PV-Strom teilen: Warum Deutschland "im Mittelalter" steckt - Vera Immitzer
Shownotes
Österreich macht seit Jahren vor, worüber Deutschland noch diskutiert: PV-Strom mit Nachbarn teilen, innerhalb der Gemeinde verkaufen oder sogar den eigenen Solarstrom an die Kinder in der Stadt weitergeben. In Österreich ist Energy Sharing längst Praxis — mit knapp 12.000 Energiegemeinschaften, etablierten Marktprozessen und einem Smart-Meter-Rollout von rund 95 Prozent.
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In Deutschland ist Energy Sharing seit Juni zwar gesetzlich möglich, aber nach Einschätzung von Vera Immitzer wurde vor allem das umgesetzt, was aufgrund der EU-Vorgaben ohnehin umgesetzt werden musste. Echte Anreize sind Fehlanzeige.
Wir sprechen mit Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria, darüber, warum Energy Sharing in Österreich funktioniert, welche Rolle Smart Meter und Datenplattformen spielen, wie PV-Strom zwischen Nachbarn, Gemeinden und Betrieben abgerechnet wird — und warum Deutschland beim Thema Bürgerenergie so weit hinterherhinkt.
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Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was in Österreich möglich ist, gemeinsam Energie zu erzeugen und zu teilen.
00:00:04: Ist genial vor allem im Vergleich zur Deutschland.
00:00:07: da ist man wirklich noch im Mittelalter.
00:00:09: kommt mir vor
00:00:12: geladen der Batterie Podcast mit Daniel Messling und Patrick Rosen.
00:00:20: Und damit herzlich willkommen zu geladen dein Batterie podcast für Elektromobilität Energiewende und Batterieforschung.
00:00:26: Ja ihr habt eine größere PV Anlage liebes Publikum.
00:00:31: Würdet ihr gerne euren Strom mit euren Nachbarn teilen?
00:00:35: Österreich teilt PV-Strom längst zwischen Nachbaren, Gemeinden und Betrieben.
00:00:40: Während Deutschland da eher noch zurückhaltend ist – jetzt mal milder ausgedrückt!
00:00:46: Neue Dynamik bringt nun in Österreich das Elektrizitätswirtschaftsgesetz kurz LWG Und das sorgt bei manchem deutschen Energiepolitiker für echtes Staunen.
00:00:57: Und wie progressiv das wirklich ist, besprechen wir heute mit einem ganz tollen Gast.
00:01:01: Grüß dich Vera Imitzer!
00:01:03: Hallo, danke für die Einladung!
00:01:05: Ja gerne!
00:01:06: Vera du bist Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaik Austria.
00:01:10: Richtig – Wir sind eine klassische Interessensvertretung für das Thema Photovoltag und Stromspeicher und wir schauen einfach das PV-Anlagen und auch Batterien in Österreich schneller, reibungsloser und vor allem viel mehr noch installiert werden.
00:01:22: Ja, steigen wir vielleicht ein bisschen provokant mal mit der ersten Frage ins Gespräch ein und zwar wenn ich jetzt heute als PV-Besitzer Strom mit Nachbarn, Freunden oder auch vielleicht sogar einen Betrieb teilen will.
00:01:32: Bin ich dann in Österreich nach deiner Einschätzung schon in die Energiewende von morgen?
00:01:37: Während ich hier in Deutschland eher noch ja noch ein bisschen in der Vergangenheit bin und immer noch nach Lösungen für das große Smart-Mieter-Disaster gesucht wird.
00:01:48: Ja, also absolut Österreich hat Energy Sharing schon seit knapp zehn Jahren umgesetzt.
00:01:54: Der letzte große Schritt war vor vier Jahren ein letzter Schritt vor ein paar Monaten.
00:01:59: was in Österreich möglich ist gemeinsam Energie zu erzeugen und zuteilen ist genial vor allem im Vergleich zur Deutschland.
00:02:06: da ist man wirklich noch im Mittelalter kommt mir vor
00:02:09: Ja, so kann man es ausdrücken ganz genau.
00:02:11: Sagt doch mal ganz kurz was ist da das Geheimnis vom Energy Sharing in Österreich?
00:02:16: Wenn du das jetzt mal erklären müsstest vor allem einen deutschen Energiepolitiker!
00:02:20: Was macht ihr da
00:02:21: besser?!
00:02:22: Also wir haben mit dem Thema schon begonnen.
00:02:25: Damals noch innerhalb des Wohnbaus, also klassisch mehr geschossiger Wohnbau und dann ist es sukzessive ausgebaut worden und wir haben ja eine Vorgängerregierung gehabt mit einer grünen Ministerin der das Thema Energiewende und Bürgerbeteiligung ein großes Anliegen war und die hat dann wirklich im Jahr zwanzig einen großen Gesetzesreformen auch gemacht und gesagt okay so jetzt kann man den Strom auch außerhalb des Gebäudes nutzen Man kann in Innenhalte, außerhalb der Gemeinden nutzen.
00:02:54: Es gibt Förderungen dafür, es gibt Netzreduktionen dafür und das sind Prozesse aufgesetzt worden.
00:03:02: Das war so dieser Startschuss für den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung.
00:03:08: Ich muss dazusagen, wir haben den Vorteil dass unser Smart Meter Rollout sehr weit fortgeschritten schon ist.
00:03:15: Das ist natürlich ein wichtiger Punkt sonst ginge das auch nicht so wie wir es jetzt aktuell machen.
00:03:21: ich habe mich auch in Vorbereitung auf dem Podcast heute mir eben angeschaut wie sie es in Deutschland funktioniert und war dann massiv irritiert wie kompliziert Bremsen sind man das Thema auch umsetzen kann, wenn man will.
00:03:37: Also ich muss ehrlich sagen da ist uns vor ein paar Jahren einen großen Schritt gelungen mit Unterstützung der Politik natürlich.
00:03:44: Das muss ich auch ganz klar sagen.
00:03:45: also der Wille der Politik war da.
00:03:48: Dann erklär doch an dieser Stelle ganz kurz um was geht es denn beim Energy Sharing?
00:03:52: Was ist das überhaupt?
00:03:53: Man kann den Strom innerhalb des Gebäudes nutzen, mehr geschossiger Wohnbau.
00:03:56: Wo ich meinen Strom direkt meinem Nachbarn verkaufe, dafür zahle ich auch keine Netzgebühren, keine Abgaben.
