Batterien halbieren absurde Strompreis-Spitzen - Leonhard Gandhi
Shownotes
Was passiert mit dem Strommarkt, wenn 20 Gigawatt zusätzliche Batteriespeicher ans Netz gehen? Leonhard Gandhi (Fraunhofer ISE, Energy Charts) hat es mit dem Strompreissimulator durchgerechnet: Die Zahl der Stunden mit Preisen über 200 €/MWh fällt in der Simulation für 2025 von 169 auf 20. Der Strompreissimulator nimmt die historischen Börsendaten und fügt Gebote von Batteriespeichern hinzu. So zeigt er, wie der Day-Ahead-Preis mit mehr Speichern ausgesehen hätte.
Wir klären unter anderem:
• Warum der durchschnittliche Strompreis kaum sinkt, Preisspitzen und Abregelung aber sehr wohl
• Warum Batterien kurze Spitzen gut dämpfen, bei längeren Phasen aber an Grenzen kommen
• Was das für Gaskraftwerke und die Abhängigkeit vom Gaspreis bedeutet
• Wie sich Großbatterien finanzieren und ob sie sich gegenseitig kannibalisieren
• Welche Rolle sie beim Netzausbau spielen
• Wie viel Batteriekapazität bis 2030 gebraucht wird
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Im Geladen-Podcast setzen sich Daniel Messling und Patrick von Rosen mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroautos und Batterieforschung auseinander. Dieser Podcast wird produziert von der KIT Campus Transfer GmbH.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sprechen heute von Batteriespeichern, die wir einsetzen um Photovoltaik zwischenzuspeicheren.
00:00:05: Wir sprechen im fünf bis zehn Jahren aber auch vom Batteriesspeichern um Windphasen zu speichern die in deutlich länger dauern drei bis fünf Tage im Durchschnitt.
00:00:15: Das heißt auch für die Stromkunden dass wir quasi in den Sommer Monaten, Frühjahr und Herbst quasi eine komplette Entkoppelung vom Gaspreis erreichen können.
00:00:25: Das heißt der Strompreis ist dann nur noch gesetzt durch Photovoltaik und andere erneuerbare und Batteriespeicher.
00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu geladen deinem Batterie-Podcast zur Energiewende.
00:00:41: Liebes Publikum, wir sprechen hier ja relativ häufig in letzter Zeit über die Großbatterien und meistens ihre zukünftige Rolle fürs Stromsystem für den Strommarkt.
00:00:51: Und heute haben wir da mal jemand eingeladen der das alles mal mit Zahlen aus einer ganz tollen Simulation unterstützen kann und wirklich das Potenzial und den Einfluss da mal klären kann!
00:01:03: Hallo, Leonhard Ghandi grüß dich im Podcast.
00:01:06: Schön dich mal wieder zu sprechen!
00:01:07: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:08: Leonhard du bist Projektleiter EnergyCharts am Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme kurz ESE.
00:01:16: EnergyChart.
00:01:16: übrigens liebes Publikum falls ihr das noch nicht kennt geht da unbedingt mal drauf.
00:01:20: ganz ganz tolle Seite können wir super empfehlen wenn ihr ja mal verschiedene Zahlen da irgendwie zu unserem Stromsystem Energie System haben wollt.
00:01:28: Ihr habt eine Strompreis Simulation veröffentlicht und Die bringt ganz, ganz viele tolle Zahlen jetzt heute irgendwie hier in diesem Podcast mit.
00:01:37: Die will man einzeln durchgehen wollen.
00:01:39: liebes Publikum keine Sorge ich nenne jetzt mal ein paar aber ihr müsst euch die nicht merken.
00:01:43: wir gehen das jetzt nach und nach alles in diesem Gespräch durch Aber mal vielleicht darauf achten auf die Differenzen die da jetzt gleich genannt werden Und zwar ihr simuliert für des Jahr zwanzigfünfundzwanzig Zwanzig Gigawatt zusätzliche Batteriespeicher die jetzt in diesem System dann mitsimuliert werden.
00:02:00: Und das Ergebnis ist die Zahl der Stunden, mit Preisen über zweihundert Euro pro Megawattstunde, die fällt von hundertneunundsechzig auf nur – ihr zahlt euch fest – zwanzig und die negativen Stunden von fünfhundertfünfundsiebzig auf zweihunderteinundsebzig!
00:02:17: Also das ist schon mal sehr beeindruckend dieser Einfluss.
00:02:20: Leonhard erklär mir vielleicht ganz zu Beginn bevor wir jetzt wirklich ein bisschen tiefer einsteigen Sind Batterien, speziell Großbatterien gerade dabei so die Funktionsweise unseres Strommarktes komplett zu verändern?
00:02:33: Also tatsächlich ist es so dass diese Großbateriespeicher eine fundamentale Änderung im Stromsystem darstellen weil wir damit zum ersten Mal die Möglichkeit haben den Stromverbrauch und die Stromerzeugungen in gewisser Weise zu entkoppeln.
00:02:48: Bisher war's so das bis auf kleine Speichermöglichkeiten mit Pumpspeichern, wie er immer den Strom zur gleichen Zeit erzeugen muss und wenn er auch verbraucht wird.
00:02:58: Und mit diesen Batteriespeichern die jetzt so eine Verschiebung hinbekommen schaffen wir das das erste Mal wirklich zu entkoppeln dem Verbrauch von der Erzeugung.
00:03:07: Das ist natürlich schon ne fundamentale Änderung!
00:03:10: Die Idee von diesem Strompreis Simulator auf den Energy Charts ist es für jeden greifbar zu machen auf den Strommarkt wirken.
00:03:19: Also, wir haben nicht nur die Ergebnisse, die wir heute besprechen sondern da kann jeder damit spielen und auch selber mal nachverfolgen wie zu einer Dunkelflaute, wie einen sonnigen Frühlingstag Batteriespeicher auf dem Strommarkt werden.
00:03:33: also wer lesen aus diesen Zahlen jetzt erstmal raus?
00:03:36: korrigier mich wenn ich da falsch liege.
