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Heizungs-Schock: Gas wird zur Kostenfalle - Dr. Hans-Jörg Roll & Sonja Witkowski

Shownotes

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Die neue Bundesregierung verspricht beim Heizen wieder mehr „Technologieoffenheit“ im Gebäudemodernisierungsgesetz. Gasheizungen sollen politisch nicht mehr so klar ausgebremst werden wie zuvor. Doch was als Freiheit im Heizungskeller verkauft wird, könnte für Bürgerinnen und Bürger zur neuen Unsicherheit werden: Wie teuer wird Gas in Zukunft? Wie lange lohnt sich ein Anschluss ans Gasnetz überhaupt noch? Und wer trägt die Kosten, wenn immer weniger Haushalte daran hängen? In dieser Folge schauen wir nach Mannheim – eine Stadt, die ihre Wärmewende nicht erst diskutiert, sondern bereits umsetzt. Die kommunale Wärmeplanung ist beschlossen, die Fernwärme soll klimaneutral werden, große Wärmepumpen, Abwärme, Geothermie und weitere erneuerbare Quellen sollen fossiles Gas Schritt für Schritt ersetzen. Mannheim zeigt damit, wie konkrete Klimaschutzpolitik vor Ort aussehen kann.

Doch genau diese kommunale Planung trifft nun auf eine Bundespolitik, die neue Unklarheiten schafft. Wenn Berlin Technologieoffenheit predigt, aber keine verlässliche Richtung vorgibt, wird es für Kommunen, Stadtwerke und Bürger schwieriger zu planen. Die eigentliche Heizungsdebatte beginnt deshalb nicht bei der Frage, was noch erlaubt ist. Sondern bei der Frage, welche Infrastruktur vor Ort in zehn oder zwanzig Jahren noch verfügbar, bezahlbar und klimafreundlich ist.

Wir sprechen mit Sonja Witkowski von Fraunhofer UMSICHT und Dr. Hans-Jörg Roll von MVV Energie über Mannheims Weg aus dem Gas, über die Rolle von Fernwärme und Großwärmepumpen – und darüber, warum das neue Heizungsgesetz am Ende mehr Unsicherheit schaffen könnte, als es löst.

Dieses Video wird präsentiert von ÖkoFEN. Mit der GreenBOX verbindet ÖkoFEN Photovoltaik, Batteriespeicher, Heizung und E-Mobilität zu einem intelligenten Energiemanagement-System für mehr Energieunabhängigkeit und maximale Nutzung des selbst erzeugten Stroms. Besuchen Sie uns von 23.–25. Juni auf der Intersolar Europe in München am Stand C5.420 oder erfahren Sie mehr unter: https://www.oekofen.com/de-de/greenbox/

Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieses neue Gebäude-Modernisierungsgesetz verliert die Ziele aus dem Blick.

00:00:04: Wenn wir mal sagen, hundert Euro pro Tonne CO², dann reden wir hier über irgendwas in der Größenordnung von fünfundzwanzig Milliarden Euro, die uns diese Zielverfehlung maßgeblich in den sektoren Verkehrengebäude kosten

00:00:14: wird.".

00:00:17: Geladen!

00:00:18: Der Batterie Podcast mit Daniel Messling und Patrick Rosen.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu geladen, dein Batterie-Podcast zur Energiewende.

00:00:29: Ja ich freue mich auf zwei tolle Gäste heute im Podcast und zwar Sonja Witkowski und Dr.

00:00:34: Hansjörg Rol.

00:00:35: Herzlich Willkommen mit dem Podcast!

00:00:37: Hallo

00:00:38: auch von meiner Seite.

00:00:39: Frau Witkowski, Sie sind wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Fraunhofer Umsicht und Herr Roll sie sind Vorstandsmitglied der MVV Energie AG.

00:00:47: für das Publikum muss man vielleicht erklären die MVV ist aus den Mannheimer Stadtwerken hervorgegangen ist allerdings jetzt als Energiefersorger ja auch bundesweit tätig.

00:00:57: kann man eigentlich sagen Ja, Mannheim ist auch heute ein gutes Stichwort.

00:01:00: Da wollen wir nämlich unter anderem darüber sprechen über die Wärmeplanung und die Währmewende in Mannheim und wie sie vielleicht als Vorbild für andere Städte und Kommunen gelten kann.

00:01:10: Deswegen mal die erste Frage an Sie, Herr Roll.

00:01:12: Manheim will als Erste Deutsche Großstadt-Zwanzig thirty-fünfunddreißig sein Gasnet stilllegen?

00:01:18: Das ist ein bisschen überraschend!

00:01:19: Vielleicht können Sie das mal erklären.

00:01:21: Wieso haben sie diesen Weg denn jetzt schon so früh eingeschlagen?

00:01:24: Das Klimaziel, das gibt es ja eigentlich erst für zwanzigfünfundvierzig her.

00:01:28: Also es gibt kein fixes Ausstiegstatum weil eben auch die gesetzliche Grundlage dafür noch fehlt.

00:01:34: Kern der Gasbindmarktrichtlinie und die ist auf EU-Ebene letztes Jahr in Kraft getreten.

00:01:40: Ist eben auch dass wenn Gasnetzbetreiber sehen, dass der Bedarf zurückgeht dann müssen sie Stilllegungspläne machen.

00:01:48: Und wir haben eben in Mannheim die kommunale Wärmeplanung im Frühjahr zwanzig vierundzwanzig verabschiedet und es sieht eben auch ein Ausbau von Fernwärme vor.

00:01:57: Wir haben heute schon sechzig Prozent, soll auf siebfünf-siebzig Prozent ausgebaut werden zehntausend Gebäude.

00:02:03: Und deswegen ist der Gasbedarf in Mannhain absehbar rückläufig.

00:02:06: Deswegen haben wir gesagt also in Manheim werden die Voraussetzungen vorliegen Es wird Stillegungspläne geben.

00:02:13: Wir werden in Teilen Gasnetz stilllegen Und das kann ab dem Fall von der Falscheinung ab dem Jahr.

00:02:20: Deswegen haben wir gesagt, eigentlich ist die Botschaft, baut euch keine neue Gasheizungen mehr ein und informiert euch über zukunftsfähige Lösungen, weil es eben nicht mehr für die Ewigkeit

00:02:29: ist.

00:02:29: Der Absatz der Gasheizung ist tatsächlich bundesweit auch zurückgegangen, aber es wurden eben noch zweihundertsechsundsiechtausend Stück verkauft im letzten Jahr.

00:02:38: Das heißt das ist auch davon auszugehen dass in Mannheim noch neue Gasheitzungen jetzt eingebaut wurden dann letztes Jahr?

00:02:44: Wie ist denn so die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern in Manheim jetzt was diese Pläne angeht des Gasnetzperspektive still zu legen und tatsächlich auch wegzukommen von den Gasheizen?

00:02:54: Also

00:02:54: zum einen kann man schon sagen, die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger haben unsere Botschaft schon auch verstanden.

00:03:00: Und nehmen sie auch an weil wir haben keine neuen Gasnetzanschlüsse oder praktisch keine neuen Grasnetz Anschlüsse mehr gemacht.

00:03:08: aber es ist schon so dass auch im Bestand alte Gasheizung noch gegen neue Gasheizen getauscht werden.

00:03:15: Aber eben darum genau ging's uns zu informieren dass eben das nicht mehr in zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren Betrieb verbunden sein wird sondern möglicherweise kürzer damit eben die Kundinnen und Kunden eine informierte Entscheidung treffen.

00:03:28: Ja Frau Witkowski wir haben in den letzten Jahren ja auch so ein bisschen verursacht durch die Bundespolitik durch manche Entscheidungen da Signale die ausgesendet wurden aber eben auch Medienberichterstattung die doch relativ aufgeheizt war zu den Heizungen haben wir doch gesehen, dass relativ viele Gasheizung tatsächlich wieder neu eingebaut wurden.

00:03:50: Was bedeutet denn jetzt ein Gasausstieg dann ganz konkret für Leute die sich eben eine neue Gasheitzung vor sagen wir fünf oder drei Jahren irgendwie eingebauen haben?

00:03:59: Ganz konkret bedeutet das, dass die sich wahrscheinlich nicht immer amortisieren wird und weil vor allem ja auch die Betriebskosten immer mehr steigen werden.