00:04:02: also dem kann ich den Strom quasi verkaufen oder auch schenken.
00:04:06: und wenn ich sage, ich möchte aus dem Gebäude rausgehen dann ist das eben seit fünf Jahren jetzt auch möglich dass sich außerhalb dieses Gebäudes den Strom verkaufen kann.
00:04:15: Und wenn mir das nicht reicht, dann kann ich ihn auch außerhalb der Stadt, außerhalb Und wir haben dafür unterschiedliche Begriffe.
00:04:24: Das ist das kleinste gemeinsame Erzeugung, die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage.
00:04:32: Wenn ich außerhalb des Gebäudes meinen Strom verteilen möchte, ist es die erneuerbare Energiegemeinschaft und darüber über ganz Österreich sparen sich dann die Bürgerenergie-Gemeinschaft.
00:04:46: Je nachdem welches Modell ich wähle, habe ich unterschiedliche Vorteile.
00:04:50: Netzreduktionen zu kosten im Wesentlichen.
00:04:53: Was brauche ich denn jetzt technisch, um dieses Energy Sharing zu machen?
00:04:56: Also wir haben ja gerade schon über Smart Meter Rollout gesprochen.
00:04:59: das spielt natürlich eine große Rolle.
00:05:00: vielleicht kannst du auch mal sagen was habt ihr für eine Quote genau in Österreich und was brauche grundsätzlich um daran teilzunehmen?
00:05:07: Wir haben in Österreich mittlerweile ninety-fünf Prozent Smart Meter rollout.
00:05:10: also das ist schon beachtlich.
00:05:12: das heißt die Netzbetreiber reden von einem flächendeckenden Smart Meterrollout.
00:05:17: es hat im Wesentlich begonnen, damals eben wie so diese kleinen gemeinschaftlichen Erzeugungshandlagen möglich geworden sind hat der Gesetzgeber gesagt jeder, der einen Smart-Meter haben möchte muss innerhalb von sechs Monaten einen Smart Meter bekommen.
00:05:36: Das heißt den Netzbetreiber hatte die Verpflichtung eines Smart Meters zur Verfügung zu stellen.
00:05:40: Diese Frist ist mittlerweile auf zwei Monate reduziert falls jemand noch keinen hatte aber diese Frist war sehr wichtig.
00:05:48: Aufbauen auf diesen Smart Meter Rollout und der Installation des Smart Meters hat sich parallel dazu auch eine Datenkommunikationsplattform im Wesentlichen entwickelt.
00:05:59: Das ist die Eder-Plattform, die wird betrieben von mehreren Netzbetreibern wo eben die Daten der unterschiedlichen Strom Kundinnen und Kunden, Verbraucherinnen und Verbrauchern Erzeugerinnen und Erzeugen gesammelt werden abgerechnet werden.
00:06:15: Und wo man noch sieht wer wie viel Strom von wo bezogen hat.
00:06:19: Liebes Publikum an dieser Stelle muss ich nochmal die die Relevanz dieses Themas unterstreichen.
00:06:24: Ihr hört das gerade in Österreich kann man mit seinem Nachbarn zusammen seine Energie teilen irgendwie kleinere Modelle verwirklichen.
00:06:31: wenn ich zum Beispiel eine große PV Anlage habe aber kein Speicher vielleicht mein Nachbar sein Dach nicht nutzen will oder nicht nutzen kann mit PV, dann kann der daran partizipieren.
00:06:40: Ich kann den Windstrom verkaufen, verschenken und so weiter.
00:06:43: das ist ein irre Potenzial was wir im Podcast hier auch noch mal ganz klar sagen wollen was wir in Deutschland brauchen gepaart eben mit diesem besseren Smart-Meter Ausbau.
00:06:53: Kannst du das noch mal kurz zusammenfassen, Vera?
00:06:55: Wenn ich jetzt irgendwie in der Nachbarschaft vielleicht mit einem Betrieb oder im Verein zusammen PV-Strom nutzen möchte und den speichern möchte.
00:07:03: Den ich netzdienlich zum richtigen Zeitpunkt einspeisen möchte.
00:07:08: Das hilft dem Gesamtsystem richtig?
00:07:10: Absolut!
00:07:11: Dadurch dass ich ja wenig den Strom aus der Energiegemeinschaft beziehe, günstiger bekommen als wenn ich ihn vom Energieversorger beziere weil entweder ist der Strompreis null oder ich zahle etwas dafür, das kann man sich ja bilateral ausmachen so wie du gesagt hast und dadurch dass ich einfach unmittelbar davon profitiere nutze ich die stromach dann wenn In unserem Fall die Sonne scheint und mein Nachbar oder mein Freund, meine Familie wäre auch immer den Stromoch gerade erzeugt.
00:07:39: Und damit habe ich einen Einreiz in Danzo verbrauchen wenn er erzeugт wird und damit muss der Stromoch nicht durchs ganze Land geschickt werden.
00:07:46: und dadurch nutze ich auch die übergeordneten Netze nicht und entlaste die Netze.
00:07:50: Ja das wär jetzt der nächste Punkt gewesen tatsächlich diese Netzengelte, die fallen komplett weg?
00:07:56: Oder sie sind reduziert oder wie läuft es genau?
00:07:58: Genau, je nachdem welcher Energiegemeinschaft ich eben betreibe oder wo ich dabei bin zahl' ich unterschiedliche Netzgebühren.
00:08:05: Also bei dieser kleinsten Energiegemeinheit zahle ich gar keine Netzgebühnen weil da der Strom ausschließlich innerhalb des mehr geschossigen Wohnbaus genutzt wird.
00:08:16: ganz einfach wenn ich dann den Strom außerhalb des Gebäudes nutze aber innerhalb des Trafos Bereichs oder innerhalb des Umspannwerks, dann bekomme ich eine Netzreduktion von der Hälfte bis zu einem Drittel.
00:08:30: Je nachdem eben wenn ich innerhalb des Trafus bleibe zahle ich die Hälfe der Netzgebühr.
00:08:35: Wenn ich innerhalb das Umspannenwerks bleibe dann bekam ich nur ein Drittel reduziert und wenn ich quasi meinen Strom von Osten Österreich in den Westen von Österreich schicken möchte, dann muss ich sehr wohl aber die volle Netzgebühren bezahlen.
00:08:51: Dann nutze ich auch das ganze Netz, auch das übergeordnete Netz und dann gibt es keine Reduktion.
00:08:57: Jetzt kommt
00:08:58: Werbung!
