861 Stadtwerke 😒 DER Bremsklotz der Energiewende?! Prof. Hartmann & M. Krasser
Shownotes
Zocken uns Verteilnetzbetreiber ab? (Warum) Sind Stadtwerke überfordert bei der Digitalisierung der Energiewende vor Ort? In dieser Folge diskutieren wir mit zwei Gästen, was an diesen beiden Fragen dran ist: Mit Prof. Dr. Claus Hartmann (Hochschule Flensburg) sowie Marco Krasser (Geschäftsführer der Stadtwerke Wunsiedel).
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Im Gespräch geht es um die Schwächen der rund 861 deutschen Verteilnetzbetreiber - und um die Reformierung der Netzentgelte, die heute Netzinvestitionen und Netzkosten nicht immer optimal steuern. Diskutiert werden außerdem die horrenden Eigenkapital-Renditen der Verteilnetze von über 30% pro Jahr (und mehr!) und die Frage, wie diese mit den steigenden Stromkosten in Deutschland zusammenpassen. Im Mittelpunkt steht schließlich, welche Investitionsanreize für einen kosteneffektiven Netzausbau nötig sind, damit nicht einfach pauschal immer mehr Leitungen gebaut werden - sondern das Netz insgesamt schneller, digitaler und wirtschaftlicher weiterentwickelt wird.
Zentrale Debatten im Podcast:
- Zocken uns die Netzbetreiber durch überhöhte Netzentgelte ab?
- 2050: Brauchen wir wirklich 800+ deutsche Verteilnetze?
- Warum geht der Smart-Meter-Rollout vor Ort so langsam?
- Können Batteriespeicher den Netzausbau in der Fläche ersetzen/begrenzen?
- Sind Stadtwerke ein Bremsklotz – oder ein Schlüssel zur Energiewende?
- Was können lokale Kapazitätsmärkte leisten?
Eine etwas kontroverse Diskussion über Kupfer, Software, Batterien, kommunale Interessen, Digitalisierung und das Tempo der Energiewende vor Ort – und darüber, was Politik, Netzbetreiber und Verbraucher konkret verändern müssen.
Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das
00:00:04: klassische Commodity-Geschäft wird sterben.
00:00:08: Die Stadtwerke, die sich nicht destruktiv verhalten und die nicht auf die Energie Zukunft setzen – die werden das Problem bekommen!
00:00:15: Nicht die, die auf Wärmepumpen Smart-Meter flexible Nutzungsengelde setzen, sind die Gewinner.
00:00:27: Und damit herzlich willkommen!
00:00:28: Bei Geladen, dein Batterie-Podcast für Elektromobilität, Energiewende und Batterieforschung.
00:00:33: Liebes Publikum die Energiewände entscheidet sich nicht nur auf der Straße sondern auch unter der Straße.
00:00:38: Stadtwerke und Netzbetreiber werden nämlich plötzlich super wichtig bei der Frage wie schnell unsere Elektrifizierung so läuft?
00:00:46: Doch sind die Verteilnetze wirklich bereit für die Millionen Wärmepumpen E-Autos und Batteriespeicher?
00:00:52: Wer muss da eigentlich genau investieren?
00:00:55: Und ist das Geschäft mit den Netzen wirklich so lukrativ, wie viele sagen?
00:00:59: Genau diesen Fragen widmen wir uns heute und zwar mit zwei superinteressanten Gästen.
00:01:04: Und zwar Prof.
00:01:04: Dr.
00:01:05: Klaus Hartmann und Marco Krasser!
00:01:07: Grüß euch beide hallo!
00:01:08: Hallo
00:01:08: Patrick!
00:01:09: Professor Klaus Hartmann, du bist Professor für nachhaltige Energiesysteme an der Hochschule Flensburg.
00:01:14: Du bist seit vielen Jahren im engen Austausch mit deutschen Stadtwerken und deren Transformationsprozessen.
00:01:19: Marco Krasser, du bis Geschäftsführer der Stadtwerke Wunsiedel eines der häufig als besonders progressiv beschriebenen Stadtwerker Deutschlands.
00:01:28: Ja liebes Publikum die Grundidee dieses Podcastgesprächs das ist heute nicht wie schaffen wir die Energiewende sondern warum geht das bei den Verteilern jetzt Betreibern so langsam.
00:01:39: Ja, Marco und Klaus ich habe euch zwei Zahlen mal mitgebracht die eigentlich auf dem ersten Blick nicht zusammen passen.
00:01:45: Auf der einen Seite beschwerden sich viele Bürger und Unternehmen über die immer höher werdenden Netzentgelte und Strompreise zum Beispiel über dreißig Cent pro Kilowatt Stunde.
00:01:55: Auf der anderen Seite gibt es viele Verteilnetzbetreiber die jetzt ja wirtschaftlich sehr gut dastehen zb handelsrechtliche Eigenkapital Renditen von zwanzig bis dreizig oder sogar noch mehr Prozent pro Jahr.
00:02:08: Und gleichzeitig reden wir über einen Bereich der Energiewende, der angeblich unter massivem Investitionsdruck steht.
00:02:15: Klaus wie passt das alles zusammen?
00:02:18: Ja die Netzengelte werden immer größer.
00:02:20: Das darf man nicht wegdiskutieren.
00:02:21: In meiner Folie ist es immer so eine Preisentwicklung drin wo man halt schaut über die letzten oh Gott hier in sechs und zwanzig Jahre mittlerweile wie sich das entwickelt hat.
00:02:29: Der Block wird größer und ja wir investieren mehr und man muss auch zugeben lange Zeit war das ein Stück weit ungleich verteilt.
00:02:36: dort wo besonders viel erneuerbarer ausgebaut worden sind waren natürlich auch die netzengelde besonders hoch weil dort viel investiert wurde viel netzausbau vorgenommen worden ist.
00:02:45: das ist mittlerweile etwas mehr harmonisiert würde ich mal sagen über deutschland dass es wieder gleich verteilt ist.
00:02:51: aber ja wir haben den fall das teilweise auch mit dem netzgutes geld verdient wird.
00:02:56: das glaube ich auch jetzt kein totales Geheimnis, dass man da gut Geld mit verdienen kann.
00:03:02: Weil dieses Gut auch immer relativ ist.
00:03:04: also es ist natürlich ein Spiel das man halt einerseits aus Bonn überwacht wird von der Bundesnetzagentur, dass die schauen, dass wir im Verhältnis zu den anderen Netzbetreibern das anständig macht.
00:03:12: trotzdem würde ich behaupten, dass jetzt dieses Netzgeschäft nicht unbedingt jetzt der Goldesel ist, mit dem alle hier unfassbar reich werden.
00:03:21: Da bin ich aber auf Markus Meinung total gespannt, ob er das anders einschätzt und wenn ja auch was hier im Botgasoffen gut tun würde, so eine ganz andere Frage.
00:03:30: Marco du bist Geschäftsführer von einem Stadtwerk und zwar in Wunsiedl.
00:03:34: Was sagst du dazu?
00:03:35: Verdient ihr zu viel oder verdient ihr genug?
00:03:37: Ich glaube nicht dass man mit dem Netz zwanzig dreißig Prozent Eigenkapital, den die erwirtschaften kann zumindest nicht als Verteilnetzbetreiber Und auch nicht dann, wenn man seine Arbeit wirklich auch ernst nimmt als Daseins fürsorgendes Unternehmen für eine stabiles, sichere und umweltschonende Energieversorgung gerade zu stehen.
00:03:56: Klaus, hilf uns ganz kurz mal!
00:03:57: Wie ist die Struktur zwischen Verteilnetzbetreibern Stadtwerken in Deutschland?
00:04:02: Das ist ja schon ein Unterschied.
00:04:04: jetzt mal rein von der Definition her.
00:04:06: Erklär' uns mal wer agiert da wie auf dem Markt.
00:04:09: Ich würde behaupten, an den meisten Stellen sind die Stadtwerke so wie im Wundsiedel auch integriert.
00:04:15: Dass sie praktisch eins bleiben.
00:04:16: ich würde aber behaupte dass tatsächlich in Deutschland der größere Teil der Bürgerinnen und Bürger nicht beim Stadtwerk angeschlossen sind weil halt diese großen Flächennetzbetreiber dann doch sehr viel abdecken und diesen halt keinen Stadtwerk.
00:04:30: Jetzt wissen wir ja alle, dass die Stadtwerke nicht in einer Person Energielieferant und Netzbetreiber sein dürfen.
00:04:36: Das muss ja irgendwie intern getrennt sein.
00:04:39: Und trotzdem jetzt komme ich zurück auf dich Marco!
00:04:41: Ich kann das gar nicht begreifen, dass meine Netzentgelte – das Geld was ich sozusagen dem Netz gebe damit es ausgebaut wird, gewartet, repariert wird und natürlich für die Energiewende bereit ist, dass das in Profit-in Eigenkapital Rendite reingeht?