00:04:08: Und wenn man dann noch vom Gasnetz Rückbau ausgeht, das wird für jeden Einzelnen also der letzte Zeit die Zeche immer teurer.

00:04:18: Es ist davon auszugehen, wie gesagt, dass diese Heizungen sich einfach nicht mehr rechnen werden.

00:04:24: Also wenn ich mir eine neue Gasheizung einbaue, plane ich ja schon mindestens mit zehn Jahre die zu betreiben.

00:04:29: Das ist die Frage ob das für die jetzt noch den letzten Jahren eine gekauft haben noch so ohne weiteres möglich ist?

00:04:36: Der letzte zahlt die Zeche!

00:04:37: Das ist tatsächlich auch einen Punkt warum wir ebenso früh in der Kommunikation waren.

00:04:42: und die Information.

00:04:44: Einfaches Beispiel, nehmen wir mal an.

00:04:45: Wir haben Gasnetz mit tausend Anschlussentausende Gebäuden in zehn Straßen und eine Million Kosten.

00:04:54: Dann ist es ungefähr Tausend Euro Gasnetzen Geld pro Jahr und Kunde.

00:04:57: das ist auch ungefähr die Größenordnung, die man haben kann.

00:05:01: wenn wir jetzt aus den aus den Tausenden Kunden nur noch hundert machen dann sind schon Zehntausend Euro pro Jahr, die ein kunder zahlen muss.

00:05:09: Und wenn man dann auf zehn Kunden runtergeht und also in jeder Straße praktisch noch einen Anschluss, dann wären wir bei hunderttausend Euro pro Jahr.

00:05:15: Das heißt die Kosten werden hier dramatisch steigen und deswegen müssen wir mit einem Beispiel zu bleiben eben auch von den zehn Straßen runterzukommen.

00:05:23: Wir können nicht überall eine dichte Gasnetzbesiedlung sozusagen haben sondern wir müssen das organisieren diese Transformationen darum geht es uns.

00:05:31: Es ist absolut richtig und wichtig, das Transparenz zu kommunizieren.

00:05:35: So wie Sie auch gesagt haben Errollung dass bei Ihnen in Mannheim passiert ist.

00:05:38: es passiert in vielen anderen Städten in Deutschland.

00:05:40: nicht alle sind unsicher Auch die Gasnetzbetreiber.

00:05:43: diese Verunsicherung wird weitergegeben an die Bürgerinnen und Bürger Und sie wissen nicht was auf sie zukommt.

00:05:49: und jetzt wir kommen ja gleich noch zu dem neuen Gebäude Modernisierungsgesetz wird es wieder möglich sein neue Gas- und Ölheizungen einzubauen und dann wird es noch schwieriger wieder für die Gasnetz Betreiber auf der einen Seite bauen, die Leute sich Wärmepumpen ein und auf der anderen Seite aber auch neue Gasheizungen.

00:06:05: Und wie ist denn jetzt dieses Netz?

00:06:08: Also wo gibt es denn dann noch Kunden- und Anschlussnotwendigkeiten für eine Versorgungssicherheit und wo nicht?

00:06:14: Eigentlich müssten wir in eine Phase kommen, wo die Gasnetze sukzessive abgebaut werden und zurückgehen unter der Gasabsatz und mit viel mehr Fokus auf die Stromnetze legen.

00:06:25: Jetzt kriegen wir ein Problem auf beiden Seiten im Grunde!

00:06:29: Hier im Geladen-Podcast reden wir ja oft über Batterien und Unabhängigkeit.

00:06:34: Und genau das ist auch das Riesenthema der Stunde in der Wirtschaft – digitale Souveränität, viele sprechen davon aber kaum jemand weiß eigentlich wie man es konkret umsetzt!

00:06:46: Die einen die hängen im Käfig dieser riesigen amerikanischen Cloud-Anbieter, sogenannte Hyperscalen und laufen direkt in die Abhängigkeit.

00:06:56: Die anderen versuchen alles mühsam, teuer und star auf eigene Hardware im eigenen Haus – also On-Premises zu verwalten!

00:07:05: Beide wollen eigentlich dasselbe nämlich die volle Kontrolle über ihre Daten aber ohne die Flexibilität einer Cloud zu opfern.

00:07:14: Und genau hier setzt unser Partner Pro.io aus Frankfurt an, die haben nämlich eine Lösung gebaut, die das Thema IT-Souveränität pragmatisch löst – deutsche Inhaber, Standorte in Deutschland und alles auf Open Source Basis mit vollem Enterprise Support!

00:07:31: Und das Geniale daran ist man holt sich die Unabhängigkeit zurück egal wo man herkommt und kann diese starre On-Prem Infrastruktur in eine hochmoderne Private Cloud verwandeln oder für schnelle Projekte deren Public Cloud nutzen, alles mit planbaren Kosten und ohne böse Überraschungen.

00:07:51: Also wer das Thema IT-Souveränität jetzt endlich von der Agenda in die Realität holen möchte geht doch jetzt mal auf proio.cloud slash geladen und füllt das Formular für ein unverbindliches Gespräch aus.

00:08:05: also

00:08:06: ich kann es wirklich nur empfehlen

00:08:07: ruft

00:08:07: Pro IO doch einfach mal an und schaut gemeinsam wie man eure IT souveränen und unabhängiger aufstellen kann transparent, kontrollierbar und immer auf Open Source Basis.

00:08:19: Den Link zum Formular findet ihr wie immer in der Podcast Beschreibung!

00:08:24: Ich würde gerne nochmal bei dem Gaspreis bleiben, also für die Kunden, die tatsächlich jetzt noch mit Gas heizen.

00:08:30: Die haben jetzt in den letzten Jahren leidlich erleben müssen wie durch Ukraine Krieg aber eben auch jetzt durch die Energiekrise, durch den Iran-Krieg – die Preise doch sehr, sehr volatil waren und sehr gestiegen sind.

00:08:42: Sie haben ja gerade schon die Netzentgelte, die Steigenden dann angesprochen werden, wenn eben perspektivisch das Gasnet stillgelegt werden soll, dass dann natürlich auf eine kleinere Anzahl verteilt wird.

00:08:52: Frau Witkowski, was gibt es denn noch für Gründe?

00:08:54: Warum in Zukunft der Gaspreis steigen wird.

00:08:57: Ja also diese ganzen geopolitischen Situationen haben natürlich einen wahnsinnigen Einfluss auf diesen Beschaffungspreis und das gibt ja irgendwie so die trügerische Hoffnung.

00:09:10: wenn sich das erstmal alles so gelegt hat dann sind wir wieder zurück bei dem schönen niedrigen Niveau dass wir Jahrzehnte lang hatten und können wieder ganz normal mit Gas heizen.

00:09:19: Das ist aber wirklich trügerisch, weil der Gaspreis wird auch strukturell immer teurer werden.

00:09:25: Wir haben gerade schon die Gasnetze angesprochen das heißt die Kosten für den Netzbetrieb.

00:09:31: Aber wir werden auch immer höhere CO-Zweibepreisungen bekommen.

00:09:34: Der Wärmemarkt und Mobilitätsmarkt wird, ich glaube jetzt, in den Emissionshandel in europäischen einsteigen und dann sind die Prognosen sehr unsicher.

00:09:46: Was wir dann an CO²-Kosten haben werden.

00:09:49: aktuell liegen wir ja so bei ungefähr sechzig Euro die Tonne.

00:09:52: Und das kann sein, dass für zwei Tausend Dreißig schon bei zweieinundfünfzig dreihundert Euro die Tonne sind.

00:09:57: Das heißt, dass wir ungefähr zwischen fünf und sechs Cent mehr pro Kilowattstunde zahlen.

00:10:03: Und dann kommt noch eben dieser ganz große Unsicherheits Faktum in der Beschaffung dazu.

00:10:07: Und jetzt mal ehrlich ein bisschen mehr Unabhängigkeit würde uns in Deutschland schon gut tun!

00:10:13: Herr Roll, ich würde gerne noch mal zurück nach Mannheim gehen.

00:10:15: Sie haben vorhin schon erwähnt, dass sie glaube ich sechzig Prozent Fernwärme jetzt schon haben.

00:10:20: Wie sieht denn Ihre Wärmeplanung aus?

00:10:22: Wie wollen Sie das Gas dann komplett ersetzen?

00:10:25: Was sind so die Pläne neben der Fernwärke?

00:10:27: und vielleicht können Sie auch einmal auf die Fernwämme allgemein eingehen.