00:03:38: Wir haben immer weniger negative Preisstunden Wenn man mehr Batterieleistung sozusagen in den Markt lässt.
00:03:45: Und gleichzeitig kann man diese Spitzenpreise, ne?
00:03:47: Daniel hat sie genannt über zweihundert Euro pro Megawattstunde.
00:03:50: Die kann man wunderbar abdämpfen und verhindern mit Batterien.
00:03:54: Genau also wir haben ja am Strommarkt sogenannte Preissignale die anzeigen dass wir ein Flexibilitätsbedarf haben.
00:04:02: Das kennen viele.
00:04:03: das sind zum einen die hohen preispitzen während dunkel flauten oder an Sommerabenden aber das sind auch die negativen preisen wenn wir besonders viel Erzeugung aus Photovoltaik oder Wind haben.
00:04:14: Und die Batteriespeicher helfen uns natürlich, diese Flexibilität zur Verfügung zu stellen.
00:04:20: Aus meiner Sicht ist allerdings der wichtigste Punkt den auch ich selber aus dem Strompreis-Simulator gelernt habe dass wir diese Flexabilitäten vor allem brauchen um noch mehr erneuerbare Energien im Stromsystem integrieren zu können.
00:04:36: Bisher war es so das wir quasi eine zusätzliche Erzeugte Kilobattstunde aus Photovoltaik oder Windkraft in aller Regel direkt verbrauchen konnten.
00:04:45: Das heißt, wir haben konventionelle Kraftwerke abgeregelt und haben stattdessen eine erneuerbare Kilowattstunde verbraucht.
00:04:53: Allerdings sind wir jetzt in einer Phase der Energiewende wo teilweise die Erzeugung aus Photovoltaik und Wind größer ist als unsere Stromnachfrage.
00:05:01: das heißt ab sofort brauchen wir für jede zusätzlich erzeugte Kilowattsstunde auch Speicher oder andere Flexibilitäten.
00:05:08: Aber dann, bevor wir jetzt irgendwie weiter in die Zahlen einsteigen und das nochmal diskutieren.
00:05:13: Erklär uns bitte noch mal den Simulator ein bisschen genauer.
00:05:15: also ihr habt diese zwanzig Gigawatt-Speicher, habt ihr sozusagen in diese Simulation mit reingenommen aber eigentlich in ein unverändertes Stromsystem oder wie ist es?
00:05:26: Also der große Vorteil vom Simulator ist dass wir relativ wenige Annahmen oder Prognosen selbst tätigen müssen sondern wir nehmen von der Strombörse die Marktdaten des historischen Stromhandels, so wer tatsächlich stattgefunden hat und fügen zusätzlich noch Gebote von Batteriespeichern ein.
00:05:45: Das heißt die Simulation findet statt wie der Börsenstrompreis zum Beispiel heute gewesen wäre, wenn wir zwei Gigawatt zusätzlich Batteriespeicher am Stromnetz hätten.
00:05:57: Das sind alle Annahmen die wir tätigen müssen.
00:05:59: Wir müssen keine Kostenannahmen für verschiedene Technologien machen.
00:06:03: Wir mussten nicht prognostizieren wie viele zusätzliche Erneuerbare installiert werden sondern wir passen den Strommarkt wirklich nur an einer Stelle an und das kann der Benutzer selber direkt im Browser machen.
00:06:15: Also ihr habt euch auf gut Deutsch nicht beschäftigt mit diesen komplizierten Netzanschlussregelungen, die ja dann doch irgendwie super schwer zu simulieren sind.
00:06:25: Weil sie erstens jetzt gerade passieren und zweitens tatsächlich verbunden sind mit sehr individuellen Regeln je nach Bundesland beispielsweise Leonhardt.
00:06:34: Jetzt muss ich aber trotzdem nochmal auf diese Erwartung zu sprechen kommen.
00:06:38: also Ihr sagt jetzt nicht in diesem Preis-Simulator, dass der Strompreis sich mit Batterien maßgeblich nach unten korrigiert im Durchschnitt?
00:06:48: Tatsächlich ist eine wichtige Erkenntnis.
00:06:50: Das deckt sich aber auch mit größeren Systemstudien, das der durchschnittliche Strompreist nur sehr gering sinkt durch zusätzliche Batteriespeicher.
00:06:59: Der Hauptgrund dafür ist tatsächlich, dass die Batteriespeicher natürlich auch mit einem gewissen Wirkungsgrad simuliert sind und diese Verluste, die im Speicher entstehen natürlich den Verbrauch insgesamt erhöhen und die Speicher natürlich nur eine Verschiebung durchführen.
00:07:16: Das heißt, die Laden hat zu gewissen Zeit erhöhen dann den Strompreis und senken den StromPreis natürlich wenn sie endladen.
00:07:24: das hat zur Konsequenz dass der durchschnittliche Strompreise sich kaum ändert allerdings was sich sehr stark ändert zum Beispiel der Wert des Stroms für Photovoltaik oder Windkraft am Markt.
00:07:40: Das heißt, wir müssen beispielsweise deutlich weniger Energiemengen abregeln und auch die Vermarktung ist deutlich gewinnbringender für die erneuerbaren Energien was dann im Rückschluss wieder ermöglicht zusätzliche Energiemenge ans Netz anschließen zu können.
00:07:56: Jetzt kommt Werbung!
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00:08:06: Ganz ehrlich, ich nutze auch seitdem fast keine andere Ladeapp mehr.
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00:08:35: Und mit Charge Price?
00:08:36: Ja.
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00:09:11: Also bei mir hat ChargePrice auf jeden Fall den Test bestanden.
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00:09:23: da erscheinen die Ladepreise dann direkt auf der Karte.
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00:09:55: Kurzer Hinweis?
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00:10:04: Okay, dann gehen wir doch mal kurz aus der Simulation raus und sprechen mal über diesen Batteriezunami.
00:10:09: Über den wir ja auch häufiger sprechen.
00:10:11: Liebes Publikum ihr kennt das diese ganzen Anfragen die da an die Netzbetreiber gestellt werden für Anschlüsse für Großbatterien.
00:10:18: Leonhard, nimm uns da mal mit wie ist denn der aktuelle Stand?