00:08:59: Hier im Geladen-Podcast reden wir ja oft über Batterien und Unabhängigkeit.
00:09:03: Und genau das ist auch das Riesenthema der Stunde in der Wirtschaft – digitale Souveränität.
00:09:10: Ja viele sprechen davon aber kaum jemand weiß eigentlich wie man es konkret umsetzt.
00:09:16: Die einen die hängen im Käfig dieser riesigen amerikanischen Cloud-Anbieter, sogenannte Hyperscalen und laufen direkt in die Abhängigkeit.
00:09:26: Die anderen versuchen alles mühsam, teuer und star auf eigene Hardware im eigenen Haus – also On-Premises zu verwalten!
00:09:35: Beide wollen eigentlich dasselbe nämlich die volle Kontrolle über ihre Daten aber ohne die Flexibilität einer Cloud zu opfern.
00:09:43: Und genau hier setzt unser Partner Pro.io aus Frankfurt an, die haben nämlich eine Lösung gebaut, die das Thema IT-Souveränität pragmatisch löst – deutsche Inhaber, Standorte in Deutschland und alles auf Open Source Basis mit vollem Enterprise Support!
00:10:00: Und das Geniale daran ist man holt sich die Unabhängigkeit zurück egal wo man herkommt und kann diese starre On-Prem Infrastruktur in eine hochmoderne Private Cloud verwandeln oder für schnelle Projekte deren Public Cloud nutzen, alles mit planbaren Kosten und ohne böse Überraschungen.
00:10:20: Also wer das Thema IT-Souveränität jetzt endlich von der Agenda in die Realität holen möchte geht doch jetzt mal auf proio.cloud slash geladen und füllt das Formular für ein unverbindliches Gespräch aus.
00:10:35: also ich kann es wirklich nur empfehlen ruft Pro IO doch einfach mal an und schaut gemeinsam wie man eure IT souveränen und unabhängiger aufstellen kann transparent, kontrollierbar und immer auf Open Source Basis.
00:10:48: Den Link zum Formular findet ihr wie immer in der Podcast Beschreibung!
00:10:53: Vera, du kannst dir gar nicht vorstellen was wir zum Teil für E-Mails bekommen im Podcast.
00:10:57: Da gab es zum Beispiel mal eine E-mail von einem Landwirt der uns per E- Mail geschrieben hat dass er illegal einen Kupferkabel zweihundert oder dreihundert Meter unter einer Straße durchgebuddelt hat in einer Nacht und Nebelaktion illegal.
00:11:10: aber so sieht das aus in Deutschland dass eben dieses Energy Sharing legal bis jetzt zwar möglich ist aber irgendwie kommt's nicht so richtig in Fahrt.
00:11:19: Was von diesen Modellen, die du gerade auf Österreich bezogen hast.
00:11:22: Was davon ist in Deutschland noch nicht möglich beziehungsweise vielleicht auch unwirtschaftlich?
00:11:27: Also das was du jetzt gerade gesagt hast dass dann still und heimlich und im Schutz der Dunkelheit Stromkabeln gelegt worden sind von A nach B Das kommt mir bekannt vor.
00:11:37: Das haben wir in Österreich eben auch gehabt bevor die Energiegemeinschaften möglich geworden sind Und Gott sei Dank haben wir da einen guten Rahmen oder einen sehr guten Rahmen sogar wie ich merke Und diese Dinge sind nicht mehr notwendig.
00:11:52: Ja in Deutschland ist ja tatsächlich seit ersten Juni jetzt Energy Sharing auch gesetzlich erlaubt, das war vorher nicht so.
00:11:59: Allerdings haben wir den Eindruck hier wurde jetzt einfach EU-recht irgendwie umgesetzt was umgesetzt werden musste.
00:12:06: aber tatsächlich hat man sich da nicht wirklich viel Mühe gegeben oder das Potenzial von dem Ganzen nicht wirklich erkannt weil da eben bestimmte Dinge wie die Netzengelte zum Beispiel Anreize gar nicht wirklich so wie in Österreich umgesetzt werden.
00:12:19: Kannst du uns mal kurz da ein bisschen Einblick geben, was ist in Deutschland jetzt Stand, jetzt im Juni tatsächlich möglich?
00:12:26: Also soweit ich das eben aus Österreich mitverfolgen kann hat Deutschland oder die deutsche Politik wirklich nur... das umgesetzt, was es umsetzen muss aufgrund der EU-Vorgaben.
00:12:39: Nämlich die Versorgung von einer Person aus einer Anlage.
00:12:44: Es gibt keine Reduktionen bei den Netzgebühren, es gibt keine Förderungen.
00:12:48: Es gibt keinen etablierten Marktprozesse dafür.
00:12:51: Also das ist alles sehr stiefmütterlich umgesetzt worden.
00:12:55: Das finde ich unglaublich schade weil wir haben mittlerweile in Österreich knapp zwölf tausende Energiegemeinschaften umgesetzt und die Leute sind ganz begeistert.
00:13:04: Es verbindet die Leute in der Gemeinde und jeder möchte eine Teile einer Energiegemeinheit sein.
00:13:12: Es sind wirtschaftliche Vorteile, ganz klar auch bei den Anlangbetreiberinnen.
00:13:16: Es sind neue Geschäftsmodelle natürlich für die Anlang-BetreiberInnen, die sich durch diese Energiegemeinschaft ergeben.
00:13:23: Es gibt Netzentlastung und mehr Akzeptanz natürlich auch weil man kann sich jetzt nicht nur an der PV-Anlage vom Nachbarn beteiligen, sondern man kann sich auch an der großen Freiflächen oder AgriPV Anlage beteiligt und die auf dem Nachbargrundstück steht.
00:13:42: Das saft natürlich Akzeptanz für das Projekt und es sind alles Punkte, die Energiegemeinschaften mit sich bringen und ich glaube dass würde auch Deutschland gut stehen.
00:13:54: Und am Strich war Österreich wirklich so mutig diesen Schritt zu gehen?
00:13:59: Es gehört Mut dazu, ist vermutlich das kleine Österreich offensichtlich da so mutig war.
00:14:06: Und wenn Österreich dann das kann, dann kann das Deutschland alle mal fahren weil Deutschland doch eine Zeit lang sehr vorbildlich und federführend im Bereich der Photovoltaik war, im Ausbau der Photowoltaika.
00:14:20: und jetzt so ein Gesetz oder so ein Projekt umzusetzen.
