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435 Milliarden für Kraftwerke, die kaum laufen - Dr. Wolf-Peter Schill

Shownotes

Deutschland steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Ein zentraler Kapazitätsmarkt soll die Stromversorgung auch dann sichern, wenn Wind und Sonne ausbleiben – doch der Preis dafür könnte enorm sein. Laut einer Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft drohen zwischen 2030 und 2050 Mehrkosten von bis zu 435 Milliarden Euro, die am Ende die Verbraucher tragen. In dieser Episode spricht Dr. Wolf-Peter Schill (DIW Berlin) über die drängendsten Fragen zur Versorgungssicherheit in der Energiewende.

  • Was ist ein zentraler Kapazitätsmarkt – und warum begünstigt er vor allem Gaskraftwerke?
  • Werden Batteriespeicher und andere Flexibilitätstechnologien durch das neue Marktdesign systematisch diskriminiert?
  • Wie realistisch ist die Gefahr eines Blackouts wirklich?
  • Welche Alternativen gibt es – strategische Reserve, dezentraler Kapazitätsmarkt oder ein ganz anderer Ansatz?

Die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung sieht den Bau von rund 12 Gigawatt neuer Gaskraftwerke vor – mit weniger Verbindlichkeit beim Thema Wasserstoff als noch unter der Ampelkoalition. Forscher warnen: Ein zentral gesteuerter Kapazitätsmarkt zementiert fossile Strukturen auf Jahrzehnte und drängt genau jene Technologien an den Rand, die für die Integration erneuerbarer Energien gebraucht werden, wie Großbatterien.

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Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:00: die Gefahr, dass ein zentraler Kapazitätsmarkt teuer wird.

00:00:04: Die ist, glaube ich real, die wird auch von sehr vielen Forscherinnen geteilt und sie diskriminieren leider diese ganzen Flexibilitätsoptionen oder Technologien, die wir eigentlich für die Integration der erneuerbaren Energien sehr gerne im Markt

00:00:18: hätten.".

00:00:21: Geladen!

00:00:22: Der Batterie Podcast mit Daniel Messling und Patrick Rosen.

00:00:28: Und damit willkommen zu geladen, dein Batterie-Podcast zur Energiewende.

00:00:32: Ja liebes Publikum es steht im Raum dass Deutschland eventuell einen zentralen Kapazitätsmarkt erhält und darüber möchte ich heute sprechen mit Dr.

00:00:40: Wolf.

00:00:40: Peter Schill herzlich Willkommen bei PodcastWolf.

00:00:46: Ich stelle nochmal unseren Zuschauern vor du bist Energieurkonom und Leiter des Forschungsbereichs Transformation der Energiewirtschaft am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin

00:00:57: Genau.

00:00:57: Und ich bin Fan eures Podcasts und höre euch fast jede Woche, ist tatsächlich wahr?

00:01:01: Ja das freut uns natürlich sehr!

00:01:03: Wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint dann brauchen wir vor allem in Zukunft wenn die Erneuerbaren immer weiter steigen im Stromix dann brauchen wie natürlich eine Reserve für Stunden Tage und vielleicht sogar Wochen um die sichere Stromversorgung in Deutschland zu gewährleisten.

00:01:19: Wie häufig benötigen wir denn in Zukunft solche Reserven?

00:01:22: und kannst du uns da vielleicht auch noch mal nähe Einblicke geben, wie viel Gigawatt vielleicht auch an Reservekraftwerken benötigen wir denn so um das Jahr zwanzig fünfunddreißig.

00:01:31: Das wird ja in der Politik, in der Bundespolitik auch gerade heiß diskutiert dieses Thema.

00:01:36: Erst mal geht es sozusagen um Kapazität oder gesicherte Leistung und da gibt's ganz unterschiedliche Zahlen und Vorausrechnungen.

00:01:45: einerseits auf europäischer Ebene gemacht und Versorgungssicherheitsmonitoring wird aber auch in Deutschland gemacht für eine Bundesnetzagentur.

00:01:52: Letztes Jahr gab es da wiederum ein Versorgungs-Sicherheitsbericht, wo dann solche Szenarien aufgemacht werden, wo man dann guckt wie viel zusätzliche gesicherte Stromerzeugungsleistungen braucht man denn?

00:02:03: Und je nachdem worauf man guckt und welche anderen mal so trifft kommt dann heraus dass man schon so bis gesicherter Leistung braucht, je nach Szenario ist das so eine großen Ordnung von zehn bis zwanzig oder auch mehr Gigawatt Netto-Zubau.

00:02:22: Das liegt daran dass wir einerseits aus der Kohle aussteigen wollen und zunehmend auch Kohlekraftwerke sowieso schon marktgetrieben sozusagen aus dem Markt gehen weil sich immer weniger rechnen und andererseits wollen wir ja die Sektorenkopplung voranbringen also erneuerbaren Strom auch nutzen um fossile Kraft und Brennstoffe zu ersetzen Im Verkehrsbereich, im Wärmebereich als mit Elektrofahrzeugen.

00:02:45: Über die hier immer viel sprechen und auch mit Wärmepumpen.

00:02:47: Deswegen brauchen wir also perspektivisch wahrscheinlich mehr Leistungen.

00:02:51: wie viel es genau sein wird darüber kann man glaube ich trefflich streiten.

00:02:54: das gab auch an diesem Versorgungssicherheitsbericht der Bundesnetzagentur einige Kritik methodischer Art.

00:03:00: Das kann also niemand so genau voraus sehen.

00:03:02: Man kann vielleicht noch ein bisschen weiter zurückblickt dann kann man auch sehen, wir haben in Deutschland eigentlich fast schon seit Jahrzehnten immer wieder die Debatte um eine drohende Stromlücke oder Versorgungssicherheitsgefahr.

00:03:13: Die immer wenige Jahre sozusagen in der Zukunft liegt.

00:03:16: bisher hat sich das noch nie materialisiert.

00:03:18: Das vielleicht als Hintergrund auch ganz gut.

00:03:21: trotzdem muss es auch nicht so bleiben.

00:03:23: also ich glaube ist schon relativ gesichert und Mainstream Erkenntnis dass wir grundsätzlich mehr gesicherte Leistungen brauchen.

00:03:30: Okay, das vielleicht mal zu Beginn weil es jetzt gerade anspricht.

00:03:33: Also diese Gefahr vor Blackout ist eigentlich nicht wirklich real.

00:03:37: Das wird ja trotzdem immer von diversen Leuten so an die Wand gemalt, grade wenn's um die erneuerbaren und steigenden Anteil da geht.

00:03:45: Black out heißt ja dass unkontrolliert sozusagen Teile des Netzes sozusagen wegfallen, den Betriebsmittel kaputt gehen und man völlig ungesteuert in einen kompletten Stromausfall reinläuft.

00:03:55: vorher hätte man noch eher sowas wie Brownout, also dass sozusagen gesteuert Teile des Netzes irgendwie gedimmt oder abgeschaltet werden.

00:04:03: Das wäre dann im allerschlimmsten Fall kann sowas drohen.

00:04:06: das will man natürlich auf jeden fall vermeiden.

00:04:08: ich denke aber diese Versorgungssicherheit die ist halt auch aus politischen Gründen wirklich wichtig.

00:04:13: wir haben im Moment ein wirklich sehr sicheres und auch super zuverlässiges Formsystem.

00:04:17: das ist glaube ich auch Allgemein bekannt ist aber eigentlich auch wichtig dass es so bleibt weil keine Politikerinnen kein Politiker will sozusagen Schuld dran sein wenn die Versorgungssicherheit leidet.