00:10:29: ist die denn schon ja im Prinzip emissionsarm organisiert oder wie viel Prozent davon?

00:10:34: Die Frage, wie wir es Gas ersetzen, das bewegt uns tatsächlich schon seit langem als Techniker ganz persönlich.

00:10:40: Weil wir uns schon die Frage stellen, wie kriegen wir das hin?

00:10:44: Auch wenn unsere Ausgangslage in Mannheim vorteilhaft ist es wirklich eine anspruchsvolle Aufgabe weil wir transformieren das Energiesystem, dass uns fünfzig Jahre lang getragen hat und auch sich über Jahrzehnte entwickelt hat in zehn bis fünfzehn Jahren.

00:10:58: Das ist schon tatsächlich die Frage, wie wollen wir das machen?

00:11:03: In Mannheim eine gute Ausgangsposition, weil eben Gasheizungen nur einen Anteil von twenty-fünf Prozent haben und Fernwärme schon von sechzig.

00:11:11: Und bei dem kommunalen Wärmerplan sieht es sich vor, dass Gasheizen durch Fernwämme und Wärmepumpen ersetzt werden.

00:11:18: Also zehntausend neue Gebäude an die Fernwirmen – das war so die Größenordnung schon mal genannt hatte – und der Rest sozusagen in Wärmpumpen.

00:11:27: Das heißt was Frau Witkowski gesagt hat?

00:11:29: Wir werden das Stromnetz ausbauen wir werden das Fernwörmenetz ausbaut Und, und das hatten Sie gerade auch hinterfragter Messling.

00:11:35: Wir werden die Fernwärme grün machen.

00:11:38: Also aktuell werden rund vierzig Prozent der Fernwirmen in Mannheim und der Region schon klimafreundlich erzeugt.

00:11:44: Größte Anteil ist die Verwertung von Abfallen-Altholz.

00:11:48: Wir haben einen kleinen Anteil heute Flusswärm.

00:11:50: Wir sind rund fünfzig Prozent Kohlekraftwärmekopplung aus dem Großkraftwerk.

00:11:55: Und wir haben auch Spitzen und Reservekessel auf Gasbasis.

00:11:59: Aber bis zwanzigdreißig werden wir die Fernwärme klimaneutral erzeugen.

00:12:05: In den Kern mit zwei Ausbausschwerpunkten, zum einen werden wir weitere Flusswärmepumpen haben und wir werden Geothermieheitswerke realisieren.

00:12:14: Also wir haben heute eine Fluss-Wärmerpumpe mit zwanzich Megawatt.

00:12:17: Das ist für ne Wärmelpumpe viel Für unser Fernwämmennetz mit einer Spitzenleistung von neunhundert megawatt wenn es im Winter kalt ist, ist es vergleichsweise wenig.

00:12:26: aber wir bauen jetzt gerade Die weltgrößte Wärmepumpe am Rhein mit Hundertfünfundsechzig Megawatt, die dann vierzigtausend Haushalte mit Wärme versorgen kann.

00:12:35: Das ist schon ein riesen Schritt und wir planen auch nochmal eine dritte Wärmpumpe im Rhein.

00:12:41: Also das ist so die zweite große Säule klimaneutral und die Dritte ist dann die Geothermie wo wir eben in einem Joint Venture mit NBW Geothermi Heizwerke entwickeln weil wir eben am Oberrheingraben dafür eine sehr gute Voraussetzung haben um dann eben Versorgungssicherheit über das ganze Jahr.

00:13:01: Resilient und eben auch unabhängig von Energieimporten, Wärme wirklich klimaneutraler Zeugen können als Geothermie dann als dritte Säule.

00:13:09: Und es werden wir bis Ende der zwanziger Anfang der dreißiger Jahre eben realisiert haben.

00:13:15: Dann werden eben vierzig Prozent Abwärme haben aus der Abfallbehandlung.

00:13:21: Dreißig Prozent Flusswärmen und dann rund zwanzig Prozent Erdwärm.

00:13:26: und den restlichen zehn Prozent oder an die zehn Prozent werden wir mit grünen Grasen erzeugt.

00:13:32: Also, wir haben heute schon biometharn im Portfolio.

00:13:35: das ist nichts wo wir irgendwie sozusagen darauf warten müssen sondern das können wir dann dafür verwenden.

00:13:41: Wir haben eben uns früher auf dem Weg gemacht wie investieren in die Zukunft so dass wir eben von den fossilen Energien uns verabschieden auch unabhängiger machen von geopolitischen Einflüssen.

00:13:51: Sehen wir das denn auch bundesweit so ein Trend, dass tatsächlich also Privatpersonen jetzt vermehrt in Wärmepumpen oder andere nachhaltigere Heizsysteme investieren und eher weggehen von den Gasheizungen?

00:14:05: Wärmapumpen haben auf jeden Fall ein bisschen Fahrt aufgenommen.

00:14:07: So ab im Jahr zwanzig.

00:14:10: Dann gab es im Jahr zweitausenddreinzwanzig Ja, die Erneuerung des Gebäude-Energiegesetzes der alten Bundesregierung.

00:14:17: Und da gab es insgesamt einen starken Absatz von allen Heizungen also auch Gasheizungen insbesondere aber auch Wärmepumpen.

00:14:24: weil viele Leute diese Investition vorgezogen haben gab's dann wiederum den Einbruch in zwanzig vierundzwanzig fünfzwanzigt er sich jetzt aber wieder langsam erholt.

00:14:33: Also Es gibt nach wie vor schon ein Trend dass immer mehr Wärme pumpen Gas heizungen ersetzen Aber der ist leider zu wenig.

00:14:40: also wir müssen viel mehr Fahrt aufnehmen.

00:14:43: Wir müssen vielmehr beschleunigen und dieser Trend ist leider noch eine kleine Pflanze.

00:14:48: Im Neubau ist der Heizungswechsel sozusagen schon längst passiert, da haben wir Wärmepumpen und Fernwärme.

00:14:55: Gas spielt dort keine Rolle mehr.

00:14:56: aber das große Thema sind die Bestandsgebäude und da haben eben alle meisten davon.

00:15:02: Da haben auch viele Mieterinnen und Mietern und das ist eigentlich ein Challenge, das vernünftig zu organisieren und da sukzessive in klimafreundliche Heizungen zu kommen.

00:15:11: Das ist diese Unsicherheit, Frau Wittkowski die sie auch schon vorhin angesprochen haben.

00:15:15: Die nehme ich aus so in meinem Umfeld war dass man nicht so genau weiß welche Entscheidungen soll ich jetzt treffen?

00:15:20: fällt mir das vielleicht irgendwie ein paar Jahren auf die Füße wenn ich jetzt doch irgendwie noch mal eine Gasheizung investiere?

00:15:26: wie empfinden Sie das?

00:15:28: Ich spreche ja auch mit sehr vielen Leuten so bundesweit auch in verschiedenen Projekten irgendwie.

00:15:33: Ist es denn real dass hier tatsächlich doch noch ne größere Masse an Leuten Ja, die Gefahr läuft irgendwie sich derwirtschaftlich für die falsche Entscheidung zu treffen.

00:15:45: Ja unbedingt also die Angst sich falsch zu entscheiden verstehe ich total.

00:15:49: Also das geht sicherlich ganz ganz vielen Leuten in Deutschland so.

00:15:53: Die erste Frage die sich da erstellt ist muss ich mich gerade überhaupt entscheiden Ist meine Gasheizung gerade ein Havariefall sprich ist die kaputt gegangen?

00:16:02: Ist sie eigentlich noch ganz okay und kann gut und gerne fünf Jahre weiterlaufen?

00:16:06: Oder hat sie schon so die zehn Jahresmarke erreicht, zickt irgendwie ein bisschen rum.

00:16:10: Dann ist auch die Erfahrung das die Effizienzverluste steigen also dass sie nicht mehr so effizient sind und dann kann ich mir auch schon den Umstieg gut vorstellen.

00:16:20: Also wenn natürlich der Finanzielle da ist und man das finanziell stemmen kann Die höhere Investitionskosten für die Wärmepumpe zu tragen klare Empfehlungen darin zu investieren Und wenn ich muss, weil bei einer Heizung kaputt ist auf jeden Fall

00:16:34: Aber nicht entscheiden kann eben auch teuer werden, weil die Heizungskosten werden steigen.