00:14:28: Ja, dafür empfehlen wir eigentlich die Worte weil das Potenzialarbeit nicht ausgeschöpft wird.
00:14:34: Da müssen wir hier im geladen Podcast auch noch mal in den nächsten Folgen... nochmal recherchieren, wer da eigentlich genau dagegen arbeitet.
00:14:42: Wäre ich fast mal zusammen?
00:14:43: Also die Netze werden entlastet wir haben weniger Redispatch Die ja...die Abregelung wird sozusagen generell fallen dann wird die Energiewende sozusagen eher zusammen in der Nachbarschaft begriffen und hat gewisse Akzeptanz dann irgendwie für die lokalen Energiewendeprojekte.
00:15:00: Lass uns trotzdem auch noch einmal über die Netzentgelte und die Systemfrage in Österreich jetzt nochmal speziell sprechen.
00:15:06: größeren PV Anlagen.
00:15:08: Die sollen ja künftig auch bei euch stärker an den Netzkosten dann eben beteiligt werden, kleinere Anlagen bis zu zwanzig Kilowatt netzwirksamer Leistung die bleiben weiterhin von diesem Beitrag ausgenommen.
00:15:21: Wie sieht denn konkret diese Beteiligung?
00:15:24: Auster bei euch und ist die eigentlich fair, wenn man jetzt mal überlegt das kleinere PV Anlagen da vielleicht ausgenommen sind.
00:15:30: Und die großen PV Parks dann eben doch stärker zur Kasse gebeten werden?
00:15:35: Da denke ich natürlich daran, lohnt sich diese Investition denn in den nächsten Jahren überhaupt noch
00:15:39: zu Weihnachten?
00:15:40: Das war der Dreiundzwanzig.
00:15:41: seit Dezember ist unser neues Elektrizitätsgesetz beschlossen worden und da ist festgelegt worden dass Stromerzeuger, die ihren Strom einspeisen, eine Netzgebühr zahlen müssen.
00:15:52: es wird jetzt nicht als Versorgungsinfrastrukturbeitrag genannt.
00:15:59: Es ist uns mit den anderen Erneuerbaren Verbänden gelungen, einen maximalen Wert ins Gesetz reinzuschreiben.
00:16:07: Es sind quasi diese Null Komma Null Fünf Cent pro Kilowatt Stunde die man einspeist für größere Anlagen.
00:16:13: Für das man eben eine Transportgebühr zahlen muss.
00:16:16: es war ganz wichtig dass dieser Beitrag fixiert ist dass er nicht im nächsten Jahr gehoben werden kann und dann im Folgejahr wieder angehoben werden.
00:16:27: Weil wir einfach planbare Rahmenbedingungen brauchen für unsere Projekte, damit wir sie umsetzen können.
00:16:32: Es hat einen ziemlichen Shitstorm gegeben wie unser Wirtschafts- beziehungsweise Energieminister eben mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen ist Bartschat eigentlich sehr unbeholfen gemacht und sagt man zahlt in Zukunft fürs Einspeisen.
00:16:51: Die fünfhunderttausend Befahren lagen.
00:16:54: Betreiberinnen die wir in österreich haben haben das natürlich überhaupt nicht einschätzen können.
00:16:58: was heißt es jetzt für mich?
00:16:59: muss ich zahlen muss ich nicht?
00:17:00: wie viel muss sich zahlen?
00:17:01: ich habe ja erst investiert und bin davon ausgegangen dass ich einspeisen kann ohne was zu zahlen.
00:17:06: auf jeden fall war dein ziemlich gegenwind.
00:17:12: Die Politik oder das Ministerium hat dann eben diesen Versorgungsinfrastruktur Beitrag für die Kleinen ausgenommen und fixiert.
00:17:21: Aber zur Frage zurück, eben er ist immer eingeführt worden weil immer die Aussage war, die Erzeuger zahlen zu wenig für das Stromnetz was nicht stimmt.
00:17:30: also jeder PV Anlage jedes Windrad muss Die Netzanschluss selber zahlen, jede Erzeugungsanlage muss eine gewisse Pauschale zahlen und die großen Anlagen zahlen sogar netzverlustend Geld.
00:17:43: Also da ist eine große Beteiligung das eigentlich viel Geld wird auch von den Anlangbetreiberinnen investiert.
00:17:50: Man wollte sie aber noch mehr quasi zur Kasse bitten und noch mehr Beteilligung von ihnen einfordern.
00:17:55: deswegen gibt es diesen Versorgungsinfrastrukturbeitrag.
00:18:00: Es ist ein guter Kompromiss gelungen.
00:18:02: Am Ende des Tages der Beitrag ist handhabbar, er ist fixiert und damit für die Branche gut kalkulierbar.
00:18:10: Oberfähr ist oder nicht finde ich persönlich nicht.
00:18:15: wie gesagt wir zahlen schon relativ viel aber es hat am Ende geholfen dass das Gesetz beschlossen wird weil es sind ja viele andere Punkte in dem gesetz auch noch drinnen gewesen die gut sind.
00:18:25: Ja dann wagen wir doch mal einen Blick in die Praxis.
00:18:27: Ihr bekommt natürlich wahnsinnig viel mit so im Verband, welche Projekte funktionieren denn da so in der Praxis besonders gut?
00:18:33: Also wenn wir uns jetzt verschiedene Akteure irgendwie mal angucken das reicht ja natürlich du hast es schon aufgezählt von mehr Parteien nach Haus über Gemeinden Gewerbeparks auch Industrieareale und natürlich die Landwirtschaft.
00:18:45: was läuft da besonders gut, was das Energy Sharing angeht
00:18:48: Am besten funktioniert?
00:18:50: oder weil auch eben schon seit knapp zehn Jahren etabliert ist diese gemeinschaftliche Erzeugungsanlage innerhalb des Gebäudes, wo wirklich Nachbarn den Strom sich teilen können.
00:19:01: Wir haben nur bei uns in Österreich das Thema mit Zustimmungspflichten beim mehrgeschossigen Wohnbau, wobei auch hier die Rahmenbedingungen gelockert sind.
00:19:12: Das heißt wenn auf einem Gebäude Dach oder in der Fassade geht er genauso oder auf einen Parkplatz, der dazu gehört Wenn dort eine Bevoranlage installiert wird und alle Bewohnerinnen und Bewohner an der Bevor-Anlage teilhaben können dann reicht eine einfache Zustimmung aus.