00:04:26: Und auch für die Energiewende wäre das natürlich schlecht, wenn die versorgen Sicherheit leitet und dann die erneuerbaren Energien sozusagen in die Schuhe geschoben kriegen.

00:04:34: Deswegen gibt es eine hohe... Hoher Aufmerksamkeit für das Thema und auch eine hohe Politischer Intervanz.

00:04:39: Du hast gerade schon die Kraftwerkstrategie erwähnt, ja es begleitet uns jetzt auch schon hier seit einiger Zeit so in der öffentlichen Debatte erklärt das doch noch mal was ist da so der aktuelle Stand?

00:04:49: Da geht's ja auch um die EU, um die Verhandlung.

00:04:51: da waren schon ganz hohe Maßnahmen ausgeschrieben oder sollten ausgeschreiben werden und dass dann alles ein bisschen zusammengekürzt worden durch die EU.

00:05:00: aber nehmen wir sie nochmal mit.

00:05:01: was ist also der aktue Stand?

00:05:02: Bei der Ampel-Regierung gab es die Idee, das in zwei sogenannten Säulen zu machen.

00:05:06: Eine, die eher so einen Decarbonisierungsansatz hat, dass man wirklich Wasserstoffkraftwerke bauen will oder Wasserstoffready und echte Wasserstoff Kraftwerke.

00:05:15: eine zweite Säule, die dann eher der Versorgungssicherheit dient, die noch schneller kommen soll mit reinen Gaskraftwerk.

00:05:21: Und das muss von der EU genehmigt werden.

00:05:23: Das ist halt ein Eingriff sozusagen im Markt oder eine Beihilfe.

00:05:26: deswegen muss die EU das genehmigen.

00:05:30: Das kam dann leider nicht mehr dazu und die neue Regierung wollte das dann sozusagen wieder aufnehmen, neu ausrollen.

00:05:36: Wollte es denn sogar noch größer machen?

00:05:38: Er wollte im Koalitionsvertrag stehen.

00:05:40: wir wollen gleich zwanzig Gigawatt Kraftwerke.

00:05:42: bei der Ampel war das weniger.

00:05:44: inzwischen sind wir eigentlich fast zurück auf den alten Stand.

00:05:47: jetzt sind es zehn plus zwei also ungefähr zwölf gigawatt kraftwerke.

00:05:52: es klingt ziemlich nach dem was die ampel auch wollte nur mit ich würde sagen weniger Perspektive oder weniger Verbindlichkeit dass tatsächlich Wasserstoff genutzt wird, stärkere Fokus tatsächlich auf Erdgas.

00:06:04: Also die sollen zwar alle irgendwie umrüstbar sein aber dann eigentlich erst langfristig.

00:06:08: und dieser Decarbonisierungsansatz der ist jetzt weniger hochgehängt als es bei der letzten Regierung war und das kommt jetzt sozusagen als erster Teil auch.

00:06:20: in gewisser Weise ist das auch eine Art von Kapazitätsmechanismus einfach eine direkte Kapazitätzahlung letztlich an Technologien, die man relativ klar definiert und das sind im Wesentlichen hier Gaskraftwerke.

00:06:32: Es gibt da noch zwei Gigawatt, die auch was anderes sein könnten aber im wesentlichen werden damit jetzt neue Gaskraftwerk bestellt.

00:06:38: Nun habe ich im Netz gefunden dass der Ehehund Chef schon zwanzig fünfzehn für einen Kapazitätsmarkt plädiert hat.

00:06:45: Warum debattieren wir da jetzt erst drüber?

00:06:47: Und sind wieder ein bisschen zu spät dran so in Deutschland aus deiner Sicht?

00:06:51: Eigentlich nicht.

00:06:52: Wir debattierend darüber eigentlich schon ziemlich lange Eigentlich, also so gerade in der Energieökonomik ist schon seit der Liberalisierung das eigentlich die große Frage.

00:07:01: Wie können wir langfristig tatsächlich Investitionsanreize für gesicherte Leistungen im Markt schaffen?

00:07:09: So dass wir ein versorgungssicheres System haben?

00:07:12: als Hintergrund vielleicht nach der liberalisierung da hatten wir relativ viel kraftwerkskapazitäten Im markt die aus der zeit dieser alten gebietzmonopole kamen und da hatten Ziemlich viele, ja kann man sagen Reserven.

00:07:24: da hatten wir eigentlich über Kapazitäten.

00:07:26: Deswegen war in den jahren nach nineteen acht neunzig erst mal nicht so viel Bedarf jetzt neue Kraftwerke zu bauen und nach und nach hat sich das sozusagen ein Stück weit erledigt weil eben auch alte Kraftwerken vom Netz ging und es wurde zunehmend interessanter wie können wir denn jetzt eigentlich Investitionsanreize schaffen für neue Kraftwerk?

00:07:44: Und in dieser Debatte dann so vor ja fünfzehn vierzehn Jahren da gab's dann Eigentlich schon im Grunde fast die gleichen Vorschläge, die jetzt auf dem Tisch liegen.

00:07:53: Die wurden sehr intensiv diskutiert und dann hat damals der Wirtschaftsminister Gabriel, das war glaube ich, tatsächlich eine Art Grundsatzentscheidung gefällt.

00:08:03: Wir vertrauen auf den sogenannten Energy Only Markt.

00:08:06: Wir brauchen also keinen Kapazitätsmarkt sondern wir vertrauen darauf dass der Markt das alleine löst.

00:08:11: Das haben damals schon würde ich sagen die meisten Expertinnen nicht so richtig gekauft wirklich davon überzeugt, dass das so ist.

00:08:18: Der Hintergrund war da eher damals wollte man den noch am Netz befindlichen Atom und Kohlekraftwerken einfach nicht noch Zusatzerlöse bescheren und nicht sozusagen den Verbrauch und zusätzliche Kosten aufbürden dafür, dass diese ohnehin meist schon abgeschrieben Kraftwerke sozusagen noch einen Zusatz schnapps bekommen.

00:08:36: deswegen hatten eigentlich alle erwartet, dass es nur eine Übergangslösung sein wird und so ist es jetzt auch sind wir halt wieder da und reden über Kapazitätsmechanismen Aber die Debatte ist wirklich schon sehr alt und viele Konzepte liegen wirklich auch schon lange auf dem Tisch.

00:08:50: Jetzt kommt Werbung!

00:08:52: Genau hier, da könnte bald eure Werbung laufen.

00:08:55: Ein kurzer prägnanter Werbespot für dein Unternehmen oder deinen Arbeitgeber!

00:09:16: Ja, unsere Werbeschaltungen erreichen genau die Leute, die sich für Themen rund um heimische Energiewende interessieren.

00:09:22: Für Geldsparen, Elektroautos, Elektronik und so Sachen wie Strompreise.

00:09:27: Kleiner Fun Fact Daniel in den Podcast-Analytics da kann man ja wunderbar sehen wen wir im Moment erreichen und wen vielleicht noch nicht.

00:09:35: Und da sind wir ganz hoch im Kurs bei Männern Mitte vierzig bis sechzig, die uns auf dem Smartphone oder im Auto anhören und die bestgeklicktesten Podcast-Episoden.

00:09:44: Die drehen sich meist um E-Autos, um E Bikes oder PV.

00:09:48: Ja, und wenn du dich jetzt fragst wie teuer so ein Werbespot bei Geladen eigentlich ist dann können wir nur sagen wahrscheinlich deutlich günstiger als du erst mal denkst.