00:10:21: Geht es immer weiter hoch mit diesen Anschlussanfragen.
00:10:25: Wie beurteilst du das eigentlich jetzt so aus deiner Sicht?
00:10:28: Was unterscheidest du denn dazwischen echten Projekten, die dann wirklich mal in das Stromsystem integriert werden oder auch vielleicht einfach nur irgendwelchen Karteileichen, die einfach nie umgesetzt werden.
00:10:41: Oder auch Dinge, die halt aufgrund mangelnder Netzanschlüsse dann vielleicht gar nichts werden.
00:10:46: Ich habe hier so eine einfache Faustregel wie wir so Meldungen tatsächlich für sich einordnen können, wie wehrthaltig diese sind und zwar Hört man sehr häufig von fünfhundert Gigawatt, achthundert gigawatt Anschlussanfragen.
00:11:01: Und es ist wichtig zu sehen.
00:11:03: wenn man von Speichern, Batteriespeichern für die Energiewende reden spielt die Leistung tatsächlich nur eine sehr untergeordnete Rolle.
00:11:10: Wenn man das jetzt mit seinem eigenen Auto vergleicht, können wir sich vorstellen dass es die maximale Geschwindigkeit des Autofahren kann, ist die Speicherleistung.
00:11:21: In aller Regel spielt es im Alltag für den Anwender oder die Benutzer vom Auto keine Rolle, wie schnell das Auto in der Spitze fahren kann.
00:11:29: Und so ist es von Batteriespeicher.
00:11:32: da spielt die installierte Leistung,
00:11:34: d.h.,
00:11:35: die Anschlussleistungen auch nur eine untergeordnete Rolle.
00:11:39: Die spielt heute dann eine Rolle wenn wir beispielsweise darüber reden die Speicher für Regelenergie zu verwenden.
00:11:44: Da ist natürlich entscheidend welche Leistung der Speicher hat.
00:11:47: Wenn wir aber über die Anwendung Der Energiewende sprechen zum Beispiel die Verschiebung der Photovoltaikspitze ist die Leistung wirklich nur untergeordnet wichtig, sondern die Kapazität.
00:11:59: Und die Faustregel ist wenn sie zur Zahl nur die Leistungen mitbekommen aber keine Kapazitäten wäre ich sehr vorsichtig ob das eine stichhaltige Begründung ist.
00:12:10: Das heißt wir müssen von diesen Speichern eigentlich zu allererst immer über die Kapazität sprechen, die die Speicher anbieten.
00:12:18: Und bei diesen Netzanschlussvoranfragen kennen wir eben nur die Leistung.
00:12:22: Das heißt das ist untergeordnet Bedeutung.
00:12:26: es gibt dann die tatsächlich genehmigten Anschlüsse.
00:12:29: da sprechen wir im zweistelligen Gigawatt Bereich und wo wir dann zum ersten Mal tatsächlich die Kapazitäten hören ist bei angemeldeten Projekten in Marktstandereinregister.
00:12:40: Da hören wir dann die Kapizität und das sind tatsächlich Projekte sehr hohe Realisierungswahrscheinlichkeit haben.
00:12:47: Leonhard, was eigentlich jetzt hier im System passiert ist eigentlich genau das, was jeder Heimspeicherbesitzer realisieren möchte?
00:12:53: Man möchte natürlich so wenig Strom sozusagen hinzufügen, Graustrom aus dem Netz ziehen.
00:12:59: Das machen wir mit diesen Großspeichern.
00:13:01: also du hast gesagt damit kann man zwar nur wenig den Strompreis in der im Durchschnitt dämpfen.
00:13:07: Man kann aber natürlich irgendwie Gaskraftwerke ersetzen, das machen ja zum Beispiel die Leute in Texas und Kalifornien schon sehr erfolgreich.
00:13:14: wir können unser EEG-Konto entlasten und die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten.
00:13:20: jeder kennt ihn glaube ich in diesem Podcast.
00:13:21: diese Strompreiskurve das ist die Duck Curve um siebzehn Uhr und um acht Uhr morgens da haben wir halt die größten die höchsten Strompreise im System.
00:13:29: dazu gebe ich euch mal ein Beispiel liebes Publikum.
00:13:32: im August zwei tausend sechsund zwanzig da kostete Strom zwischen elf und vierzehn Uhr durchschnittlich zweiundvierzig Euro pro Megawattstunde.
00:13:40: Zwischen achtzehn-und-einezwanzig Uhr dagegen, ja da waren das hundertneunzig Euro pro megawatt Stunde.
00:13:47: also diese Mittagabend-Differenz die es gegenüber dem letzten Jahr August zwanzig fünfundzwanzige von rund hundertsechs auf hundertundvierzig Euro per Megawattschunde sogar gewachsen.
00:13:59: Leonhard, kannst du uns das noch mal beschreiben?
00:14:01: Wie ist es eigentlich möglich.
00:14:02: Also tatsächlich wenn man sich jetzt die Jahre fünfundzwanzig und sechsundzwanziger betrachtet hat zwar der absolute sogenannte Spray
00:14:10: d.h.,
00:14:10: die Differenz zwischen mittags- und armen preis zugenommen.
00:14:14: Das ist aber vor allem Basiseffekt weil auch die Strompreise insgesamt extrem gestiegen sind.
00:14:20: Es ist vor allem dadurch bedingt dass eben der Erdgaspreis sehr stark gestiegen ist.
00:14:25: Dadurch der Unterschied zwischen Mittag- und Abendpreisend stiegen, aber wenn man sich das relativ betrachtet ist es eigentlich gleich mitgeblieben.
00:14:36: Und deswegen spannend weil wir ja zur gleichen Zeit auch erneuerbare Energien zugebaut haben.
00:14:42: Das heißt, wir haben aktuell tatsächlich schon Zubau vom Batteriespeichern, der quasi ein zusätzliches Anwachsen des Brats dämpfen kann.
00:14:51: Das ist ein positives Signal weil wir natürlich diese Speicher- und Flexibilität auch brauchen, perspektivisch noch einen viel stärkeren Hochlauf brauchen.