00:19:29: das heißt ich brauche fünfzig Prozent der Zustimmung kann die Anlage umsetzen egoistischer bin und quasi nur mich selber mit dieser PV Anlage versorgen möchte.
00:19:38: Da müssen alle zustimmen, also auch da haben wir eigentlich sogar einen Vorteil.
00:19:42: Merke ich gerade deren Richtung gemeinschaftliche Erzeugungsanlage geht.
00:19:47: Also das ist wirklich das was am besten funktioniert und am zweitbesten quasi weil es einfach wirklich diese Kostenreduktion bei den Netzen gibt, ist diese erneuerbare Energiegemeinschaft wo ich innerhalb eines Trafos meinen Strom verkaufen oder verschenken kann zu einem Preis, den ich selber festlege.
00:20:06: Ganz ganz toll zu hören!
00:20:07: Vielleicht gibst du uns auch mal einen Einblick von sozusagen deinem Lieblingsprojekt was Energy Sharing in Österreich angeht?
00:20:14: Ich habe mein Lieblungsprojekt schon das noch nicht realisiert ist.
00:20:17: da hat uns einmal eine User-Mail erreicht.
00:20:19: Da ging es um sehr energieintensive Industrie die direkt neben einem Vereinsheim Sportheim platziert wurde, wo die PV-Anlage dieses Vereinsheim tatsächlich abgeregelt wurde immer wieder und nicht darüber fließen konnte.
00:20:33: Ich glaube es waren irgendwie hundert Meter oder so... Und das konnte in Deutschland, ich glaube Sachsen war das Bundesland, es konnte nicht geregelt werden!
00:20:40: Es ist verboten dass sozusagen wenn's nicht einspeist dann quasi irgendwie anders rüber zu leiten.
00:20:46: zum Nachbarn.
00:20:47: Was ist dein Lieblingsprojekt was realisiert wurde?
00:20:54: tolle Projekte, wo wirklich auch viel Leidenschaft drinnen steckt.
00:20:58: Und sei es jetzt im Kleinen als auch im Großen jeder Energiegemeinschaft hat zu seiner Spezialität unterschiedliche Erzeuger, Mixen auch PV-Win-, Wasserkraft und unterschiedliche Verbrauchsstrukturen.
00:21:12: Ich habe gar keinen Lieblingsgemeinschafter, ich finde sie alle einfach noch grandios und genial.
00:21:19: Um jetzt daran zu partizipieren oder eben als Erzeuger aufzutreten, da heißt es glaube ich im Gesetz dann wird man aktiv sozusagen energiewirtschaftlich.
00:21:28: Kannst du das mal erklären wie man sozusagen genau dann aktiv wird?
00:21:31: Als Haushalt oder Betrieb oder was auch immer?
00:21:33: und wie funktioniert das denn genau mit der Abrechnung jetzt mit den Nachbarn oder sonst wem?
00:21:38: Aktiv ist jeder Entkunde oder jede Entkundin die etwas mit Strom zu tun hat, die Strom erzeugt speichert verbraucht die gewisse flexibilitäten auch zur verfügung stellt.
00:21:51: also alles sind wir jetzt aktive kundinnen was ja wunderbar ist und diese kunden eben können auch an den energiegemeinschaften teilnehmen.
00:22:04: wie funktioniert die abrechnung?
00:22:07: ich habe es eingangs schon erwähnt es gibt eben Diese EDA-Plattform, das ist eine Plattform die betrieben wird von Netzvertreibern wo alle Erzeugungs-, oder wo alle Energiegemeinschaften quasi sich registrieren müssen.
00:22:22: Dort sind auch die Zielpunkte zu hinterlegen und diese Plattform quasi rechnet auch ab wo der Sonnenstrom hingeht welcher Zielpunkt gerade wie viel Sonnenstroma aus der PV Anlage verbraucht was aus der Batterie bezogen wird.
00:22:39: doch dass es möglich Und jeweils am folgetag, also am nächsten Tag stehen diese Informationen dann auch in diesem Portal zur Verfügung und man sieht wer wie viel verbraucht hat.
00:22:51: Man kann es dann über dieses Portal abrechnen und die Rechnungen stellen.
00:22:56: Also, dieses Portal hat sich in den letzten Jahren auch wirklich weiterentwickelt eben.
00:23:01: Ich muss dazu sagen es hat anfangs natürlich Schwierigkeiten gegeben das so ein Portal bildet sich nicht von heute auf morgen aber mittlerweile funktioniert es sehr gut sie ist sehr etabliert.
00:23:12: die Daten werden nach wirklich im Viertelstunden Raster dort gesammelt und ausgewertet.
00:23:20: umdach dass jetzt eben ein wichtiger Punkt damit es funktioniert.
00:23:23: ehrlich gesagt Wenn man so an das Thema Abrechnung gerade denkt und dann eben so ganz viele kleine dezentrale Erzeuger, die diese Gemeinschaften bilden.
00:23:32: Dann denkt man ja eigentlich Puh!
00:23:33: Da muss wahrscheinlich doch einiges an Bürokratie dazu wachsen, dass das irgendwie alles funktioniert.
00:23:38: Aber wenn man dir jetzt gerade zugehört hat, ist eher das Gegenteil der Fall.
00:23:41: Das hört sich ja doch sehr niederschwellig an und gar nicht unbedingt so, dass es ausbremst.
00:23:46: oder ist das das richtige Gefühl?
00:23:48: Also diese Datenkommunikation wie funktioniert?
00:23:51: Das Registrieren funktioniert, die Netzbetreiber sind eingespielt.
00:23:54: Also das hat sich wirklich mittlerweile etabliert und funktioniert gut.
00:23:59: Die Herausforderungen beginnen davor nämlich die Grünung von seiner Energiegemeinschaft.
00:24:06: also natürlich muss man Strom Abnehmerinnen, Abnehmersuchen finden.
00:24:13: Sie überzeugen dass sie bei mir Strom günstiger bekommen.
00:24:18: Man muss einen Verein gründen man muss Verträge unterschreiben.
00:24:21: also das ist natürlich aufwendig aber das kennt man ja auch aus dem privaten Bereich alles was man mit Freunden oder innerhalb der Familie unternimmt.
00:24:31: man muss miteinander reden man muss sich arrangieren man muss Regeln vereinbaren.
00:24:36: Das macht es natürlich bis zum Stück weit ein bisschen komplizierter.