00:09:56: Warum?

00:09:57: Naja ihr wisst ja, wir gehören bei geladen zu einer Universität und ja da geht's ehrlich gesagt noch richtig gute und günstige Preise!

00:10:04: Also wenn ihr eure Firma oder eure Produkte bei geladen mal platzieren oder vorstellen wollt, dann meldet euch doch einfach unter sponsoringatgeladen-podcast.de.

00:10:17: Okay, da sind ja schon sehr viele Begriffe gefallen die wir glaube ich erst nochmal erklären müssen bevor wir dann tiefer so in die Diskussion einsteigen.

00:10:24: Also zentraler Kapazitätsmarkt was ist das genau?

00:10:28: Kapazitätmechanismen aber auch Energy Only Markt.

00:10:31: erklärt es bitte noch mal für alle.

00:10:32: also unser Stromarkt Das ist ein sogenannte energy only mark des.

00:10:36: meist also nur Strom oder Energiemengen werden dort gehandelt.

00:10:40: Es gibt Gebote also Strom Erzeuger die da Gebote einstellen und es gibt Nachfrage also Stromdifferanzen Strom beschaffen und dann gibt es sozusagen eine Angebotskurve, eine Nachfragekurve.

00:10:51: Und die treffen sich irgendwo.

00:10:53: Das gibt einen Preis.

00:10:54: Der Preis ist einheitlich für alle.

00:10:56: Dann gibt's einen Preis in Euro pro Megawatt-Stunde der in dieser Stunde halt geht.

00:11:00: Auf diesem Markt wird eben keine gesicherte Leistung gehandelt sondern wirklich nur dieser Strom.

00:11:05: Das nennt sich dann ein Energy Only Markt.

00:11:08: Der funktioniert grundsätzlich erst mal.

00:11:10: wenn so'n Kraftwerkspark Da ist funktioniert er ganz hervorragend, um zu jedem Zeitpunkt den günstigsten Kraftwerkseinsatz zu finden.

00:11:17: Die Frage ist aber wie funktioniert der dafür?

00:11:19: Dass auch insgesamt ausreichend Kraftwerkskapazität vorgehalten wird denn wenn das letzte Kraftwerk, dass sozusagen den Preis setzt ja immer nur das bekommt was es bietet und es hat die ökonomischen Anreize genau das zu bieten was es kurzfristig einen Grenzkosten hat dann kann dieses zumindest das letzte kraftwerk eigentlich Ein Stück weit.

00:11:37: die anderen Kraftwerke können eigentlich keine ausreichenden Deckungsbeiträge erzielen, um ihre Investitionskosten, ihre Fixkosten tatsächlich zu erwirtschaften.

00:11:46: Wie gesagt das war vielleicht in den Jahren nach der Liberalisierung nicht so wichtig weil die Kraftwerker waren eh schon gebaut und teilweise auch schon abgeschrieben.

00:11:53: aber für neue Investition ist es halt zentral wenn die Kraftwerkskapazität knapp ist also wenn das Angebot quasi erschöpft ist dann wird die Angebotskurve praktisch extrem steil oder die gibt's praktisch gar nicht mehr wird auch zu höheren, aufgerufenen Preisen gibt es einfach nicht mehr Angebots.

00:12:10: Es gibt halt so viel Kraftwerke die Strom erzeugen können wie eben da sind und dann setzt sich der Preis im Lehrbuch sozusagen über die Nachfrage.

00:12:18: also hier höher der preis wird desto weniger nachfragen wollen zu diesem preis eben noch strommnachfragen Und dann setkt dann treffen sich irgendwann sozusagen diese bängen wieder oder diese sehr steile angebotskurve trifft Die nachfragekurve und das bedeutet da haben wir einen sehr hohen preis.

00:12:33: den nennt man ein knappheitspreis und in diesen stunden verdient sozusagen das Kraftwerk am Rand, einen zusätzlichen Erlös macht eine sogenannte Knappheitsrente und die braucht es auch in der Erwartung um tatsächlich seine Vollkosten decken zu können.

00:12:47: Das heißt vor allem diese Grenzkraftwerke am Rand aber eigentlich sozusagen unter Lehrbuchannahmen.

00:12:52: alle Kraftwerke haben ein Stück weit diese Anforderungen dass sie tatsächlich diese seltenen Knabheizpreise brauchen um ihre Investitionen zu refinanzieren.

00:13:02: Und das funktioniert jetzt im Lehrbuch ganz gut In Wirklichkeit aber eher nicht, weil wie du weißt in unserem Strommarkt bis heute ist es eben so dass ein Großteil der Nachfrage gar nicht den Echtzeitpreis sieht und auch gar nicht darauf technisch reagieren kann.

00:13:17: Deswegen funktioniert das wahrscheinlich eher nicht.

00:13:21: selbst wenn es funktionieren würde wäre immer noch die Frage an die Politik und die Regulierer lassen sie das tatsächlich zu, dass wir sehr hohe Preisspitzen sehen möglicherweise auch über viele Stunden oder gar Tage.

00:13:32: Und da zeigen die Erfahrungen auch aus anderen Ländern und aus der Energiepreiskrise, die wir in den Jahr zweiundzwanzig hatten eher nicht.

00:13:39: Also da wird jemand einschreiten.

00:13:40: wenn die Preise zu lange zu hoch sind würde man sagen okay wir käppen das.

00:13:43: Wir setzen jetzt einfach eine Preisgrenze und da die potenziellen Investoren das schon vorher wissen, die antizipieren das und sagen ok also sehr hohe Knappheitspreise werden wir wahrscheinlich nicht bekommen.

00:13:54: dann sinken eben auch die Anreize solche Kraftwerke Zu bauen gibt es.

00:13:58: dieses ist das Missing Money Problem also fehlendes Geld.

00:14:02: wenn ich den die Knappheitspreise wegnehme, dann haben sie nicht auskömmliche Erlöse um ihre Vollkosten zu bezahlen und dann fehlt halt Kapazität.

00:14:10: Und es wird noch verschärft dadurch dass in solchen knappheizstunden ist es ziemlich schwierig zu unterscheiden.

00:14:15: ist das ein zulässiger echter knabber als preis jemand braucht um die Kraftwerke zu refinanzieren oder ist er auch noch marktmacht im Spiel?

00:14:22: Also es gibt da noch Möglichkeiten, vor allem für die großen Erzeuge gerade in solchen Preisen noch ein bisschen Kapazität zurückzuhalten um die Preise weiterzusteigern.

00:14:29: Das ist dann super schwierig nachzuweisen.

00:14:32: das heißt dieses System dass unter Lehrbuchannahmen vielleicht gut funktioniert das wird in Wirklichkeit nicht so richtig funktionieren und deswegen haben wir schon lange diese Debatte was können wir machen um Investitionen an zu reizen?

00:14:44: Nicht mit diesen Knappheitspreisen sondern mit irgendwelchen anderen Instrumenten oder Mechanismen die das übernehmen?

00:14:49: Okay, super.

00:14:50: Und dann müsst ihr jetzt dieses Konzept des zentralen Kapazitätsmarktes in Spiel kommen.

00:14:55: oder wie ist das?

00:14:56: Erklär das nochmal bitte.

00:14:57: Einer dieser möglichen Kapizitätsmechanismen ist ein sogenannte zentraler Kapazität Markt.

00:15:03: Das funktioniert so dass die Politik oder der Regulierer bei uns könnte das die Bundesnetzagentur sein.