00:16:41: Also die Gaspreise werden steigend.

00:16:43: haben wir drüber gesprochen, die Gasnetz sind geltet CO².

00:16:47: also auch in der bestehenden Gasheizung werden die Heitzkosten steigen und oft ist eben die Wärmepumpe oder die Fernwärme tatsächlich günstiger.

00:16:55: wichtig ist dass sich die Kundinnen und Kunden frühzeitig informieren.

00:16:59: Darauf setzen wir tatsächlich eben auch.

00:17:01: Wir haben ein Verfügbarkeitscheck, also Online-Portal, da kann man seine Adresse eingeben und sieht dann welche Wärmelösung laut dem kommunalen Wärmeplanen der Ausbauplanung da wann verfügbar ist.

00:17:12: Dann haben wir eine sogenannte Wärmewende Akademie etabliert mit der Klimaschutzagentur, mit der Stadt, mit den Handwerksbetrieben um eben alle Handwerkesbetriebe fit für die Wärmenwände zu machen.

00:17:23: Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

00:17:25: Geht die Währmerpumpe im Bestand?

00:17:28: damit die Bürgerinnen und Bürger eben auch dann gleichartig beraten werden über die Möglichkeiten, die in dem jeweiligen Gebäude oder im jeweilige Gebiet sind.

00:17:37: Und wir haben auch mit der Stadt- und den Beteiligten Partnern eine Infoveranstaltung gemacht, um tatsächlich die Informationen in die Quartiere zu bringen.

00:17:46: Bei diesem Thema kann sich jemand leisten – da haben wir lokale Banken mit als Finanzierungspartner.

00:17:52: Man muss vor allem auch die richtigen Zahlen vergleichen.

00:17:55: Also nicht nur den jetzigen Invest, also was sich jetzt einmalig bezahlen muss finanziert über entsprechende Modelle wie sie gerade gesagt haben sondern eben auch diesen sogenannten Vollkostenvergleich durchführen.

00:18:08: das heißt die Betriebskosten für die nächsten zehn Jahre mindestens heranziehen und gucken Das ist natürlich ein bisschen glaskugel gucken aber die Preise werden steigen dass sagen alle Studien.

00:18:21: Alles was man findet dazu sagt, dass auch die Wärmepumpe sich ab zehn Jahre schon direkt lohnt.

00:18:26: Das heißt ja Vollkostenvergleich pro Wärmepumpe immer ausfällt.

00:18:29: Gutes Stichwort.

00:18:31: Herr Räulich.

00:18:31: wird das jetzt aber gerne noch mal eine Ebene höher von den Privathaushalten tatsächlich zu den Kommunen heben?

00:18:36: Ich habe den Eindruck, dass auf bundespolitischer Ebene ist da so ein Schlingerkurs in den letzten Jahren gibt also keine wirkliche langfristige Strategie oder Signale erkennbar sind.

00:18:47: was eben dann zu dieser Unsicherheit über die wir jetzt die ganze Zeit reden.

00:18:50: dann führt.

00:18:51: gleichzeitig haben wir bei natürlich viele Kommunen diese Pläne im Prinzip gemacht haben, in der Schublade haben und versuchen eben umzusetzen wie Sie das jetzt auch bei Sicht ein Mannheim beschrieben haben.

00:19:04: Wie erleben denn Sie dieses Spannungsfeld gerade?

00:19:07: Klar ist wir würden uns alle stabilere Rahmenbedingungen wünschen die auch mal über eine Legislaturperiode hinausgehen.

00:19:13: Das schafft also Klarheit ist ein Wert an sich.

00:19:17: aber die kommunalen Wärmeplänen Baden-Württemberg war ja da ein Vorreiter mit einem Landesgesetz Aus meiner Sicht ein Wert an sich, weil die Kommune macht sich Gedanken über die Frage wie wird zukünftig klimaneutral geheizt?

00:19:32: Es gibt eine Interaktion mit der Bürgerschaft.

00:19:35: Das heißt da gibt es Dialogformate und am Ende gibt's einen Ergebnis des Orientierunges.

00:19:39: Es ist ein Plan für Hauseigentümer, für Energieversorger, für die Kommunen Und je eher eine Kommune das macht umso besser ist es.

00:19:47: Und das wird auch durch das was wir jetzt gerade diskutieren nicht entwertet.

00:19:50: Aber die Orientierungswirkung hat natürlich schon nachgelassen durch die Diskussion um das Gebäude-Modernisierungsgesetz.

00:19:57: Weil, dass die Klarheit, dass fossile Heizungen nicht mehr gewünscht sind, die hat nachgelassene und es macht's auch schwieriger für die Kommunen mit der Kommunikation aber eben auch für die Planung der Infrastruktur.

00:20:11: Und Frau Wittkowski hat es vorhin mal gesagt – Für uns als Energieunternehmen ist es wichtig, dass wir eben nicht alles überall ausbauen!

00:20:21: und möglichst auch noch gleichzeitig, sondern dass wir einen Plan haben wo wird Stromnetz verstärkt weil es da Wärmepumpen gibt.

00:20:28: Wo soll denn gegebenfalls Wärmenetz ausgebaut werden?

00:20:33: Und wo und wann soll gegebenfalls eben auch das Grasnetz zurück gebaut werden?

00:20:38: also sind zwei Dinge zum einen muss jeder der Beteiligten wissen was wann passiert und am Ende auch dass es möglichst wenig kostet.

00:20:44: Dann gehen wir da doch mal gerne ins Detail bei dem Gebäudemodernisierungsgesetz.

00:20:49: Frau Witkowski, das wurde jetzt im Kabinett verabschiedet.

00:20:52: Jetzt muss es natürlich noch durch den Bundestag und Bundesrat.

00:20:55: Da steht aber jetzt drin, dass im Prinzip diese zentrale Vorgabe des früheren Gesetzes diese sixty-fünf Prozentregel also, dass jede neu eingebaute Heizung mindestens mit sixty Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss die soll abgeschafft werden.

00:21:10: Kritiker, die sagen dazu – damit verabschiedet sich Deutschland faktisch von seinen Klimazielen im Gebäudesektor.

00:21:16: Sehen Sie das auch so drastisch?

00:21:18: Naja also die Bundesregierung hält ja weiterhin an den Klimazilen fest bis zu zweizig fünfvierzig.

00:21:23: Das ist meines Wissens nach nicht steht, nicht zur Diskussion nur um einmal auf dieses Wort Technologieoffenheit einzugehen und das vielleicht auch ein bisschen zu entmystifizieren vielleicht.

00:21:36: Also Technologie offen ist für mich Also sind für mich Wege, die zum gleichen Ziel führen können.

00:21:44: Und wenn wir jetzt aber es so weit öffnen dass das Ziel also da so viele Möglichkeiten entstehen, die aber gar nicht mehr zielorientiert sind.

00:21:52: Dann ist das für mich keine Technologieoffenheit

00:21:55: mehr.".

00:21:56: Das heißt wir kommen jetzt weg von einer direkten Technologieanforderung hin zu einem indirekten Marktinstrument wo wir wenig Steuerungsmöglichkeiten haben um dieses Ziel zu erreichen.

00:22:08: Dieses neue Gebäudemodernisierungsgesetz verliert die Ziele aus dem Blick also die Zile sind noch da aber wie wir dahin kommen wird es verschwommen jetzt?

00:22:17: Also wir haben natürlich Und da sind wir nicht alleine in der Bewertung gemacht.

00:22:21: Wie sieht denn das Gebäudemodernisierungsgesetz aktueller Stand gegenüber dem bisherigen Gesetzesrahmen aus?

00:22:27: Da würden wir schon sehen, dass die Ambition und die Wirkung im Richtung Klimafreundlichkeit geringer ist.

00:22:35: Das heißt, wir werden höhere CO-Emissionen im Gebäudebereich sehen als es mit dem GEG der Fall war.

00:22:42: Und wir haben eben auch – das haben viele Politiker nicht im Blick eben auch die Zielerreichung bei dem sogenannten Effort-Sharing-Regulation.

00:22:50: Also es ist eine Lastenteilung auf europäischer Ebene, das ist verbindlich und es gibt eine Periode zwischen zwanzigundzwanzigdreißig für die gibt's ein kumuliertes Emissionsbudget, das wir reduzieren müssen.