00:15:02: Dann sprechen wir mal über die Preisspitzen.
00:15:04: Das kennen wir natürlich auch hier aus diesem Podcast, hier auch einmal ein Beispiel.
00:15:08: Am vierzehnten September lag die Preisspitze bei siebenhundertvierzig Euro pro Megawattstunde und du hast das als Anlass genommen da auf LinkedIn was dazu zu posten und hast geschrieben dass zusätzliche zehn Gigawatt-Batteriespeicher den Preis in diesem Fall in dieser Viertelstunde laut Simulator auf dreihundertachzehn Euro pro megawatt Stunde gedrückt hätten.
00:15:30: Erklär das mal, wie geht es, dass das so dermaßen gedrückt wird in dieser Viertelstunde?
00:15:35: Hier überlagern sich natürlich zwei Effekte.
00:15:37: Zum einen fehlt natürlich in den Abendstunden einfach die Erzeugungsleistung weil zum einen die Photovoltaikerzeugung zurückgeht und das auch ein sehr windarmer Tag war.
00:15:48: aber es kommt noch ein zweiter Effekt zum Tragen Die Strompreisbildung ist sehr kurzfristig.
00:15:54: In dem Fall waren diese Preispitze wirklich nur für wenige Viertellstunden der Fall Und Batteriespeicher sind jetzt eben flexibel genug, wirklich auch nur für drei Viertelstunden oder für eine einzelne Viertellstunde mit der vollen Leistung einzuspeisen.
00:16:09: Beispielsweise in Gaskraftwerk kann das nicht ohne Weiteres nur für ne Vierteltunde die volle Leistung zur Verfügung zu stellen und deswegen werden auch deutlich höhere Preise abgerufen.
00:16:21: Das heißt Speicher vor allem Batterie-Speicher helfen uns vor allem so kurze Spitzen sehr gut abzudämpfen.
00:16:29: Und das sieht man eben auch im Simulator sehr deutlich, schwieriger wird es natürlich immer desto länger die Periode werden weil dann spielt natürlich die Kapazität eine größere Rolle.
00:16:40: So dem gegenüber Leonhard stehen jetzt ja sehr sehr geringe Preise Minuspreise die aber in diesem Jahr deutlich weniger häufig vorkommen als zum Beispiel im letzten jahrs.
00:16:51: gab am ersten mai da mal ein minimum marktminimum von minus fourhundert neun und neunzig euro pro megawatt stunde.
00:16:57: aber grundsätzlich kommen diese situationen weniger häufig vor also negative preise als jetzt im letzten.
00:17:04: ja warum ist das so?
00:17:05: Vielleicht erstmal vorweg, wieso wir immer im Frühjahr Ende vom Frühjah die negativsten Preise sehen.
00:17:12: Das liegt vor allem daran dass die Erzeugung aus Photovoltaik da besonders hoch ist weil die Solareinstrahlung schon sehr hoch ist auch der Winkel schon relativ hoch ist für die meisten Module die Temperaturen gering sind.
00:17:25: Und jetzt am ersten Mai kommt hinzu, dass das der Feiertag in Europa ist, der in den meisten Ländern gleichzeitig auftritt.
00:17:32: Also es gibt wenig Feiertage die quasi fast alle Länder gleichzeitig betrifft.
00:17:36: Deswegen ist die Nachfrage auch besonders gering und wir haben ja dieses Jahr weniger negative Breistunden gesehen als im vorausgehenden Jahr.
00:17:44: Der Haupteffekt ist allerdings... Nicht im Zusammenhang mit Photovoltaik, auch nicht im Zusammenhangen mit Speichern.
00:17:52: Sondern das ist ein übergeordneter Effekt der eher mit dem Klimawandel zusammenhängt und zwar durch die große Dürre- und Hitzewellen standen in Europa sehr viel weniger Kraftwerke zur Verfügung vor allem auch Laufwasserkraftwerke in den alten und allen angrenzenden Ländern.
00:18:09: Das heißt wir sehen eklatanten Mangel an Erzeugungsleistungen den ganzen Sommer hindurch was natürlich dazu führt, dass Photovoltaik sehr viel weniger abgeregelt werden muss.
00:18:20: Einfach viel weniger konventionelle und Wasserkraftwerke am Netz fahren.
00:18:25: Gleichzeitig gibt es allerdings auch Effekte die schon tragen nicht in der gleichen Bedeutung wie der Hitzeffekt.
00:18:32: das ist beispielsweise.
00:18:34: seit dem Solar-Spitzengesetz gilt für alle Neuanlagen in Deutschland, dass es nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ist bei negativen Preisen einzuspeisen d.h.
00:18:42: Sie sehen sehr viel mehr Abregelungen wenn der Strompreis negativ ist.
00:18:47: Es gibt auch den Effekt, dass eigentlich schon viel mehr Anlagen schon seit längerer Zeit einen ökonomischen Anreiz haben abzuregeln das aber nicht gemacht haben weil es sehr selten auftrat.
00:18:58: Das hat sich seit zweitausendfünfundzwanzig auch geändert und wir sehen natürlich auch schon beginnt den effekt Batteriespeicher, die wir aktuell wirklich zubauen.
00:19:08: Wir sehen im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig zum ersten Mal einen substanziellen Zubau von Großbatterie-Speichern in
00:19:14: Deutschland.".
00:19:15: Das ist ganz toll zu hören und ich kann mal zusammenfassen das Ziel ist natürlich diese Preiskurve komplett gerade zu kriegen und das hat mich jetzt grade sehr beeindruckt.
00:19:24: also du sagst die negativen Preisstunden die jetzt nicht auftreten oder weniger auftrehen als letztes Jahr.
00:19:29: das liegt zum Beispiel auch an den Nicht so in der Form existierenden Laufwasserkraftwerken oder schlechter laufenden Pumpspeicherkraftwerk in den Alpenländern.
00:19:39: Die Atomkraftwerke kommen noch dazu, das ist unglaublich interessant zu sehen wie kompliziert das am Ende ist.