00:24:40: Aber wenn man diesen organisatorischen Prozess abgeschlossen hat, dann hat man den größten Schritt eigentlich schon getan und muss sich quasi wirklich nur mehr registrieren bei dieser Plattform und dann funktioniert die Abrechnung auch schon.
00:24:52: Und drum sagen wir auch immer ist es wichtig einen Kümmerer zu haben also jemand der das wirklich das Projekt in die Hand nimmt und sagt okay passt ich bin davon jetzt überzeugt.
00:25:05: oder meine Mit-Eigentümerinnen, wenn es innerhalb des Gebäudes ist mit Strom versorgen.
00:25:11: Ich muss mit ihnen einfach reden und ihnen das Angebot machen und sie davon
00:25:15: überzeugen.".
00:25:16: Klingt auf jeden Fall nachvollziehbar!
00:25:18: Ich glaube wir Deutschen reden immer ganz schnell über Geldwertevorteile, über Finanzamt-, über Anmeldung von irgendeinem Gewerbe, Kleinunternehmerregelungen oder so... Das ist tatsächlich in der deutschen Sicht deutlich komplizierter als du das jetzt irgendwie darstellst?
00:25:35: Eben über die letzten Jahre hat sich auch eine tolle Koordinationsstelle für das Thema entwickelt, die österreichische Koordinationsstelle der Energiegemeinschaften.
00:25:43: Die sehr viele Musterverträge zur Verfügung stellen, sehr viele Erklärvideos Abrechnungsvorlagen und so weiter.
00:25:51: Vor kurzem haben die sogar eine Börse quasi installiert, wo man sieht okay ich bin hier mit meiner PV-Anlage oder ich bin als Verbraucher vielmehr als Stromverbraucher.
00:26:01: Wo ist die nächste Energiegemeinschaft an der mich anschließen kann?
00:26:06: Und welche Konditionen habt ihr also wirklich seine Vermittlungsplattformen?
00:26:10: Wer?
00:26:10: jetzt müssen wir spätestens mal über die Batterien sprechen!
00:26:13: Wir sind ja ein Batterie Podcast.
00:26:15: du weißt In Deutschland oder grundsätzlich redet man ja immer bei der Energiewende, dass man sozusagen pro Haushalt PV-Speicher und dann Energiemanagementsysteme denkt.
00:26:27: Energy sharing ändert jetzt das komplette Spiel!
00:26:31: Man würde sich quasi verbinden mit dem Nachbarn, mit dem Gewerben nebenan oder auch vielleicht mit der Stadt und ein Quartierspeicher andenken und so und dann tatsächlich zusammen PV Fläche, Speicher, Größe, Dimension Ort zum Beispiel irgendwie überdenken, insofern das ist jetzt ein komplett anderes Spiel im Sinne der Energiewende und des Netzes.
00:26:51: Ich finde es ganz toll!
00:26:53: Kannst du mal kurz darüber sprechen wie die Akteure da sozusagen jetzt anders denken müssen?
00:26:59: Also je nachdem quasi wer ich bin, ob ich ein Erzeugerin bin oder einen Stromkunden.
00:27:05: Sollte ich den Strom dann eben auch anders nutzen?
00:27:07: Viele haben weil du es angesprochen hast mittlerweile auch eine Batterie mit dabei, weil genauso wie in Deutschland der Strompreis in den Mittagstunden schon sehr niedrig ist bis hin sogar negativ ist und da hilft eine Batteries das natürlich auszubuffern.
00:27:27: Wenn ich ihn quasi Zwischenspeichere in der Batterie, dann kann ich ihm zeitverzögert wieder an meine Freunde.
00:27:33: An meine Tochter – das machen auch viele Verkaufmüren Strom oder Verschenkenfilme – ihren Strom an ihre Kinder, die vielleicht in der Stadt studieren und dann schenken die Eltern von ihrem eigenen Hausdach den Strom ihrer Tochter, die zum Studieren in Wien ist.
00:27:55: Mit einer Batterie bin ich dann halt noch einmal flexibler und kann in der Strom noch besser an die Energiegemeinschaft verkaufen.
00:28:02: Wie ist das eigentlich mit den Netzentgelten für die Speicher?
00:28:05: Wie ist es in Österreich geregelt?
00:28:07: Für die Einspeisungen wird der Strom außer Batterie noch mit keiner Netzgebühren belegt, das ist so wie der Strom quasi aus der Befahrenlage eingespeist wird, zahle ich für die Batterie auch nichts.
00:28:20: Was wir aber aktuell in Diskussion haben und wo auch Regulare noch geschaffen werden, ist wenn ich die Batterie aus dem Netz belade ob ich dafür eine Gebührzahle oder nicht.
00:28:33: Eine Batterie ist ja in Österreich oder die Batteries in Österreich eigentlich erst seit sechs Monaten... gesetzlich definiert, also wir haben sie gesetzliche verankert erst seit sechs Monaten nämlich dass er seiner Zeuge ist aber auch ein Einspeiser.
00:28:47: und folgt beginnen die Diskussionen welche netzkosten hat eine Batterie.
00:28:53: Und die Diskussion ist deswegen so entscheidend weil eben die Batterie für den Bezug Netzgebühren zahlen wie die Waschmaschine oder ein E-Auto auch Beim selben Thema wie Deutsch.
00:29:07: und auch eine Batterie soll dann keine Netzgebühren zahlen für den Bezug, wenn sie systemdienlich ist.
00:29:15: So
00:29:15: das Thema Systemdienlicht diskutieren wir seit mehreren Monaten, wenn nicht Jahren weil wir natürlich schauen müssen dass die Batterien wovon Sehr, sehr viele Batterien in Österreich brauchen.
00:29:30: Dazu haben wir eine eigene Studie gemacht.
00:29:32: aber dass die Batterien auch wirklich effizient bewirtschaftet werden in beide Richtungen und dafür müssen sie eigentlich auch vom Bezug von den Bezugsnetzgebühren befreit werden.
00:29:44: Wir wissen einer Batterie kann wenn sie im Markt getrieben beladen wird nicht nur marktdienlich sein, sondern auch systemdiendig-netzdienlich.
00:29:53: Und da laufen wir eben gerade die Diskussionen mit dem Regulator, mit dem österreichischen Stromnetzregulator und wir versuchen als Verband möglichst die Batterie eben von den Netzgebühren zu befreien.
00:30:05: Ehrlich gesagt, mir stellt sich so die Frage oder wir haben das auch im Vorgespräch.