00:15:09: Dies sagt wir wollen insgesamt einfach so und so viel gesicherte Leistung haben als wenn wir sagen wir haben in Deutschland eine spitzen Nachfrage von Weiß nicht, so eighty-fünf Gigawatt.

00:15:18: Könnte man sagen ja wir wollen da ganz sicher gehen.

00:15:20: bestellen wir mal neunzig Gigabatt insgesamt gesicherte Leistungen die einfach da sein sollen.

00:15:25: das wäre dann zusätzlich zu unserem Strommarkt auf dem die Stromanke handelt werden ein weiterer Markt wo man einfach nur des Vorhalten von Kraftwerks oder Strom Erzeugungsleistung Bestellt und auch bezahlt.

00:15:38: Und ein solcher Markt lässt sich grundsätzlich erst Mal relativ einfacher einfüllen.

00:15:43: Man kann einfach sagen wir wollen einfach sagen Ich stelle den Zahlenraum, neunzig Gigabyte Kraftwerksleistung haben und dann geht man einfach an den Markt und sagt okay das möchten wir gerne haben.

00:15:54: Dann können alle die schon heute ein Kraftwerk haben oder solche die dann in Zukunft eben eins bauen möchten, können einfach dann anbieten was kostet dass diese Kraftwerke Leistungen sozusagen bereitzustellen?

00:16:07: Und wenn jetzt Dann Kraftwerksbetreiber hat dann in Zukunft nicht mehr einen, sondern zwei Erlösströme.

00:16:12: Nämlich er verkauft die Strommengen und der verkauft sozusagen diese Kraftwerkleistung an den Start letztlich, der diesen Kraftwerkpark bestellt, diese Gesichteleistungen bestellt.

00:16:22: Und dabei kann nun eben leider ziemlich viel schief gehen.

00:16:27: Insbesondere legt man sich mit so einem zentralen Kapazitätsmarkt sehr lange fest, weil ich muss den Leuten sozusagen tatsächlich ja dann auch Investitionssicherheit geben und sagen, ich kaufe euch diese Kraftwerksleistung auch für viele Jahre sozusagen ab.

00:16:40: Das heißt da hat man wirklich einen Lock-in von diesen Kraftwerk oder den Technologien die drin sind.

00:16:46: Gleichzeitig tendieren solche zentralen Kapazitätsmärkte eben sehr stark dazu dass sie auf konventionelle fossile Kraftwerke zugeschnitten sind mit all diesem technischen und Betriebsparametern die die eben so haben und das sie diskriminieren leider diese ganzen Flexibilität Optionen oder Technologien, die wir eigentlich für die Integration der erneuerbaren Energien sehr gerne im Markt hätten.

00:17:09: Also zum Beispiel die ganze Nachfrageseitige Flexibilität oder auch Speicher um diese bei euch oft geht, Batteriespeicher, die kriege ich halt nicht so leicht wirklich diskriminierungsfrei da eingebaut denn sie haben natürlich das Problem dass sie nicht beliebig lange so eine gesicherte Leistung erbringen können sondern immer nur eine gewisse Zeit lang und Das muss man irgendwie dann einbauen, da gibt es sogenannte die Rating Verfahren, wo man dann deren gesicherte Leistung und oder die Preise diese erzielen können sozusagen ein Stück weit vermindert um sie in diesen Markt reinzubringen.

00:17:44: Das kann aber praktisch ja per se kaum diskriminierungsfrei machen so dass unter Strich dann diese Flexibilitätstechnologien leider meist alt aussehen.

00:17:53: gleichzeitig werden dadurch die Großhandelspreise im normalen Strohmarkt immer flacher weil ich gar keine hohen preisspitzen mehr sehe welcher jederzeit ausköptliche Kraftwerksleistung.

00:18:03: Das behindert dann diese Flexibilitäten zulässig, weil deren Arbitragemöglichkeit im Strommarkt kleiner wird.

00:18:09: Jetzt nochmal zu diesem Konzept des zentralen Kapazitätsmarktes.

00:18:12: heißt nur noch mal zum Verständnis für alle ich kaufe da eine Leistung ein die aber im Zweifelsfall gar nicht unbedingt abgerufen wird.

00:18:20: also der muss gar nicht unbedingt Strom fließen sondern ich kauf einfach nur dieser Reserve sozusagen.

00:18:24: Ja das wäre dann technisch keine Reserve es wäre auch nur eine Leistungen die eben da ist.

00:18:28: vielleicht Wer das an der Stelle auch ganz gut zu sagen, Reserven sind eine andere Möglichkeit wie man Versorgungssicherheit bestellen und bereithalten könnte.

00:18:36: Aber die Reserve-Lösungen, die sind typischerweise völlig außerhalb unseres Großhandelsmarkts als bei dem Kapazitätsmarkt.

00:18:43: da sind es die gleichen Kraftwerke, die verkaufen Strom im Großhandelmarkt oder sie verkaufen ihre Gesichteleistungen in diesen Kapazitäten Markt.

00:18:50: Bei Reserfen dagegen sind die Kraftwerken völlig außerhalb des Großhandells Markts, die kommen dann nie rein gibt's Bei dem, so wie es heute machen auch sogar eine Rückkehrverbot.

00:18:58: Die Anlage darf gar nicht zurück in den Großhandelsmarkt.

00:19:01: Die bleiben komplett außerhalb des Marktes.

00:19:04: Das ist wichtig um den Unterschied zwischen Reserve und Kapazitätsmarkt zu verstehen.

00:19:08: Aber genau die Kraftwerke im Kapazitätenmarkt würden möglicherweise auch nie ganz eingesetzt oder nur in irgendwelchen Extremsituationen, weil das ist ja gerade der Witz daran wenn ich Versorgungssicherheit auf einem hohen Niveau bereitstellen will dass sich sozusagen ein Puffer habe etwas mehr Vorhalte als ich brauche.

00:19:26: Politisch kann das übrigens auch in die Hose gehen, weil man möglicherweise sehr viel mehr bestellt, als man eigentlich bräuchte.

00:19:32: Dann wird es halt auch teuer und weil alle müssen.

00:19:34: natürlich diese Vorhaltung dieser Kapazitäten muss man natürlich auch bezahlen.

00:19:39: Ja, das passt sehr gut zu meiner nächsten Frage.

00:19:41: Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft kommt nämlich in einer Analyse zum Schluss dass ein zentrale Kapazitätsmarkt zwischen zwanzig dreißig und zwanzfig fünfzig mehr Kosten zwischen dreihundertvierzig und vierhundertfünfunddreißig Milliarden Euro verursachen würden die wahrscheinlich dann wir Verbrauchern irgendeiner Form tragen müssten.

00:19:59: Wie ist das denn, Wolf?

00:20:01: Müssen wir in diesen sauren Apfel beißen, dass das einfach so unfassbar teuer ist wegen dieser Versorgungssicherheit die wir in Zukunft auch trotzdem gewährleistet sehen wollen?

00:20:10: oder gibt es da vielleicht auch noch Alternativen auf die wir dann später noch eingehen können?

00:20:14: Die Gefahr, dass ein zentraler Kapazitätsmarkt teuer wird, die ist glaube ich real, die wird auch von sehr vielen Forscherinnen geteilt.

00:20:24: Die Frage ist natürlich aber auch gegenüber was also gegenüber Keinem Kapazitätsmarkt ist das sicher deutlich teurer.

00:20:30: Die Frage ist nur, können wir halt so weitermachen?

00:20:32: Und da hat man auch glaube ich zunehmend Fragezeichen.