00:19:44: Also sagst du man sieht schon diese Flexibilität an E-Autos, Wärmepumpen und so die siehst Du schon in diesem System drin dass man halt weniger negative Preise hat als letztes Jahr?
00:19:54: Das sagst Du.
00:19:55: also die zwei großen Flexibilitäten die wir tatsächlich substanziell sehen ist der Einsatz von Großbatteryspeichern am Dayer-Headmarkt.
00:20:05: Das können wir direkt sehen.
00:20:07: und das zweite ist die Abregelung von Anlagen bei negativen Börsenstrompreisen, also da haben wir eine substanzielle Zunahme auch gesehen.
00:20:15: Ziel muss natürlich sein dass wir die meisten Energiemengen einspeichert zukünftig und nicht abregeln weil durch das Abregeln vermeiden wird zwar negative Börsensstrompreise und hohe Förderkosten für den Steuerzahler Aber wir senken natürlich nicht die Strompreise in den Abendstunden und Batteriespeichern machen im Bayeris gleichzeitig.
00:20:36: ansonsten abgeregelten Energiemengen auf zur Mittagszeit und senken dann gleichzeitig den Strompreis am
00:20:42: Abend.
00:20:43: Okay, wir müssen an dieser Stelle aber jetzt auch mal tatsächlich an das Geschäftsmodell der Anlagenbetreiber von solchen Großbatterien ran.
00:20:51: Deine Simulation die zeigt ja uns haben wir gerade schon gehört dass zusätzliche zwanzig Gigawatt Batteriespeicher dann diesen durchschnittlichen Target Spread diese Differenz um rund sechzig Prozent schrumpfen lässt.
00:21:03: Das ist Gleichzeitig kommen wir dann ja in so ein Paradox rein, weil das einerseits das Geschäftsmodell der Batteriespeicher ist tatsächlich diese Differenz auszunutzen.
00:21:14: Aber wenn wir immer mehr Batterie Speicher dazu bauen, dann zerstören die sich oder kannibalisieren sich natürlich auch dieses Geschäfts-Modell.
00:21:22: Kannst du das mal auflösen?
00:21:23: Wie wird es in Zukunft laufen?
00:21:25: Tatsächlich ist es so, dass die Batteriespeicher, die heute installiert werden und heute am Markt Geld verdienen nur zum kleinen Teil an dem sogenannten Day-Ahead Mark teilnehmen den auch der Simulator der Energy Charts abdeckt.
00:21:39: Tatsächlich, wenn man sich das Erlöspotenzial der einzelnen Märkte betrachtet macht der Day-Ahead-Markt stand heute also heute und die letzten zwölf Monate unter zwanzig Prozent am möglichen Erlösung mit so einem Großbatteriespeicher aus.
00:21:52: Das heißt, die Speiche, die heute betrieben werden verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Regelenergie im kurzfristigen Intradayhandel oder auch durch andere Dienstleistungen wie momentan Reserve, Blindleistungseinspeissung und dergleichen Und nur ein kleiner Teil ist heute finanziert durch den Handel am Deerhead-Markt.
00:22:16: Das wird sich aber zukünftig sehr stark ändern, weil die Märkte wo die Batteriespeicher heute ihr Geld verdienen haben begrenztes Volumen was auch teilweise nicht mehr wächst also beispielsweise in.
00:22:28: der Regelenergiemarkt hat eine gewisse Ausstreibungsmenge für ganz Deutschland und das wird zukünftig auch nicht zunehmen.
00:22:34: Das heißt da gibt es wirklich einen begrenzten Markt Und beim Day-Ahead-Handel ist es aber ganz anders.
00:22:39: Der wächst mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, die wir auch ausbauen müssen um die Klimaziele zu erreichen.
00:22:46: Das heißt ich habe da wenig Angst dass wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren hier eine Übersättigung durch Speicher oder Flexibilität erreichen.
00:22:56: Gleichzeitig ist es so das natürlich im Markt das Grundidee so ist, dass wir immer so viel Zubau an Speichern sehen wie wir brauchen was Dadurch erreicht wird, dass eben der Sturmpreis so gestaltet ist.
00:23:10: Dass sich ein Zubau gerade noch lohnt.
00:23:12: Aktuell sehen wir aber das die Markterlese deutlich höher sind als die Kosten für die Speicher.
00:23:18: Das heißt es hoch attraktiven Speicher anzuschließen Und die Gründe, wieso wir nicht mehr Speicher am Stromnetz haben sind eben anders gelagert.
00:23:27: Das habt ihr in Podcasts auch schon öfter besprochen.
00:23:31: Das sind eben Netzanschlüsse, das sind Baugenehmigungen, das ist aber auch einfach regulatorisch netzenkelte Marktzugänge und dergleichen.
00:23:40: Das heißt da haben wir den Flaschenhals aktuell und deswegen sind die Erlöse an dem Merken auch höher als man es eigentlich in so einer Gleichgewichtssituation erwarten würde.
00:23:50: Ist
00:23:50: es eigentlich möglich, diese Geschäftsmodelle auch zu verbinden?
00:23:52: Weil da kratzen wir mal ein bisschen an dieser Fassade.
00:23:55: Wir wissen, die Batteriesprecher können grundsätzlich Regelenergie, sie können Blindleistung, momentan Reserve und dann eben noch Abitrachhandel betreiben.
00:24:04: Sie können das aber nicht alle gleichzeitig oder?
00:24:07: Das wollten wir in diesem Podcast nochmal klar unterstreichen.
00:24:09: was ist deine Meinung dazu?
00:24:11: Eigentlich alle Großbatteryspeicher vermarkten ihre Flexibilität an mehreren Märkten gleichzeitig Und man geht natürlich immer in die Märkte rein, wo gerade am meisten verdient werden kann.
00:24:24: Es gibt so ein paar Ausschlusskriterien.
00:24:26: zum Beispiel wenn man Regelenergie anbietet dann kann man zur gleichen Zeit nicht auch noch in anderen Märkten handeln und man muss sich da auch früher committen dass man diese Reglenergie bereitstellt.