00:04:57: Wie geht das
00:04:58: bitte?!
00:04:58: Wenn wir die Situation betrachten, sind Gewinne einfach notwendig damit man auch finanzierbar bleibt.
00:05:04: Also es ist ja nicht so dass wir alles mit Eigenkapital finanzieren sondern die Herausforderungen sind ja gigantisch und auch richtig und wichtig und notwendig.
00:05:14: um das auch zu unterschreiben Wir als Stadtwerke schütten unser Geld nicht aus an unseren Gesellschaften.
00:05:20: Wir dürfen das Geld wieder reinvestieren.
00:05:24: also wir tessaurieren die Gewinni im Unternehmen.
00:05:28: Jetzt könnte man auch unterscheiden, sind Vertriebsgewinne, Netzgewinne oder Erzeugungsgewinn.
00:05:32: Aber wir wollen in die Energiezukunft und ich mag das Wort Wende nicht möglich weil wir drehen ja nicht um und fahren in die andere Richtung sondern wir fahren in Richtung Zukunft Und deswegen müssen wir in die Energiezukunft investieren und dazu braucht es auch Gewinne außer.
00:05:47: Man stellt es infrage und sagt naja Wir wollen das nicht marktwirtschaftlich organisieren staatlich organisieren.
00:05:53: Aber auch der Staat wird in seinen Unternehmungen Gewinne machen müssen, wenn er sich fremd finanzieren muss oder er muss es halt einfach abdecken und das sind eine Grundsatzentscheidung.
00:06:03: aber ohne Gewinn wird's keine Investition
00:06:05: geben.".
00:06:06: Also ich muss sagen... Ich hinterfrag das deshalb mal ein bisschen weil ich würde auch sagen dass meine Krankenkasse gerne nicht zu viel Rückstellung bilden sollte, weil am Ende sind das ja hohe Beträge!
00:06:15: In dem Fall meckern Jahr hunderttausende Millionen darüber, dass die Stromrechnung zu groß ist Nicht direkt ins Netz, in den Netzausbau fließenden oder in die Digitalisierung.
00:06:26: Dann finde ich das schon mal problematisch.
00:06:28: Kriegt ihr solche Rückmeldungen auch als Netzbetreiber?
00:06:30: Als Stadtwerke bin ich da der Einzige, der das jetzt gerade fragt.
00:06:33: Marco Oder ist das grundsätzlichen Thema bei euch
00:06:36: also bei uns jetzt im Bund sind tatsächlich nicht weil unsere Bürgerinnen und Bürger wissen dass wir sehr viel in unsere Netze investieren nicht nur klassischen Kupfer sondern Wir haben von vornherein uns überlegt, auch in Batteriespeichersysteme zu investieren.
00:06:50: Um einfach die Lastspitzen nicht über teures Kupfer abzuwickeln ist halt regulatorisch schwierig weil Batterie speicher Systeme nicht mit der Verzinsung rechnen dürfen wie reines Kupffer.
00:07:03: aber wir haben diese Rückmeldungen um auf die Frage konkret einzugehen Nicht Weil wir massiv in die Energiezukunft investieren und dass die Menschen vor Ort sehen
00:07:11: Betreibt die als Netzbetreiber, die Speicher tatsächlich?
00:07:13: Es ging bevor der Paragraph sieben C eNWG ins Leben gerufen wurde.
00:07:18: Da durften ja Stadtwerke auch Ladeinfrastruktur betreiben dürfen wir ja auch nicht mehr.
00:07:22: und das heißt wir haben in Speicher investiert und haben sich dann in hundert Prozent Tochterunternehmen ausgliedern müssen damit wir sie weiter betreiben durften.
00:07:29: Das meinte ich ja auch mit mit falschen Rahmenbedingungen in der Regulatorik eben nur auf Kupfer zu zählen.
00:07:36: Dann stell doch mal ganz kurz euer Wirken als Stadtwerke Wunsiedel vor.
00:07:40: Ihr habt ja offensichtlich ganz tolle Innovationen dort.
00:07:43: oder Einzelprojekte, Batteriespeicher.
00:07:45: auch in der kommunalen Wärmeplanung seid ihr offenbar ziemlich führend dabei.
00:07:49: Stell doch mal die herausragenden Leuchtturm-Projekte bei euch vor!
00:07:52: Ich glaube es gibt kein einzelnes Leuchthurm Projekt.
00:07:54: ich denke der Leuchtturm oder die Blaupause, was man sich abschauen kann ist die Herangehensweise dass wir in System Architektur denken.
00:08:02: Also nicht in Wir bauen jetzt eine PV Anlage dann bau mal ne Windenergieanlage sondern wir denken darüber nach wie wir unser Energiesystem in Richtung Zukunft führen und zwar als System Sektor übergreifend sektor gekoppelt Das Thema Mobilität mit betrachtet, das Thema natürlich auch Digitalisierung.
00:08:22: Unser System beruht darauf dass wir keinen Abfall produzieren also keinen energetischen Abfall sprich wenn wir Wärme erzeugen weil wir irgendwas verbrennen müssen damit wir die immer wieder zitierten Dunkelflauten oder Lastspitzen ausgleichen also residual Mengen ins Netz schieben dann muss die Wärmung zu hundert Prozent verwertet werden können und deswegen haben wir zwei.
00:08:44: haben wir das Thema Biomasse.
00:08:45: Wir sind sehr waldreich mit aufgenommen, aber bitte nicht verstehen dass wir Bäume fällen um Energie zu erzeugen sondern auch hier kaskadisch gedacht.
00:08:54: also spricht der Baum wird gefällt.
00:08:56: Er geht zunächst in ein Sägewerk und jetzt klang mal auf wenn wir mehr mit Holz bauen würden könnten wir sehr viel mehr CO² einsparen weil Holz ein massiver CO² Speicher ist wenn wir ihn nicht verbrennen oder auch nicht vergannen lassen im Wald.
00:09:12: Und die Reststoffe, die überbleiben – also die Späne oder die Rinde – wollen wir kaskadisch-energetisch verwerten und können somit immer gewährleisten dass wenn wir irgendein Medium verbrennen, die Wärme zum Trocknen dieser Späni verwendet wird.
00:09:27: Damit speichern wir Sonnenenergie wieder in dem Spanen, einem Pellet und das machen wir im Winter wieder über Vergasung zu Strom und Wärmen.
00:09:35: Die Kaskade zieht sich über alles!
00:09:37: Aber Basis ist Sonne und Wind.
00:09:39: Deswegen gibt es bei uns noch eine kleine Elektrolyse mit zehn Megawatt installierter Leistung und es gibt noch zwei größere Speicher.
00:09:48: Mittlerweile sind sie klein, also einen mit zehn MW Anschlussleistungen und einem mit neun MW elektrischer Leistungen in entsprechender Kapazität aber ich glaube was sehr viel wichtiger ist dass wir die Systeme auch netzdienlich einsetzen denn ein Batteriespeicher oder eine Elektrolysie kann sehr wohl auch dazu führen, dass es durch falsche Anreize lokale Systemüberlastung gibt.
00:10:14: Und das wollen wir vermeiden und haben ja von vornherein auch entsprechend orchestriert.
00:10:18: Ja und das macht uns glaube ich aus also dieses Systemdenken nicht das einzelne Projekt.
00:10:23: Jetzt
00:10:23: kommt Werbung.
00:10:24: In diesem Podcast sprechen wir ja manchmal über Energiegemeinschaften, Energiesharing oder die dezentrale Energiewende und seien wir ehrlich in den Ohren von vielen Hörern klingt das noch meist nach Zukunftsmusik aber es gibt Unternehmen, die das schon seit vielen Jahren erfolgreich umsetzen so zum Beispiel die Regionarenergie.
00:10:44: Das ist ein tolles Beispiel dieses Unternehmen, die Regionale Energie GmbH.
00:10:48: Die kommt übrigens auch aus der Nähe von Ulm und damit aus der Region wo dieser Podcast seinen Ursprung hat.
00:10:55: Während viele erst jetzt über regionale Energiegemeinschaft nachdenken da setzt Regional dieses Konzept bereits seit über zehn Jahren in Deutschland um.
00:11:04: Und dabei geht es nicht nur um die Vermarktungen von Strom aus erneuerbaren Energien.
00:11:08: Der besondere Ansatz der Regionalenergie ist dass die gesamte Wertschöpfungskette abgebildet wird, von der Direktvermarktung bis hin zum passenden Stromtarif für die Verbraucherinnen und Verbrauchern.
00:11:19: Und dabei spielt die Größe der Anlage erst mal überhaupt keine Rolle – ob private Photovoltaikanlage, Bürgerenergieprojekt oder Windpark!
00:11:28: Die erzeugte Energie wird professionell vermarktet und gleichzeitig in regionale Stromprodukte integriert.