00:20:36: die Tatsache dass wir in der Vergangenheit kein Kapazität Mechanismus im weitesten Sinne brauchten.

00:20:43: Der heißt eben nicht, dass wir nicht zukünftig möglicherweise doch einbrauchen und das ist grundsätzlich eine Frage immer der Referenz.

00:20:52: Wenn die Referenz ist, wir haben kein Kapazitätsmechanismus und laufen tatsächlich am Schluss in ein Versorgungssicherheitsproblem.

00:20:58: Das im schlimmsten Fall zum Beispiel zu einem teilweise Blackout führt.

00:21:01: Dann haben wir natürlich da auch hohe Kosten, die man dagegen rechnen müsste.

00:21:05: Insofern ja, Versorgungssicherheit kostet was aber den Preis muss man vielleicht dann auch zahlen.

00:21:10: Was nicht heißt dass der zentrale Kapazitätmarkt unbedingt die beste Lösung wäre?

00:21:14: Gibt es denn da irgendwie aus der Bundespolitik irgendwelche Hinweise, wie das Ganze dann refinanziert würde?

00:21:19: Also würde das über Steuern einfach laufen oder tatsächlich dann über den Strompreis, der dann irgendwie steigen würde durch sowas.

00:21:25: Im Moment geht's da erstmal um diese konkreten Ausschreibungen für Gaskraftwerke die dem eigentlich noch mal vorgelagert sind, wenn man sich viel schneller machen kann als so ein Kapazitätsmarkt einzuführen.

00:21:35: Darauf fokussiert sich gerade die Politik.

00:21:37: Eigentlich fokussiert sich die Politik darauf schon in den letzten vier Jahren.

00:21:41: Es wird unter dem Stichwort Kraftwerksstrategie diskutiert und erst wenn das gemacht ist, wird man wirklich diesen Kapazitätsmarkt tatsächlich designen wie genau der dann refinanziert werden soll.

00:21:53: Das ist jetzt noch nicht klar.

00:21:55: Typischerweise wird das eigentlich über eine Umlage tatsächlich auf den Strompreis gemacht.

00:21:59: Das heißt wir hätten dann pro Kilowatt Stunde ein paar Cent die noch für diesem Kapazität Bereitstellungs Dienstleistungen sozusagen ausgerufen werden.

00:22:08: Nun gelten Gaskraftwerke, du hast gerade schon erwähnt so als zentrale Profiteure von einem zentralen Kapazitätsmarkt?

00:22:15: Warum ist das so?

00:22:16: Die Vergangenheit hat gezeigt, wo immer man solche Kapazitätmerkte designt hat, hat man es halt einfach angelehnt an der etabliertesten Technologie die es halt gibt.

00:22:25: Das sind halt fossile Kraftwerke und in dem Fall sind Gaskraftwerk, die plausibelste Technologie, da sind also von ihren Investitionskosten her nicht so teuer sind, die aber relativ hohe Variable-Kosten haben.

00:22:38: Was dann eigentlich gut ist?

00:22:39: Weil sie sollen ja eigentlich nicht so oft laufen, aber es soll möglichst billig sein was die Finanzierung der Leistung angeht.

00:22:45: und wenn ich dann halt einmal so eine Technologie bei es oder so eine Schlagseite da drin habe, dann gucke ich sozusagen alle anderen Technologien mit diesen Kriterien an.

00:22:55: und das ist genau der Punkt wo andere Flexibilitäten Energierestringierte Flexibilitätsoptionen wie zum Beispiel Speicher oder auch die Lastverschiebung auf der Nachfrageseite, wo sie halt leicht hinten runterfallen können.

00:23:07: Gibt es denn schon irgendwelche internationalen Beispiele, die diesen zentralen Kapazitätsmarkt nutzen?

00:23:13: bei den europäischen Nachbarn?

00:23:14: Zum Beispiel die von denen du berichten kannst läuft das gut, läuft das nicht so gut ist das sehr teuer.

00:23:20: in UK im Verein Königsreich hat man schon länger damit experimentiert.

00:23:24: unserem Nachbarland Belgien gibt's das In Italien gibt es Ansätze dafür und auch in den USA.

00:23:32: Da gibt's diverse Kapazitätsmarkt-Instrumente, wobei die Märkte dort insgesamt noch ein bisschen anders strukturiert sind als bei uns.

00:23:39: das lässt sich nicht so direkt vergleichen.

00:23:41: Ich glaube auf hoher Flughöhe ist die Erfahrung, die man damit gemacht hat.

00:23:47: Die Dinge sind dann in Wirklichkeit nicht einfach zu parametrisieren wie man sich das vorstellt.

00:23:52: Die sind relativ schwer später wieder zu ändern tatsächlich relativ leicht ziemlich viel falsch machen.

00:23:58: und also wenn man sowas machen wollte muss man sich wirklich sehr genau angucken was sind die Erfahrungen in den anderen Ländern?

00:24:04: unter anderem gab es die Erfahrung wir könnten ein Problem haben, wenn wir Kapazität sozusagen die Bereitstellung der Kapazitäten bestellen dann sind die Kraftwerke auch da.

00:24:13: aber wenn man keine Sorge dafür trifft das ist im Fall von Knappheiten tatsächlich auch Strom produzieren, weil es dann denkbar das so ein Kraftwerksbetreiber einfach die Kapazitätszahlung mitnimmt.

00:24:24: Im Zweifel aber gar nicht beiträgt in dem Moment wo man eigentlich dringend den Strom braucht wirklich Strom zu erzeugen.

00:24:29: und da gibt's zum Beispiel solche Zusatzelemente wie solche Call Optionen dass man die Leute die so eine Kapazität vorhalten und dafür eine Zahlung bekommen dass mir die verpflichtet, dass sie die Differenz über einen bestimmten Auslösungspreis zurückerstatten müssen, wenn der Strompreis darüber steigt.

00:24:47: Dann haben die einen Anreiz auf jeden Fall Strom zu produzieren, denn der StromPreis wirklich hoch ist.

00:24:51: Das nennt sich dann zum Beispiel Versorgungssicherheitsvertrag oder Englisch-Liability-Optionen.

00:24:56: Das sind dann solche Zusatzinstrumente hat sich gezeigt, die man auch noch bereuchte, wenn man so ein Kapazitätsmarkt macht damit man tatsächlich sicher stellt dass die Leistung nicht nur da ist sondern die Kraftwerke im Zweifel laufen wenn man sie braucht.

00:25:10: Nun sind die großen Energiekonzerne, EON und RWE und die vier Übertragungsnetzbetreiber.

00:25:15: Die sind große Fürsprecher für dieses Modell des zentralen Kapazitätsmarktes.

00:25:20: mal ein bisschen provokant gefragt ist denn dieses Instrument eigentlich ein Geschäftsmodell für diese Großen?

00:25:26: Was jetzt Kraftwerksbetreber angeht da ist es glaube ich nicht sehr schwierig sich vorzustellen dass die Firmen die solche Kraftwerke haben Also heute schon haben oder eben sehr große Erfahrungen damit haben, wie man solche Kraftwerke baut und betreibt dass die ein Fan von sowas sind.

00:25:40: Das kann glaube ich niemand verwundern.

00:25:43: für dies ist das ein gutes Geschäftsmodell und deswegen sind ja auch dafür was die Übertragungsnetz Betreiber angeht.

00:25:50: Die sind ja da eigentlich nicht direkt involviert.

00:25:52: Die haben jetzt glaube ich daran direkt kein unmittelbares Interesse im Gegenteil.