00:24:38: aber wenn man sich jetzt zum Beispiel den Intraday oder den Day ahead Handel ansieht dann kann das sehr gut auch mit kurzer Zeitspanne untereinander wechseln und ist natürlich schon so, dass wenn ich jetzt spreche das Erlöspotenzial am Dayer-Headmarkt ist nur zwanzig Prozent für so ein Großbatteryspeicher.
00:24:57: Wenn wir ja jetzt eine Dunkelflaute haben ... großen Preis-Differenz zwischen zwei Zeitpunkten, dann gehen natürlich mehr als zwanzig Prozent der Großbatteriespeichereien.
00:25:07: Weil die sehen natürlich auch das an dem Tag sehr viel im Darehead Markt verdient werden kann und da machen sie natürlich weniger in den anderen Märkten.
00:25:15: Das heißt auch zwischen den Märken ist es sehr flexibel wie die Speicher agieren können.
00:25:20: Jetzt reden wir mal über Gaskraftwerke.
00:25:22: Leonhard, und zwar das ist ja jetzt ein naheliegendes Szenario dass wir in den nächsten Jahren immer weniger Gaskraft Werke morgens und abends um siebzehn Uhr im Markt sehen.
00:25:31: da kommen jetzt genau die Batteriespeicher in den Markt rein.
00:25:35: Das ist natürlich toll weil wir damit weniger CO-Zweihemissionen raus pusten Und gleichzeitig den Strompreis in diesen Stunden dämpfen.
00:25:44: Kannst du uns da mal ein paar Zahlen geben?
00:25:46: Wenn man das Ganze vergleicht mit anderen Ländern auf der Erde, also ihr habt es im Podcast ja auch schon gehabt beispielsweise Kalifornien oder Texas oder Australien muss man immer im Hinterkopf haben dass dann grundsätzlichen Unterschied gibt und zwar nicht was die Speicher angeht sondern was das Gestehungspotenzial aus Erneuerbaren angeht.
00:26:07: Wenn man sich die Produktionskurve beispielsweise aus Photovoltaik in Kalifornie über des Jahr hinweg ansieht wird man sehen relativ konstant ist.
00:26:16: Also es gibt kaum jahreszeitlichen Effekt und wir in Mitteleuropa, in Deutschland haben eben die starken Winter- und haben deutlich weniger Ertrag aus Fotobolteig im Wintermonat.
00:26:27: Das muss man immer im Hinterkopf haben wenn man über Reservekraftwerke und Batteriespeicher spricht weil es gibt Regionen in der Welt wo wir tatsächlich diese Reserven nur sehr gering brauchen Und wo quasi man nur mit Erneuerbaren und Batteriespeichern heute schon eine sehr konstante Erzeugung über das ganze Jahr erreichen kann.
00:26:48: Es ist allerdings in Deutschland eben nicht der Fall, hier haben wir die Dunkelflauten, wir haben die Winterperioden und brauchen diese längeren Speicherdauer.
00:26:57: Das heißt aber wiederum im Umkehrschluss nicht dass während einer dunkel flaute Batteriespeicher keine Rolle spielen sondern wir können Batterie-Speicher dazu einsetzen oben Schwankungen die über einen tag sich bewegen auszugleichen.
00:27:12: wir haben ja keine konstante strom nachfrage sondern wir haben ein konstant sehr stark nachfragen peak in den abendstunden auch zur mittagszeit und wir können natürlich batterie speicher während der dunkelflotte einsetzen um das quasi überein tag.
00:27:28: konstant zu bekommen und dadurch sinkt auch die benötigte Leistung der Reservekraftwerke, die dann während einer Dunkelflaute quasi konstant mit voller Leistung durchlaufen können.
00:27:39: Kannst du das vielleicht noch mal so grundsätzlich für Merit Order und die Gaskraftwerke, die Preisbildenden dann vielleicht erklären?
00:27:47: Weil was es gerade gesagt, die werden dann im Abend in den Abendstunden jetzt immer häufiger.
00:27:51: Je mehr Batteriespeicher da dazukommen, dann rausgedrängt aus dem Markt.
00:27:56: Was bedeutet das denn in Zukunft für unseren Strompreis?
00:27:59: Was ich jetzt gerade erklärt habe sind quasi Reservekraftwerke des Gaskhaftwerkes sein können, die wir eben für diese Herbst- und Winterperioden brauchen wo wir wenig Erzeugung aus erneuerbaren Energien haben, die sogenannten Dunkelflauen.
00:28:13: Das heißt, wir brauchen einen gewissen Anteil angesicherte Erzeugungsleistungen der gesenkt werden kann durch zusätzliche Batteriespeicher.
00:28:21: Der wichtigste Effekt von Batteriespeichern auf Gaskraftwerke ist aber nicht dass wir weniger Reservekraftwerke brauchen.
00:28:30: Das stimmt auch, habe ich gerade erklärt.
00:28:32: Sondern diese Reservekraftwerke werden immer weniger eingesetzt – das ist der ökonomisch größere Effekt!
00:28:39: Das heißt wir können zu den meisten Zeiten des Jahres zum Beispiel diesen Abendbedarf komplett aus Batteriespeichern decken und brauchen eben in den Frühjahrs-, Sommer- und Beginn der Herbstmonate quasi keine Gaskraftwerke sondern können das über erneuerbare Energien... und Batteriespeicher komplett decken.
00:28:58: Das heißt, wir setzen diese Kraftwerke immer weniger ein.
00:29:02: Das heisst auch für die Stromkunden dass wir quasi in den Sommermonaten früher und Herbst eine komplette Entkopplung vom Gaspreis erreichen können.
00:29:12: das heißt der Strompreis ist dann nur noch gesetzt durch Photovoltaik und andere Erneuerbare und Batterie Speicher.
00:29:20: Wir sehen das ganze heute schon, wenn man sich die Strompreise diesen Frühjahr und diesen Sommer ansieht.
00:29:25: Da sehen wir schon eine substanzielle Entkopplung vom Gaspreis.
00:29:29: Das tritt aber halt vor allem zu der Mittagszeit auf.
00:29:32: Und wir brauchen eben die Batteriespeicher um es auch in den Abendstunden und Nachtstunden erreichen zu können.