00:11:34: So kannst du deinen Strom dezentral vermarkten oder Strom beziehen, egal ob für Haushalt, Wärmepumpe oder dein Gewerbe… Deutschlandweit.
00:11:44: Ja und natürlich ist das Konzept der Regionär Energie auch besonders interessant für Stadtwerke, denn viele Stadtwerken möchten ihren Kunden ja mehr bieten als klassische Stromlieferverträge und gleichzeitig die Komplexität reduzieren, die die Energiewirtschaft mit sich bringt.
00:12:00: In Kooperationen mit der regionär Energie können Prozesse ausgelagert werden und gleichzeitig neue Tarife- und Energiegemeinschaften aufgebaut werden.
00:12:08: Das alles macht die Regionar zu einem starken Partner für die Energiewende vor Ort, deren Ziel ja ist, die Energie dort nutzbar zu machen, wo sie erzeugt wird.
00:12:18: Und klar!
00:12:19: Die Menschen, Unternehmen und Kommunen aktiv daran zu beteiligen.
00:12:23: Du willst jetzt mehr erfahren über die regionale Energie?
00:12:26: Interessierst dich vielleicht als Stadtwerk oder Gemeinde für ein Partnerschaftsmodell?
00:12:30: Dann klick doch gerne mal auf den Link unter dem Podcast und kontaktiere das Team von Regionalenergie.
00:12:37: Klaus, jetzt holt euch noch mal ganz groß aus.
00:12:39: Was sind denn die aktuellen Herausforderungen bei den meisten Stadtwerken?
00:12:43: Ich weiß beim Stadtwerk Flensburg das sie immer noch Kohle verbrennen im Prinzip da haben die andere Voraussetzungen mit der Fernwärme als zum Beispiel die Stadtwerke Wunsiedel sowie Markusi gerade dargestellt hat.
00:12:56: was ist denn so ganz typisch für Stadtwerker in Deutschland?
00:12:59: Was machen die grade wo?
00:13:01: Wo sind die Probleme zu suchen?
00:13:04: Ich habe manchmal das Gefühl, viele Stadtwerke, die sind ja irgendwann im Ausgehen in den neunzehnten Jahrhundert gegründet worden.
00:13:09: Also irgendwas mit Stadtgasversorgung und die erste Elektrizitätsversorgungen so.
00:13:14: Und ich glaube zu der Zeit ist hier unfassbar viel im Wandel gewesen in Deutschland und die Gründergeneration ist natürlich jetzt ausgestorben.
00:13:20: Die sind nicht mehr da, weil sie das Ding irgendwie von der Taufe gehoben haben.
00:13:25: Das merkt man an vielen Stellen.
00:13:27: Ich weiß damals als ich den ersten Elektro-Kessel Deutschlands gebaut hab es auch schon über ... Fünfzehn Jahre jetzt fast her.
00:13:33: Da habe ich echt in viele Gesichter geschaut, die skeptisch waren, die Angst hatten.
00:13:37: und wenn dann gesagt wurde okay Jetzt nehmen wir Strom und machen daraus Wärme da sind ja Generationen von Ingenieure und Kraftwerks leider mir in Nacken gesprungen dass sie gesagt haben das ist Wahnsinn!
00:13:46: Wir haben uns hier so angestreckt dass immer noch mal ein Zehntel mehr rausgeholt haben aus der von dir genannten Kohleverstromung.
00:13:51: Und jetzt sollen wir einfach wieder Wärmen draus machen.
00:13:53: das hätten wir viel leichter haben können.
00:13:54: und was wir es noch gar nicht angesprochen haben ist natürlich Die cash-cow schlechthin.
00:13:57: bei allen Stadtwerken ist seit lange das Gasgeschäft gewesen.
00:14:01: Das darf man nicht vergessen, dass war einfach bequem, dass man aus Russland irgendwie für einen Cent oder was Gas angekauft hat, das teurer verkauft hat.
00:14:08: Das war unfassbar lukrativ und faszinierend angenehm.
00:14:12: Und ein Stück weit haben sie da dieselbe... herausforderungen wie die deutsch-automobilwirtschaft.
00:14:17: ich war ja auch mal beim deiner Zeit lang da waren alle zettel oder alle plane fertig wie man elektrisch hätte fahren können.
00:14:22: aber man hatte nun mal einfach den verbrenner hat damit sehr viel geld verdient, hatte vielleicht zur damaligen zeit auch anteils eignet ihr in interesse dran hatten dass wir brenner verkauft worden sind damit.
00:14:30: Die folge prozesse bei einer tankstelle auch richtig funktionieren und das ist natürlich ein thema dass man halt nicht gerne dann sagt okay komm weg damit wir machen alles neu sondern dieses loslassen ist sehr schwierig und.
00:14:42: Stadtwerke ziehen nun mal auch nicht die menschen an die immer schon mal im Startup arbeiten wollten.
00:14:46: sie sind halt irgendwo in berlin oder teller wie vor anders untergekommen, uns sind vielleicht nicht alle nur bei den stadtwerken und das darf sich langsam alles ändern.
00:14:53: ich glaube dass sind drei so große themen die da nicht können wahrscheinlich weiter erzählen aber das sind so Themen wenn ich strategieworkshops mit stattwecken mache die denn immer wieder hoch kommen.
00:15:02: also die beführungsmannschaft Ist mittlerweile soweit und sagt okay wir müssen da loslassen wir dürfen neue Geschäftsmodelle finden aber dieses dann mal schnell was ausprobieren zum Beispiel jetzt hier so ein Wärmepumpenkontrakte das man sagt ok wo wir nachher noch so besprechen mit dynamischen Stromtarifen dass ich der der Orchester.
00:15:18: Das Ganze bin was in meinen Augen notwendig ist, weil es wird nicht überall Fernwärme ausgebaut.
00:15:22: Wir haben gerade schon über Finanzierungsthemen gesprochen.
00:15:24: das kostet halt unfassbar viel und ist in meinen Augen häufig nicht wirtschaftlich.
00:15:28: grad bei niederen Anschlussdichten dann Fernwörmennetz zu bauen da darf sich ein Stadtwerk überlegen Was mache ich für eine Konkurrenz Veranstaltung zu dem was ich heute habe?
00:15:37: Und das wird wahrscheinlich mit irgendeiner Wärmepumpe zusammen funktionieren.
00:15:40: Und einfach nur zu sagen, okay, bau dir es ein und ich liebe den Strom!
00:15:44: Und bin dann bei ViriFox und Schäck-C-Auswechselbar.
00:15:47: Das kann nicht das Geschäftsmodell eines Stadtwerks sein.
00:15:49: Aber dann hol uns doch noch mal alle ab.
00:15:52: wir haben achthundert, achthundetfünfzig verteilen als Betreiber und Stadtwerke in Deutschland.
00:15:57: du sprichst mit vielen von denen... Ist das Konzept Stadtwerk überhaupt noch relevant für die nächsten fünfzig Jahre oder müssen sie eigentlich digital als Plattform irgendwie zusammenwachsen und sind es sowieso obsolet?
00:16:10: jetzt mal ganz, ganz hart ausgedrückt?
00:16:12: Ich glaube an der Stelle wo Sie den Kundenkontakt haben Total wichtig.
00:16:17: Also es gibt heute, wo wir das denn gehört?
00:16:20: Es war eine Freundin die halb zu alt ist wie ich zwanzig.
00:16:22: Die hat letztens gesagt Ich fand das so schön dass man da mal jemanden zum sprechen hatte, dass der einem das einfach mal erklärt hat und dass man nicht gefühlt in so einer KI Hotline gelandet ist.
00:16:31: Man versucht dann irgendwie eine Auskunft zu bekommen.
00:16:34: Das ist das was ein Stadtwerk kann natürlich mit allem anderen was vor Ort angeboten wird wie einen Nahverkehr, Schwimmbad usw.. Die Prozesse dahinter Die glaube ich sollte in Stadt weg nicht selber entwickeln, da dürfen weit label lösung funktionieren die keine ahnung mieterstrom ermöglichen das ja auch so ein unfassbar leidiges thema was die branche umtreibt seit jahren oder auch das was ich eben angerissen habe so eine steuerongner wärmepumpe am strommark oder auch an den.
00:17:01: Ich sage mal herausforderungen im verteilen netz auszurichten dass kann kein stadtwerk mehr selber machen das macht sinn das jemand anderes optimiert oder Alkohol Trading in irgendwelchen Interay-Marken oder sowas.
00:17:11: Das ist nix, also in meiner Welt schwierig als Stadtwerk das hinzubekommen und ich glaube es ist aber wichtig dass sie dieses Selbstverständnis loslassen, dass die praktisch sich da um alles kümmern und das alles selber machen können.
00:17:22: Ich glaube, dass bestimmte Sachen besser können als andere.