00:25:58: Die organisieren ja heute die die Kapazitätsreserve oder überhaupt die Reserven, Ob die das unbedingt weitermachen wollen oder nicht, das weiß ich gar nicht.

00:26:07: Aber die Übertragungs-Betreiber haben da jetzt weniger Stakes drin als natürlich die Kraftwerksbetreiber.

00:26:13: Okay dann sprechen wir mal über die Alternativen.

00:26:14: du hast es vorhin schon mal anklingen lassen vielleicht erst einmal über die strategische Reserve.

00:26:18: Die hast ja vorher schonmal ganz kurz beschrieben.

00:26:20: Vielleicht kannst du da nochmal ein bisschen tiefer reingehen und auch so deine Ansicht dazu äußern ob wie sinnvoll sowas wäre und ob das wirklich funktionieren würde.

00:26:29: Also Reserven sind halt genau wie Kapazitäten.

00:26:32: Märkte sind auch eine Art eines Kapazitätsmechanismus.

00:26:35: Also der Mechanismus ist die Obergruppe, dann gibt es Märkte und es gibt Reserven.

00:26:39: In Deutschland haben wir einerseits eine Reserve, die ist die sogenannte Netzreserve.

00:26:44: Die ist relativ groß, sind zurzeit glaube ich so neunzehn Gigawatt.

00:26:50: Die brauchen wir eigentlich deshalb, das habt ihr im Podcast auch schon besprochen weil wir ja so eine einheitliche Strompreiszone haben auf der Ebene des Großhandels Marks für Strom zu tun, als könne einfach jeder Erzeuger und jede Nachfrage rinnen egal in welchen Punkt sie sind.

00:27:05: In Deutschland Strom einspeisen oder aus dem Netz entnehmen.

00:27:09: da das in Wirklichkeit aber oft nicht geht weil unser Übertragungsnetz tatsächlich Engpässe hat wird spezielle Kapazität bereit gehalten um das netz sozusagen dann noch stabil zu halten und netzengpässel Auszugleichen oder Netzüberlastung vorzubäugen.

00:27:25: dafür werden Kraftwerke vorgehalten, die dann hochgefahren werden können an bestimmten Netzknoten.

00:27:30: Das ist die sogenannte Netzreserve.

00:27:32: Die hat erstmal mit der Kapazitätsreserve nicht direkt was zu tun sondern es eigentlich eher die Folge von unserem etwas speziellen Großhandelsmarkt-Design.

00:27:41: Daneben haben wir die eigentliche Kapazitätreserve, die manchmal auch strategische Reserve genannt wird, dies aber viel kleiner.

00:27:49: Die soll eigentlich zwei Gigawatt groß sein.

00:27:51: das ist nicht sehr viel in unserem Stromsystem.

00:27:54: Die wurde aber bisher noch nie voll beschafft, weil einfach nicht genug Angebot da war.

00:28:00: Sie ist nur gut eingegewert groß zur Zeit und auch so ein Fun-Fact.

00:28:04: die wurde bis her überhaupt noch nie aktiviert.

00:28:06: also die haben wir seit ich glaube im Jahr zwei Tausend Sechzehn Und wir haben sie.

00:28:11: Wir haben sie noch nie gebraucht.

00:28:12: Also diese kleine Kapazitätsreserve Die haben wir Aber sie spielt bisher überhaupt keine Rolle.

00:28:19: und dann gibt es noch die sogenannte Sicherheitsbereitschaft.

00:28:22: Hier hatten wir eine ganze zeit lang Das ist eigentlich ihren Mittel des Kohleausstiegs gewesen.

00:28:27: Da wollte man Braunkohlekraftwerke früher vom Netz nehmen, als sie vielleicht ohnehin vom Netz gegangen wären und hat so eine Art goldene Auffanglösung geschaffen und gesagt ihr geht jetzt erst mal in die Reserve dafür kriegt ihr eine Zahlung und erhaltet euch noch ein paar Jahre bereit bevor ja dann endgültig rausgeht.

00:28:43: tatsächlich hat mein Teil dann nochmal aktiviert.

00:28:45: zwanzig zweiundzwanzig in der Strompreiskrise aber inzwischen sind die auch offline.

00:28:50: die haben wir also nicht mehr.

00:28:52: Insofern haben wir jetzt eine relativ große Reserve, die Netzreserve.

00:28:56: Die hat man nicht das macht, worüber wir gerade sprechen und eine ganz kleine Kapazitäts-Reserve, die im Grunde das machen könnte.

00:29:03: Worüber wir sprechen, die aber im Moment noch keine Relevanz hat.

00:29:06: Und jetzt könnte man das so aufziehen dass man diese Kapazität-Reserve, diese Kleine, die wir haben weiterentwickelt und größer macht.

00:29:15: Da haben wir hier am DW mit den KollegInnen einen Vorschlag gemacht.

00:29:18: Man könnte sie auch anders gestalten Weil die Reserve, die wir heute haben, die würde nur dann eingreifen wenn der Markt sozusagen nicht mehr kliert.

00:29:27: Also wenn Angebot und Nachfrage nicht mehr in Einklang kommen und es sozusagen strukturelles Ungleichgewicht gibt Dann würde die Reserve einspringen.

00:29:36: Man könnte das aber auch anders machen Und die Reserve schon bei einem bestimmten moderat hohen Auslösepreis sozusagen aktivieren.

00:29:45: Das hätte den Vorteil dass etwas planbarer wäre Dass sie wahrscheinlich öfter reinkommt Und dass gleichzeitig die Preise nicht sozusagen ins Unermessliche steigen müssten, sondern schon – wir haben Schlagen vor ungefähr fünfhundert Euro pro Megawattstunde.

00:29:58: Schon bei so einem ja aus heute Gesicht hohen aber noch nicht exorbitant hohen, nicht zehntausend Euro, sondern fünfhundert Euro Preis tatsächlich die Reserve einspringen würde.

00:30:07: Das hätte das Potenzial des Vertrauen zu stärken, daß der Regulierer dann nicht eingreift weil die fünfhundred Euro könnte man eine Zeit lang aushalten, dass das aber auch gleichzeitig planbarer wird für alle Marktakteure im Großhandelsmarkt.

00:30:21: Die sozusagen nicht in dieser Reserve sind, dass die Preise tatsächlich planbar aufflugtuieren in so einem Korridor bis dahin.

00:30:27: Das könnte ja den Batterien und anderen nachfrageseitigen Flexibilitäten helfen.

00:30:33: Deswegen wäre es ein weiteres Konzept, dass es gäbe so eine Art weiterentwickelte Versorgungssicherheitsreserve mit so einem moderatronen Aktivierungspreis.

00:30:42: Dann gibt es ja scheinbar noch einen dezentralen Kapazitätsmarkt erklärt das mal.

00:30:46: Wir haben vorhin die ganze Zeit über Zentral gesprochen, was heißt jetzt hier Dezentral?

00:30:50: Da

00:30:50: war der Unterschied zu diesem Zentralen-Kapazitätersmarkt, dass eben nicht der Staat oder der Regulierer als einzelner Käufer diese Gesamtleistung bestellt, sondern dass man das im Grunde übergibt an die Stromversorger und an die Lieferanten.

00:31:05: Dass man denen die Verpflichtungen mitgibt ihr müsst zusehen, die er macht, genügend Leistungen sozusagen kontrahiert habt oder vorhaltet.