00:23:03: nach aktueller Projektion des Umweltbundesamtes liegt da Deutschland zweihundertfünfzig Millionen Tonnen rund daneben auf Basis des alten GEG Und die Folge, dass wir daneben liegen heißt.

00:23:14: Wir müssen Zertifikate aus europäischen Nachbarstaaten zukaufen also wenn man mal sagen hundert Euro pro Tonne CO zwei dann reden wir hier über irgendwas in der Größenordnung von fünf zwanzig Milliarden euro Die uns diese Zielverfehlung maßgeblich in den sektoren verkehren Gebäude kosten wird.

00:23:31: Wenn wir jetzt also noch weniger Klimaschutz im gebäudebereich haben wird es noch teurer.

00:23:36: Also auch das ist ein punkt den den man bei der Konkretisierung des Gebäudemodernisierungsgesetzes auf dem Schirm haben sollte.

00:23:44: Braucht es denn bei der Wärmewend aus ihrer Sicht eher klare harte Vorgaben, wie wir das vielleicht im vorherigen Gesetz hatten oder eben mehr Flexibilität und Marktmechanismen?

00:23:53: Ich würde mal sagen, der Markt hat's im Kern nicht schlecht gemacht und so eine Kombination aus Leitplanken und Zwischendrin-Markt ist das Optimum.

00:24:06: Allerdings, wenn wir wenig Zeit haben und es ist beim Klimaschutz so.

00:24:10: Dann hilft natürlich eine enge Leitplanke im Hinblick auf Geschwindigkeit.

00:24:15: also von daher konkret beim Gebäude Modernisierungsgesetz etwas mehr Ordnungsrahmen und etwas weniger Markt würde ich sagen hilft uns für die Zielerreichung und die Geschwindigkeit dazu.

00:24:26: Haben Sie denn vielleicht die Befürchtung da ja auch Tatsächlich, dieser ETS II im Moment diskutiert wird auch in Deutschland.

00:24:34: In der Spitzenpolitik, ob man den aufweichen soll?

00:24:37: Haben Sie denn Angst, dass diese Wärmewende da abgesägt wird gerade?

00:24:41: Ja also sie wird in die Hände der Wohnungs- und Gebäudeigentümer gelegt, die dann sich für eine Gasheizung oder die Wärmepumpe oder den Fernwärmeanschluss entscheiden.

00:24:53: Also es fehlt an guter transparente Informationen, gerade über dieses ganze Kostenthema gesprochen dass sich die Leute durch die Wahlmöglichkeiten, die sie jetzt haben trotzdem für das wirtschaftlich Beste entscheiden.

00:25:06: Und meine Befürchtung ist, dass es doch einige gibt, die dann wieder zurückgehen zur Gasheizung aus den unterschiedlichsten Gründen aber vor allem weil sie eben nicht gut genug informiert sind und weil die Gemengelage so undurchsichtig ist.

00:25:22: Aber die Wahl-Möglichkeit, die gab's vorher auch schon.

00:25:24: ich mein, das ist ja eines der Kritikpunkte, das ein Wärmepumpenzwang gegeben hat, stimmt ja nicht!

00:25:29: Es gab eine Wahlmöglichkeit.

00:25:30: Jetzt gibt es eben eine weitere Option wieder, ist eine Gasheizung.

00:25:38: Die hat vorher ökonomisch schon keinen Sinn gemacht wie Sie das gesagt haben Frau Wittkowski die macht's immer noch nicht und die Biogastrepper machts nicht besser.

00:25:45: nach wie vor sind Wärmpumpen und Fernwärme die günstigere zukunftsfähiger Lösung.

00:25:51: Können Sie mal diese Biotreppe, die die Grüngastquote erklären für alle, die jetzt noch nicht so in diesem Gesetz drin sind?

00:25:59: Was soll bedeutet das und was wird da auch perspektivisch auf uns zukommen.

00:26:03: Vielleicht auch an mehr Kosten.

00:26:05: Gasheizungen, die nach im Krafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes dann eingebaut werden.

00:26:12: Die müssen abschnittsweise immer mehr Biogas bzw.

00:26:16: Biometharn in ihren Gasheizen verbrennen Und das geht ab zwanzigneunzwanzig schon los.

00:26:24: Das ist eine Pflicht, die sich an die Gebäude Eigentümer richtet und nicht an die Gasnetzbetreiber.

00:26:30: Diese Stufen gehen bis zu zwanzichvierzig bis auf sechzig Prozent drauf.

00:26:34: Also sechszig Prozent Biometharen bin ich dann verpflichtet als Eigentömer in meiner Erdgasheizung zu verbrennen.

00:26:41: Und danach hört es aber auf also bis zwanzivfünfundviertzig.

00:26:45: Die restlichen vierzig Prozent stehen da nicht drin.

00:26:49: Also, ob dann das quasi zweizig-fünfjahrzig einfach hundert Prozent sein sollen wird im Gebäude Modernisierungsgesetz nicht beschrieben.

00:26:57: Das heißt es bleibt eine Lücke auch mit dieser Biogastreppe die unerklärt bleibt.

00:27:05: nochmal zurück zu den zehn Prozent selbst.

00:27:08: die sind aber vielleicht kein Herr Roll da gleich noch mal was zu sagen.

00:27:11: jetzt auch schon Kaum denkt man, dass wir die erreichen aufgrund der Ressourcenknappheit.

00:27:17: Also was Biometharen angeht.

00:27:20: Das, was wir anbauen können, bauen wir schon an und es gibt eine starke Flächenkonkurrenz, was Biomethan angeht großflächig das flächendeckend umzusetzen.

00:27:30: und dass es dann diese Tarife geben wird, die bezahlbar sein werden davon ist überhaupt nicht auszugehen.

00:27:37: Es ist nicht nur eine Frage des Potentials also theoretisch kann man das auch mit grünem Wasserstoff machen.

00:27:43: Am Ende wird es eine Frage sein, was kostet das denn?

00:27:46: Wir haben heute Biomethane.

00:27:48: Das ist aber nicht im Heizsektor eingesetzt werden.

00:27:51: Es geht in den Verkehr und in andere Sektoren, es geht teilweise in die Industrie weil dort eben auch ein hoher Bedarf von einer höherer Zahlungsbereitschaft da ist.

00:27:59: Das heißt jetzt wird die Konkurrenz dadurch erhöht und die Nachfrage um das Produkt wird es teurer machen.

00:28:05: Grüner Wasserstoff ist schon teuer.

00:28:07: also von daher ist es neben der Mengenfrage primär eine Preisfrage.

00:28:12: Das ist ein Punkt, der in der Diskussion auch untergeht.

00:28:17: Also was wird das dann am Ende kosten?

00:28:20: Es ist schon die Rede von dem politischen Raum, dass die Anforderungen an das Biomethorn nicht gesenkt werden sollen sondern es gilt soll der Maisdeckel gelten und ähnliche Dinge und das wird es tatsächlich teuer erhalten.

00:28:36: Von daher ist es schon eine Errechnung, die aufgemacht wird zu Lasten der Heizkunden.

00:28:42: Ja als Ergänzung vielleicht ein Zitat aus dem aus der Kabinettsvorlage.

00:28:46: da heißt das Eine belastbare Abschätzung der in Zukunft zu erwartenden Kosten ist derzeit nicht möglich.

00:28:52: ja Das bleibt natürlich dann spannend, wie das in Zukunft ausgehen wird.

00:28:57: Jeroll ich würde jetzt gerne mal auf die Mieter drauf eingehen.

00:28:59: Sie haben das vorhin schonmal ganz kurz angeschnitten Die sind ja so ein bisschen die gelackmeierten würde ich sagen weil wenn der Vermieter sagten Ich habe eigentlich kein Interesse jetzt zu investieren hier eine Wärmepumpe und wir so stark steigende Gaspreise sehen Dann wird es natürlich schwierig oder gleichzeitig eben auch diese Biotreppe dann in Zukunft eingeführt wird.

00:29:21: Wie sehen Sie das, verschäft denn das Gesetz da die soziale Ungleichheit beim Heizen?

00:29:26: Und jetzt gibt es ja auch tatsächlich neue Pläne, dass irgendwie eine Kostenaufteilung zwischen Vermieter und Mieter zu machen.

00:29:33: Reicht das aus Ihrer Sicht?

00:29:34: Also zunächst mal... Es gibt in Deutschland rund einundzwanzig Millionen Mietwohnungen.

00:29:38: Davon sind fünfzig bis sechzig Prozent Erdgas beheizt.