00:29:37: Aber was bedeutet das jetzt ganz konkret dann für den Strompreis?
00:29:40: Wenn dann die Gaskraftwerke immer häufiger nicht mehr in Betrieb sind und rausfallen aus dieser Rechnung?
00:29:47: Also der Strompreis wird substanziell geringer ausfallen in den Sommermonaten, immer in den Zeiten wo wir eben viel Erzeugung als erneuerbaren Energien haben und wir werden ihm unabhängiger vom Gaspreis.
00:30:00: Der Gasprei wird schon noch eine Rolle spielen während der Dunkelflauten.
00:30:05: da gibt es aber auch so eine Art Entkopplung weil die Finanzierung dieser Reservekraftwerke nicht nur über den Markt durchführen, sondern es gibt da jetzt das Strom-VKG oder dann zukünftig einen Art Kapazitätsmarkt die eben die Finanzierung der Reservekraftwerke sicherstellt und die dann sich nicht mehr rein aus dem Markt finanzieren.
00:30:27: Leonhard ganz offene Frage hast du das Gefühl dass wir hier in der Reformierung des gesamten Marktes hin zu Erneuerbaren eigentlich auf einem guten Fahrt sind?
00:30:36: Ich fasse mal aus meiner Sicht diese Problemzone mal zusammen!
00:30:40: Wir wollen jetzt Gaskraftwerke Bauen, die Bundesregierung möchte da glaube ich zehn Gigawatt noch hinzubauen.
00:30:46: Die wollen wir aber tendenziell rausdrücken aus dem Markt.
00:30:49: Wir brauchen sie als Reservekraftwerke, aber hoffentlich immer weniger im täglichen.
00:30:54: Die Batterien selber, die möchten wir jetzt alle ans Netz lassen, aber sagen auch gleichzeitig wenn wir davon sehr viele haben dann Ja, kannibalisieren sie sich gegenseitig.
00:31:03: Insofern alle diese Kraftwerke wollen doch Geld verdienen und ich hoffe doch nicht dass wir uns irgendwie ein ein Reservesystem schaffen wo sozusagen die Stilllegung dieser ganzen Kohle, Gas, Batterien usw.
00:31:16: so teuer ist das am Ende es wieder auf null rauskommt und wir bei diesem hohen Strompreis landen.
00:31:22: Sag mal aus CO-Zweihemissionssicht ist das toll was da gerade passiert.
00:31:26: aber hast du das Gefühl dass wir sozusagen auf diesen Fahrtrichtungen Ja, irgendwann im grünen Stromsystem.
00:31:33: Dass wir das auch echt dann Ressourcenärmer aufsetzen und so dass es dann am Ende billiger kommt?
00:31:39: Also mir ist wichtig, dass man das Ganze unter der Maßgabe betrachtet, dass in Deutschland so ist, dass jede erneuerbare Kilowattstunde die wir heute ins Stromnetz integrieren können, die tatsächlich eingespeist wird ersetzt eine fossile Kilowattsstunde.
00:31:54: Das heißt, sie spart auch CO₂-Emissionen ein.
00:31:58: Die Frage ist wie schaffen wir es immer weitere Mengen integrieren zu können?
00:32:02: und dazu brauchen wir jetzt im nächsten Schritt erst mal Kurzzeitspeicher vor allem Batteriespeicher damit wir eben vom Mittag in den Abend in die Nacht kommen.
00:32:12: Und dann mittel- und langfristig brauchen wir natürlich auch diese längeren Perioden.
00:32:16: Wir sprechen heute von Batteriespeichern, die wir einsetzen um Photovoltaik zwischenzuspeichert.
00:32:22: Wir sprechen im fünf bis zehn Jahren aber auch vom Batteriespeichern um Windphasen zu speichern Die in deutlich länger dauern drei bis fünf Tage im Durchschnitt.
00:32:32: Und die Frage ist natürlich technologisch wie viel setzen wir auf konventionelle Reserve Kraftwerke?
00:32:38: Wie beispielsweise Gaskraftwerke?
00:32:41: oder wie viele innovative Langzeitspeicher bekommen wir in den Markt, die eben kostengünstiger dieser Reserve Leistung anbieten können.
00:32:49: Das hattet ihr ja auch schon bei euch im Podcast.
00:32:51: da gibt es ganz spannende Technologien.
00:32:54: Es gibt immer neue Vorschläge und das ist richtig spannend was uns da erwartet.
00:32:58: deswegen bin ich da sehr positiv gestimmt.
00:33:00: dass wird da auch noch bessere Technologin hinbekommen als konventionelle Gaskraftwerke.
00:33:07: Deswegen wäre ich immer sehr vorsichtig, sich auf eine Technologie heute schon
00:33:11: festzulegen.".
00:33:12: Ich möchte jetzt hier nicht in die Suppe spucken, aber ich sage mal ihr in eurem Preis Simulator da habt ihr natürlich mehr oder weniger erst einmal fiktiv Zahlen zusammengeschmissen für Deutschland.
00:33:21: Wir wissen natürlich wie vereinzelt schwierig das ist mit den Standorten dieser Batterien.
00:33:26: also Stichwort Abregelung stichwort Strompreiszone stich Wort FCA's also diesen über Einkünften der lokalen Netzbetreiber diesen Batteriebetreibern, die sich dann einigen müssen wie der Fahrplan ist.
00:33:41: Wann man einspeisen darf?
00:33:42: Wann das eben nicht darf.
00:33:44: insofern wie hoch siehst du dieses Potenzial dass eben dieser Preis Simulator dann eben doch was völlig anderes abbildet als wir leider in der Realität sehen?
00:33:54: also der Strompreis Simulator arbeitet eben sehr nahe am unseren heutigen Strommarkt und simuliert sozusagen auch in der gemeinsamen deutschen Geburtszone.
00:34:04: heute In der Gebotszone spielt es natürlich keine Rolle, wo dieser Speicher steht.
00:34:09: Wenn wir dann über Netzausbau sprechen ist es natürlich entscheidend, wo diese Speicher genau stehen.
00:34:16: Da bin ich aber auch positiv gestimmt weil die Speicher ein sehr hohes Potenzial haben unsere Netze viel effizienter auszunutzen.