00:31:17: Und das ist eigentlich erstmal ganz elegant wenn man sagen kann da hat man dann weniger potenzielles Politik- oder Regulierungsversagen dass man sozusagen diese Gesamtleistung die man vorhalten will irgendwie falsch setzt weil die Marktteile immer wissen das wahrscheinlich am besten wie viel sie brauchen und auch wie flexibel zum Beispiel ihre Nachfrage ist.

00:31:38: also gerade sowas wie wenn ein Lifferant zum Beispiel auch irgend ein großes Gewerbliches oder Industrieunternehmen beliefert, dann kann es vielleicht mit dem auch bilateral aushandeln.

00:31:47: Du gehst mal für eine Weile irgendwie runter mit deiner Leistung und das wissen wir jetzt schon.

00:31:52: dafür müssen wir gar keine Kapazitätsgesichern dass du runtergehst, könnte man auch irgendwie bilateral eben vertraglich festhalten.

00:31:59: Das könnt ihr also ziemlich viel so Wissen über Flexibilitäten im Markt aktivieren.

00:32:04: Das klingt erstmal charmant Und man könnte dann auch dort ein Kapazitätsprodukt definieren, also zum Beispiel so einen Leistungszertifikat und das dann untereinander handeln.

00:32:14: Da könnten dann auch Leute sagen okay ich stelle gesicherte Leistung bereit oder eine gewisse Nachfrage Flexibilität und andere könnten das dann kaufen um ihre Lieferungen abzusichern.

00:32:25: Wenn man sich das aber genau anguckt ist es wird das relativ schnell ziemlich kompliziert weil man müsste dieses Produkt eben auch ziemlich genau spezifizieren.

00:32:35: was muss so Leistung oder so eine Kapazität genau können.

00:32:39: Wie lange kann die irgendwas?

00:32:41: Man muss auch sozusagen hat die Problematik, dass ein Lifferant gar nicht genau weiß wie hoch ist eigentlich seine Stromnachfrage in nächsten Jahr oder in den nächsten Jahren.

00:32:51: bei.

00:32:52: der Kundenstamm kann sich ja auch ändern.

00:32:53: Das können neue dazukommen und es können andere wegfallen Und man kann im Vorfeld das auch rein bürokratisch oder administrativ wahrscheinlich kaum wirklich kontrollieren ob die Absicherung tatsächlich ausreichend ist Gerade weil man ja so viel implizites Wissen im Markt abgreifen will, dass die Versorger genau wissen wen beliefer ich und wie flexibel sind.

00:33:14: Das müsste man dann erst mal irgendeinem Zertifizierer nachweisen das es tatsächlich reicht.

00:33:18: Es wird wahrscheinlich nicht gelingen.

00:33:19: das heißt man könnte nur Ex-Post im Nachhinein feststellen ob es gereicht hat oder nicht.

00:33:24: Und das könnte wiederum ziemlich einen Anreiz geben für den Marktteilnehmer sich einfach unter zu versichern und einfach mal zu hoffen dass es schon reichen wird lieber nicht zu viel teure Absehungsmaßnahmen machen.

00:33:36: Was dann aber im Zweifel der Versorgungssicherheit wiederum nicht hilft, wenn es am Ende eben doch nicht reicht?

00:33:40: Dann kommen so Geschichten wie Pinalen also Strafzahlungen ins Spiel, dass man sagt okay, wenn's nicht reicht, dann wirds richtig teuer für euch.

00:33:48: nur wenn man das alles zu groß und zu teuer macht ist es auch wieder nicht plausibel weil die Firmen dann Bankrott gehen.

00:33:54: oder wenn Sie schon einpreisen müssen, dass womöglich hohe Strafzahlung auf sie zukommen.

00:33:58: Dann steigen vielleicht wiederum Ihre Finanzierungskosten.

00:34:00: Das heißt dieser dezentrale Kapazitätsmarkt der eigentlich auf dem Papier erstmal viele Vorteile hat, deutet sich an das er in der Praxis gar nicht so leicht umzusetzen ist und eben auch tatsächlich ein ziemliches Bürokratie-Monster werden könnte.

00:34:14: Okay,

00:34:15: d.h.,

00:34:15: der zentrale Kapizitätsmarkt wäre dann doch wahrscheinlich vorzuziehen diesem Konzept des Dezentralen?

00:34:20: Er wäre auf jeden Fall einfacher umzusetzten.

00:34:23: Der hat aber das Problem, dass er stark auf diese Großkraftwerke fokussiert.

00:34:27: Der dezentrale Kapazitätsmarkt, der hat glaube ich in der Umsetzung viele Tücken, hätte aber tendenziell den Vorteil, dass eher auch sowas wie Flexibilitäten, Speicher-, Nachfrage-Flexibilitäten eher aktivieren könnte als der Zentrale.

00:34:41: also beide haben Vor und Nachteile.

00:34:43: Und witzigerweise hat die letzte Bundesregierung, die Ampelregion wollte tatsächlich auch beides kombinieren, den sogenannten kombinierten oder hybriden Kapazitätmarkt Mit der Idee, dass man eher die Großkraftwerke über so einen zentralen Kapazitätsmarkt anreizt und diese nachfragenseitigen Flexibilitäten speichert.

00:35:01: Eher über den dezentralen Teil dieses Kapazitätmarkts mit der Hoffnung damit das Beste aus beiden Welten zu kombinieren.

00:35:09: Möglicherweise hätte man aber auch gerade das Schlechteste aus Beidenwelten kombiniert und hätte die beiden Nachteile vereint.

00:35:15: Im Moment sieht es nicht so aus, dass das kommt.

00:35:17: Die aktuelle Regierung hat sich geäußert, dass er ein Zentraler ist Kapazitätsmarkt werden soll.

00:35:24: Es gibt dann auch noch andere Instrumente, die sozusagen noch dezentraler sind so was wie erweiterte Absicherungspflichten der Lieferanten gegen Preisspitzen das müssen sie stückweit jetzt ohnehin schon machen dass man seine künftigen Stromlieferungen Stück weit absichern muss.

00:35:40: Das könnte man noch weiter treiben.

00:35:42: das ist halt bisher noch nicht wirklich erprobt und es ist auch noch nicht klar ob das tatsächlich langfristige Investitionen in Kraftwerke, Speicher oder langlebige Nachfrage Flexibilität tatsächlich anreizen könnte.

00:35:56: Und auch da hat man wieder das Problem wie kontrolliere ich das vorher bevor der Fall eintritt?

00:36:02: Weil da sind ganz viele vertragliche Konstellationen denkbar die man wahrscheinlich vorher sehr schwierig durchforsten kann oder verifizieren.

00:36:09: Da hätte man ähnlich wie bei diesem dezentralen Kapazitätsmarkt auch das Problem dass man wahrscheinlich nur hinterher gucken kann hat es gereicht oder nicht?

00:36:16: wenn's nicht gereicht hat dann ja ist das ganze Kind schon in Brunnen gefallen.

00:36:19: Und wenn wir das jetzt einfach mehr oder weniger ohne solche Märkte versuchen würden, rein auf Flexibilitätsoptionen bezogen wie würde es funktionieren?

00:36:28: Wenn wir einfach gar keinen Kapazitätsmechanismus hätten dann denke ich drohen wir schon rein zu laufen in den Weltwustern am Ende tatsächlich nicht reicht.

00:36:38: Ich glaube es wäre schon Wunschdenken wenn wir sagen Jedes gewünschte Niveau an versorgungssicherheit stellt sich einfach ein, auch wenn wir gar nichts machen.

00:36:46: Also ich denke das ist dann auch keine so gute Option.

00:36:49: sehr langfristig Ist es möglicherweise schon so?