00:30:08: Patrick und ich schon heiß diskutiert dass das bietet hier alles ganz viele neue Möglichkeiten auch gerade für Batteriespeicher.
00:30:16: Kannst du dir das vorstellen?
00:30:17: Dass es in Zukunft mit Speichern so möglich ist, dass man seinen Eigenverbrauch optimiert gleichzeitig an Energy Sharing mit irgendwem teilnimmt Und dann eben aber auch netzdienlich arbeitet
00:30:27: Ja also das ist ja aktuell auch schon möglich.
00:30:31: Die Batterie kann in unterschiedlichsten Geschäftsmodell oder Betriebsweisen aktuell parallel betrieben werden.
00:30:39: Er kann es technisch, er darf es rechtlich.
00:30:42: Ob es nur immer Sinn ergibt ist eine andere Frage weil die Geschäfts-Modelle und die Betriebesweisen auch gegenläufig sein können.
00:30:51: unter Umständen braucht man relativ große Batterie dann aber der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.
00:30:59: Was wir in Österreich jetzt auch noch parallel machen, ihr merkt in Österreich tut sich sehr viel.
00:31:03: aufgrund dieses Gesetzes.
00:31:04: was letztes Jahr beschlossen worden ist müssen jetzt noch viele Teilgesetze quasi nachgezogen werden.
00:31:09: In Österreich wird gerade über die Messkonzepte gesprochen das heißt wo überall bei einer Hybridanlage also mehrere Stromerzeugungsanlagen sei es nur PV Anlagen oder Wind plus eben die Batterie co-located dazu wo überall muss ich einen Zähler insalieren, einen Abrechnungspunkt.
00:31:29: Muss das wirklich ein Zählar sein oder kann es auch nur ein virtueller Abrechnungspunkt sein wo quasi mathematisch berechnet wird, woher der Strom kommt und wohin er geht?
00:31:39: Diese Messkonzepte sind aktuelle Diskussionen und wenn wir das geklärt haben – und noch das Thema der Systemdienlichkeit dann wissen wir, was möglich ist.
00:31:49: Was es kostet und dann können die vielen Projekte, die jetzt schon projektiert worden sind und in den Schubladen liegen auch wirklich umgesetzt werden.
00:31:59: Und darum gehe ich davon aus dass wir nächstes Jahr im Bereich der Speicherung einen doch deutlichen Boom haben werden, was mich freut weil Österreich wird die Batteriekapazitäten, die wir jetzt haben bis zu daßendvierzig knapp vor zehn fachen müssen.
00:32:17: Wir haben in Österreich schon sehr viele Wasserkraftwerke, Pumpwasserkraftwerke auf die wir auch sehr stolz sind und die uns jetzt auch sehr helfen.
00:32:25: Aber wir müssen genauso viele Batterien dazu bauen wie wir Pumpspeicherkraftwerksleistung haben.
00:32:32: also das ist schon beachtlich und dafür müssen wir wirklich schauen dass wir möglichst die Rahmenbedingungen so bauen dass wirklich auch die Projekte dann umgesetzt werden können.
00:32:41: an dieser stelle liebes publikum schreibt doch gerne mal in die kommentare wie ihr persönlich in deutschland das energie sharing umsetzen würdet falls ihr es denn sowie in österreich ja nutzen dürftet.
00:32:53: wen würdet ihr mit strom beliefern?
00:32:55: wo würde dir strom beziehen?
00:32:57: würdet hier mit euren nachbarschaft vielleicht ein quartierspeicher in betracht ziehen?
00:33:01: würdet Ihr vielleicht ja auto Tankstelle plötzlich sein in den gewissen Stunden, wo ihr normalerweise abgeregelt werdet.
00:33:10: Ja Vera jetzt mal die letzte Frage.
00:33:11: wir sehen ja in Deutschland einen riesig großen Anstau von Netzbegehren und Großbatterien, die den großen vier Übertragungsnetzbetreibern vorliegen.
00:33:21: das sind mittlerweile über tausend Gigawatt Leistung, die da an Großbaterien in der Pipeline sind.
00:33:27: wie ist das in Österreich?
00:33:28: In der österreich ist es sehr ähnlich.
00:33:30: Wir sind sicherlich diesen Diese Zehnerpotenz, die wir immer darunter sind.
00:33:36: Weil wir kleiner sind darunter was einerseits gut ist weil es zeigt dass die Branche bereit ist Projekte umzusetzen.
00:33:42: sie haben ihre Aufgaben gemacht haben Projekt entwickelt und Lösungen geplant aber Sie hängen jetzt eben fest weil die Gesetze Die letzten Details noch nicht klar sind Und deswegen können sie noch nicht umgesetzt werden.
00:33:57: Wir machen auch die Herausforderungen das die Netzbetreiber noch nicht ganz genau wissen wie sie die Batterien quasi bewerten sollen, wie sie die rein soll.
00:34:05: Wer zuerst anschließen darf ist es der Bezieher?
00:34:09: Ist das der Einspeiser?
00:34:10: Ist es die Batterie und so weiter?
00:34:12: Da muss man noch hier ein Schmalz investieren.
00:34:16: aber auch das wird gelingen in den nächsten Monaten und dann können die Projekte umgesetzt werden.
00:34:20: Ja ganz zum Schluss will ich doch nochmal gerne auf Deutschland zu sprechen kommen.
00:34:23: wir haben jetzt gehört viele positive Aspekte da in Österreich sehr, sehr gut laufen und hier in Deutschland eben leider nicht.
00:34:31: Wir haben ja schon vorhin thematisiert irgendwie wird das ausgebremst?
00:34:35: Du hast vielleicht auch ein paar nähere Einblicke wahrscheinlich tauschst du dich auch teilweise mit deutschen Kolleginnen Kollegen aus.
00:34:42: was bekommst du da so mit?
00:34:43: liegt es irgendwie an großen Energieversorgern den Netzbetreibern die sich zu wenig bewegen oder doch in erster Linie an der Regulatorik an der Politik?
00:34:51: oder was ist so das Problem?
00:34:54: Die Politik muss die Rahmenbedingungen grundsätzlich mal schaffen.
00:34:58: So ist es in Österreich auch gewesen, die damalige Ministerin hat die Rahmen bedingungen geschaffen und dann ist es daran gegangen den Netzbetreiber bei der Hand zu nehmen dass sie diese Möglichkeiten auch umsetzen können, dass sie die Vorgaben, die Sie haben, umsetzten können.