00:17:25: Marco, da muss ich dich sofort fragen was habt ihr denn generell für ein Selbstverständniss?
00:17:30: Also du sprichst ja auch mit den Kollegen von anderen Stadtwerken jetzt nicht nur in Bayern sondern auch an anderen Bundesländern.
00:17:37: Schafft ihr das alles?
00:17:38: Ich sage es mal ganz direkt.
00:17:39: Also der Smart Mieter, der wird jetzt zwar nicht von den Stadtwerken versendet sondern vom Messstellenbetreiber.
00:17:44: diese Transformation mit großen Wärmepumpen und großen Batteriespeichern wirklich vom Quartierspeicher bis hin zu Großspeichern vor Ort.
00:17:52: Schafft dir das rein von der Expertise vom Know-how, vom Umsetzungspotenzial her oder ist das vielleicht ein bisschen viel verlangt dann auch?
00:17:59: Also ich bin beim Klaus dass es Standardisierung braucht allerdings keine Zentralisierung.
00:18:04: Das sind zwei paar unterschiedliche Themen, weil ich bin der festen Überzeugung dass ein Stadtwerk auch die lokale und geografischen Herausforderungen anders angeht als ein reiner Stromnetzbetreiber.
00:18:15: Ein Wärmenetz ist ja nicht zwangsläufig nur ein Netz des Wärme transportiert sondern ein Netz ist auch ein Speicher der die hohe Flexibilität aus dem Stromnetze rausnimmt und etwas Träger gestalten lässt.
00:18:27: wir müssen standardisieren dort wo möglich und notwendig.
00:18:31: Also sprich, dynamische Tarife muss nicht jeder für sich selbst entwickeln.
00:18:35: Die Energiezukunft bietet so viele Chancen.
00:18:38: Neben den klassischen Commodity-Geschäfts wird sterben und ich drehe den Spieß sogar um die Stadtwerke, die sich nicht destruktiv verhalten und die nicht auf die Energie Zukunft setzen.
00:18:52: Die werden das Problem bekommen!
00:18:54: Nicht die, die auf Wärmepumpen SmartMeter flexible Nutzungsengelde setzen.
00:19:00: Das sind die Gewinner.
00:19:01: Und das sehen wir ja heute, es wird vielleicht sogar andere Stadtwerke geben.
00:19:05: Schauen wir uns N-Pall an, schauen wir uns eins Komma fünf Grad an.
00:19:09: Die kommen zwar von der Handelsseite aber eine N-Pal deckt genau das was man braucht Erzeugung Speicher Mobilität Wohlbefinden in Wärme und darauf müssen wir uns als Stadtwerker konzentrieren weil wir gehören unseren Kommunen.
00:19:24: Wir haben das höchste gut dass wir in diesem Land haben dieses Infrastruktur.
00:19:27: Ihr habt ja vor allem auch als Stadtwerke direkten Zugriff auf irgendwie Plakatierungswände in der Stadt selber.
00:19:35: Deswegen frage ich mich immer, gerade die Stadtwerken mit Messstellenbetreiber?
00:19:39: Die könnten doch wunderbar überall auf den Bussen beispielsweise plakatieren!
00:19:44: Hol dir jetzt dein Smartmeter bringe die Energiewende voran.
00:19:47: wir sind zusammen als Wunsiedler stark dabei grün zu werden.
00:19:51: ganz konkret wie ist die Smartmeterquote bei euch Marco?
00:19:54: Wir halten unseres Mat-Mieterquoten bis dato ein, wobei ich den Ansatz als falschen finde.
00:20:00: Also A denken wir das in Deutschland viel zu kompliziert?
00:20:03: Das ist meine feste Überzeugung.
00:20:04: und B braucht es auch immer im Business Case.
00:20:07: und weshalb tun sich so viele Stadtwerke schwer mit Smart Mietern?
00:20:10: weil die immer noch den Ansatzen sind Gas verfolgt haben den der Klaus erwähnt hat.
00:20:14: wir kaufen billig einen verkaufen teuer teurer Und die Marge gehört uns.
00:20:19: dass wird nicht mehr funktionieren in einer neuen Welt die sehr viel Dynamik erzeugt und unser Ansatz, also ich kann jetzt nur von Wunsiedel berichten war schon immer ein anderer.
00:20:28: Wir denken mal vom Kunden her und sagen hey was interessiert dem Bürger?
00:20:32: Er will dass seine Energieversorgung sicher ist.
00:20:34: Er will das seine Energie- versorgen.
00:20:36: günstig ist nicht billig günstige kalkulierbar Nicht bei der ersten Krise durch die Decke schießt.
00:20:42: Und so manche will auch da sie umweltverträglich ist in unserer Region die meisten.
00:20:47: Wir müssen lokale Volatilerzeugung mit lokalen Volatilenverbrauch zueinander bringen.
00:20:53: Und da spielt das SmartMeter eine große Rolle aus, indem ich nämlich künftig die Lastgänge beziehungsweise meine Last im System sowohl netzzeitig als auch handelzeitig sehr viel besser mit einer lokalenen Erzeugung zueinanderbringen kann.
00:21:09: Und deswegen haben wir auch eine eigene Handelsorganisation als Plattform aufgerufen, nicht nur für uns als Stadtwerke allein.
00:21:15: Sondern wir haben ja diese Zukunftsenergie Nordostbayern ausgegründet.
00:21:19: Also wir bauen Wind selber, wir bauen PV selber Wir bauen Speicher selber aber nicht alleine sondern immer mit Partnerschaften also mit wirklichen Profis und das Ganze orchestrieren wir zusammen in unserer Zennergie die es dann handelt.
00:21:32: Jetzt rückt zum Smart-Meter!
00:21:33: Deswegen brauche ich diesen Smart-mieter um zu verstehen was macht mein Netz?
00:21:38: Und deswegen wollen wir den Smart-Meter auch einsetzen, weil er uns einen Mehrwert bringt.
00:21:43: Ich möchte aber meinen Kunden gleichzeitig oder meinen Bürgern nicht ins Risiko schicken.
00:21:47: Also viable Tarife so anzulegen dass das ganze Risiko beim Bürger liegt ist ja heute.
00:21:53: die Stadtwerke übernehmen Wir übernehmen die Strukturierung Das heißt über ein ganzes Jahr einen festen Preis egal zu welcher Uhrzeit.
00:22:00: und wenn wir heute aus dem Fenster schauen dann haben wir gerade negative Preise So minus Null Komma Ein Cent im Moment Und heute Abend haben wir wieder zweihundert, dreihundert oder vierhundert Euro die Megawattstunde.
00:22:12: Wenn die Sonne weg ist und der Wind nicht weht und wollen wir denn tatsächlich unseren Bürgern, der Mittag in der Arbeit ist, die günstigen Preise vielleicht gar nicht nutzen kann weil er selber noch PV hat, die zur gleichen Zeit einspeist?
00:22:25: Tatsächlich das Risiko aufdrücken dass er abends dann vierzig, fünfzig, sechzig Cent die Kilowattstunden zu bezahlen hat?
00:22:31: Nein!
00:22:32: Das ist unser Job.
00:22:33: herzugehen, zu sagen hey wenn du uns deine Flexibilitäten deinen Heimspeicher dein Elektrofahrzeug.
00:22:39: Deine PV Anlage orchestrieren lässt dann kriegst du ein übers ganze Jahr gesehenem Preis Vorteil.
00:22:45: und wir kümmern uns.
00:22:46: das ist unsere Aufgabe als Stadtwerk und wir kommen uns darum dass es bestmöglich orchestriert wird mit der lokalen Erzeugung mit dem lokal Speicher mit dem localen Wärmenetz mit der großwärme Pumpe.
00:22:57: Wir dürfen eines nicht vergessen Kühlung wird uns in den nächsten Jahren noch mehr beschäftigen wie Heizen.
00:23:02: Sehr gute Überblick gerade, du schuldest mir trotzdem noch zwei Antworten Smart-Meterquote und das zweite habt ihr dynamische Stromtarife?
00:23:11: Das klingt ja fast so als wenn ihr das gar nicht anbieten wollt und damit ja den Bürger ein bisschen bevormundet kann man dir auch sagen also ich prinzipiell möchte gar nicht so gerne dass ihr mir einen Festtarif anbietet sondern wenn ich bei euch ein Eigenheim besitzen würde würde ich gerne von euch einen dynamischen Stromtarif.
00:23:28: Das wollen aber nur wir beide, Marco.
00:23:29: Alle anderen wollen das nicht.
00:23:30: Ich hab mir auf so viel Feiern durchgexensiert dass ich dachte ist das toll und am Ende spreche über nur mit mir selber und es gibt meist noch einen Blöden der sagt ich finde das auch spannend.
00:23:37: alle anderen sagen nee komm ich geh lieber zu Marco und holen mir den Festarif.