00:36:53: Wenn die wenn sozusagen der größte Teil der nachfrage wirklich Wir genommen ihnen sagen preiselastisch wird also wirklich die nachfrage im großen stil auf echtzeit strommarkpreise reagieren würde Dann haben wir langfristige vielleicht weniger Bedarf an solchen Kapazitätsmechanismen.

00:37:12: Das ist aber noch ein ganz weiter Weg, ihr habt ja auch hier schon über Smart-Meter Rollout und so gesprochen.

00:37:17: das dauert noch bis wir dahin kommen

00:37:19: Scheint es aber auch tatsächlich auf diesem zentralen Kapazitätsmarkt erst mal hinaus zu laufen.

00:37:25: Du hast vorhin schon erwähnt, dass ist für Großspeicher eher schwierig.

00:37:29: nachteilig wenn's dann darauf hinauslaufen würde gibt's trotzdem irgendwie Wege wie die irgendwie integriert werden könnten?

00:37:36: Gibt's da vielleicht schon Instrumente die so diskutiert werden wie das doch klappen könnte?

00:37:41: Grundsätzlich denke ich sollten Großbatterien am Großhandel einfach ihr Geschäft machen Strom dann kaufen, wenn er billig ist und ihn verkaufen, wenn der teuer ist.

00:37:51: Wenn man jetzt tatsächlich einen zentralen Kapazitätsmarkt umsetzen wollte, wovon ich jetzt persönlich kein Fan wäre, dann müsste man tatsächlich sehen wie könnte man mit möglichst wenig Diskriminierung ein Stück weit die Batteriespeicher eben noch mitnehmen?

00:38:05: Da kommt es auf genau diese D-Rating Verfahren an, die ich vor kurz erwähnt habe.

00:38:10: Die sind leider dann nie perfekt.

00:38:15: Das was ein Stromspeicher tatsächlich macht, auch im Bezug auf Versorgungssicherheit in so einem simplen Kapazitätsmarkt tatsächlich abzubilden und das gerecht und fair zu vergüten.

00:38:25: Das wird vermutlich schwierig aber man müsste daran arbeiten.

00:38:28: Ein anderer Weg wäre halt einen System zu wählen dass eigentlich den Großhandelsmarkt eher stärkt.

00:38:35: Dann mache ich nochmal den kleinen Bogen zu unserer Versorgungssicherheitsreserve, wie wir die vorschlagen.

00:38:40: Die hätte halt eigentlich eher diesen Ansatz, dass man die Versorgungssicherheit wirklich außerhalb des Großhandelsmarkts in so einer Reservel organisiert und das Großhandelpreis-Signal eher stärkt und allen Marktteilnehmern die Sicherheit gibt.

00:38:54: der Preis schwankt zwischen null oder negativ.

00:38:57: Das ist eine andere Baustelle.

00:38:59: und fünfhundert Euro pro mph oder irgendeinem anderen Moderatronenpreis aber wir greifen nicht ein.

00:39:06: Und dieses, wir greifen nicht ein.

00:39:07: Das glauben wir, könnte man halt viel besser argumentieren wenn man so eine Reserve vorhält mit diesem klar definierten Ausübungspreis als wenn man einfach gar nichts macht und sagt So wie damals, der Minister gesagt hat Wir vertrauen auf den Markt, wirgreifen nicht einen.

00:39:22: und alle mag dann immer sagen Ja glaube ich nicht und war ja auch tatsächlich so dass das nicht der Fall ist.

00:39:27: aber Wenn man so einen Setting hätte mit einer Reserve die dann zu einem bestimmten Preis eben einspringt und alle wissen das Dann könnte man eigentlich den Leuten im Großhandelsmarkt Sicherheit geben, die Preise fluktuieren in diesem Fenster und das könnte den Batteriespeichern eben helfen.

00:39:42: Und auch anderen sozusagen nachfrageseitigen Flexibilitäten.

00:39:46: Aber wenn wir jetzt annehmen der zentrale Kapazitätsmark kommt wo siehst du denn so die größten Risiken?

00:39:51: Also wir haben vorhin schon über dann hohe Preise Strompreise wahrscheinlich gesprochen.

00:39:56: was sind noch mögliche Risiken oder Probleme die ihr da auf uns zukommen könnten?

00:40:00: Das Ding tendiert wahrscheinlich dazu zu groß und zu teuer zu werden.

00:40:05: Also Politikerinnen werden den im Zweifel überdimensionieren, dann will man aufs Nummer sicher gehen.

00:40:10: damit kommen dann Kosten auf uns zu.

00:40:12: das zweite und vielleicht noch größere Risiko ist dass man eben eine zu starke Technologie Orientierung hat auf Großkraftwerke und dass all diese anderen Technologien die zwar nicht so lange Gesichterleistungen bereitstellen können die wir aber im Markt auch brauchen dort diskriminiert werden Und gleichzeitig, wir am Großhandelsmarkt sozusagen das Preissignal eigentlich ruinieren.

00:40:36: Wenn ich ganz viele Kraftwerke vorhalte mit diesem Kapazitätsmarkt, dann steigt der Preis auch nie über die Grenzkosten des jeweils teuersten Kraftwerks.

00:40:46: Das heißt, die Großhandelpreise wären viel flacher als für Sie heute sehen und damit würde ich all meine Schicken, Speicher- und Nachfrageflexibilitäten halt ein Stück weit aus dem Markt nehmen.

00:40:59: die größten Probleme und diese Langlebigkeit.

00:41:03: Sobald ich das mal gemacht habe, komme ich wirklich nur sehr schwer davon wieder weg.

00:41:08: Bittigerweise haben wir ja schon vor dreizehn Jahren auf dem Höhepunkt der letzten Debatte hier am DB auch so eine kleine Studie gemacht, wo wir genau deswegen argumentiert haben zentraler Kapazitätsmarkt sollte man erst einmal nicht machen.

00:41:20: Ich sage mal ein bisschen vereinfacht weil man kann damit einfach sehr viel falsch machen und das gilt glaube ich grundsätzlich immer noch.

00:41:27: Wir sind gespannt, was dabei rauskommt.

00:41:28: Wie sich das in Zukunft jetzt entwickelt von der Politikseite aus und werden es natürlich weiterhin begleiten?

00:41:33: Wolf, herzlichen Dank für deine Erklärung und eine Einschätzung!

00:41:37: Liebes Publikum danke auch an euch fürs Zuschauen und zuhören.

00:41:41: wir sehen und hören uns auch wieder am nächsten Sonntag dann mit einem neuen Thema.

00:41:44: machts gut bis dahin tschüss.

00:41:47: Wir freuen uns, dass ihr zugehört habt.

00:41:49: Und noch mehr freuen würden Patrick und ich uns darüber, wenn ihr diesen Podcast bewertet!

00:41:54: Da gibt's meist so eine Fünf-Sterne-Funktion – das ist für uns immer ganz toll, wenn wir so wissen was wir in Zukunft besser machen können.

00:42:02: Wenn nicht schon passiert dann abonniert auch gerne den geladen Podcast und empfieh'n uns auch gerne weiter.

00:42:08: Bedanken wollen wir uns bei all unseren Gesprächsgästen, speziell unseren Partnerinstituten und natürlich allen die hinter den Kulissen sonst noch so mitwerken.

00:42:38: eine Forschungsplattform des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität Ulm.

00:42:43: Außerdem

00:42:44: unterstützen diesen Podcast

00:42:45: das

00:42:46: Zentrum

00:42:46: für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg, und das Deutsche Zentrum for Luft & Raumfahrt.

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