00:29:42: Und daran ändert auch das Gesetz zunächst einmal nichts also beeinflusst nur die zukünftige Entwicklung.

00:29:48: Die Frau Witkowski hat schon gesagt, wir gehen mal alle davon aus dass das Heizen mit Erdgas teurer wird und dass der Gaspreis schneller steigt als die Strompreise.

00:29:59: Und dass die Vermieter da nicht nur sich selbst optimieren sondern so das Gesamtsystem im Blick haben und auch die Mieten in den Blick haben.

00:30:06: deswegen gibt es eben diese vorgesehene Kostenteilung d. h., wenn ein Vermietter sich für eine neue Heizung auf Erdgasbasis mit einem fossilen Anteil entscheidet, dann muss er sich an den Mehrkosten für die Biotreppe und an den gesamten Gasnetzentgelten mit fünfzig Prozent beteiligen.

00:30:23: Das heißt es ist schon ein Anreiz für die Vermieter in die Gebäude Eigentümer eben auch sozusagen gesamthaft zu denken und insgesamt eine ökonomische Zukunftsentscheidung für die Heizungen zu treffen und sich nicht einfach nur sozusagen die Kosten in Richtung Mietende zu verschieben.

00:30:42: Es geht in die richtige Richtung.

00:30:44: In der Praxis, das umzusetzen wird extrem kompliziert werden weil Nebenkostenabrechnungen heute schon schwierig sind.

00:30:52: also eine einfache Lösung wäre glaube ich für die Vermieter sicherlich hilfreich aber es geht in diese richtige Richtung.

00:30:58: Mieterin und Mieter hat hier eine Gassetagenheizung haben sprich einen eigenen Gasvertrag abschließen mit einem Gasversorger ihrer Wahl müssen diese Kosten dann aus der Aufschlüsselung rausnehmen und die dann wiederum bei ihrem Vermieter einreichen, sich aktiv zurückfordern.

00:31:16: Also da gibt es auch noch mal so eine bürokratische Hürde für jeden Einzelnen das wirklich zu tun und also zu erkennen welche Kosten kann ich denn jetzt wirklich meinem Vermieterk in Rechnung stellen?

00:31:27: Frau Witkowski, wie kann man denn Bürger jetzt bei so einer Wärmewende aus kommunaler Sicht am besten mitnehmen?

00:31:34: Also wir haben natürlich diese bundespolitischen Signale.

00:31:38: So sollte man das wahrscheinlich nicht machen aber Wie kann man es als Kommune richtig machen tatsächlich?

00:31:43: In der kommunalen Wärmeplanung sind ja also Wirklichen Informationsveranstaltungen Pflicht verpflichtend vorgesehen, die Kommunen müssen diese durchführen.

00:31:52: Ich bin auch schon mal auf einer gewesen hier in Oberhausen wo das Institut ist und ich habe sie als sehr informativ und ja die Leute sind wirklich interessiert wahrgenommen.

00:32:01: also weniger Wutbürger tun als mehr.

00:32:05: die Leute wollen wissen was in ihrer Kommune und vor Ort passiert und ich möchte jeden Zuhörer, jede Zuhürerin auch dazu ermutigen zu schauen wann finden diese Bürgerinformationsveranstaltungen bei mir statt und da einfach hinzugehen.

00:32:19: Und sich mal aufschlauen zu lassen was bei mir denn los ist.

00:32:22: Darüber hinaus es ist absolut wichtig immer transparent zu machen auf den Internetseiten der Kommune wie ist gerade der Stand?

00:32:30: Was passiert grade?

00:32:32: Was ist die kommunale Wärmeplanung?

00:32:33: in einfachen Worten erklärt?

00:32:35: Also es ist wichtig, nach der kommunalen Wärmeplanung ist nicht Schluss.

00:32:40: Sondern man muss mit Informationen und Kommunikation einfach am Wall bleiben.

00:32:43: Das hatte ich vorhin gesagt.

00:32:44: Wir haben seit Verabschiedungen der kommunalen Wärmeplanung... ...fünfundzwanzig dieser Veranstaltung gemacht und wir machen sie auch weiter.

00:32:51: Gehen auch zu den Bürgerinnen und Bürgern wirklich in die Stadtteile, in die Quartiere um eben die Information zu transportieren.

00:32:59: Und das hat sich in unserer Wahrnehmung über Zeit schon verändert.

00:33:02: als am Anfang insbesondere Das Thema Gasnetzaustieg durch die Mediengingen war es schon auch kritisch und besorgt, klar.

00:33:10: Und das ist jetzt oder wandelt sich in Richtung Neugier, sachorientierte Nachfrage?

00:33:17: Was ist denn für mein Gebäude die richtige Lösung?

00:33:20: Ich würde mal wahrnehmen dass die der Bürgerinnen-Bürger die Aufgabe angenommen haben und sich tatsächlich jetzt damit befassen.

00:33:26: was ist dann für mein gebäudetes Richtige?

00:33:28: aber Informationen Das ist ein kontinuierliches Thema.

00:33:31: Man sollte es so konkret wie möglich machen, deswegen haben wir eben diesen Verfügbarkeitscheck gemacht.

00:33:36: Deswegen auch die Handwerker mit ins Boot holen weil häufig ist der erste Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpatner der Handwerke der die Heizung reparieren soll oder wartet oder austauschen soll wenn sie kaputt ist.

00:33:48: also deswegen ist das ganz wichtig dass alle Akteure das als gemeinsame Aufgabe ansehen

00:33:53: ja absolut und das auch als als Wertsteigerungsbegriff.

00:33:58: zu Ja, zu kommunizieren also dass es nicht immer nur um Kosten geht sondern um Wertsteigerung in meine Immobilie investiere in mein Eigentum und schaffe das mache ich dadurch zukunftsfähig.

00:34:09: Können Sie mal bitte so ein Überblick geben wie's gerade so um die kommunale Wärmeplanung in ganz Deutschland steht?

00:34:15: Also gibt's da irgendwelche Zahlen wie viele Kommunen tatsächlich schon einen verbindlichen Wärmeplan haben und welche vielleicht noch hinterher hinken?

00:34:23: nach meiner Empfindung nach und auch nach den Zahlen her sieht das wirklich ganz gut aus.

00:34:27: Es wird ja unterschieden zwischen großen Kommunen, also über hunderttausend Einwohner die Großstädte und dem kleinen Kommunen unter hundert tausend, die später dran sind.

00:34:38: Also die Großen müssen bis zum Sommer dieses Jahres, im Jahr zwanzig, den Wärmeplan fertig haben bzw.

00:34:47: im Stadtrat, im Gemeinderat verabschiedet haben.

00:34:51: Davon sind laut aktuellen Zahlen ungefähr über die Hälfte schon fertig von den Großen, wobei man davon ausgehen kann dass die meisten im Grunde schon fertig sind und nur halt quasi auf dem Gemeinderats- bzw.

00:35:05: Stadtratbeschluss warten der jetzt irgendwann im Laufe des Jahres es kann sein das manche noch so nachgeliefert werden.

00:35:12: Und die Kleinen die noch zwei Jahre länger Zeit haben bis zum Jahrzehnt zwanzig die unter hunderttausend Einwohner Da sind auch schon ungefähr ein Drittel tatsächlich verabschiedet.

00:35:24: Und das ist wirklich eine erstaunlich große Zahl, wie ich finde.

00:35:28: Da hätten die ja auch sagen können sollen die großen erst mal machen wir gucken nochmal und warten ab.

00:35:32: aber es haben sich viele schon auf den Weg gemacht und ich finde dass ein ganz tolles positives Signal.

00:35:37: gerade so im ländlichen Raum stelle ich mir das noch einmal herausfordernd davor irgendwie so ne Wärme wende zu organisieren.

00:35:43: was haben sie da für Infos?

00:35:45: Was ist da auch das Mittel der Wahl?

00:35:47: fernwärm ist ja wahrscheinlich schwierig oder

00:35:49: Also tatsächlich sind da auch schon viele Wärmepläne fertig.

00:35:53: Ich habe mal so einen Schnitt gemacht bei dreihundert Einwohnern pro Quadratkilometer, dass jetzt unbedingt der ländliche Raum ist.

00:36:00: also gibt es natürlich unterschiedliche Kriterien aber da sind ungefähr sechsundzwanzig Prozent von fertig und alle darüber so siebenunddreißig Prozent also auch echt eine ganz gute Zahl.