00:23:42: um die Frage zu beantworten ja wie erfüllen diese Markmeterquoten?
00:23:46: Aber nicht weil wir müssen sondern weil wir wollen!
00:23:48: Es ist glaube ich ein Unterschied.
00:23:50: Wir gehen eine Zahl für uns also wie viele sind es?
00:23:52: Also ich glaub bundesweit im Schnitt sind es irgendwie drei bis fünf Prozent.
00:23:56: Fünf haben wir jetzt zu fassen tatsächlich.
00:23:57: Und zu deiner zweiten Frage, dynamische Tarife.
00:24:00: Wir sind in einem freien Markt also wir bieten welche an ja die aus meiner Sicht nicht dogrativ sind weil sie dem System nichts bringen.
00:24:12: was wir sehr viel mehr anbieten wollen sind netzvariable Nutzungsentgelte.
00:24:19: da haben wir sehr viele mehr davon.
00:24:20: das kann ich auch rechnen und ich will aber meinen Bürger das Risiko wegnehmen.
00:24:25: Es kann jeder entscheiden, gehe ich zu jemanden der hoch dynamische flexible Tarife anbietet und mich ins Risiko schickt oder bleibe ich bei meinem Stadtwerk dass mir das Risikoweg nimmt?
00:24:36: also ich sehe da keinen Disput dazwischen.
00:24:39: wer einen so dynamischem Tarif möchte gibt es genügend Anbieter
00:24:43: Klaus, kannst du das noch mal kurz einordnen?
00:24:45: Jetzt sagt Marco er erfüllt die Quote.
00:24:48: Also da reden wir dann wahrscheinlich über zehn Prozent sowas in der Richtung oder wahrscheinlich auch nicht zu viel weil sonst würde ja hier sozusagen jubeln und sagen wir sind schon bald zwanzig Prozent oder so.
00:24:58: kannst du mal groben Überblick in Deutschland schaffen?
00:25:01: wie stehen wir da im Gegensatz zu anderen Ländern?
00:25:04: Wir stehen nicht gut dar ist halt so, wir sind glaube ich so bei fünf Prozent.
00:25:08: Also ich hatte mir meinen Vortrag ein bisschen immer drei Prozent drin weil das war wo wir letztes Jahr noch standen.
00:25:13: jetzt sind wir bei vier Komma acht Prozent oder sowas und wir haben natürlich in Deutschland die Unterscheidung zwischen Pflichteinbauffällen nicht pflichteinauffällen was ja auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist.
00:25:23: es sind kleine Wohnungen die praktisch nur Strom verbrauchen unter sechstausend Kilowatt Stunden keine PV Erzeugung haben oder sonst was.
00:25:30: Die sind kein Pflicht Einbaufall Fall das heißt die werden Irgendwann nachgelagert wenn überhaupt mit dem smart meter versehen.
00:25:37: die bekommene moderne messen richtung moderne messe Richtung ist halt kein verrares zähler mehr sondern so ein ding mit dem display.
00:25:41: was aber.
00:25:42: Eigentlich erstmal auch nicht mehr kann als ein verraches zählern.
00:25:45: die smartmeter gateways das sind die dinger die verbaut werden wo dann wirklich die kommunikation stattfindet.
00:25:51: die werden erst bei den größeren anlagen verbraucht verbaut über sieben kW über sechsten Kilogramm jahresverbrauch.
00:25:58: und Da sind dann die Quoten und da misst man sich auch dran, wo man unterwegs ist.
00:26:02: Und das kann natürlich je nachdem wie das Netz aufgebaut ist unterschiedlich sein.
00:26:05: Ich kenne jetzt die Netzstruktur in Wunnsiedeln nicht, ob da besonders viele kleinere Wohnungen sind oder viele große sind.
00:26:11: Ich würde es aber überhaupt mit Marco sagen sie sind gut auf Kurzen.
00:26:13: Sind Sie über alle gezähnt deutlich über fünf Prozent?
00:26:17: Auf die Pflichteinbauffälle sind Sie dann wahrscheinlich habe kein Gefühl.
00:26:21: bei zwanzig dreißig Prozent oder sowas würde ich mal schätzen ohne es jetzt genau sagen zu können
00:26:25: Bei dem Pflichteinbau Quoden, das ist das was der Klaus erzählt hat.
00:26:28: Also alles was über sieben tausend oder sechstausend Kilowatt Stunden ist PV Anlagen Speichersysteme bei diesen bei diesem Anteil sind wir knapp über zwanzig Prozent.
00:26:38: Wie hängt denn das jetzt alles damit zusammen dass wir dynamische Netzentgelte realisieren möchten?
00:26:44: Das ist glaube ich vor kurzem irgendwie abgelehnt worden von der Bundesnetzagentur aber jeder ist sich eigentlich hinter den Kulissen einig das wird irgendwann sowieso kommen.
00:26:52: Was glaubst du wie Wann wird es wie integriert, dass ich als Privatpersonen sozusagen diese Netzentgelte dann dynamisch bezahle.
00:27:00: Vielleicht kriege ich ja sogar Geld aus diesem Pot der Netzentgelte wenn nicht mal Stromverbrauche.
00:27:05: zu uns zeiten oder?
00:27:07: Ich glaube so weit geht das noch nicht.
00:27:08: also am Strommarkt ist es hier so, dass wir tatsächlich viele Stunden mittlerweile ein paar hundert, ich glaub dieses Jahr weil wir wahrscheinlich bei acht neun oder draus kommen Stunden haben wo Strom verschenkt wird und mein Geld dafür bekommt ihn zu beziehen.
00:27:18: Bei den Netzengeldnissen meines Wissens noch nicht so, dass die ins negative gehen.
00:27:22: Ich weiß auch nicht ob das in Zukunft kommen wird aber die Grundlogie und eine Frage ist gut Patrick kommt ja daher.
00:27:27: das gesagt wird okay dadurch dass wir einen bundesweit einheitlichen Strompreis haben haben wir an verschiedenen Stellen Netzengpässe.
00:27:34: Und diese netzengpäße Die könnte man dadurch heben dass natürlich auf Verbrauchs Seite dort vielleicht bis was verbraucht wird, um ein Teil des Stroms abfließen zu lassen.
00:27:44: Und deswegen sagt man okay an bestimmten Stellen wäre es cool wenn man über diese Flexibernetzengelte einen Anreiz schafft auf Verbrauchsseite mehr Strom zu verbrauchen und ich glaube wie gesagt nicht dass das negativ wird.
00:27:56: Ich bin mir auch unsicher ob Heute schon an allen Stellen notwendig.
00:28:02: In den Studien oder Projekten, die wir gemacht haben mit verschiedenen Verteilungsbetreibern in Städtik-Holstein ist eigentlich rausgekommen dass bei dem Paragraph XIV A den es ja schon gibt also das war praktisch Batterien und Wärmepumpen und Wallboxes praktisch dimmen können.
00:28:14: auf hier Komma zwei KW.
00:28:16: Das wird das noch gar nicht brauchen.
00:28:17: Also zumindest allen von uns untersucht netzen aktuell noch nicht Und wie die Ausbausscenario müssen schon sehr dynamisch sein dass wir das in Zukunft überhaupt brauchen.
00:28:24: das heißt da ist glaube ich der Druck aktuell nicht so wahnsinnig groß Dass sofort umgesetzt werden muss.
00:28:31: deswegen kann ich das schon verstehen im bond, dass da ein bisschen abgewartet wird was in meiner welt viel ehern thema ist.
00:28:37: aber das passt nicht zu seiner frage patrick ist die frage ob es sinnvoll ist in deutschland eine strompreiszone zu haben oder ob man es da nicht sinnvollerweise mehrere haben müsste weil dann würde man teil der probleme.
00:28:47: und der Stille gelöst bekommen.
00:28:49: Können wir gleich gerne drüber reden, ich bin natürlich gespannt was Marco als Süddeutscher dazu zu sagen hat.
00:28:55: klar jetzt ist hier gerade Nord gegen Süd im Podcast.
00:28:57: aber ich muss noch mal dynamische Netzentgelte bei dir nachfragen Marco.
00:29:01: könnt ihr das irgendwie alleine überhaupt entscheiden wie viel netz entgelte ihr dem einzelnen Verbraucher oder einzelne Industrien dort anbietet?
00:29:09: Oder Nachlass bei Netzentgelt wahrscheinlich nicht oder
00:29:12: günstiger darf ich immer sein als des Maximums.
00:29:15: dass mir dass das mir erlaubt ist, da wird sich niemand beschweren.
00:29:20: Aber am Ende aller Tage müssen ja die Kosten gedeckt werden.
00:29:23: Das heißt wir haben Investitionen, das gilt im Übrigen auch für die erneuerbaren Energien.
00:29:27: also selbst wenn die Energiepreise negativ sind kosten die Erneuerbare Energien ja trotzdem Kappex keinen OPEX aber KappEx.