00:35:13: Auch das hat in Österreich gut funktioniert gemeinsam mit dem Regulator der da auch drauf geschaut hat, dass die Netzbetreiber das machen was ihre Aufgabe ist, was ihnen vom Gesetz her auch aufgetragen wurde und da ist er auch wirklich darauf geschaut worden, dass Die Projekte möglich sind.
00:35:31: also da war auch wirklich ein politisch einen Zug zum Tor da, dass man es umsetzt.
00:35:36: Mit
00:35:36: dem
00:35:37: Mit dem Energy Sharing, wie es jetzt in Deutschland eben seit Ersten Juni möglich ist, ist wirklich nur das umgesetzt worden was umgesetzt werden musste von Zeiten der EU.
00:35:49: Da ist sicherlich Zu wenig Mut in der Politik vorhanden gewesen, ganz klar.
00:35:57: Und offensichtlich ist es auch nicht gelungen.
00:35:59: in den letzten eineinhalb Jahren, soweit ich das mitbekommen habe, ist ja das Gesetz schon vor einigen halb Jahren oder dieser Passe schon vor einen halben Jahr beschlossen worden.
00:36:08: also die Zeit hätte man sehr gut nutzen können um technischen Dinge abzuklären, um die Kommunikationsmöglichkeiten abzuklayern.
00:36:20: Um einfach das Ganze auf China zu bringen – das hat offensichtlich noch nicht stattgefunden dieser Abklärung.
00:36:27: Also ich würde der Politik die Schuld geben, die hätte das half mehr in die Hand nehmen müssen und da wirklich durchziehen müssen so wie es in Österreich passiert ist.
00:36:40: nur wenn alle an einem Strang ziehen, dann funktioniert das.
00:36:43: Es wird immer Ausreden geben warum etwas nicht funktioniert.
00:36:46: man kann es immer auf die Zeit schieben, man kann ist immer auf Mitarbeiter in ein Mangel schieben.
00:36:51: Es hilft nur leider nichts.
00:36:52: wir müssen das umsetzen wir müssen's bewerkstelligen, wir müssen gemeinsam bewerkstelligen und dann gehts auch
00:36:58: leichter.".
00:36:59: An dieser Stelle kleiner Appell!
00:37:01: Liebes geladen Publikum nehmen Sie doch genau diesen Podcast und schicken Sie doch mal an Ihre Lokalpolitiker.
00:37:07: Vielleicht schaffen wir es irgendwie wie diese Bürgerbewegung von unten nach oben, wir warten immer auf die Bundesnetzagentur aus Bonn.
00:37:14: aber ganz ehrlich wir sind super enttäuscht dass die dynamischen Netzentgelte jetzt da wieder vom Tisch sind.
00:37:19: das ist nicht nur schade das ist eine Katastrophe auch was da in Richtung Smart Mieter passiert.
00:37:24: ich kann Ihnen sagen bitte schicken sie diesen Podcast mal an die Politiker die Sie kennen vielleicht schaffen wir's von unten in Deutschland irgendwie umsetzen und die Bundespolitik jetzt echt mal in Verantwortung ziehen.
00:37:38: Das kann doch nicht sein, dass wir in Deutschland hier irgendwie festhängen in diesen regulativen Schranken!
00:37:45: Das kann nicht sein und so schwer ist es dann eben auch nicht.
00:37:49: Vera letztes Wort überlasse ich dir vielen Dank das du hier warst im geladen Podcast.
00:37:53: Genau, vielleicht noch einen Punkt.
00:37:54: Es ist überhaupt nicht schwer und wenn es Fragen gibt also das kleine Österreich hat es bewerkstelligt Strom im großen Ausmaß quasi zu teilen, zu erzeugen, zuteilen.
00:38:07: Und wenn Österreich das schafft wird das Deutschland alle mal schaffen nicht schafft oder die Politik sie nicht traut oder Fragen hat.
00:38:16: Wir stehen sehr gerne zur Verfügung, es steht die österreichische Politik zur Verfügung und es steht der österreichischer Regulator zur Verfügung.
00:38:22: Es stehen die tausenden Energiegemeinschaften in Österreich schon umgesetzt sind.
00:38:27: Stehen für Fragen Anregungen zur Verfügung.
00:38:31: Bitte kopiert es einfach unser Modell.
00:38:34: Es ist sehr einfach Copy-Paste, man muss das Rad nicht neu erfinden, spart euch die Zeit und setzt die Energiegemeinschaften um wie es in Österreich erfolgt ist.
00:38:45: Es macht Spaß!
00:38:46: Es hat ein Win-Win für alle Beteiligten und schafft leistbare Energiepreise für die Bevölkerung und für die Wirtschaft und das ist das was wir alle brauchen.
00:38:56: Danke Vera für diese Ansage und danke dass du hier warst
00:38:59: Liebes Publikum, jetzt speziell aus Österreich.
00:39:01: Schreibt uns doch mal in die Kommentare ob ihr auch irgendwie schon bei Energy Sharing partizipiert wie ihr da teilnimmt und ja geht da durchaus mal ins Detail.
00:39:10: das würde uns sehr interessieren.
00:39:12: Ansonsten sind wir am nächsten Sonntag wieder für euch da.
00:39:14: macht's gut bis dahin tschüss!
00:39:16: Tschüss bis bald.
00:39:18: Wie immer freue ich mich, dass du zugehört hast.
00:39:21: Wenn du uns noch weiter unterstützen willst dann bewerte den geladen Podcast doch gerne in deiner Podcast App.
00:39:27: das ist immer ganz wertvoll für uns.
00:39:28: ins Spotify und Apple da gibt es dazu diese fünf Sterne Funktion ein bisschen versteckt aber die findest Du bestimmt.
00:39:35: Da kannst Du auch gerne reinschreiben was wir vielleicht in Zukunft noch besser machen können.
00:39:40: Abonniert gerne diesen Kanal und empfieh'l uns auch bei deinen Freunden und Bekannten weiter.
00:39:45: Bedanken wollen Daniel & ich uns wie immer, bei allen Gesprächsgästen speziell bei unseren Partnerinstituten die das hier überhaupt möglich machen – und natürlich bei all denen, die uns hinter den Kulissen sonst noch helfen!
00:40:14: dem Center for Electrochemical Energy Storage Ulm und Karlsruhe, eine Forschungsplattform des Karls-Rohre Instituts für Technologie und der Universität Ulm.
00:40:23: Außerdem unterstützen diesen Podcast das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg.
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