00:36:11: Und zur zweiten Frage in Bezug auf Fernwärme das ist ganz unterschiedlich.

00:36:17: Es gibt grundsätzlich werden ja in der kommunalen Wärmeplanung Gebiete ausgewiesen für dezentrale Erzeugungen und für zentrale erzeugung.

00:36:27: Zentral ist synonym mit Wärmenetz, und dezentral ist Synonym mit wärmepumpen.

00:36:33: Aber da ist schon so... Also ich meine wenn man sich mal die aller Wärmerpläne anschaut, die es jetzt so gibt dann kann man schon im Mittel sind es vierzig Prozent Wärmenetze, ungefähr gleiche Größenordnung.

00:36:44: Dezentrale Wärmepumpen, Biomasse so in der Größe in Ordnung zehn Prozent und dann noch ein bisschen grüne Gase.

00:36:50: Und das verschiebt sich vom ländlichen Raum im Start.

00:36:53: also in den Städten tendenziell mehr Wärmanetze und im ländischen Raum tendenzielle mehr Wermepumpem.

00:36:59: aber auch Nahwärmenetz gibt's tatsächlich im lndlichen Raum einige in den Plänen.

00:37:03: Also Das Bild ist nicht so heterogen wie man es glaubt.

00:37:07: Und was auch sehr unterschiedlich ist, manche Wärmepläne berücksichtigen auf kleine Inselnetze.

00:37:13: Also häufig wird bei zentraler Wärmeversorgung von einem Ausbau von einem großen Fernwärmenetz gesprochen.

00:37:19: D.h.,

00:37:20: erweitere dieses Quartier schließe ich noch mit an die große Fernwärtnerz an.

00:37:25: Es gibt aber auch ganz tolle ... Quartierslösungen, wo kleinere Inselnetze sich lohnen.

00:37:30: Da sind dann die Leitungsquerschnitt deutlich geringer.

00:37:33: Ich habe viel weniger Tiefbaukosten weil ich nicht so tief rein muss in die Erde.

00:37:37: also ich muss vielleicht auch viel weniger Straßen queren.

00:37:40: Also da kann ich deutlich wirtschaftlicher solche kleinen Wärmenerze bauen.

00:37:46: Die fallen häufiger mal durch bei den Wärmeplänen, weil dies Kriterium für solche Netze häufig ist dass man so einen großen Ankerkunden hat, also sprich eine Wohnungsbaugesellschaft die dort viel Eigentum hat.

00:37:59: Viele Gebäude besitzt wo man dann halt mit einem Partner der Wärmen als Betreiber nur mit einem Vertrag abschließen muss.

00:38:08: Und wenn jetzt aber so eine aktive Nachbarschaft gibt, die sich zusammentut und sagt ja wir sind alle dafür.

00:38:13: Wir finden es super, wenn wir uns hier ein Wärmenetz legen lassen mit einer zentrale Wärmeerzeugung, mit einer effizienten Großwärmepumpe in der Energiezentrale dann sehe ich da gar keinen Grund auch vom Wärmplan abzuweichen obwohl das vielleicht drin steht dass dezentrale Wermepumpen die Option der Wahl sind auch auf kleinere dezentale Wärmmennetze zu gehen.

00:38:35: Aber Herr Roll, wenn ich mich jetzt vielleicht noch nicht so damit beschäftigt habe wie bei dem Beispiel was Frau Witkowski gerade genannt hat und ich merke aber, ich brauche eine neue Heizung.

00:38:44: Die alte macht tut es ja jetzt nicht mehr.

00:38:47: Aber gleichzeitig bin ich in einer kleineren Kommune die diesen Wärmeplan noch nicht vorgelegt hat, noch nicht fertiggestellt hat, wie auch immer zumindest nicht kommuniziert hat.

00:38:55: Was würden Sie mir dann raten?

00:38:56: Wie Frau Witkovskis vorhin gesagt hat Wenn sie keinen dringenden Handlungsbedarf haben, wenn die Heizungen noch funktioniert dann sich mit den Alternativen, die es für das Gebäude gibt, beschäftigen.

00:39:06: Damit man für den Fall sozusagen gerüstet ist wenn die Heizung kaputt geht damit man nicht in Hektik verfällt.

00:39:13: Wenn man akuten Handlungsbedarf hat im Sinne von der Hightie-Heizung muss gewechselt werden Dann ist tatsächlich, wenn's kein Wärmenetz gibt In dem Bereich die Wärmepumpe Die eine gute Option und die kann man zu jedem Zeitpunkt auch wahrnehmen.

00:39:28: Dann müssen wir aber zum Ende nochmal über die Kritikpunkte, die es auch an der Fernwärme gibt sprechen.

00:39:34: Da werden ja oft hohe intransparente Preise und eben auf die Modopolstellung so hervorgehoben bei den Kritikern.

00:39:42: Herr Roll was würden Sie da erwidern?

00:39:44: Wie sieht das aus?

00:39:46: ist das noch aktuell?

00:39:47: Der Vorwurf kommt ich frag mich dann immer warum sind Fernwörmepreise intransparenz?

00:39:53: Also es wird ja der Eindruck erweckt, dass könnten Fernwärme.

00:39:56: anbieter können den beliebig festlegen.

00:39:59: Das stimmt einfach nicht weil der Gesetzgeber hat hier klare Vorgaben gemacht und auch Grenzen festgelegt und Es gibt eine Verordnung in der klar geregelt wird was eben bei der preisbildung berücksichtigt werden muss.

00:40:11: Und wir wollen tatsächlich das unsere Kunden die Preise bei der Fernwärke klar nachvollziehen können und diese auch vergleichen können.

00:40:18: Deswegen haben wir uns als MVV Auch in den Jahren, dass es diese Transparenzplattform für Fernwärmepreise gibt.

00:40:27: Hier hat man eine Website mit einer bundesweiten Übersicht in der Verbraucher die Preise ihres Fernwärtneranbieters einordnen können und wir haben im bundesweitigen Vergleich bei MVV ein sehr attraktives Preis-Niveau und haben das auch jetzt kürzlich wieder gesenkt.

00:40:44: Zum ersten Juli passen wir unsere Preise anhand von Preisanpassungsklauseln in die Indizes einfließen, die das Statistische Bundesamt ermittelt.

00:40:54: Also es ist nicht beliebig sondern es folgt nach einer klaren Regel.

00:40:58: also es ist auch klar wann sich's ändert einmal im Jahr bei uns und deswegen ist das Thema Preis intransparent aus meiner Sicht nicht gegeben.

00:41:08: Im Gegenteil die Preise sind klare eindeutig.

00:41:11: Fernwärme ist ein Wettbewerbsprodukt weil am Anfang zumindest mal bei der Entscheidung der Kunden gibt es immer im Systemwettbewerb die Wahl Wärmepumpe oder Fernwärme heute.

00:41:22: Früher war das die Frage, ist es eine Ölheizung?

00:41:26: Oder ist es ein Gasheizungs- oder ist es die Fernwärke?

00:41:28: Das heißt, Fernwirme stand nie allein und musste sich also immer beim Wettbewert bei den Neuanschlüssen durchsetzen.

00:41:37: Aber richtig ist auch, Fernwirme sind lokale und individuelle Systeme.

00:41:41: Normalerweise gibt's in der Stadt eben nur eins davon.

00:41:44: Also man kann nicht zwischen verschiedenen Fernwörmer anbietern auswählen und deswegen gibt es tatsächlich hier eine enge Beziehung zwischen Versorger und Kunden, also anders als bei Strom- und Gas.

00:41:54: Und die Abhängigkeit ist durchaus gegenseitig weil eben auch der Versorgar mit seinen Planungen und seinen Investitionen auch auf eine gewisse Konstanz im Kundenstamm angewiesen ist.

00:42:04: Also man kann's auch so formulieren wenn sie in eine Einzelheizung investieren dann trägt eben der Gebäude Eigentümer am Anfang mehr und bei der Fernwärmeträgter am Anfang der Netzbetreiber die Investitionen ins Netz und auch in die Erzeugung dahinter.

00:42:18: Und mehrere Netze parallel wäre auch nicht sinnvoll, entscheidend ist eher die Frage wie man mit der Struktur umgeht und deswegen gibt es eine Kartellaufsicht, das gibt rechtliche Vorgaben und eben diesen Systemwettbewerb also.