00:29:34: also ich muss die Dinge ja finanzieren und bezahlen.
00:29:37: und wenn wir sie halt abregeln und das ist glaube ich eher der Punkt Ich denke nicht in Netz Und auch nicht in Erzeugung, sondern wir müssen das zusammendenken und volkswirtschaftlich denken.
00:29:48: Wenn wir heute Energieanlagen abregeln, dann kosten die uns ja trotzdem Geld.
00:29:53: Deswegen glaube ich nicht dass das dynamische Netz entgeltes Maß aller Dinge ist, sondern Wir müssen für Flexibilität einen Preis aufrufen.
00:29:59: Wir brauchen Kapazitätsmärkte und zwar lokale Kapazitätsmärkte Die dann die Netze nicht doptown, sondern bottom up organisieren.
00:30:11: Das ist sicherlich, kann man da auch darüber diskutieren.
00:30:15: Aber am Ende aller Tage, wo findet denn die Energie Zukunft statt?
00:30:18: Wo findet der meiste Ausbau statt?
00:30:20: zumindest in Süddeutschland?
00:30:22: In Neudeutschlands haben wir natürlich Küstenähe, hohe Anzahl an Windparks.
00:30:27: Das ist was anderes wie jetzt in Südsdeutschen.
00:30:29: Dort habe ich sehr viel PV meist auf den Dächern der Gebäude.
00:30:33: Ich hab aber auch sehr viel.
00:30:34: Äh, zwanzig dreißig Megawattbereich die schließe ich aber alle noch am zwanzige KV-Netz an.
00:30:41: Da gehe ich nicht auf die Hundertzehner und die Frage ist ob auch ich die Hunderzehn KV Leidung aus oder mache für die Viertelstunde wo mein Netz wirklich Stress macht.
00:30:51: stelle ich mir da nicht lieber ein Speicher hin und vergüte den ähnlich wie ein Netzengeld?
00:30:56: äh über seine Flexibilität hier hat und das kann ich ja auch bei jedem Kunden machen der flexibilität in seinen Prozessen hat.
00:31:03: wir haben einen Sägewerk nehmen wir das mal als Beispiel Das fährt drei Schichten, jetzt wird es weniger ausgelastet.
00:31:10: Dann ist doch die Frage, fährt er lieber am Wochenende seine Schicht oder fährt sie unter der Woche?
00:31:16: Im Moment fährt das herunter der Woche weil seine Personalkosten günstiger sind als am Wochenendel.
00:31:21: wenn ihr aber damit Netze auslotet und dann um wir da mit weniger Abschaltungskosten haben, dann ist es ja volkswirtschaftlich sinnvoll und ich glaube wir müssen den Strich wieder unter dem volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen ziehen in Einzel- oder Partikularinteressen denken.
00:31:38: Deswegen ist mein Credo flexible Nutzungsengeldes, sind eigentlich ein Zeichen von Flexibilität und deswegen brauchen wir Flexibilität im System und Flexibilitet kriege ich nur über Kapazitäten egal in welcher Form.
00:31:51: Klaus an der Stelle kannst du gerne mal über diese ja Preis Zonen-Debatte sprechen, warum wir in Deutschland vielleicht verschiedene Preiszonen, Geburtszone und Strompreiszonen brauchen.
00:32:03: Ihr in Norddeutschland seid natürlich komplett dafür!
00:32:05: Das ist schon klar weil ihr da oben natürlich sehr viel Wind habt und ja auch die Netze sind ganz gut ausgebaut.
00:32:13: was würdest du sagen als Norddeutcher wie kommentierst du diese ganze Debatte?
00:32:17: Leon Hirt hat in diesem Podcast natürlich unlängst gesagt Mensch locational marginal pricing also quasi die die Preiszone rund auf den Transformator einer jeden Region ist sogar denkbar theoretisch.
00:32:30: Was sagst du, was glaubst du passiert da jetzt?
00:32:32: Nein das gibt es ja auch praktisch.
00:32:33: also in der USA gibt's ja dieses Nodal Pricing dass die im Grunde zeitgleich zwei tausend Fünfhundert Strommärkte haben und das kann Zeitgleich sein, dass in Kalifornien die Strompreise negativ sind und irgendwo an der Ostküste sie bei ich weiß nicht plus zweit hat eure Brumägerwärtsschunde sind.
00:32:46: Das sehen wir ja da!
00:32:47: Ich habe da mal eine Karte gesehen.
00:32:48: die war für mich total beeindruckt und vor allem ändert sich auch permanent.
00:32:51: aber zurück zu deiner Frage Patrick.
00:32:53: Ich glaube tatsächlich und das hat Marco eben schön beschrieben, dass ein Großteil der Riedespatch Kosten die wir im Augenblick haben dadurch induziert wird ins deutsche Stromsystem.
00:33:02: Dass wir halt einen Preis überall haben und wir haben ganz oft in Norddeutschland ganz viel Wind was dazu führt, dass der Gesamtdeutschepreis runtergeht.
00:33:11: Ich muss zugegeben ich weiß gar nicht wie es im Augenblick wäre weil jetzt ist ja die Preise vor allem niedrig oder leicht negativ weil wir so viele Solareinspeisungen haben.
00:33:17: Die Solarenspeisung ist von meinem Gefühl etwas besser in Deutschland verteilt.
00:33:21: Also sicherlich Süddeutschland hat da auch viel, Norddeutscher hat aber auch ehrlicherweise ziemlich viele Freiflächen Solaranlagen mittlerweile gebaut.
00:33:27: Auch im Osten sind sie da.
00:33:28: Aber bleiben wir mal bei dem Wind Beispiel?
00:33:30: Da haben wir denn diesen Preis von Null.
00:33:32: Das heißt bundesweit haben alle das Gefühl okay jetzt geht es los und jetzt müssen wir irgendwie Strom verbrauchen.
00:33:37: zum Beispiel meine Ex-Kollegen im Berg Sindelfing würden dann anfangen... also erstmal wird das eine Kraft weg ausgestellt und Sie würden noch so Netz ziehen und würden damit alles betreiben was die haben.
00:33:46: Und netze BW hätte ein Problem!
00:33:48: Weil die Netz-BW haben ja mit dem Raum nicht so viel Strom.
00:33:51: Und sie kriegen vor allem auch das von den ganzen Windkraftanlagen gar nicht runter, weil Tendet und Amprion dazwischen gar nicht die Kapazitäten haben.
00:33:57: Das heißt der Windpark da oben müsste abgeschaltet werden oder Teile davon.
00:34:00: Die kriegen Geld.
00:34:01: im Süden müsste irgendein Reserve Gaskraftwerk angefahren werden.
00:34:04: Die würden auch wieder Geld dafür kriegen und die im Werk Sinnelfing hätten eigentlich ihre eigene Produktion weiterfahren lassen können was volkwirtschaftlich besser gewesen wäre.
00:34:12: aber in dem Moment haben wir das Ding gestartet dass würde umgangen werden durch drei vier fünf preis zonen, was ja die AESA also ist das ja die europäische Regulierungs- oder in der Aufsichtsbehörde würde ich es mal benennen für die üren B's.
00:34:26: Und das haben wir schon vor drei vier Jahren vorgeschlagen dass man im Grunde so drei vier Strompreiszonen bräuchte und erhaben sollte in Deutschland zumal auch die skandinavischen Strompreiszonen sehr genervt sind von uns Deutschen.
00:34:41: Also das was wir im Augenblick nutzen um da im Grund auch Energien hinzu verschieben.
00:34:45: Das führt natürlich dazu, dass bei denen mittlerweile die südlichen Strompreis-Zonen auf einem sehr hohen Preisniveau sind was die Südschwenen massiv ärgert das die im Grunde jetzt diese zum Teil komischen Preise aus Deutschland mit da drin haben und das sind natürlich Effekte die wenn das fünf Zonen gäbe irgendwie besser verteilt werden neben anderen Sachen es gab ja gerade ein Vorstoß der glaube ich aus Deutschland lanciert wurde aber Dänemark beinhaltete das sie gesagt haben okay wir könnten noch eine denen mark west schüttig holstein preiszone machen was den vorteil hätte das alles was an wasser stoff produziert wird gleich grün wäre weil da über ich weiß gar nicht was achtzig nur ninety prozent erneuerbar war unterwegs sind.
00:35:25: dass sind so neue sachen wo ich denke okay das ist ja manchmal auch ein bisschen show weil das war denn die irk aus aus keel die das gesagt hat.
00:35:32: gleich kamen die irka aus bayern die das gegenteil behauptet hat.
00:35:35: also das geht da.
00:35:36: welche nun her?
00:35:37: ich glaube eigentlich sind wir uns in deutschland es der vorteils über alles besser ist.