00:34:25: Wir sprechen ja heute hauptsächlich davon dass wir Photovoltaikstrom Zwischenspeichern und dann in den Abend- und Nachtstunden abgeben.
00:34:33: Und wir haben eben viele Netzknotenpunkte in Deutschland, die vor allem deswegen ausgelastet sind an denen viel Fotovoltaik hängt.
00:34:40: Das heißt wenn wir das Potenzial nutzen, die Speicher dort zu installieren, dann kriegen wir auch wieder freie Netzkapazitäten um weitere erneuerbare, um zusätzliche Verbraucher zu integrieren.
00:34:51: Es muss natürlich alles richtig geplant und koordiniert werden.
00:34:57: Da bin ich aber positiv gestimmt, weil einfach das technische Potenzial so groß ist, dass wir mit den Speichern haben.
00:35:03: Wir müssen es auch umsetzen.
00:35:06: Es gibt verschiedene Diskussionen, mehrere Geburtszonen, flexible Netzanschlussverträge und dergleichen.
00:35:13: Das muss man auch umsetzen.
00:35:14: Da ist noch was zu tun von der Politik.
00:35:17: Das Positive ist jedoch die Chancen des technischen Potentiales sehr hoch Und ich würde mich freuen, wenn wir das auch zum großen Teil nutzen.
00:35:26: Ganz
00:35:26: wichtig an dieser Stelle du hast es nur so im Nebensatz gesagt Großbatterien verhindern den nötigen netzausbau.
00:35:33: ich glaube das haben wir in dieser form so direkt noch nie gesagt hier im portkast hast du da zahlen für uns.
00:35:39: also wenn mir jetzt mal sagen wir bauen hier vielleicht mal so eine gigawatt stunde riesige groß batterien zu wie viel?
00:35:46: dass dann übersetzt heißt wie viele kosten wir eigentlich einsparen können dass wir eben die verteilennetze übertragungsnetze mittelspannung sein dass wir die einfach auch tatsächlich gar nicht bauen müssen.
00:35:56: Also tatsächlich ist es so, dass wenn man sich jetzt Netzknoten anschaut und ein großer Photovoltaikpark hängt.
00:36:02: wurde der historisch eben so ausgelegt, dass man auch zur Mittagsspitze die volle Leistung vom Photovoltaikpark einspeisen kann.
00:36:10: Die tritt allerdings nur für eine ganz kurze Zeit auf und mit Batteriespeichern haben wir quasi die Möglichkeit diese Mittagsspitzen auch am Einspeisepunkt abzuflachen und kriegen dadurch eben wieder freie Kapazitäten, die wir nicht zusätzlich ausbauen müssen Da schon noch deutlich stärker darauf achten, dass wir auch quasi Netzausbaukosten einsparen durch Batteriespeichern.
00:36:36: Das ist natürlich kompliziert weil wir dafür Regulatorien brauchen bei der Anlagenbetreiber natürlich erstmal eine Einschränkung hat.
00:36:45: aber die technischen Chancen sind sehr hoch von diesen Kurzzeitspeichern nicht nur um die Marktintegration zu erreichen sondern auch die Auslastung der Netze und damit die Wirtschaftlichkeit steigern zu können.
00:36:58: Dann machen wir zum Schluss noch mal eine kurze Prognose, wie das so in Zukunft läuft.
00:37:02: Ihr habt von Fraunhofer
00:37:04: Ise
00:37:04: so ne Studio vorgelegt und da verschiedene Szenarien durchgespielt für das Jahr zwanzig dreißig.
00:37:10: Und da kommt ihr auf einen Batteriebedarf je nach Szenario von ungefähr hundert bis hundredseptzig Gigawattstunden.
00:37:16: Ja heute stehen wir ungefähr bei dreizig Gigawatts Stunden.
00:37:19: Bist du da auch so optimistisch, wie du dich jetzt im Gespräch gegeben hast?
00:37:23: Dass wir das erreichen!
00:37:24: Tatsächlich haben wir die Speicherkapazität schon in Deutschland, weil unsere Studie betrachtet alle Batteriespeicher.
00:37:34: Das heißt auch die Batteriesspeicher im CIFZ.
00:37:39: in E-Autos.
00:37:40: Und wenn man sich das heute betrachtet, haben wir quasi schon genug Speicherkapazität.
00:37:45: Wir können sie nur nicht einsetzen.
00:37:47: Wenn wir alle Autos bidirektional angebunden hätten, hätten wir heute schon diese Speichercapazitäten.
00:37:53: Deswegen bin ich da auch positiv gestimmt weil hier ist das Potenzial extrem groß und wir müssen es natürlich nutzen können.
00:38:04: gehen wir jetzt einen Schritt vorwärts mit den aktuellen Festlegungen, auch was Netzenkelte angeht bei bidirektionalem Anbindung von Batteriespeichern.
00:38:15: Da ist ein sehr großes Potenzial dass wir eben nicht zusätzliche Speicher installieren können sondern die vorhandenen Mit Autos die wir jetzt auch immer stärker ausbauen eben auch nutzen können, um solche tageszeitlichen Verschiebungen abfedern zu können.
00:38:31: Ja Leon hat herzlichen Dank für deine Zeit und für dein Expertise und vor allem auch für deinen Optimismus hier im Podcast.
00:38:37: das stimmt uns dann doch sehr optimistisch selbst so für die Zukunft dass es mal schön zu hören.
00:38:43: Und ja, liebes Publikum!
00:38:45: Jetzt seid ihr dran.
00:38:46: Geht erstmal auf die Energy-Charts und guckt euch auch den Simulator an.
00:38:49: Das ist sehr spannend.
00:38:50: da könnt ihr sicher sehr viel rausziehen und ansonsten hinterlasst uns gerne wieder ein Kommentar.
00:38:55: Schreibt mal eure Gedanken zu dem ganzen Thema auf und schaltet am nächsten Sonntag wieder ein.
00:39:00: dann sind wir wieder für euch da.
00:39:01: Macht's gut bis dahin.
00:39:02: Tschüss!
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