00:42:33: von daher bieten wir unseren Bestandskunden auch die gleichen Preise an wie für unsere Neukunden und deswegen haben auch unsere Bestands Kunden immer einen wettbewebsfähigen Preis.

00:42:44: Es ist am Ende eben eine Grundsatzentscheidung.

00:42:47: Wir haben eben auch ein großes Investitionsprogramm, hat mir vorhin darüber gesprochen für die Transformation aber es ist trotzdem effizient klimafreundlich unbezahlbar.

00:42:55: Frau Witkowski können Sie das vielleicht noch mal ein bisschen detaillierter gegenüberstellen?

00:42:59: Ich weiß es sehr pauschal jetzt, aber vielleicht für so einen Einfamilienhaus kosten Fernwärme und Wärmepumpe.

00:43:05: Ich würde sagen lokal wahrscheinlich auch sehr unterschiedlich, aber grob kann man sagen dass Die kosten sich auch hier im Vollkostenvergleich relativ gleich sind.

00:43:15: Also, dass es im Grunde eine Systemfrage ist für den Gebäudeigentümer möchte ich die eigene Heizung haben und Strom beziehen für die Wärmepumpe oder möchte gar keine Anlage im Keller stehen haben und möchte einfach nur den Fernwärmen Anschluss haben und das die Fernwämme durch mein Gebäudegeleitet haben und dadurch schön warm haben.

00:43:35: also Von den Kosten her, vom Vollkostenvergleich er tut sich da nicht viel.

00:43:41: Anders jetzt zur Gasheizung die deutlich teurer ist aber vielleicht können Sie das auch noch mal aus Ihrer Sicht einordnen Herr Reul?

00:43:47: Also wir haben wie ich es vorhin gesagt habe immer ein System mit Bewerbern und unser Anspruch ist dass die Fernwärme preislich konkurrenzfähig zur Wärmepumpe sind Und das bestätigen ja viele Studien.

00:43:59: Das teuerste ist die Gasheitzung und Wärmapumpe in Fernwämmen liegen meistens gleich auf.

00:44:05: Herr Roll, abschließend würde ich jetzt gerne noch mal auf die Stadtwerke gucken.

00:44:08: Weil sie stehen vor einer gigantischen Transformation mit der Wärmewende – man kann sich das so als Außenstehender kaum vorstellen!

00:44:16: Was sind denn so die größten Herausforderungen da?

00:44:19: Und ja wahrscheinlich kommen auch manche Stadtwerken an ihre Grenzen dabei.

00:44:23: oder was gibt es dafür?

00:44:25: vielleicht auch neue Geschäftsfelder, Geschäftsmodelle, die dann in Zukunft für die Stadt Werke tragen können.

00:44:31: Es ist ja nicht nur eine Transformation über die Verräten, es sind mehrere und die laufen parallel.

00:44:36: Deswegen ist es wichtig für die Zukunft dass wir die richtigen Infrastrukturen für Gas Strom- und Fernwärme zum jährlichen Zeitpunkt eben den Kunden zur Verfügung stellen wie sie's eben auch brauchen.

00:44:48: diese Veränderungen die sind mit Unsicherheiten verbunden aber es gibt da auch immer wieder Chancen.

00:44:53: also wir haben chancen positive Dinge voranzubringen.

00:44:56: Also beispielsweise bieten wir unseren Kundinnen und Kunden schon seit vielen Jahren PV-Anlagen an Batteriespeicher, Home-Energie-Management-Systeme mit Ladeinfrastruktur für Ehefahrzeuge und Wärmepumpen.

00:45:07: Das heißt bei MVV können Sie als Kunden entscheiden wollen sie in Fernwärmeanschluss oder wollen sie eine dezentrale Energielösung?

00:45:13: Also wir setzen eben bei uns auf Aufwärmewende, Stromwände und auch diese grüne Kundenlösung.

00:45:19: da investieren wir viel Geld im letzten Geschäftsjahr über eine halbe Milliarde Euro.

00:45:25: also auch wir steigern unsere Investitionsvolumen ein Jahr für Jahr.

00:45:30: Aber auch in geopolitisch und gesamtwirtschaftlichen Zeiten engagieren wir uns eben auf eine sichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung.

00:45:38: Ja es ist herausfordernd!

00:45:39: Ja,

00:45:39: vielleicht können Sie nochmal kurz auf einen allgemeinen Überblick über die Stadtwerke eingehen.

00:45:44: Sie sprechen ja wahrscheinlich ständig mit Ihren Kollegen auch von anderen Stadtwerken.

00:45:48: Wie sieht es bei denen aus?

00:45:50: Sie sind natürlich da so eine Art Vorreiter jetzt mit Mannheim – das haben wir jetzt schon die ganze Zeit gehört aber da gibt's ja auch sicher andere Härtefälle, die vielleicht auch nicht so vorteilhafte Bedingungen haben wie sie sie in Mannheim haben.

00:46:01: Wir

00:46:01: stehen alle vor der gleichen Herausforderung und wir investieren Millionen teilweise auch Milliarden in diesen Infrastrukturwandel, die Transformation.

00:46:10: In viele Stadtwerke.

00:46:12: für diese.

00:46:13: schlicht die Frage wie finanziere ich das?

00:46:15: Wie kriege ich das gestemmt?

00:46:17: Habe ich den Menschen dies machen können?

00:46:19: aber die Finanzierungsfrage ist tatsächlich für alle erstmal eine sehr relevante und da gibt es auch einige Die sind auf neue Finanzierungslösungen angewiesen weil sie aus eigener Kraft schlichtweg nicht stemmen können.

00:46:32: Also das ist für die Energiebände das große Thema Wie wird das finanziert?

00:46:38: Da sind wir bei MVV zum Glück in einer etwas anderen, besseren Lage.

00:46:42: Ich glaube man kann hier auch viel so Synergieeffekt erheben weil es gibt so viele Stadtwerke in Deutschland die sich auf diesen Weg machen müssen und da sich auszutauschen erfahrungswerte gegenseitig zu haben.

00:46:55: Man muss ja nicht immer die gleichen Fehler machen.

00:46:58: also ist ja wie im Autobau eine Automobilbranche wenige, die den Wandel machen müssen.

00:47:05: Aber hier haben wir halt so viele und wenn wir das gut vernetzt kriegen zum Beispiel haben wir ja auch eine Veranstaltung Stadtwerke SW aktiv wo wir immer wieder Themen bespielen, wo man sich einschalten kann für anderthalb zwei Stunden online und dann einfach von Best Practice Erfahrungen profitieren können.

00:47:24: Also kann ich bestätigen?

00:47:25: Wir haben oft Anfragen von Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland was unsere Flusswärme pumpen angeht Weil es ist für viele eine mögliche Lösung und wir teilen gerne unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben in der Hoffnung dass es dann an anderer Stelle eben auch Wirklichkeit werden kann.

00:47:40: Ein super Schlusswort und Aufruf.

00:47:43: Herr Roll, Frau Wittkowski herzlichen Dank für Ihre Einschätzung und ihre Expertise!

00:47:47: Liebes Publikum, schreibt uns gerne mal in die Kommentare wie das eigentlich bei euch vor Ort in der Kommune ist.

00:47:53: Gibt es da eine transparente Wärmeplanung?

00:47:56: Und habt ihr euch das schonmal angeschaut?

00:47:57: was steht also drin, was da in Zukunft in Planung ist?

00:48:01: Ja ansonsten sind wir am nächsten Sonntag wieder für euch da.

00:48:04: Macht's gut bis dahin.

00:48:06: Tschüss!

00:48:08: Wir freuen uns, dass ihr zugehört habt.

00:48:10: Und noch mehr.

00:48:11: freuen würden Patrick und ich uns darüber wenn ihr diesen Podcast bewertet!

00:48:15: Da gibt's meist so eine fünf Sterne Funktion – das ist für uns immer ganz toll, wenn wir so wissen was wir in Zukunft besser machen können.

00:48:23: Wenn nicht schon passiert dann abonniert auch gerne den geladen Podcast und empfieh'n uns auch gerne weiter.

00:48:28: Bedanken wollen wir uns bei all unseren Gesprächsgästen, speziell unseren Partnerinstituten und natürlich allen die hinter den Kulissen sonst noch so mitwerken.

00:48:58: und der Universität Ulm.

00:49:04: Außerdem unterstützen diesen Podcast das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg,

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