00:35:40: Das heißt, der Kuchen wird größer und wir haben aber noch keine Einigkeit wie dieser größere Kuchen dann verteilt wird.
00:35:45: Und das glaube ich Kernesproblems.
00:35:47: Dann
00:35:47: lass mich an dieser Stelle die Debatte wieder zurück auf Batterien führen!
00:35:50: Wir sind ja ein Batterie-Podcast, Klaus.
00:35:53: Lass uns mal über die Verantwortung von den Stadtwerken sprechen in Bezug auf Großbatterien, auf Quartierspeicher usw.
00:36:03: Nach meinem Empfinden wäre es doch so dass wenn die Stadtwerke, diese Batterien jetzt sozusagen für die Bevölkerung baut.
00:36:10: Dann würden sie tatsächlich ihre Daseinsberechtigung behalten.
00:36:13: Andererseits wenn jeder von uns das jetzt sozusagen behind the meter also quasi in meinem Eigenheim hier ganz viele Heimspeicher oder auch größere Speicher aufbaut dann verliert doch das Verteilnis die Stadt Werke mehr und mehr ihrer Dasein Berechtigungen.
00:36:28: was wird zu sagen Marco ist es war ist das Quatsch was ich jetzt gerade sage?
00:36:32: Oder wie seht ihr euch da selber?
00:36:34: wieso könnt ihr nicht selber grü- größere Batterien und zwar en masse.
00:36:37: Ja, du hast gerade gesagt es gibt schon zwei größere Speicher, zehn Megawatt.
00:36:40: das ist ja toll!
00:36:41: Wollt ihr da nochmal fünf daneben stellen.
00:36:43: oder was ist euer Vision?
00:36:45: Nehmen wir mal dein Beispiel Heimspeicher.
00:36:48: Was macht denn der Heimspeicher?
00:36:49: Der Heimsspeicher optimiert ein Wohngebäude Das heißt er ist um zwölf Uhr voll dann wenn die meiste Erzeugung im System auftaucht und zu negativen Energiepreisen führt.
00:37:01: Was spräche denn dagegen diesen Speicher?
00:37:03: und jetzt sind wir wieder beim Orchesterieren bei der Digitalisierung, was spreche denn dagegen diesen Speicher einfach zwei Stunden später vorlaufen zu lassen?
00:37:12: Dann habe ich gesamt volkswirtschaftlich diese Heimspeicher im System.
00:37:16: Sie sind eh investiert!
00:37:18: Ich habe einen Riesenvorteil wenn ich die ganzen schwarz-staatfähig ausgestalte.
00:37:21: also mein privater Heimspeicher ist es mit einer Netzfreischaltung, mit einer gewissen Grundlast, die er geladen ist.
00:37:29: dann habe ich zumindest für kleinere Unterbrechungen Und mein Gebäude fährt sich dann auch runter, also nur noch auf Notstuhlbetrieb.
00:37:35: Aber ich bin nicht weg vom System.
00:37:37: Meine Heizung funktioniert noch und das Ganze ist die Aufgabe der Stadtwerke und es ist aber auch unsere Aufgabe als Energieversorger sich dafür einzusetzen dass man die Rahmenbedingungen auch dafür schafft, dass man das tun darf.
00:37:49: zu den Großspeichern.
00:37:50: Warum tunt es viele Stadtwerken?
00:37:52: Ich lehne mich zurück und sage Paragraph sieben C in WG verbietet mir Batteriespeichersysteme zu bauen oder zu betreiben als Netzbetreiberin.
00:38:01: Ich glaube, wir müssen miteinander daran arbeiten dass wir Rahmenbedingungen schaffen und nicht jedes Komma regulieren was wir momentan in Deutschland tun was uns dann auch dazu führt das wir halt so überreguliert dastehen.
00:38:12: Wir selbst haben den Umweg gemacht und gesagt wir gründen halt eine Tochter Eine Tochterunternehmung.
00:38:18: Wer projektieren die Speicher selbst?
00:38:20: Und das haben wir schon vor sechs oder sieben Jahren gemacht als Speicher noch kein Thema war für die meisten Für uns zwei Batteriespeichersysteme ins Leben gerufen, den ersten hat eine ganz komische Konstellation.
00:38:32: Der hat nämlich acht mw Leistungen und zehn mwh Kapazität.
00:38:36: Das heißt, den haben wir tatsächlich in die Riegel-Energievermarktung gesteckt um zu lernen, um zu schauen was macht das System?
00:38:42: Und vor allem was machtes System wenn es einen Markt bedient mit meinem lokalen Netz?
00:38:47: Und das war nicht immer gut!
00:38:49: Dann haben wir ein zweiten Batterierspeicher installiert mit neun Megawatt und achtzend Megawattsstunden Leistung weil er halt Markt getrieben, die beste Konstellation darstellt.
00:39:00: Im Netz hat man lieber vier, fünf, sechs Stunden-Systeme gebaut.
00:39:04: Wir haben in den seit two-tausend eins über vierzig megawatt erneuerbare Energien in das System gebaut aber nicht nur indem wir Kupfer ausgebaut haben sondern gesagt hey bevor wir jetzt massiv zurückspeisen bauen wir uns noch eine kleine Elektrolyse weil wir haben ein Röhrensystem wir schaffen unser Gasnetz ab.
00:39:21: es ist eine Infrastruktur.
00:39:22: die haben die Bürgerinnen und Bürger bezahlt.
00:39:24: Lass es uns doch zum Röhrenspeicher machen.
00:39:26: Also schiebt den Wasserstoff dort rein und wir haben zwei tausendsechzehn drei BHKWs installiert mit einer gesamt elektrischen Leistung von dreizehn Komma fünf Megawatt.
00:39:36: also ist unser Gasnetz ein Speicher, weil speichern hat ja drei Funktionen laden halten ausspeisen.
00:39:44: Und wir müssen einfach kapieren dass das nicht nur eine Batterie ist sondern dass Es Ein System Ist.
00:39:48: Dass Das Kann Ja und Somit Haben Wir auch große Speicher mussten Den umweg Gehen Über Eine Tochter Wissen aber auch, dass wir das System völlig anders orchestrieren müssen.
00:39:58: Wasserstoff in Gasnetze?
00:40:00: Das ist ehrlicherweise für mich etwas ganz was Neues!
00:40:03: Ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt realistisch ist... Wir wissen ihr habt ein Wirtschaftsminister da unten in Bayern der sehr Wasserstoff-Proh ist.
00:40:09: Aber kommen wir gleich zur letzte Frage.
00:40:11: nochmal Marco zum letzten Themengebiet Würdest du denn sagen, mit einer intelligenten Ausbau von Batterien da kann man den Netzausbau auch vielleicht in eurem Landkreis weitestgehend irgendwie vermeiden oder gar nicht anfassen müssen.
00:40:25: Wenn man die Speicher jetzt massiv ausbaut ist das vielleicht auch etwas was ihr aus diesen ersten beiden Großbatterien ja jetzt abstrahiert?
00:40:32: Ja wenn wir unsere lokale Verantwortung ernst nehmen und es auch tun kann ich mit weniger Geld mehr Sicherheit erzeugen.
00:40:41: Das ist ja das was wir brauchen.
00:40:43: Und da gibt es ja auch eine hübsche Studie von der Agora Energiewende, die kommt aus Jahr zwanzig zweiundzwanzig.
00:40:48: Sie sagt wenn wir Netze ausbauen in dem klassischen Fahrt bis zwanzivfünfundvierzig brauchen wir ca.
00:40:53: zweieinachtzig Milliarden Euro.
00:40:58: Wenn wir das Ganze mit Systemen machen – mit Speichern, mit Intelligenz und Vernetzung – brauchen wir für die gleiche Systemfunktion nur Hundertneunzig Milliarden.
00:41:13: Das heißt, wir könnten über die Flexibilisierung der Systeme zweiundneinzig Milliarden Euro einsparen.
00:41:19: Und das ist doch was uns treiben muss!
00:41:21: Wir müssen volkswirtschaftlich denken, was ist das beste System?
00:41:25: und wir brauchen ein Wettbewerb um das beste system nicht um das beste Stromnetz, nicht um die beste PV Anlage sondern wir brauchen einen Wett bewerbs- ums beste System.
00:41:33: Da bin ich beim Klaus da helfen uns preiszogen weil ich dann systemisch gezwungen bin nachzudenken wie kriege Das sind, ich meine als Bayern könnte es mir machen sonst leicht.
00:41:45: Wir lehnen uns zurück und sagen ja lass die Norddeutsche mal Windräder bauen wir bauen ein bisschen Sonne dann bauen wir große Trassendurchsland Und die Industrie wird schon danken.
00:41:54: das würde aber nicht funktionieren weil wir müssen Ja nicht nur die Erzeugung anschauen.
00:41:59: was kostet uns die Kilowattstunde aus windenergie?
