen Großbatterien direkt bei einem großen Energiekonzern eingeholt hat – während gleichzeitig der Ausbau von Gaskraftwerken politisch priorisiert wird.

Die zentrale Frage: Werden Großbatterien in der aktuellen Energiepolitik systematisch unterschätzt – oder sogar ausgebremst?

Ausgangspunkt ist die sogenannte "Speicherlücke": Während der Ausbau von Wind- und Solarenergie rasant voranschreitet, hinkt die Flexibilität im System hinterher. Genau hier setzen Großspeicher an. Sie glätten Preisspitzen, stabilisieren Märkte und können laut aktuellen Studien den durchschnittlichen Strompreis um rund 1 bis 4 €/MWh senken – mit volkswirtschaftlichen Einsparungen in Milliardenhöhe.

Ein zentraler Punkt im Gespräch: Speicher sind ein Schlüssel, um Netze effizienter zu nutzen. Durch intelligentes Laden bei hoher Einspeisung und Entladen bei Knappheit können sie Netzengpässe aktiv vermeiden oder reduzieren. Damit wird nicht nur Redispatch reduziert, sondern auch der Bedarf an teurem Netzausbau gedämpft.

Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob politische Entscheidungen aktuell noch technologieoffen getroffen werden – oder ob fossile Strukturen weiterhin bevorzugt werden.

Am Beispiel des Großbatteriespeichers in Bollingstedt zeigt unser Gast Georg Gallmetzer, wie netzdienlicher Betrieb konkret aussieht: Mit digitalen Zwillingen, Prognosen und klaren Betriebsregeln werden Engpässe frühzeitig erkannt und aktiv gemanagt.

Die Botschaft der Folge ist klar: Großbatterien sind kein „Add-on“, sondern ein zentrales Element eines kosteneffizienten, sicheren und klimafreundlichen Stromsystems – gerade in einer Zeit, in der energiepolitische Grundsatzentscheidungen neu verhandelt werden.

**Mehr Infos zur Batteriekonferenz MagBatt & ELLIPSE: **https://www.postlithiumstorage.org/en/magbatt-vi-x-ellipse

Foto: © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Kommentare (1)

Rudolf

Einige Denkfehler. Wir brauchen keine neuen 10 GW Gaskraftwerke. Es existieren bereits 35 GW Gaskraftwerke und jeweils 15 GW bei Stein- und Braunkohle. Werden diese immer seltener gebraucht, dann halten sie auch länger. Schlechtwetter/Dunkelflaute kann man im Voraus prognostizieren und hat Zeit die Kohlekraftwerke rechtzeitig auf die Nennlast hochzufahren. Erst recht Zeit hat man dank Großbatteriespeicher, 4 GW gibts bereits jetzt, weitere 78 GW haben eine Genehmigung für den Netzanschluß - NUR Großbatteriespeicher. Auch die BESS die bisher meist nur eine Kapazität 1,5 Std haben können jederzeit bei weiter sinkenden BESS-Preisen auf 8 und mehr Std erweitert werden. Laut offiziellem Ziel der Brd will man 600 GWh BESS. Allerdings ist die Frage ob diese BESS-Installationen mit den Anschlüssen von PV (215 GW sollen das Ziel vorerst sein) und WKA mithalten können, evtl brauchts noch mehr Leistung/Kapazität bei BESS. In Spanien wurde vor einigen Tagen von Sanchez mit Xi Jinping und Huawei vereinbart eine Produktionskapazität von 25 GWh BESS aufzubauen. Für Spaniens Bedarf wird das reichen, für andere Länder muß das noch massiv ausgebaut werden. Spanien hat Platz, daher günstige Bodenpreise, und die Stromversorgung der Fabrik die BESS produziert kann direkt an PV und Windparks hingestellt werden. Die Batterien für nachts können sie selbst produzieren. In der Brd geht das nicht. Umso mehr spricht für Na-Io-Bess da diese schon jetzt 10.000 Zyklen (zB Nextra von CATL u. auch BYD) erreichen, also ca 3 Ct/khw Kosten (inkl. Abschreibung/Zinskosten), aber nur für den Teil der nachts benötigt wird. Dann haben diese BESS aber immer noch 80% der ursprünglichen Kapazität. Bei Na-Io-Technik kann man einfachst diese fehlenden 20% mit neuen BESS ergänzen.

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