00:42:02: Nur weil ich im Norden aber mehr voll Benutzungsstunden habe Bau ich netzsysteme aus die Ich vielleicht für drei vier fünf stunden Kapazität zum durchschieben brauche und ansonsten ist die Autobahn leer.
00:42:13: also wir bauen ja auch keine achtspurige autobahn durchs land die an zwei stunden im jahr voll belegt ist und der rest ist er leer.
00:42:20: Deswegen
00:42:21: ist es,
00:42:22: die frage beantwortet ja wir können das tun und wir müssen es auch tun.
00:42:26: Klaus wollt du dazu noch was sagen?
00:42:28: Ich finde den Ansatz für euch total spannend, Marco.
00:42:30: Und ich glaube nicht viele Stadtwerke sehen das so wie du.
00:42:33: Ich weiß nicht, wie du auf Branchen treffst oder unterwegs bist?
00:42:36: Ich befürchte dir an vielen anderen Stellen am Stadtwerk sich womöglich diesem Schicksal ergeben dass es hier Regeln aus Bonn und Berlin gibt und dass man da irgendwie versucht danach zu tanzen.
00:42:46: wäre der weniger.
00:42:47: Ich übertreibe mal ein bisschen.
00:42:48: Du sagst ja nehmt für Deutschland und ist eigentlich in Europa.
00:42:53: müssten wir eigentlich anders denken, dass wir im Grunde das systemisch angehen Und da ist der aktuelle Rahmen manchmal insofern hinderlich, dass er einen Verhalten fördert und finanziell belohnt.
00:43:05: Was überhaupt nicht unterm Strich optimal ist.
00:43:08: Ein Branchengriffen war vor zwanzig Jahren bei mir die Spinner weil wir tatsächlich auf erneuerbare Energien gesetzt haben und heute schaut es nicht sehr viel besser aus.
00:43:18: also werden zwar anders wahrgenommen aber wir sind halt auch nur ein kleines Stadtwerk.
00:43:23: deswegen darf man das auch nicht überbewerten.
00:43:25: Ich hatte mal einen Aufsichtsratsvorsitzenden, der hat einen guten Spruch gewählt.
00:43:28: Wenn du zwei Wege zur Auswahl hast, nimm den Schwierigern und da hast du weniger
00:43:31: Konkurrenz.".
00:43:32: Mich treibt das aber auch innerlich!
00:43:34: Also es ist eine intrinsische Überzeugung dass wir wenn wir in diesem Land wettbewerbsfähig bleiben wollen dann müssen wir auf die Energieform setzen, die uns unabhängig macht und das gibt nur eine also eigentlich zwei.
00:43:46: Das ist Sonne-und Wind und ein Stück weit Biomasse was ja nichts anderes ist als Sonne und Wind nur gespeichert.
00:43:54: Wenn wir das Wettbewerbsfähig machen wollen, müssen wir es einfach mit unserer deutschen Ingenieurskunst machen.
00:43:58: Ich meine was haben wir denn?
00:43:59: Wir haben erneuerbare Energien und wir sind des folgte Dichter- und Denker.
00:44:03: also lass uns das doch in eine... ...in einen Eimer küppen einmal durchrühren und dann haben wir die Energiezukunft da eigentlich schon im Eimer.
00:44:10: Kannst du noch mal zusammenfassen?
00:44:11: ja vor welchen Herausforderung steht jetzt das Stadtwerk in Deutschland rausgekriegt.
00:44:17: Es gibt hier offenbar ein ganz tolles Beispiel in Wunsiedel, wo das dann auch sehr individuell geregelt werden kann diese ganzen Herausforderungen die wir kennen.
00:44:24: und trotzdem unter unseren Hörern, unter unseren Zuschauern hat das Stadtwerk, speziell das Verteilnetz ein ganz schwieriges Standing, ganz schlechtes Image.
00:44:33: was würdest du sagen?
00:44:34: Was müssen die jetzt verstehen?
00:44:36: In welche Richtung muss sich da etwas bewegen?
00:44:38: ich glaube tatsächlich dass die Netzbetreiber unfassbar viele Herausforderungen haben den oberen Teil des Eisbärs geschrampft.
00:44:45: Das sind ja noch ganz viele andere Sachen, neben dem Sportmieter-Hollout sollen sie im Grunde auch sicherstellen dass immer mehr Wärmenpumpen reinkommen.
00:44:51: Sie sollen im Grundes viele regulatorische Anforderungen umsetzen.
00:44:55: Ich habe manchmal das Gefühl Stuck weit immer hinterherhechelt.
00:45:00: wir haben im grunde diese marktformats umstellungen bei der mark kommunikation alle sechs monate die mittlerweile kein software anbieter mal umsetzen kann und ich habe das gefühl dass wird offiziell nie gesagt, dass aber damit schon irgendwie diese zahl von acht hundert irgendwas.
00:45:15: reduziert werden soll, dass das irgendwie schöner wäre wenn das mal zweihundert wären oder sowas.
00:45:19: Oder vielleicht noch weniger?
00:45:21: Das sieht man ja an anderen Stellen.
00:45:22: im Gasbereich gab es ja auch früher ich weiß gar nicht was zwanzig Fernleitungsnetzbetreiber dann wohnen sie mal irgendwie weniger und da waren's noch zwei und jetzt gibt es nur noch eine gesamte Gastzone.
00:45:29: Und das ist etwas wo ich das Gefühl habe, dass durch steigende Komplexität die Nicht immer zweckdielig ist dahin motiviert wird.
00:45:39: und da finde ich Markus Ansatz total erfrischend, dass man sagt ne lass uns doch mal eher Systemisch denken natürlich müsst ihr auch die Anforderung irgendwie erfüllen.
00:45:47: Müsst da irgendwie über die, sagt man das über die Hürde rüber springen oder sowas aber gleichzeitig sich zu überlegen was sinnvoll wäre?
00:45:56: Das wünsche ich mir an vielen anderen Stellen auch dass praktisch die Stadtwerke, die häufig natürlich auch verteilen als Betreiber sind sagen okay wir haben da von diesem Begriff so schön Marco den ich sehr mag diese Daseinsvorsorge dass wir im Grunde nicht nur dafür da sind irgendwie billig Strom zu verkaufen sondern ja auch die Grundversorgung zu stellen, sicherzustellen dass das alle angeschlossen werden.
00:46:16: Alle die an Interesse haben und es kostet manchmal ein bisschen mehr Geld, also weil jetzt einfach nur keine Ahnung auf Verovox gelistet ist und der bittigste Stromanbieter sein möchte.
00:46:26: Marco du hast noch mal Vehicle to Grid also quasi das bidirektionale Laden von E-Autos zurück ins Verteilnetz angesprochen.
00:46:34: da würde ich doch irgendwie annehmen hier das als Stadtwerke als lokaler Netzbetreiber ja eh nicht durft, regulativ.
00:46:42: Insofern warum ist das bei euch überhaupt ein Thema?
00:46:45: Ja
00:46:46: weil es wichtig ist sich ständig hinter dem zu verstecken was ich nicht darf und es als Schutzmauer wie eine Monstranz für mich herzutragen sondern einfach mal das zu tun was notwendig ist und wichtig ist.
00:46:57: und vierzig Millionen KWs in Deutschland haben die Flexibilität von über hundert AKW's Das muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen, welche Flexibilitäten wir eh investieren und einfach nicht nutzen.
00:47:12: Da sind drei große Pummspeicherkraftwerke A Goldestahl von der Kapazität die wird da hin und her fahren.
00:47:19: und wenn alle elektroingenieure ich denke gerne in Limes Betrachtung Wenn wir alle vierzig Millionen BKWs vollladen würden zum Thema Resilienz könnten wir momentan Deutschland mit zwei Tage nur aus den Agobatterien versorgen.
00:47:36: Das ist eine Zahl, die muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen als Limesbetrachtung was wir liegen lassen weil wir uns hinter irgendwelchen Vorschriften verstecken.
00:47:46: Wahnsinnshoch Rechnung, vielen Dank noch mal.
00:47:48: Liebes Publikum, jetzt seid ihr dran!
00:47:49: Was haltet ihr von euren Stadtwerken?
00:47:51: Vielleicht habt ihr einen völlig anderen Blick als unsere beiden Gäste heute.
00:47:55: Schreibt's gerne in die Kommentare.
00:47:57: Haben die Messstellenbetreiber schon ein Smart-Meter bei euch eingebaut?
00:48:00: Was habt ihr für'n Image von eurem kommunalen Energiebehörden vor Ort?
00:48:05: Schreibt es gerne rein, wir sind sehr gespannt.
00:48:07: Ansonsten sehen uns nächsten Sonntag wieder.
00:48:08: Vielen Dank fürs Kommen.
00:48:10: Klaus Hartmann und Marco Krasser bis zum nächsten Sonndag.
00:48:12: Tschüss.
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